Podcaster
Episoden
09.07.2026
41 Minuten
Ob historische Schrecken, aktuelle soziopolitische Missstände oder dystopische Zukunftsvorstellungen – eine neue Generation lateinamerikanischer Schriftstellerinnen greift genau diese Themen auf und verknüpft sie mit klassischen Motiven der Horror- und Schauerliteratur. So entsteht eine neue Strömung, die allgemein als Nuevo Gótico Latinoamericano bezeichnet wird. Was genau es mit dem Begriff auf sich hat, wie er zu verstehen ist und warum die Produktion dieser Texte gerade in Lateinamerika so floriert, erläutert Oliver Zimmermann, Postdoc an der Universität Passau, in dieser Folge von Fabulari. Interview: Judith Wimmer
Mehr
11.06.2026
30 Minuten
In dieser Folge erkundet Hannah Mühlparzer der Universität Salzburg systematisch fiktionale Texte über Erntearbeit in Europa zwischen 2000 und 2025, insbesondere mit Fokus auf Spanien. Ausgehend von den Ereignissen in El Ejido als symbolischem Hintergrund wirft das Gespräch die Frage auf, wie Literatur auf agrarindustrielle Realitäten, Migration und Gewalt reagiert. Methodisch verortet in der Ökokritik und angelehnt an die Georgica nach Vergil, verschränkt das Projekt auf intersektionale Weise, Darstellungen von Natur, Arbeit, Geschlecht, Herkunft und Macht. Sichtbar werden dabei Kontinua zu anderen prekären Tätigkeiten und die Frage, wie Texte die Spannungen zwischen Schutzräumen für Pflanzen und Vulnerabilität der Arbeiter:innen inszenieren, bis hin zur Reflexion, wer überhaupt über Landwirtschaft schreiben darf.
Mehr
14.05.2026
25 Minuten
"Los Adioses" (2017) von Natalia Beristáin handelt vom Leben Rosario Castellanos', eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der mexikanischen Literaturgeschichte und wichtige Stimme des Feminismus der 1950er Jahre. Der Film portraitiert aber nicht nur das Leben der Autorin, sondern setzte sich auch mit dem Spannungsverhältnis zwischen weiblicher Emanzipation und rigiden patriarchalen Strukturen auseinander. Annabel Herzog erzählt uns in diesem Interview, mit welchen Mitteln dieses Spannungsverhältnis im Film inszeniert wird und inwiefern sich der Konflikt zwischen individuellem Selbstausdruck und gesellschaftlichen Rollenerwartungen auf die Identitätskonstruktion auswirken kann. Interview: Judith Wimmer
Mehr
16.04.2026
50 Minuten
Diese Doppelfolge beleuchtet zwei frühe Filmexperimente von Segundo de Chomón im Spannungsfeld zwischen Faszination und Verunsicherung. Während die Ausführungen von Albulena Jasari zu La casa encantada eine unheimliche Ästhetik beleuchtet, die die Wahrnehmung herausfordert, zeigt Karla Glibusic mit El hotel eléctrico die Ambivalenz technischen Fortschritts und den Übergang vom Komfort zum Kontrollverlust auf. Beide Analysen verdeutlichen, wie das frühe Kino als Attraktion nicht nur spektakuläre Effekte präsentierte, sondern auch zentrale Spannungen der Moderne sichtbar machte. So entsteht eine gemeinsame Reflexion über Technik, Wahrnehmung und die Grenzen des Rationalen.
Mehr
26.03.2026
30 Minuten
In dieser Folge spricht Olivia Poppe, Doktorandin an der University of California, Berkeley, über Léa Mysius’ Film Les Cinq Diables (F, 2022). Sie erklärt im Gespräch mit Flori Haack, inwiefern olfaktorische Rekonfigurationen in dem Film zu der Konstruktion eines queeren filmischen Raumes beitragen. Interview: Flori Haack
Mehr
Über diesen Podcast
Fabulari ist ein monatlich erscheinender Wissenschaftspodcast von
Teresa Hiergeist, Flori Haack, Alex Lachkar, Julia Waygand und
Judith Wimmer zu aktuellen Forschungsthemen aus dem Bereich der
romanischen Literaturen, Medien und Kulturen. Er bietet
Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Qualifikationsniveaus –
jenseits von Tagungen und Kongressen, Buch- und
Zeitschriftenpublikationen – einen alternativen Raum, um von der
thematischen, perspektivischen und methodischen Vielfalt der
Romanistik im 21. Jahrhundert Zeugnis abzulegen, die politische,
wirtschaftliche, soziale und kulturelle Relevanz ihres Zugangs
herauszustellen, die Begeisterung für ihre Arbeit zum Ausdruck zu
bringen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Fabulari richtet sich an Romanist:innen und Studierende ebenso wie
an eine interessierte Allgemeinheit von Kulturtreibenden,
Aktivist:innen, Literaturliebhaber:innen oder Filmgeeks.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.