Podcaster
Episoden
11.03.2026
50 Minuten
In der neuen Folge “Kapitelrauschen” wird es wirtschaftswissenschaftlich, denn Marie Zimmer spricht mit Daniel Stähr über die Macht der Ökonom*innen. Der gebürtige Kühlungsborner lebt heute in Frankfurt am Main und hat jetzt sein erstes eigenes Sachbuch „Die neuen Propheten- Wie Ökonomen unsere Zukunft verspielen“ veröffentlicht. Das Gespräch mit Marie Zimmer dreht sich um die Entstehung seines Sachbuches, aber auch um das Schreiben von fiktionalen sowie journalistischen Texten. Im Leseausschnitt und im Gespräch berichtet der Autor von den Stärken, aber auch von den Schwächen der Ökonom*innen. Für seine neuen Prophet*innen hat er aber auch direkt ein neues Gebot in petto. Außerdem erzählt er, warum er die Wirtschaftswissenschaften nicht verlassen will, auch wenn sie von verschiedenen Skandalen und Problemen geprägt sind. Neben dem Schreiben spielt auch das Lesen in Daniel Stährs Leben eine große Rolle – im Gespräch verrät er, was für ihn ein gutes Buch ausmacht und welche Autor*innen ihn auf seiner Reise bisher geprägt haben. Was unterscheidet ein Sachbuch von Prosa? Mit Sicherheit die Fakten, aber wo verläuft die Grenze zwischen diesen beiden Genres? Mit dieser Frage beschäftigen sich Lisa Gerlach (@realisatorin) und Literaturwissenschaftler Stephan Lesker (@stephan.lesker) zum Abschluss der Folge. Außerdem blicken sie auf die Parallelen zwischen Stährs Sachbuch und fiktionalen Werken, und Stephan Lesker verrät, was bei Sachbuchtiteln gerade Trend ist.
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01.10.2025
1 Minute
Die neue Folge unseres Podcasts kommt aus München: dort wohnt die Autorin und Schriftstellerin Slata Roschal seit ihrem Wegzug aus Greifswald. Aufmerksamen „Kapitelrauschen“-Hörer*innen wird auffallen, dass es nicht das erste Mal ist, dass die Autorin und Literaturwissenschaftlerin bei uns zu Gast ist, denn im Sommer 2022 war Slata schon einmal bei uns im Gespräch. Damals ging es vor allem um ihr Prosadebüt „153 Formen des Nichtseins“, was wenig später für den Deutschen Buchpreis nominiert werden sollte, und ihre Liebe zu Dostojewski. Seitdem hat sich einiges getan: ein weiterer Roman und Beiträge in Textreihen folgten, und in diesem Jahr veröffentlichte sie ihren neuen Gedichtband „Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt“. Ausgehend von diesem Werk sprechen Nina Abrahams und Slata Roschal über das Verhältnis von Prosa und Lyrik, ihren Umzug von Greifswald nach München und die Arbeitsbedingungen im Literaturbetrieb. Dieses Thema beschäftigt Roschal immer wieder: Am Beispiel von Aufenthaltsstipendien übt sie Kritik an Förderprogrammen, sowohl in ihren Werken als auch öffentlich. Wie können angemessene Stipendien für Autorinnen und Autoren zwischen Utopie und selbstverständlichen Forderungen aussehen? Und was haben fehlende Bürostühle damit zu tun? Slata Roschal hat da eine Idee. Wo verläuft die Grenze zwischen Lyrik und Prosa, und wie frei sind Gedichte? Nachdem Slata Roschal und Nina Abrahams Gespräch bereits auf dieses Spannungsverhältnis eingehen, ergründet Lisa Gerlach dieses Thema nochmal aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und befragt dazu die Germanistin Anne Schülke-Witte, die für uns die Entwicklung von freien Versen und Rhythmen in der Lyrik nachzeichnet.
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04.08.2025
1 Stunde 11 Minuten
Für die neue Folge unseres Podcasts zieht es uns ins dörfliche Neu Meteln in Nordwestmecklenburg: Hier besucht Lisa Gerlach die Schriftstellerin Helga Schubert. Dort, in der Nähe von Schwerin, lebt und arbeitet die ausgebildete Psychologin, die seit ihrem Gewinn des Bachmannpreises 2020 auch einem breiteren Publikum bekannt ist – geschrieben hat sie aber immer. Im Gespräch ergründen die beiden ihr lebenslanges Schreiben, den Entstehungsprozess des Dokumentarfilms „Sonntagskind“ (2023) über Schuberts Werdegang – und wie es ist, im Alter von 80 Jahren einen der bedeutendsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum zu gewinnen. Außerdem verrät Schubert, woran sie gerade arbeitet: Im November erscheint ihr neuer Band „Luft zum Leben“ bei dtv, aus dem sie sogar ein kurzes Gedicht für uns liest. Schuberts Erzählungen weisen oft erkennbare Bezüge zu ihrem eigenen Leben auf. In diesem Kontext diskutieren Marie Zimmer und die Literaturwissenschaftlerin Anne Schülke-Witte autobiografisches Schreiben sowie seine Ursprünge, und Anne verrät uns, was es mit dem Begriff des „autobiografischen Pakts“ auf sich hat.
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13.06.2025
41 Minuten
Die 26. Folge Kapitelrauschen kommt aus Rostock, dreht sich aber ums Dorf. Denn genau damit beschäftigt sich die Autorin Juli Katz, die auch selbst einige Zeit im beschaulichen Krebsow gelebt hat. Dort ist auch ihr Text „annegret will nach chicago“ entstanden, mit dem sie den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2024 gewonnen hat. Bis dahin hatte sie hauptsächlich als Journalistin gearbeitet. Im Gespräch mit Marie Zimmer erzählt sie nun, wie der Schreibprozess sich verändert und wie sie zu ihren Geschichten findet. Das Dörfliche als Schauplatz erweckt nicht nur das Interesse von Juli Katz: Deswegen betrachtet der Literaturwissenschaftler Stephan Lesker im Gespräch mit Lisa Gerlach am Ende der Folge das Dorf als literarischen Handlungsort.
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25.04.2025
1 Stunde 1 Minute
Die 25. Folge „Kapitelrauschen“ kommt aus Leipzig: dort treffen wir die Autorin Isabelle Lehn, die nicht nur selbst Bücher schreibt, sondern ihr literarisches Wissen auch als Dozentin weitergibt, wodurch sie öfter in Mecklenburg-Vorpommern anzutreffen ist. Mit Nina Abrahams spricht Isabelle Lehn jedoch nicht nur über ihre Arbeit als Mentorin, sondern auch über ihren aktuellen Roman „Die Spielerin“. Im Gespräch erfahren wir, warum sie sich in diesem Roman einem realen Fall von Wirtschaftskriminalität angenommen hat, in dem eine scheinbar einfache Telefonistin die Hauptrolle spielt – und ob diese Geschichte einer Frau in der Welt des organisierten Verbrechens eigentlich eine feministische sein kann. „Die Spielerin“ hat einen realen Hintergrund, der Isabelle Lehn zum Schreiben des Buches inspirierte. In diesem Kontext diskutieren Lisa Gerlach und Literaturwissenschaftler Stephan Lesker zum Abschluss der Folge den Begriff des Schlüsselromans und wägen ab, ob sich Lehns Werke in diese literarische Tradition stellen lassen.
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Über diesen Podcast
Literarisch hat Mecklenburg-Vorpommern einiges zu bieten. Der
Podcast „Kapitelrauschen“ macht das jetzt hörbar. Zusammen mit dem
LiteraturRat MV bietet „Kapitelrauschen“ eine Plattform für
literaturschaffende und literaturbegeisterte Menschen. Autor:innen,
Dramaturg:innen, Poet:innen und Institutionen aus MV begeistern im
Gespräch von ihrem Schaffen und Wirken. Sie stellen Texte vor oder
rauschen mit uns durch interessante Kapitel ihres Lebens.
Gleichzeitig soll der Podcast die Online-Vernetzung der Literatur
in MV erleichtern und ein unterstützendes Medium für die
Autor:innen-Förderung online und im Land MV darstellen. Ideen,
Anregungen und Kritik sind also immer willkommen.
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