Podcaster
Episoden
30.04.2026
28 Minuten
Unsere Flüsse und Bäche wurden über Jahrzehnte begradigt, eingedolt, in Betonkorsette gezwängt. Was einst lebendig war, wurde zum Kanal oder gar zu Kanalisation. Die Folgen spüren wir heute: Überschwemmungen auch in Städten, bei Hitze fehlen die kühlenden Wasseradern. Fische, Vögel, Pflanzen haben ihre Lebensräume eingebüsst – und wir Menschen unsere Erholungsräume am Wasser. Die Schweiz nennt sich das Wasserschloss Europas. Aber wie gehen wir eigentlich mit dieser wertvollen Ressource um? Und was hätten wir davon, wenn wir unseren Gewässern wieder mehr Raum geben würden – gerade in den Städten, wo der Platz knapp und die Hitze am grössten ist? Und wie kann die Revitalisierung der Gewässer der Landschaften um die Stadt herum zu lebendigen Oekosystemen beitragen? In dieser Folge erfahren von Philipp Schuppli von Apiaster GmbH nicht nur etwas über die Vorteile der Revitalisierung von Gewässern für Mensch und Ökosysteme, sondern auch, was es oft schwierig macht, solche Projekte trotz guter Gründe umzusetzen.
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15.04.2026
31 Minuten
Winterthur, eine Stadt, die für ihre reiche Industriegeschichte bekannt ist, hat gute Karten für eine biodiverse Stadtentwicklung. Was diese Stadt so speziell macht, erzählt der Leiter Ökologie Martin Wiesner in dieser Episode von "In Resonanz", sind die Flächenverhältnisse: 40% der Fläche Winterthurs sind bewaldet. 25% bestehen aus landwirtschaftlichen Flächen. Nur 34% sind urbanisiert, wobei Gebäude 19% und Straßen 33% ausmachen. Bemerkenswerterweise sind also fast 48% der städtischen Flächen noch nicht versiegelt. Das rasante Bevölkerungswachstum – von 80.000 auf über 120.000 Einwohner – stellt jedoch eine Herausforderung für den Erhalt dieser Lebensräume dar. Dem setzt Wiesner Projekte zur Biodiversitätsförderung entgegen, u.a. die "Pflege" von Grünflächen durch Schafe, die nicht nur „mähen“, sondern auch Artenvielfalt fördern. Ausserdem gibt es eine sehr aktive Naturforschende Gesellschaft dort, die u.a. Citizen Science zur Kartierung der Artenvielfalt betreibt.
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02.04.2026
34 Minuten
In der Schweiz wird pro Sekunde ein Quadratmeter Boden versiegelt. Asphalt, Beton, Pflastersteine – unsere Städte sind zu undurchlässigen Flächen geworden. Wenn dann der Starkregen kommt, hat das Wasser keinen Ort mehr, wohin es fliessen kann. Es schiesst in die Kanalisation, überlastet sie, flutet Strassen und Keller. Und das Wasser, das eigentlich unser Grundwasser speisen könnte, ist verloren. Jahrzehntelang war das Prinzip: Regenwasser so schnell wie möglich abführen. Doch dieses Denken stösst an Grenzen – gerade jetzt, wo Starkregenereignisse häufiger werden. Ein Paradigmenwechsel ist nötig: weg vom Ableiten, hin zum Aufsaugen. Die Schwammstadt ist das Konzept dahinter. Städte wie Kopenhagen oder Wuhan setzen es bereits um. Was bedeutet das für uns? Auch in der Schweiz haben sich viele Städte aufgemacht, die Schwammstadt umzusetzen, und gehen dies auf typisch schweizerische Weise unterschiedlich an. Winterthur setzt unter anderem auf die Unterstützung von Privaten.
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19.03.2026
28 Minuten
In diesem Gespräch mit Roland Goetschi geht es um die Bedeutung von Natur in der Stadt, auch um jene, die sie für ihn hat, von Biodiversität, Klimawandel und lokale Initiativen. Ich habe gefragt: Was erwartest Du eigentlich von der Natur in Deiner Stadt? Er teilt seine Erfahrungen aus Grenchen, seine Naturgartenarbeit mit seiner Familie und seine politischen Ansätzen für mehr Grünflächen. Als Gemeinderatsmitglied kennt er sich aus mit Initiativen der Stadt wie die Sensibilisierung der BewohnerInnen für Neophythen oder dem Verbot des Neubaus von sogenannten Schottergärten. Über den Garten der Familie sagt er: „Unser Garten ist wie ein Zimmer mehr.“ Und von Grenchen erzählt er, dass „Grenchen. die Industriestadt im Grünen“ nicht immer auf direktestem Weg zu einer grüneren Stadt ist.
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05.03.2026
37 Minuten
Naturbasierte Lösungen sind in aller Munde. Die EU hat Milliarden in die Forschung gesteckt, Städte weltweit lancieren grosse Baumpflanzaktionen – jüngstes Beispiel Berlin mit seinem ambitionierten Programm. Bäume sollen uns kühlen, Böden das Wasser speichern, Grünflächen die Gesundheit fördern. Die Natur als Multitalent, als Retterin in der Not. - Aber kann sie das wirklich leisten? Oder überfordern wir sie mit unseren Erwartungen – gerade jetzt, wo der Klimawandel schneller voranschreitet als ein Baum wachsen kann? Und was bedeutet es, wenn wir die Natur vor allem danach bewerten, was sie für uns tut? Ist dieser Trend auch in der Schweiz angekommen? Die zwei ExpertInnen sprechen in dieser Episode vor allem über das Pflanzen von Bäumen, im öffentlichen Raum wie in den Vorgärten der Stadthäuser – und warum das trotz aller berechtigten Zweifel dennoch wichtig ist.
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Über diesen Podcast
Hallo, ich bin Claudia von „Die Natur und die Stadt“. Dieser
Podcast gibt der Natur in der Stadt durch die vielen Menschen, die
sich um sie kümmern, eine Stimme. Wenn möglich, gehe ich mit meinen
Interviewpartner*innen vor Ort und lasse sowohl begeisterte
Hobbyist*innen wie auch Fachleute und Wissenschaftler*innen zu Wort
kommen. Ich beleuchte mit ihnen vier zentrale Fragen: 1. Wie geht
es der Natur in der Stadt - auf dem Hintergrund von Klimawandel und
Schwund der Artenvielfalt? 2. Welche Ökosystemleistungen erbringt
die Natur gegenüber der Stadt und ihren Menschen? Wie können etwa
Natur-basierte Lösungen für die Folgen des Klimawandels genutzt
werden? 3. Wie sieht eine zukunftsfähige Beziehung von Natur,
Mensch und Stadt aus? 4. Was ist eine Grüne Stadt oder wie kann sie
eine werden? Ich gebe alle drei Wochen eine Newsletter raus.
Schreibe regelmässig auch Blog-Beiträge auf natureandthecity.ch.
Auf Social Media folgen: YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn.
Ab 2026 wird Die Natur und die Stadt auch als Videocast auf YouTube
erhältlich sein. Bitte beachten: Die meisten Episoden sind auf
Schweizerdeutsch! Finanziert wird der Podcast im Moment durch mich.
Die kommende Staffel 4 ab 2026 wird unterstützt durch Swisslos, die
Christoph Merian Stiftung, die Ernst Göhner Stiftung, das IWB und
meinen Eigenleistungen.
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