Podcaster
Episoden
19.03.2026
28 Minuten
In diesem Gespräch mit Roland Goetschi geht es um die Bedeutung von Natur in der Stadt, auch um jene, die sie für ihn hat, von Biodiversität, Klimawandel und lokale Initiativen. Ich habe gefragt: Was erwartest Du eigentlich von der Natur in Deiner Stadt? Er teilt seine Erfahrungen aus Grenchen, seine Naturgartenarbeit mit seiner Familie und seine politischen Ansätzen für mehr Grünflächen. Als Gemeinderatsmitglied kennt er sich aus mit Initiativen der Stadt wie die Sensibilisierung der BewohnerInnen für Neophythen oder dem Verbot des Neubaus von sogenannten Schottergärten. Über den Garten der Familie sagt er: „Unser Garten ist wie ein Zimmer mehr.“ Und von Grenchen erzählt er, dass „Grenchen. die Industriestadt im Grünen“ nicht immer auf direktestem Weg zu einer grüneren Stadt ist.
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05.03.2026
37 Minuten
Naturbasierte Lösungen sind in aller Munde. Die EU hat Milliarden in die Forschung gesteckt, Städte weltweit lancieren grosse Baumpflanzaktionen – jüngstes Beispiel Berlin mit seinem ambitionierten Programm. Bäume sollen uns kühlen, Böden das Wasser speichern, Grünflächen die Gesundheit fördern. Die Natur als Multitalent, als Retterin in der Not. - Aber kann sie das wirklich leisten? Oder überfordern wir sie mit unseren Erwartungen – gerade jetzt, wo der Klimawandel schneller voranschreitet als ein Baum wachsen kann? Und was bedeutet es, wenn wir die Natur vor allem danach bewerten, was sie für uns tut? Ist dieser Trend auch in der Schweiz angekommen? Die zwei ExpertInnen sprechen in dieser Episode vor allem über das Pflanzen von Bäumen, im öffentlichen Raum wie in den Vorgärten der Stadthäuser – und warum das trotz aller berechtigten Zweifel dennoch wichtig ist.
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02.03.2026
2 Minuten
Wie können Schweizer Städte von internationalen Vorreitern lernen? In dieser Staffel übersetze ich die Expertise aus meinem Sachbuch «Grüne Städte – Wo die Transformation bereits gelingt» in konkrete Impulse für die lokale Umsetzung. Das Buch porträtiert 13 internationale grüne Best-Practice-Beispiele – inklusive Basel. Auf diesem Hintergrund diskutiere ich in dreizehn Video- und Audio-Episoden mit führenden Schweizer Expert:innen über aktuelle Herausforderungen und innovative naturbasierte Lösungsansätze. Wie gelingt der Wandel zu grünen, widerstandsfähigen, lebenswerten und zukunftsorientierten Städten? Ein besonderer Fokus liegt auf der Region Basel als Extremlabor für nachhaltige Stadtentwicklung: Die Flächenbegrenzung und Dichte zwingen Basel zu Lösungen, die wegweisend sein können. Doch auch andere Schweizer Städte gehen innovative Wege – exemplarische Beispiele aus der ganzen Schweiz finden ihren Platz in den einzelnen Episoden. Diese Staffel startet mit einer hybriden Buchvernissage plus Quartierrundgang in Basel und kulminiert in einem interaktiven Live-Stream-Event, bei dem sich das Publikum mit Fragen beteiligen kann. Anders als in den bisherigen Staffeln geht es diesmal mehr um Überblick: Wo sind wir schon Spitze – und wo haben wir Nachholbedarf?
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12.02.2026
43 Minuten
Ein kalter, aber trockener Januarnachmittag mit FreundInnen und FachkollegInnen, die mich auf einem Rundgang durch vier Stationen begleiteten. Anlass dafür war die Vernissage meines Buches "Grüne Städte – Wo die Transformation bereits gelingt" statt – nicht in einem Saal, sondern draussen, mitten im grünen Basel.Fast zufällig ergab sich ein roter Faden durch die Stationen, ein gemeinsames Thema: Der Dialog von Stadtnatur und Architektur, einer der immer wieder gelungen ist. Hier die Stationen: Der Kannenfeldpark – Basels grösste Grünanlage, einst Friedhof, heute Klimainstrument und Arboretum mit fast 800 Bäumen aus 190 Arten. Er ist sowohl ein Klimainstrument wie ein sozialer Park für alle. Das Westfeld: Ein Quartier im Wandel auf dem ehemaligen Felix-Platter-Areal, das soziale Resilienz durch neue Wohnformen unterstützt. Die UPK: Die ehemalige "Friedmatt", gegründet 1886 hat auf 14 Hektaren das Konzept umgesetzt: Der Heilraum ist der Park, nicht das Gebäude. Und die REHAB Basel – Der Bau von Herzog & de Meuron (2002) dreht das Prinzip um: Hier wird die Natur ins Gebäude geholt, bis ans Patientenbett. Moderne Care-Architektur, die zeigt, wie Heilung durch Integration funktionieren kann.
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22.01.2026
35 Minuten
Mehlschwalben sind Frühlingsboten. Jedes Jahr fliegen diese Zugvögel die weite Strecke aus Afrika zurück zu uns – im Fall dieser Episode nach Höngg bei Zürich. Dort findet die grösste Population der Stadt ihre alten Nistplätze vor und bezieht sie unter freudigem Gezwitscher. Früher galten sie als Glücksbringer: Wo Schwalben nisten, ist das Glück zu Hause. Doch die Realität ist ernüchternd: Die Mehlschwalbe steht mittlerweile auf der Roten Liste. In unserer asphaltierten Welt fehlt den Baumeisterinnen der Mörtel für den Nestbau und das Insektensterben entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt, dass die Verschmutzung von Fassaden oft zu Konflikten mit HauseigentümerInnen führt. - Diesen Herausforderungen trotzt Verena Steinmann vom Natur- und Vogelschutzverein Höngg (NVV). Seit Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für den Schutz dieser Vögel: Sie berät HauseigentümerInnen, bringt künstliche Nisthilfen an und sorgt mit Kotbrettern für saubere Lösungen. Eine Folge über praktischen Naturschutz mitten im Siedlungsgebiet, die zeigt, wie Mensch und Vogel im Einklang leben können.
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Über diesen Podcast
Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser
Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die
sich um sie kümmern, eine Stimme. Wenn möglich, gehe ich mit meinen
Interviewpartner*innen vor Ort und lasse sowohl begeisterte
Hobbyist*innen wie auch Fachleute und Wissenschaftler*innen zu Wort
kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier zentrale Fragen: 1. Wie geht
es der Natur in der Stadt - auf dem Hintergrund von Klimawandel und
Schwund der Artenvielfalt? 2. Welche Ökosystemleistungen erbringt
die Natur gegenüber der Stadt und ihren Menschen? Wie können etwa
Natur-basierte Lösungen für die Folgen des Klimawandels genutzt
werden? 3. Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur,
Mensch und Stadt aus? 4. Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie
eine werden? Ich gebe alle drei Wochen eine Newsletter raus.
Schreibe regelmässig auch Blog-Beiträge auf natureandthecity.ch.
Auf Social Media folgen: YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn.
Ab 2026 wird Die Natur und die Stadt auch als Videocast auf YouTube
erhältlich sein. Bitte beachten: Die meisten Episoden sind auf
Schweizerdeutsch! Finanziert wird der Podcast im Moment durch mich.
Die kommende Staffel 4 ab 2026 wird unterstützt durch Swisslos, die
Christoph Merian Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, das IWB und
meinen Eigenleistungen.
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