Podcaster
Episoden
11.10.2025
38 Minuten
Sonderfolge: Die Sintflut (CrossOver mit "Und was GLAUBST du?" und
"MuscleHustle")
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29.05.2025
37 Minuten
Christi Himmelfahrt ist eine der besonders bildhaften Geschichten
aus dem Neuen Testament der Bibel. Was passiert dort? Was steckt in
der Geschichte? Und welche Relevanz hat sie heute? Diese
Kirchgeflüster-Sonderausgabe ist ein Crossover mit Maxi vom
Und-was-GLAUBST-du-Podcast und Gastgeberin Valentine vom
MuscleHustle-Podcast. Jenni, Maxi und Valentine sprechen darüber,
wie sie Christi Himmelfahrt, Vatertag bzw. Männertag verbringen. Es
dauert nicht lange, bis sie über die ganz bildliche Vorstellung
sprechen, wie Jesus an diesem Tag in den Himmel aufgefahren ist.
Besonders in der Apostelgeschichte ist gleich am Anfang
beschrieben, wie Jesus "vor ihren Augen emporgehoben" wurde "und
eine Wolke nahm ihn auf". Im Lukas-Evangelium kommt die Wolke zwar
nicht vor, aber dort segnete Jesus die Jüngerinnen und Jünger noch
einmal. Auch eher kurz und knapp beschreibt Markus die Ereignisse
an Christi Himmelfahrt. In diesem Podcast-Crossover sprechen Jenni,
Maxi und Valentine darüber, dass Himmelfahrt für die Jüngerinnen
und Jünger einen friedlichen Abschied ermöglicht: Nach dem
leidvollen, schrecklichen Tod Jesu am Kreuz an Karfreitag und der
wundersamen Auferstehung können sie sich diesmal richtig von ihm
verabschieden – und nach vorne blicken (denn bald kommt Pfingsten).
Dabei wird ein Staffelstab und die Zahl 40 eine große Rolle spielen
– und wie beides auch heute im persönlichen Alltag eine Rolle
spielen kann. Außerdem erfahrt ihr: Warum ist Himmelfahrt immer
donnerstags? Und was haben nun eigentlich Männer, die am
Vatertag/Männertag mit Bollerwagen umherziehen, mit Christi
Himmelfahrt zu tun?
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30.11.2022
1 Stunde 1 Minute
"Ich hab das mein ganzes Leben schon so gesagt. Warum sollte ich
das jetzt ändern? Ich meine das doch nicht böse!" – eine oft
gehörte Reaktion von Menschen, die unabsichtlich oder absichtlich
etwas sagen, das rassistisch ist und auf darauf hingewiesen werden.
Dabei ist es für Menschen, die von Rassismus betroffen sind, total
gut, dass es Begriffe wie "People of Color" gibt, erklärt Sarah
Vecera, die diesmal im KirchGeflüster zu Gast ist: "Für mich war es
ein richtiger Befreiungsmoment, als es endlich diese
Begrifflichkeiten gab, weil es Selbstbezeichnungen sind und weil
sie keine rassistische Geschichte in sich tragen". Sarah ist
Theologin, Aktivistin, selbst deutsche Person of Color und
Bildungsreferentin bei der Vereinten Evangelischen Mission mit dem
Schwerpunkt Rassismus in der Kirche. Dieses Jahr hat sie außerdem
ihr erstes Buch herausgegeben: "Wie ist Jesus weiß geworden? Mein
Traum von einer Kirche ohne Rassismus". Im KirchGeflüster sprechen
Jenni und Sarah darüber, warum Rassismus nicht nur ein Thema ist
sondern ein System, das mit dir und mir etwas zu tun hat. Es geht
um individuellen Rassismus aber auch um strukturellen und
institutionellen Rassismus - in der Gesellschaft insgesamt, aber
auch in der Kirche. Ja, auch weiße Menschen empfinden Verletzungen,
wenn sie zum Beispiel in Ländern unterwegs sind, in denen weiße
Menschen eine Ausnahme sind und ausgegrenzt werden. Sarah findet es
sehr wichtig diesen Schmerz auch ernst zu nehmen. Aber Rassismus im
eigentlichen Sinn geht immer von weißen Menschen aus, erklärt sie:
"Das ist der Kern von Rassismus, das weiße europäische Menschen
Macht legitimieren wollten". Mit seinem Ursprung in der Zeit der
Aufklärung und Entwicklung bis heute mit seiner
Institutionalisierung stecke der Rassismus tief in den Köpfen,
Herzen und auch im Glauben. Mit bemerkenswert sanftmütigen Art
erklärt Sarah in dieser Podcast-Folge ganz in Ruhe die
geschichtlichen Zusammenhänge, die Situationen und Empfindungen und
wie man es schaffen kann, über das oft emotional aufgeladene Thema
gute Gespräche zu führen. Welche inkludierenden Worte und
Bezeichnungen man gerne verwenden kann und welche sind
diskriminierend und verletzend. Wie sehr es sich lohnt, neue,
zunächst ungewohnte, Worte zu verwenden. Warum und wie man
Rassismus mit Kindern besprechen sollte. Und jetzt, wo Weihnachten
vor der Tür steht, spricht Jenni mit Sarah selbstverständlich auch
über das, was auf ihrem Buchtitel und im Titel unserer Themenwoche
steht: Wie ist Jesus weiß geworden? Dazu gibt es nämlich auch eine
Menge zu sagen. Außerdem: Was braucht es in der Kirche, um
strukturellen Rassismus ins Bewusstsein zu bringen und zu
beseitigen? Sarah hat dazu einen sehr klaren Standpunkt: "Auf
Kirchenleitungsebene muss das Bewusstsein geschärft werden und
gesagt werden: Antirassismusarbeit kostet Geld, da müsst ihr
reininvestieren, wenn ihr weiter existieren wollt und weiter eine
Relevanz haben wollt in einer pluralen Gesellschaft". Und was ist
wohl Sarahs Geheimnis, das sie im KirchGeflüster zum ersten mal
erzählt?
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26.10.2022
50 Sekunden
Die gute Nachricht zum Beginn: Statistisch spricht heute die
Mehrheit der Menschen über die Klimakrise. Für einige ist es eines
der wichtigsten Themen, wenn nicht gar das wichtigste Thema. Und
trotzdem ist rund um das Thema Klima das Gesprächsklima oft nicht
so gut. Schnell werden Diskussionen unsachlich, emotional und wenig
lösungsorientiert. Warum ist das so? Das bespricht Jenni in dieser
KirchGeflüster-Folge mit Lydia Schubert. Sie hat schon mit vielen
Menschen über die Klimakrise gesprochen, auch wenn sie im ersten
Moment dachte, mit denen hat sie in der Frage gar nichts gemeinsam.
Klima-Debatten sind ihrer Erfahrung nach zum Teil schwierig, weil
es um die Veränderung vieler Selbstverständlichkeiten des Alltags
geht, weil es ein großes, komplexes Thema ist und weil Änderungen
zum Schutz des Klimas auch viel mit Identität zu tun haben. Deshalb
ist einer ihrer Tipps für gelungene Gespräche über die Klimakrise:
Erstmal auf einen Aspekt konzentrieren, von den eigenen Ängsten
sprechen, Gemeinsamkeiten finden. Sie spricht oft über das
Baumsterben, das seit einigen Jahren wegen zu großer Trockenheit
spürbar und für jeden beobachtbar zugenommen hat. Es ist der Aspekt
der Klimakrise, bei dem man merkt, wie sehr Lydia dieses Thema
bewegt. Und es wird klar: Solche Emotionen sind auch gut, weil sie
den Zugang zu dem Abstrakten ebnen können. "Mit 1,5 Grad können die
wenigsten Leute etwas anfangen", erklärt sie. Die beiden sprechen
im Kirchgeflüster auch darüber, warum das Thema Klima- und
Umweltschutz eine wesentliches Thema des Christentums ist und
welche Rolle die Kirche in der Klima-Debatte spielen könnte – und
sollte. Wie kann gerade die evangelische Kirche die
Auseinandersetzung konstruktiv unterstützen? Wird in der
evangelischen Kirche zu viel über Hoffnung gesprochen statt der
Verzweiflung konstruktiv Raum zu geben? Auch in den Antworten auf
die Fragen aus der Community der OnlineKirche wird klar: Über die
Klimakrise und Wege aus der Krise müssen alle sprechen und
streiten, parteiübergreifend, sagt Lydia. Und dabei gilt: "Alle
Menschen haben das Recht auf ihre eigene Meinung, aber nicht auf
ihre eigenen Fakten!"
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27.07.2022
46 Minuten
Diesmal geht's im Kirchgeflüster um die Hassliebe Soziale Medien,
und ob es eigentlich christliche Sinnfluener:innen braucht. Jenni
spricht darüber mit Josephine Teske. Sie ist Pfarrerin in Hamburg
und Sinnfluencerin mit derzeit 37.000 Followern auf Instagram.
Außerdem ist sie Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), gerade auch weil sie mit ihrer Arbeit in den
Sozialen Medien so erfolgreich ist. Geplant war das nicht, erzählt
sie, "sondern ist mit der Zeit so gewachsen". Noch vor wenigen
Jahren, bei ihrem ersten Kontakt mit Sozialen Medien, war sie mega
skeptisch und hätte nie gedacht, dass sie "auf Instagram mal
arbeiten" würde. Die meiste Arbeit mache dabei gar nicht da posten,
sondern die Hintergrundarbeit: das Begleiten von Menschen,
Antworten, Kommentare moderieren. 11 Stunden pro Woche reichten
dafür nicht. Trotzdem mache sie die Social-Media-Arbeit gerade
"nebenbei", also zusätzlich zu ihren normalen Aufgaben als
Pfarrerin. Als Sinnfluencer:innen bezeichnet Josephine "religiöse
Menschen, egal welchen Glauben sie haben", weil sie mit einem
bestimmten Sinn in ihrem Leben durch die Welt gehen und diese auch
prägen. Und genau das mache sie eben auch in den Sozialen Medien.
Es gehe nicht darum, anderen Antworten vorzugeben, sondern die
Menschen (die Follower) zu begleiten - in Glaubens- und
existenziellen Fragen. "Ich gebe meinen Sinn zur Inspiration, zur
Abgrenzung, zum Eigene-Antworten-finden, zum Auf-die-Suche-gehen.
Ich stelle mich sozusagen mit meinem Glauben und meinem Sein zur
Verfügung und gebe dadurch Sinn". Im Gespräch mit Jenni erzählt
Josephine, wie sie das macht, wieviel sie von sich persönlich und
auch ihrem privaten Leben preis gibt, und wo sie Grenzen zieht. Sie
spricht aber auch deutlich aus, dass von vielen Leuten - auch in
den Kirchenleitungen und -parlamenten - die Arbeit von christlichen
Sinnfluencer:innen in den Sozialen Medien unterschätzt werde,
teilweise würde sie sogar gar nicht geschätzt. Besonders
verletzende Kommentare und Direct Messages bekomme sie eigentlich
nur von Kollegen, berichtet sie. Umso mehr merkt man Josephine aber
auch an, wie sehr es ihr Freude macht, für ihre Community da zu
sein. In Sozialen Medien könnten so viele unterschiedliche
Beziehungsformen entstehen. Innerhalb der Community gebe es sehr
viel Vertrauen und Offenheit untereinander, zum Beispiel bei
Andachten via Instagram. Das habe sie so in einer klassischen
Kirchengemeinde noch nicht erlebt. Im Laufe des Gesprächs gibt sie
auch Tipps dazu, wie man sich verhält, wenn man selbst mal nicht so
gut drauf ist und sagt, dass es auch erlaubt ist, manchmal
Social-Media-Pause zu machen. Grundsätzlich gelte: "Wir wollen als
Kirche da sein, wo die Menschen sind. Also müssen wir in die
Sozialen Medien, weil da die Menschen sind, nicht nur um Menschen
zu erreichen, sondern auch, um ein Gegenpol zu sein zu Hass und
Hetze, zu Diskriminierung - mit unserer Botschaft. Das ist unsere
Verantwortung". Und am Ende verrät Josephine uns ein ganz besonders
schönes Geheimnis …
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