Podcaster
Episoden
05.03.2026
37 Minuten
Naturbasierte Lösungen sind in aller Munde. Die EU hat Milliarden
in die Forschung gesteckt, Städte weltweit lancieren grosse
Baumpflanzaktionen – jüngstes Beispiel Berlin mit seinem
ambitionierten Programm. Bäume sollen uns kühlen, Böden das Wasser
speichern, Grünflächen die Gesundheit fördern. Die Natur als
Multitalent, als Retterin in der Not. - Aber kann sie das wirklich
leisten? Oder überfordern wir sie mit unseren Erwartungen – gerade
jetzt, wo der Klimawandel schneller voranschreitet als ein Baum
wachsen kann? Und was bedeutet es, wenn wir die Natur vor allem
danach bewerten, was sie für uns tut? Ist dieser Trend auch in der
Schweiz angekommen? Die zwei ExpertInnen sprechen in dieser Episode
vor allem über das Pflanzen von Bäumen, im öffentlichen Raum wie in
den Vorgärten der Stadthäuser – und warum das trotz aller
berechtigten Zweifel dennoch wichtig ist.
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02.03.2026
2 Minuten
Wie können Schweizer Städte von internationalen Vorreitern lernen?
In dieser Staffel übersetze ich die Expertise aus meinem Sachbuch
«Grüne Städte – Wo die Transformation bereits gelingt» in konkrete
Impulse für die lokale Umsetzung. Das Buch porträtiert 13
internationale grüne Best-Practice-Beispiele – inklusive Basel. Auf
diesem Hintergrund diskutiere ich in dreizehn Video- und
Audio-Episoden mit führenden Schweizer Expert:innen über aktuelle
Herausforderungen und innovative naturbasierte Lösungsansätze. Wie
gelingt der Wandel zu grünen, widerstandsfähigen, lebenswerten und
zukunftsorientierten Städten? Ein besonderer Fokus liegt auf der
Region Basel als Extremlabor für nachhaltige Stadtentwicklung: Die
Flächenbegrenzung und Dichte zwingen Basel zu Lösungen, die
wegweisend sein können. Doch auch andere Schweizer Städte gehen
innovative Wege – exemplarische Beispiele aus der ganzen Schweiz
finden ihren Platz in den einzelnen Episoden. Diese Staffel startet
mit einer hybriden Buchvernissage plus Quartierrundgang in Basel
und kulminiert in einem interaktiven Live-Stream-Event, bei dem
sich das Publikum mit Fragen beteiligen kann. Anders als in den
bisherigen Staffeln geht es diesmal mehr um Überblick: Wo sind wir
schon Spitze – und wo haben wir Nachholbedarf?
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12.02.2026
43 Minuten
Ein kalter, aber trockener Januarnachmittag mit FreundInnen und
FachkollegInnen, die mich auf einem Rundgang durch vier Stationen
begleiteten. Anlass dafür war die Vernissage meines Buches "Grüne
Städte – Wo die Transformation bereits gelingt" statt – nicht in
einem Saal, sondern draussen, mitten im grünen Basel.Fast zufällig
ergab sich ein roter Faden durch die Stationen, ein gemeinsames
Thema: Der Dialog von Stadtnatur und Architektur, einer der immer
wieder gelungen ist. Hier die Stationen: Der Kannenfeldpark –
Basels grösste Grünanlage, einst Friedhof, heute Klimainstrument
und Arboretum mit fast 800 Bäumen aus 190 Arten. Er ist sowohl ein
Klimainstrument wie ein sozialer Park für alle. Das Westfeld: Ein
Quartier im Wandel auf dem ehemaligen Felix-Platter-Areal, das
soziale Resilienz durch neue Wohnformen unterstützt. Die UPK: Die
ehemalige "Friedmatt", gegründet 1886 hat auf 14 Hektaren das
Konzept umgesetzt: Der Heilraum ist der Park, nicht das Gebäude.
Und die REHAB Basel – Der Bau von Herzog & de Meuron (2002)
dreht das Prinzip um: Hier wird die Natur ins Gebäude geholt, bis
ans Patientenbett. Moderne Care-Architektur, die zeigt, wie Heilung
durch Integration funktionieren kann.
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22.01.2026
35 Minuten
Mehlschwalben sind Frühlingsboten. Jedes Jahr fliegen diese
Zugvögel die weite Strecke aus Afrika zurück zu uns – im Fall
dieser Episode nach Höngg bei Zürich. Dort findet die grösste
Population der Stadt ihre alten Nistplätze vor und bezieht sie
unter freudigem Gezwitscher. Früher galten sie als Glücksbringer:
Wo Schwalben nisten, ist das Glück zu Hause. Doch die Realität ist
ernüchternd: Die Mehlschwalbe steht mittlerweile auf der Roten
Liste. In unserer asphaltierten Welt fehlt den Baumeisterinnen der
Mörtel für den Nestbau und das Insektensterben entzieht ihnen die
Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt, dass die Verschmutzung von Fassaden
oft zu Konflikten mit HauseigentümerInnen führt. - Diesen
Herausforderungen trotzt Verena Steinmann vom Natur- und
Vogelschutzverein Höngg (NVV). Seit Jahren engagiert sie sich
ehrenamtlich für den Schutz dieser Vögel: Sie berät
HauseigentümerInnen, bringt künstliche Nisthilfen an und sorgt mit
Kotbrettern für saubere Lösungen. Eine Folge über praktischen
Naturschutz mitten im Siedlungsgebiet, die zeigt, wie Mensch und
Vogel im Einklang leben können.
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01.01.2026
33 Minuten
Lichtverschmutzung ist laut BAFU in der Schweiz eine wachsende
Herausforderung: Innert nur 25 Jahren haben sich die
Lichtemissionen fast verdoppelt. Unsere Städte erhellen die Nacht
oft weit über das nötige Mass hinaus – mit fatalen Folgen für die
Biodiversität, die Flora und Fauna sowie unsere eigene Gesundheit.
In dieser Folge erfahren wir vom Forscher Nitin Bathla (Universität
Zürich), warum nächtliche Beleuchtung nicht nur ein technisches
oder ökologisches Problem ist, sondern eine zutiefst soziale
Dimension hat. Im Forschungsprojekt „Spotlight“ nähert er sich und
seine KollegInnen der Nacht aus einer transdisziplinären
Perspektive. - Dabei ist Zürich eigentlich eine Pionierin: Mit dem
bereits vor über 20 Jahren lancierten Plan Lumière versucht die
Stadt, das nächtliche Licht strategisch zu steuern. Das Ziel ist
eine Balance zwischen funktionaler Sicherheit, Ästhetik und dem
Schutz der Dunkelheit. Ich besuche mit Nitin Bathla zwei markante
Un-Orte des postindustriellen Zürichs: den Bahnhof Hardbrücke und
den Turbinenplatz. Wir besprechen, warum manche Orte trotz
Flutlicht „unbehaglich“ wirken, wie eine gerechtere Beleuchtung der
Zukunft aussehen könnte und wir hören ein mutmachendes Beispiel
über die Förderung von Leuchtkäfern.
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Über diesen Podcast
Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser
Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die
sich um sie kümmern, eine Stimme. Wenn möglich, gehe ich mit meinen
Interviewpartner*innen vor Ort und lasse sowohl begeisterte
Hobbyist*innen wie auch Fachleute und Wissenschaftler*innen zu Wort
kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier zentrale Fragen: 1. Wie geht
es der Natur in der Stadt - auf dem Hintergrund von Klimawandel und
Schwund der Artenvielfalt? 2. Welche Ökosystemleistungen erbringt
die Natur gegenüber der Stadt und ihren Menschen? Wie können etwa
Natur-basierte Lösungen für die Folgen des Klimawandels genutzt
werden? 3. Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur,
Mensch und Stadt aus? 4. Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie
eine werden? Ich gebe alle drei Wochen eine Newsletter raus.
Schreibe regelmässig auch Blog-Beiträge auf natureandthecity.ch.
Auf Social Media folgen: YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn.
Ab 2026 wird Die Natur und die Stadt auch als Videocast auf YouTube
erhältlich sein. Bitte beachten: Die meisten Episoden sind auf
Schweizerdeutsch! Finanziert wird der Podcast im Moment durch mich.
Die kommende Staffel 4 ab 2026 wird unterstützt durch Swisslos, die
Christoph Merian Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, das IWB und
meinen Eigenleistungen.
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