Mehlschwalben: Wenn den Baumeisterinnen der Mörtel ausgeht

Mehlschwalben: Wenn den Baumeisterinnen der Mörtel ausgeht

Ein Augenschein in Höngg mit Verena Steinmann, Projektleiterin beim dortigen Natur- und Vogelschutzverein
35 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Mehlschwalben sind Frühlingsboten. Jedes Jahr fliegen diese
Zugvögel die weite Strecke aus Afrika zurück zu uns – im Fall
dieser Episode nach Höngg bei Zürich. Dort findet die grösste
Population der Stadt ihre alten Nistplätze vor und bezieht sie
unter freudigem Gezwitscher. Früher galten sie als Glücksbringer:
Wo Schwalben nisten, ist das Glück zu Hause. Doch die Realität ist
ernüchternd: Die Mehlschwalbe steht mittlerweile auf der Roten
Liste. In unserer asphaltierten Welt fehlt den Baumeisterinnen der
Mörtel für den Nestbau und das Insektensterben entzieht ihnen die
Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt, dass die Verschmutzung von Fassaden
oft zu Konflikten mit HauseigentümerInnen führt. - Diesen
Herausforderungen trotzt Verena Steinmann vom Natur- und
Vogelschutzverein Höngg (NVV). Seit Jahren engagiert sie sich
ehrenamtlich für den Schutz dieser Vögel: Sie berät
HauseigentümerInnen, bringt künstliche Nisthilfen an und sorgt mit
Kotbrettern für saubere Lösungen. Eine Folge über praktischen
Naturschutz mitten im Siedlungsgebiet, die zeigt, wie Mensch und
Vogel im Einklang leben können.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15