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  3. Kapitelrauschen - Der Literaturpodcast für MV Podcast

Episoden

50 Minuten
In dieser Folge begrüßen wir Hassan Altiziny, der 2014 aus Syrien nach Greifswald geflohen ist. Dort hat er Deutsch als Zweitsprache studiert und gibt jetzt dieses Wissen weiter, vor allem in Schreibkursen für geflüchtete Menschen. Ein großer Teil davon war der Workshop „Gefundene Briefe”, bei dem Menschen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse, aber auch von ihrer Flucht sowie ihren Wünschen und Hoffnungen schreiben. Selbst schreibt er viel zweisprachig, indem er seine eigenen Texte vom Deutschen ins Arabische übersetzt und umgekehrt. Im Gespräch mit Marie spricht Hassan über die Erfahrungen in den Workshops, und warum das literarische Schreiben für den Spracherwerb wichtig ist. Vor allem wünscht er sich weitere Finanzierungsmöglichkeiten für Angebote zum Spracherwerb für Geflüchtete. Außerdem blickt er auf schwierige Momente, in denen Traumata und Traurigkeit den Alltag prägen. Im Anschluss spricht Lisa mit dem Literaturwissenschaftler Stephan Lesker von der Uni Rostock. Dabei blicken die beiden darauf, wie Lyrik vom Orient nach Europa gekommen ist und übersetzt wurde.
55 Minuten
In der neuen Folge unseres Podcasts begrüßen wir die Wahlleipzigerin Barbara Handke. Geboren in Barth im Landkreis Vorpommern-Rügen, zog es die Autorin, Lektorin und Dozentin nach einer Station in Rostock anschließend in die sächsische Metropole, wo sie neben dem aufmerksamen Blick auf ihre eigenen Texte – mehrere Bücher sind unter ihrem Namen veröffentlicht – auch das Schreiben anderer unter die Lupe nimmt, etwa als Leiterin von Schreibworkshops. Mit Nina spricht Handke über ihren aktuellen Roman, „Bernadette ändert ihr Leben“, warum sie diesem einen hoffnungsvollen Ton geben wollte, über die große Frage nach KI beim Schreiben – und warum sie manchmal mit dem Gedanken liebäugelt, sich als Nicht-Social Media-affine Person doch noch Instagram herunterzuladen. Im Anschluss spricht Lisa mit der Literaturwissenschaftlerin Anne Schülke-Witte von der Uni Rostock. Dafür nehmen sich die beiden Handkes Roman und die Protagonistin Bernadette vor und überlegen, ob man den Begriff des klassischen Bildungsromans auf das Buch anwenden kann, auch wenn keine männliche, jugendliche Figur im Zentrum steht. Barbara Handkes Website: https://centralbuero.de/ Buch „Bernadette ändert ihr Leben": https://www.rowohlt.de/buch/barbara-handke-bernadette-aendert-ihr-leben-9783805201216
29 Minuten
In dieser Folge "Kapitelrauschen" spricht Lisa Gerlach mit der Autorin Silke Peters. Sie bewegt sich als Person sehr gern in M-V und in ihren Texten am liebsten in der Grauzone zwischen Prosa und Lyrik. In ihren Schreibworkshops möchte sie auch anderen Menschen zeigen, dass Schreiben einem manchmal zugänglich macht, was die gesprochene Sprache als flüchtiges Medium nicht greifbar machen kann. Trotzdem versuchen wir es hier im Podcast! Am Ende der Folge spricht Marie Zimmer passend dazu wieder mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Stephan Lesker: Kann man "gutes" Schreiben eigentlich lernen? Ist es folglich ein Handwerk oder eher eine Kunst? Wie änderte sich der Blick auf das Schriftsteller*innen-Dasein kultur- und literaturgeschichtlich über die Jahrhunderte hinweg? Silke Peters Website: https://silke-peters.jimdofree.com/biographisches/ Silke Peters auf Instagram: https://www.instagram.com/silkepetersstralsund/ Link zum Projekt "Letters found" (Interkulturelles Schreiben): https://lettersfound.de/
50 Minuten
In der neuen Folge “Kapitelrauschen” wird es wirtschaftswissenschaftlich, denn Marie Zimmer spricht mit Daniel Stähr über die Macht der Ökonom*innen. Der gebürtige Kühlungsborner lebt heute in Frankfurt am Main und hat jetzt sein erstes eigenes Sachbuch „Die neuen Propheten- Wie Ökonomen unsere Zukunft verspielen“ veröffentlicht. Das Gespräch mit Marie Zimmer dreht sich um die Entstehung seines Sachbuches, aber auch um das Schreiben von fiktionalen sowie journalistischen Texten. Im Leseausschnitt und im Gespräch berichtet der Autor von den Stärken, aber auch von den Schwächen der Ökonom*innen. Für seine neuen Prophet*innen hat er aber auch direkt ein neues Gebot in petto. Außerdem erzählt er, warum er die Wirtschaftswissenschaften nicht verlassen will, auch wenn sie von verschiedenen Skandalen und Problemen geprägt sind. Neben dem Schreiben spielt auch das Lesen in Daniel Stährs Leben eine große Rolle – im Gespräch verrät er, was für ihn ein gutes Buch ausmacht und welche Autor*innen ihn auf seiner Reise bisher geprägt haben. Was unterscheidet ein Sachbuch von Prosa? Mit Sicherheit die Fakten, aber wo verläuft die Grenze zwischen diesen beiden Genres? Mit dieser Frage beschäftigen sich Lisa Gerlach (@realisatorin) und Literaturwissenschaftler Stephan Lesker (@stephan.lesker) zum Abschluss der Folge. Außerdem blicken sie auf die Parallelen zwischen Stährs Sachbuch und fiktionalen Werken, und Stephan Lesker verrät, was bei Sachbuchtiteln gerade Trend ist.
1 Stunde
Die neue Folge unseres Podcasts kommt aus München: dort wohnt die Autorin und Schriftstellerin Slata Roschal seit ihrem Wegzug aus Greifswald. Aufmerksamen „Kapitelrauschen“-Hörer*innen wird auffallen, dass es nicht das erste Mal ist, dass die Autorin und Literaturwissenschaftlerin bei uns zu Gast ist, denn im Sommer 2022 war Slata schon einmal bei uns im Gespräch. Damals ging es vor allem um ihr Prosadebüt „153 Formen des Nichtseins“, was wenig später für den Deutschen Buchpreis nominiert werden sollte, und ihre Liebe zu Dostojewski. Seitdem hat sich einiges getan: ein weiterer Roman und Beiträge in Textreihen folgten, und in diesem Jahr veröffentlichte sie ihren neuen Gedichtband „Ich brauche einen Waffenschein ein neues bitteres Parfüm ein Haus in dem mich keiner kennt“. Ausgehend von diesem Werk sprechen Nina Abrahams und Slata Roschal über das Verhältnis von Prosa und Lyrik, ihren Umzug von Greifswald nach München und die Arbeitsbedingungen im Literaturbetrieb. Dieses Thema beschäftigt Roschal immer wieder: Am Beispiel von Aufenthaltsstipendien übt sie Kritik an Förderprogrammen, sowohl in ihren Werken als auch öffentlich. Wie können angemessene Stipendien für Autorinnen und Autoren zwischen Utopie und selbstverständlichen Forderungen aussehen? Und was haben fehlende Bürostühle damit zu tun? Slata Roschal hat da eine Idee. Wo verläuft die Grenze zwischen Lyrik und Prosa, und wie frei sind Gedichte? Nachdem Slata Roschal und Nina Abrahams Gespräch bereits auf dieses Spannungsverhältnis eingehen, ergründet Lisa Gerlach dieses Thema nochmal aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und befragt dazu die Germanistin Anne Schülke-Witte, die für uns die Entwicklung von freien Versen und Rhythmen in der Lyrik nachzeichnet.
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Über diesen Podcast

Literarisch hat Mecklenburg-Vorpommern einiges zu bieten. Der Podcast „Kapitelrauschen“ macht das jetzt hörbar. Zusammen mit dem LiteraturRat MV bietet „Kapitelrauschen“ eine Plattform für literaturschaffende und literaturbegeisterte Menschen. Autor:innen, Dramaturg:innen, Poet:innen und Institutionen aus MV begeistern im Gespräch von ihrem Schaffen und Wirken. Sie stellen Texte vor oder rauschen mit uns durch interessante Kapitel ihres Lebens. Gleichzeitig soll der Podcast die Online-Vernetzung der Literatur in MV erleichtern und ein unterstützendes Medium für die Autor:innen-Förderung online und im Land MV darstellen. Ideen, Anregungen und Kritik sind also immer willkommen.
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„Kapitelrauschen - Der Literaturpodcast für MV“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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