Podcaster
Episoden
19.02.2026
24 Minuten
In dieser Folge geht es um Joan Olivers katalanische Version von
Pygmalion (1957), die das Stück von George Bernard Shaw aus dem
London der Jahrhundertwende ins Barcelona der 1950er Jahre verlegt.
Die Übersetzungswissenschaftlerin Dr. Mar Mañes Bordes, Lektorin an
der Universität des Saarlandes, erläutert, wie Oliver durch
gezielte sprachliche, kulturelle und strukturelle Eingriffe eine
funktionale Übersetzung schafft, die soziale Unterschiede und
sprachliche Machtverhältnisse im katalanischen Kontext neu
verhandelt. Diskutiert wird insbesondere, wie diese Eingriffe zu
bewerten sind: als freie Adaptation oder als funktionale
Übersetzung. Interview: Julia Waygand
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22.01.2026
31 Minuten
Spanien entwirft sich in den 1960er Jahren im Zuge von
wirtschaftlichem Aufschwung und touristischer Öffnung als modernes
Land neu. Gerade die mediale Selbstdarstellung in Fernsehen und
Radio spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dr. Lucia Filipova,
Absolventin der Universität Wien, hat in ihrem PhD-Projekt an der
Princeton University erforscht, welche Rolle Kinderstars wie
Marisol für den Entwurf des neuen Spanienbilds spielen, behandelt
deren öffentliche Auftritte als kulturelles Handeln an der
Schnittstelle von propagandistischen, wirtschaftlichen und
populärkulturellen Interessen, und illustriert die diskursive
Verflechtung von Vorstellungen von Gesellschaft und Kindheit.
Interview: Teresa Hiergeist
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18.12.2025
29 Minuten
En este episodio Néstor Espitia nos habla de las conexiones
profundas entre la poesía marginal de Helí Ramírez y el cine social
de Víctor Gaviria. Mediante una lectura intertextual e intermedial,
se analiza cómo la sensibilidad poética de Ramírez dejó una huella
decisiva en la estética, los temas y la mirada cinematográfica de
Gaviria, marcando el origen de uno de los proyectos más influyentes
del cine colombiano. Interview: Judith Wimmer
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23.10.2025
30 Minuten
Um 1900 hat das Sprechen über die adäquate Bildung der Kinder in
Frankreich und Spanien Konjunktur. Dieses diskursive Interesse an
der Schule ist – egal, von welchem Standpunkt aus es formuliert ist
– konsequent an Reflexionen über die ideale Verfasstheit von
Gesellschaft und staatlicher Organisation geknüpft. Alles, was mit
dieser zusammenhängt, ist mithin eine hochgradig politische
Angelegenheit, welche die öffentliche Aufmerksamkeit in Zeiten
moderner Ausdifferenzierung und Destabilisierung in besonderer
Weise zu bündeln vermag. Teresa Hiergeist, Professorin für
französische und spanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der
Universität Wien, rekonstruiert Machtkämpfe und identitäre
Verhandlungen, die in faktualen und fiktionalen Texten über Schule
ausgetragen werden sowie deren Zusammenhang mit damaligen
Konstruktionen eines idealen Gemeinwesens. Interview: Judith Wimmer
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25.09.2025
20 Minuten
Feminismus ist mittlerweile nicht nur eine gesellschaftliche
Protestbewegung, er ist im Mainstream angekommen und insofern auch
ein Verkaufsargument geworden. Dementsprechend sind auch in Spanien
in den letzten Jahren einige Filme und Serien entstanden, die
feministische Kernthemen in den Fokus rücken und bei denen es
schwierig ist zu unterscheiden, ob sie feministische Anliegen
verfolgen oder einem Modetrend folgen und insofern femwashing
betreiben. Johanna Hager (M.Ed. Englisch/ Spanisch) hat sich diese
komplexe Frage für die zeitgenössische spanische Fernsehserie La
otra mirada in ihrer Masterarbeit gestellt und gibt Einblicke in
die Ergebnisse. Interview: Teresa Hiergeist
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Über diesen Podcast
Fabulari ist ein monatlich erscheinender Wissenschaftspodcast von
Teresa Hiergeist, Flori Haack, Alex Lachkar, Stefanie Mayer und
Judith Wimmer zu aktuellen Forschungsthemen aus dem Bereich der
romanischen Literaturen, Medien und Kulturen. Er bietet
Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Qualifikationsniveaus –
jenseits von Tagungen und Kongressen, Buch- und
Zeitschriftenpublikationen – einen alternativen Raum, um von der
thematischen, perspektivischen und methodischen Vielfalt der
Romanistik im 21. Jahrhundert Zeugnis abzulegen, die politische,
wirtschaftliche, soziale und kulturelle Relevanz ihres Zugangs
herauszustellen, die Begeisterung für ihre Arbeit zum Ausdruck zu
bringen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Fabulari richtet sich an Romanist:innen und Studierende ebenso wie
an eine interessierte Allgemeinheit von Kulturtreibenden,
Aktivist:innen, Literaturliebhaber:innen oder Filmgeeks.
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