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Episoden

32 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit Marco Güntert über „Basel wächst hinauf“ des Vereins Dachbegrünung der Region Basel. Er ist der Präsident des Vereins mit einem Dachbegrünungsprojekt, das jetzt in die zweite Runde geht. Trotz der gesetzlichen Pflicht in Basel seit 1999 Flachdächer zu begrünen, brauchen viele Gründächer heute ein Update. Über 14.000 m² wurden bereits ökologisch aufgewertet, aber in den ersten Jahren setzte man auf Einfachheit und Skalierbarkeit. Heute braucht es Qualität – nicht zuletzt auch, um den angespannten klimatischen Verhältnissen gerecht zu werden. Zudem gewinnt die Fassadenbegrünung massiv an Bedeutung. In dieser Bonus-Folge zur vorhergehenden Episode mit Stephan Brenneisen und Michael Burkhardt beleuchten wir die Hitzeproblematik im urbanen Raum, die Wichtigkeit eines besseren Raumklimas und innovative Ansätze wie den Einsatz von Pflanzenkohle zur Wasserspeicherung.

 

Shownotes

 

Weiterführende Links:

•      Verein Dachbegrünung: https://verein-dachbegruenung.ch/

 

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Die Staffel 4 wird durch die Christoph Merian Stiftung, SWISSLOS - Fonds Basel-Stadt, die Ernst Göhner Stiftung, die IWB und durch meine Eigenleistungen finanziert.

 

Copyright, Claudia Acklin, 2026
44 Minuten
Dass ein Gründach kühlt, Regenwasser zurückhält und Orchideen einen Lebensraum bieten kann, hat sich herumgesprochen. Weniger bekannt ist: Fassadenverputze, Farben und alte Bitumenfolien geben bei Regen Schadstoffe ab – Biozide, Schwermetalle, organische Spurenstoffe –, die vom Dach herunter über Versickerung ins Grundwasser gelangen können. Diese Episode bringt zwei Perspektiven zusammen, die selten zusammen gesehen werden. Stephan Brenneisen (ZHAW, Life Sciences und Facility Management) erklärt, was ein Flachdach ökologisch leistet, wie es zum Lebensraum für Wildbienen und Pflanzen wird und wie seine strategische Funktion als grüne Infrastruktur erkannt wurde. Michael Burkhardt (FH OST, Leiter Institut Umwelt- und Verfahrenstechnik) forscht zu Baumaterialien als Schadstoffquelle. Er hat Filtersubstrate entwickelt, die eine Lücke im Gewässerschutz schliessen. «Substrat» verbindet übrigens beide Experten –meint jedoch etwas Unterschiedliches: hier lebendiger Boden für Pflanzen, dort Filtermedium für Schadstoffe. Im besten Fall verfügt jedes Dach über beide Formen von Substrat.

Shownotes

Weiterführende Links:

•      Michael Burkhardt: https://www.ost.ch/de/person/michael-burkhardt-1638

•      Stephan Brenneisen: https://www.zhaw.ch/de/ueber-uns/person/bres

•      Gründächer Basel (Broschüre): https://www.bs.ch/publikationen/broschuere-flachdachbegruenung-flachdaecher-richtig-begruenen-das-oekologische-potenzial-nutzen

•      Gründächer Zürich: https://www.stadt-zuerich.ch/de/planen-und-bauen/bauberatung-und-dienstleistungen/bauberatung/gruenraeume-freiraeume/dachbegruenung.html

•      Leaching: https://biblio.ugent.be/publication/8698748

•      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte

 

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Copyright 2026, Claudia Acklin, Die Natur und die Stadt
30 Minuten
Mitten in der grössten Junihitze wurde die Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof zur Blumenwiese: 500 Quadratmeter Wiese und Wildblumen auf sonst versiegeltem Grund, ein Wochenende lang. «Züri blüht» des WWF Zürich hat viel Aufmerksamkeit erhalten, weil es die Hitzeinsel für einmal erlebbar machte. Wer wollte, konnte die Bodentemperatur selbst messen und sah, wie heiss Asphalt wird und wie viel kühler Wiese und Baumschatten bleiben. Angela Zimmermann und Claudio Sedivy erzählen, wie die Aktion nach über einem Jahr Planung entstand, warum sie bewusst an einem Ort stattfand, wo viele Menschen unterwegs sind und wo die Versiegelung ein Stirnrunzeln auslöst, und wie das Publikum reagierte. Wir fragen, was symbolische Aktionen bewirken können, was nach dem Wochenende mit der Wiese passiert, was einzelne BürgerInnen tun können und wovon in Zürich noch mehr getan werden müsste.

 

Shownotes

 

Weiterführende Links:

•      Züri blüht: https://www.wwf-zh.ch/wwf-zuerich/50-jahre-wwf-zuerich/zueri-blueht

•      Kompass B: https://www.kompassb.ch/

•      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Übersicht Städte

 

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Copyright, Claudia Acklin, 2026

 
37 Minuten
Städte auf der ganzen Welt werden grüner. Parks entstehen, Fassaden werden begrünt, Böden entsiegelt. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte — und das ist es auch. Es gibt ein Aber... Denn ausgerechnet jene Massnahmen, die das Leben in der Stadt für alle besser machen sollen, können für die Schwächsten der Gesellschaft zum Problem werden: Ein neuer Park erhöht die Attraktivität eines Quartiers — und damit die Bodenpreise. Eine energetische Sanierung senkt den CO₂-Ausstoss — und erhöht die Miete. Grüne Gentrifizierung ist kein Nebeneffekt. Sie ist oft eine strukturelle Folge erfolgreicher Stadtentwicklung. Und in Städten wie Zürich oder Basel hat ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung kein Stimmrecht. Gerade jene, die am stärksten von Mieterhöhungen, Verdrängung und ungerechter Umweltpolitik betroffen sein können, können sich nicht wehren. Eine Analyse der Stiftung Durabilitas zeigt: Die Schweizer Umweltpolitik klammert Gerechtigkeitsfragen bisher weitgehend aus. Die harten Fragen sind: Wer zahlt die Kosten der grünen Transformation — und wer erntet den Nutzen?

 

Shownotes

Weiterführende Links:

•      Stiftung Durabilitas: Nachhaltigkeit denken & gestalten

•      Just Transition: Just Transition

•      ETH Wohnforum: Startseite

•      Studie Green Gentrification: Green Gentrification in Zürich – ein Bericht aus der Werkstatt - NSL – Netzwerk Stadt und Landschaft

•      Buch über “Grüne Städte“, mit Schwergewicht auf Natur-basierten Lösungen: Buch

 

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copyright, Claudia Acklin, 2020

 

 

 

 
35 Minuten
Beschrieb

Basel gehört laut BAFU-Monitoring zu jenen Schweizer Regionen mit der höchsten hitzebedingten Sterberate – 9–10 Fälle pro 100'000 Menschen, nach dem Tessin und der Genfersee-Region. Tropennächte sind dabei der eigentliche Kipppunkt: Fehlt die nächtliche Erholung, wird die Belastung kumulativ. Im Moment leiden alle, aber gewisse Gruppen mehr als andere wie ältere Menschen, Kranke, Kinder oder Obdachlose. Für diese Gruppen wären kühle Räume eine wichtige Infrastruktur. - Doch warum reagieren wir auf eine seit über einem Jahrzehnt bekannte Gefahr so langsam? Tanja Herdt, Professorin für Städtebau an der Fachhochschule OST und Projektleiterin des Berichts «Kühle Räume in der Stadt», eine Studie, die der Verein Schwarzer Peter initiiert hat, ordnet ein: weshalb der Bund in dieser Sache wenig Einfluss auf die Kantone hat, weshalb wir Klimaanpassung und Hitzeschutz oft verwechseln – und weshalb Hitzetote gesellschaftlich noch immer weniger zählen als Verkehrstote. Ein Gespräch über die Hierarchie der Wichtigkeit von Themen wie Hitzeschutz und Klimaanpassung, darüber, welche Massnahmen es jetzt bräuchte, und wie einfach es eigentlich wäre, diese umzusetzen. 

 

Shownotes

Weiterführende Links:

•      BAFU-Bericht Hitze in Städten (2018): https://www.bundespublikationen.admin.ch/de/product/000000000862668813/hitze-in-st%C3%A4dten

•      Bericht Kühle Räume in der Stadt: https://www.bwo.admin.ch/de/publication?id=2QeqCT4nyHOl

•      Hitzemassnahmenplan Basel: https://www.bs.ch/medienmitteilungen/gd/2025-hitzemassnahmenplan-basel-stadt-gesundheit-schuetzen-informiert-und-vorbereitet-durch-den-sommer

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Copyright, Claudia Acklin, 2026
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Über diesen Podcast

Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die sich um sie kümmern, eine Stimme. Ich lasse sowohl begeisterte Hobbyist*innen wie auch Fachleute zu Wort kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier wichtige Fragen: Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie eine werden? Wie geht es der Natur in all ihren Formen in der Stadt? Wie können Natur-basierte Lösungen für die Klimaanpassung genutzt werden? Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur, Mensch und Stadt aus? 
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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