Podcaster
Episoden
18.03.2026
1 Stunde 3 Minuten
Willkommen bei Bonjourno! Hier geht’s mit mir Olivia Samnick, Journalistin, und spannenden Gästen um die Frage: Was braucht der Journalismus der Zukunft?
In dieser Folge geht’s um die Berichterstattung zu extremistischen Hassverbrechen und wie diese gelingen kann. Dazu blicken wir ins Jahr 2019 und die Folgejahre. Christina Feist ist promoviert, Journalistin und Überlebende des Halle-Attentats. Wie lief die Medienberichterstattung kurz nach der Tat, bei Gericht und zum ersten Gedenktag ab? Was tun, wenn eine Fernsehsendung Überlebende zum Gespräch nebst AfD-Politikern einlädt? Wie sensibel mit Traumatisierten Gespräche führen? Dazu reflektieren wir in dieser Folge.
Christina Feist hat das schon ganz ausführlich getan in einem noch unveröffentlichten Buch. Sie gibt außerdem selbst Workshops zum Thema und hat außerdem eine tolle, konstruktive Ressourcensammlung zusammengestellt - die gibt’s weiter unten in den Shownotes.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zum Gast
Christina Feist, Journalistin und Überlebende des Halle-Attentats: https://www.instagram.com/mightyfeisty_christina/
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:17 Interview mit Christina Feist
01:02:59 Schluss
Sensible Interviewführung:
Global Center for Journalism and Trauma https://gcjt.org/topic/interviewing -> hier gibt’s allgemein gute Ressourcen für Journalist:innen die fortlaufend mit Traumatisierten zusammenarbeiten
Journalistenwerkstatt “Interviews sensibel führen” https://shop.oberauer.com/werkstatt/journalisten-werkstatt/711/interviews-sensibel-fuehren
Workshops und Beiträge von Christina Feist:
Beitrag im medium magazin: Über Extremismus berichten: Das können wir besser!
18./19. März: workshop zu ethischer Berichterstattung bei Media Lab Innovation Bayern
26. März: workshop (halbtags) bei re:think (Wiener Zeitung).
Weitere Ressourcen, Tipps und Quellen:
Reuters, allgemein: https://reutersagency.com/about/standards-values/
International Federation of Journalists: https://www.ifj.org/fileadmin/user_upload/Global_Charter_of_Ethics_EN.pdf
Society of Professional Journalists: https://www.spj.org/spj-code-of-ethics/ (insbesondere: “Minimise Harm”)
Ethical Journalism Network: https://ethicaljournalismnetwork.org/handling-sources
Ehrenkodex Presserat (AT): https://www.presserat.at/show_content.php?hid=2
Zum Nachlesen:
Anna Stockhammer’s Reflektion zur Berichterstattung zum Amoklauf an der Schule in Graz (2025): https://www.wienerzeitung.at/a/keine-klicks-fuer-traenen
Carolina Schwarz’ Reflektion zum Prozess gegen den Täter von Halle (2020): https://taz.de/Berichterstattung-zum-Halle-Prozess/!5695585/
Zum Nachhören:
01/2025: Podiumsidskussion Berichterstattung Halle, mit Mohamed Amjahid, Karolin Schwarz, Rachel Spicker und Christina Feist: https://radiocorax.de/medien-zwischen-sensation-und-verantwortung-podiumsgespraech/
10/2025: Podiumsdiskussion gesellschaftliche und mediale Reaktionen auf rechten Terror, mit Christina Feist und Tina Nardai (Journalistin sowie Angehörige der Romn*ja und Sinti*zze Community, Überlebende des Attentats in Oberwart, Österreich, 1995)
In dieser Folge geht’s um die Berichterstattung zu extremistischen Hassverbrechen und wie diese gelingen kann. Dazu blicken wir ins Jahr 2019 und die Folgejahre. Christina Feist ist promoviert, Journalistin und Überlebende des Halle-Attentats. Wie lief die Medienberichterstattung kurz nach der Tat, bei Gericht und zum ersten Gedenktag ab? Was tun, wenn eine Fernsehsendung Überlebende zum Gespräch nebst AfD-Politikern einlädt? Wie sensibel mit Traumatisierten Gespräche führen? Dazu reflektieren wir in dieser Folge.
Christina Feist hat das schon ganz ausführlich getan in einem noch unveröffentlichten Buch. Sie gibt außerdem selbst Workshops zum Thema und hat außerdem eine tolle, konstruktive Ressourcensammlung zusammengestellt - die gibt’s weiter unten in den Shownotes.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zum Gast
Christina Feist, Journalistin und Überlebende des Halle-Attentats: https://www.instagram.com/mightyfeisty_christina/
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:17 Interview mit Christina Feist
01:02:59 Schluss
Sensible Interviewführung:
Global Center for Journalism and Trauma https://gcjt.org/topic/interviewing -> hier gibt’s allgemein gute Ressourcen für Journalist:innen die fortlaufend mit Traumatisierten zusammenarbeiten
Journalistenwerkstatt “Interviews sensibel führen” https://shop.oberauer.com/werkstatt/journalisten-werkstatt/711/interviews-sensibel-fuehren
Workshops und Beiträge von Christina Feist:
Beitrag im medium magazin: Über Extremismus berichten: Das können wir besser!
18./19. März: workshop zu ethischer Berichterstattung bei Media Lab Innovation Bayern
26. März: workshop (halbtags) bei re:think (Wiener Zeitung).
Weitere Ressourcen, Tipps und Quellen:
Reuters, allgemein: https://reutersagency.com/about/standards-values/
International Federation of Journalists: https://www.ifj.org/fileadmin/user_upload/Global_Charter_of_Ethics_EN.pdf
Society of Professional Journalists: https://www.spj.org/spj-code-of-ethics/ (insbesondere: “Minimise Harm”)
Ethical Journalism Network: https://ethicaljournalismnetwork.org/handling-sources
Ehrenkodex Presserat (AT): https://www.presserat.at/show_content.php?hid=2
Zum Nachlesen:
Anna Stockhammer’s Reflektion zur Berichterstattung zum Amoklauf an der Schule in Graz (2025): https://www.wienerzeitung.at/a/keine-klicks-fuer-traenen
Carolina Schwarz’ Reflektion zum Prozess gegen den Täter von Halle (2020): https://taz.de/Berichterstattung-zum-Halle-Prozess/!5695585/
Zum Nachhören:
01/2025: Podiumsidskussion Berichterstattung Halle, mit Mohamed Amjahid, Karolin Schwarz, Rachel Spicker und Christina Feist: https://radiocorax.de/medien-zwischen-sensation-und-verantwortung-podiumsgespraech/
10/2025: Podiumsdiskussion gesellschaftliche und mediale Reaktionen auf rechten Terror, mit Christina Feist und Tina Nardai (Journalistin sowie Angehörige der Romn*ja und Sinti*zze Community, Überlebende des Attentats in Oberwart, Österreich, 1995)
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03.11.2025
40 Minuten
Willkommen bei Bonjourno! Hier geht’s mit mir Olivia Samnick, Journalistin, und spannenden Gästen um die Frage: Was braucht der Journalismus der Zukunft?
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit einer Gruppe Journalist:innen zu Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Dass Femizide ein gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem sind, sieht man sehr gut, wenn man in die Forschung blickt. Das passiert in dieser Folge mit Christine Meltzer. Sie ist Juniorprofessorin für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und hat gleich zwei große Reports zur Femizid-Berichterstattung herausgebracht. Was hat sich seit dem letzten Femizide Report 2022 bis 2024 getan? Sind wir besser geworden dabei, über Tötungen von Frauen aus geschlechtsspezidischen Gründen zu sprechen? Welche Begriffe kann sie als Forscherin nicht mehr sehen?
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
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Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zum Gast
Christine Meltzer, Juniorprofessorin für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
https://www.ijk.hmtm-hannover.de/de/institut/personen/jun-prof-dr-christine-meltzer/
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:29 Interview mit Christine Meltzer
00:38:43 Schluss
Noch erschienen aus dieser Recherche:
Jahresthema 25 “Femizide” des Selbstlautkollektivs: www.selbstlautkollektiv.com
Aktuelle Ausgabe des medium magazins mit dem Beitrag zur medialen Darstellung von Femiziden:
https://www.mediummagazin.de/category/aktuelle-ausgabe/
Forschung:
Tragische Einzelfälle?Trendreport zur Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen; 12. Dezember 2024, Autorin: Christine E. Meltzer https://www.otto-brenner-stiftung.de/trendreport-zur-berichterstattung-ueber-gewalt-gegen-frauen/
Hilfen bei Gewalt gegen Frauen:
Berichten Medien zu Gewalt gegen Frauen und Femiziden fehlt es oft an Informationen für Personen, die gefährdet sind. Das führt manchmal ins Absurde: Begeht ein Mann einen Femizid und tötet sich anschließend selbst, finden sich in Beiträgen zwar Hinweise zu Hilfsangebote bei Suizidalität, wie es seit den 2000ern gelernte Praxis in vielen Medienhäuser ist - aber kaum Rat für von Gewalt betroffene Frauen und zur Täterprävention. Experten und Expertinnen empfehlen daher, wichtige Informationen für das Publikum zur Verfügung zu stellen - nicht als “nice to have”, sondern “must have”. Welche Infos sind für Schweiz, Deutschland und Österreich relevant?
Österreich
Polizei (bei akuter Gefahr): 113
Frauenhelpline: 0800 222 555 (24/7, kostenlos, mehrsprachig, anonym)
Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at, 0800 700 217
24-Stunden-Frauen-Notruf: 0171719
App „Stiller Notruf“
Männerinfo-Telefon: 0800 400 777
Kampagne des Sozialministeriums: mannsprichtsan.at
Deutschland
Polizei (bei akuter Gefahr): 110
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016 (kostenfrei, anonym, mehrsprachig, 24/7)
BIG-Hotline (Berlin): 00 49 30 611 03 00, www.big-hotline.de (Beratung, Krisenintervention, Vermittlung an Frauenhäuser)
Frauenhäuser (bundesweit): Beratungsstellensuche via www.frauen-gegen-gewalt.de Beratungsstellensuche (Schutzunterkünfte, psychosoziale und juristische Hilfe)
bff – Frauen gegen Gewalt e. V.: www.frauen-gegen-gewalt.de (Netzwerk von Fachberatungsstellen in Deutschland?
Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt https://www.bag-taeterarbeit.de/beratungsstellen-liste/
Schweiz
Polizei (bei akuter Gefahr): 117
Frauenhäuser (je nach Region): Aargau/Solothurn (062 823 86 00), Beider Basel (061 681 66 33), Bern (031 332 55 33), Zürich (079 628 87 80)
Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch (Kostenlose Beratung & Unterstützung)
Mannebüro Zürich – 044 242 08 88 – www.mannebuero.ch
Fachverband Gewaltberatung Schweiz (FVGS) – fvgs.ch
Ressourcen & Medienleitfäden
Allgemeines
Prävention: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/broschueren-und-buecher/femizide-verhindern.html
Deinhyan, Marianna (2022): Tipps für Medien für eine betroffenensensible Berichterstattung. Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Online abrufbar unter: https://beauftragtemissbrauch.de/
Ein Leitfaden zur Bebilderung des Themas Gewalt an Frauen: https://www.genderleicht.de/leitfaden-gewalt-gegen-frauen-wir-brauchen-bessere-bilder/#leitfadengewalt
Österreich
Empfehlungen für Medienschaffende bei Berichten zu Gewalt gegen Frauen: https://www.aoef.at/images/06_infoshop/6-2_infomaterial_zum_downloaden/gewaltfrei-leben/Folder_WEB_gewaltfrei_Verantwortungsvolle_Berichterstattung.pdf
Schweiz
Leitfaden für Medienschaffende, auf der Website auch einsehbar in Französisch und Italienisch. Hier zur deutschen Fassung: www.stopfemizid.ch/deutsch
Deutschland
Leitfaden für Medienschaffende bei Femizid-Berichten: https://www.journalist.de/werkstatt/werkstatt-detail/kein-familiendrama-berichterstattung-ueber-femizide-und-der-umgang-mit-ueberlebenden-und-angehoerigen/
Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (2022): Pressekodex angewandt. Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen.
https://www.lfsh.de/veroeffentlichungen
Forderungen der Medienfrauen von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF (2023): https://www.mdr.de/unternehmen/herbsttreffen-medienfrauen-resolution-femizide-100.html
Europaweit und international
Leitfaden für Medienschaffende vom FEM-UnitED-Projekt: www.ifes.fau.de/files/2022/07/FEM-UnitED_Leitlinien-fuer-Medienschaffende_Final.pdf
Leitfaden des Global Investigative Journalism Network zur Femizid-Recherche (2021): https://gijn.org/resource/investigating-femicide-a-gijn-guide/
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit einer Gruppe Journalist:innen zu Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Dass Femizide ein gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem sind, sieht man sehr gut, wenn man in die Forschung blickt. Das passiert in dieser Folge mit Christine Meltzer. Sie ist Juniorprofessorin für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und hat gleich zwei große Reports zur Femizid-Berichterstattung herausgebracht. Was hat sich seit dem letzten Femizide Report 2022 bis 2024 getan? Sind wir besser geworden dabei, über Tötungen von Frauen aus geschlechtsspezidischen Gründen zu sprechen? Welche Begriffe kann sie als Forscherin nicht mehr sehen?
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zum Gast
Christine Meltzer, Juniorprofessorin für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
https://www.ijk.hmtm-hannover.de/de/institut/personen/jun-prof-dr-christine-meltzer/
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Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:29 Interview mit Christine Meltzer
00:38:43 Schluss
Noch erschienen aus dieser Recherche:
Jahresthema 25 “Femizide” des Selbstlautkollektivs: www.selbstlautkollektiv.com
Aktuelle Ausgabe des medium magazins mit dem Beitrag zur medialen Darstellung von Femiziden:
https://www.mediummagazin.de/category/aktuelle-ausgabe/
Forschung:
Tragische Einzelfälle?Trendreport zur Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen; 12. Dezember 2024, Autorin: Christine E. Meltzer https://www.otto-brenner-stiftung.de/trendreport-zur-berichterstattung-ueber-gewalt-gegen-frauen/
Hilfen bei Gewalt gegen Frauen:
Berichten Medien zu Gewalt gegen Frauen und Femiziden fehlt es oft an Informationen für Personen, die gefährdet sind. Das führt manchmal ins Absurde: Begeht ein Mann einen Femizid und tötet sich anschließend selbst, finden sich in Beiträgen zwar Hinweise zu Hilfsangebote bei Suizidalität, wie es seit den 2000ern gelernte Praxis in vielen Medienhäuser ist - aber kaum Rat für von Gewalt betroffene Frauen und zur Täterprävention. Experten und Expertinnen empfehlen daher, wichtige Informationen für das Publikum zur Verfügung zu stellen - nicht als “nice to have”, sondern “must have”. Welche Infos sind für Schweiz, Deutschland und Österreich relevant?
Österreich
Polizei (bei akuter Gefahr): 113
Frauenhelpline: 0800 222 555 (24/7, kostenlos, mehrsprachig, anonym)
Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at, 0800 700 217
24-Stunden-Frauen-Notruf: 0171719
App „Stiller Notruf“
Männerinfo-Telefon: 0800 400 777
Kampagne des Sozialministeriums: mannsprichtsan.at
Deutschland
Polizei (bei akuter Gefahr): 110
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016 (kostenfrei, anonym, mehrsprachig, 24/7)
BIG-Hotline (Berlin): 00 49 30 611 03 00, www.big-hotline.de (Beratung, Krisenintervention, Vermittlung an Frauenhäuser)
Frauenhäuser (bundesweit): Beratungsstellensuche via www.frauen-gegen-gewalt.de Beratungsstellensuche (Schutzunterkünfte, psychosoziale und juristische Hilfe)
bff – Frauen gegen Gewalt e. V.: www.frauen-gegen-gewalt.de (Netzwerk von Fachberatungsstellen in Deutschland?
Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt https://www.bag-taeterarbeit.de/beratungsstellen-liste/
Schweiz
Polizei (bei akuter Gefahr): 117
Frauenhäuser (je nach Region): Aargau/Solothurn (062 823 86 00), Beider Basel (061 681 66 33), Bern (031 332 55 33), Zürich (079 628 87 80)
Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch (Kostenlose Beratung & Unterstützung)
Mannebüro Zürich – 044 242 08 88 – www.mannebuero.ch
Fachverband Gewaltberatung Schweiz (FVGS) – fvgs.ch
Ressourcen & Medienleitfäden
Allgemeines
Prävention: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/broschueren-und-buecher/femizide-verhindern.html
Deinhyan, Marianna (2022): Tipps für Medien für eine betroffenensensible Berichterstattung. Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Online abrufbar unter: https://beauftragtemissbrauch.de/
Ein Leitfaden zur Bebilderung des Themas Gewalt an Frauen: https://www.genderleicht.de/leitfaden-gewalt-gegen-frauen-wir-brauchen-bessere-bilder/#leitfadengewalt
Österreich
Empfehlungen für Medienschaffende bei Berichten zu Gewalt gegen Frauen: https://www.aoef.at/images/06_infoshop/6-2_infomaterial_zum_downloaden/gewaltfrei-leben/Folder_WEB_gewaltfrei_Verantwortungsvolle_Berichterstattung.pdf
Schweiz
Leitfaden für Medienschaffende, auf der Website auch einsehbar in Französisch und Italienisch. Hier zur deutschen Fassung: www.stopfemizid.ch/deutsch
Deutschland
Leitfaden für Medienschaffende bei Femizid-Berichten: https://www.journalist.de/werkstatt/werkstatt-detail/kein-familiendrama-berichterstattung-ueber-femizide-und-der-umgang-mit-ueberlebenden-und-angehoerigen/
Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (2022): Pressekodex angewandt. Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen.
https://www.lfsh.de/veroeffentlichungen
Forderungen der Medienfrauen von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF (2023): https://www.mdr.de/unternehmen/herbsttreffen-medienfrauen-resolution-femizide-100.html
Europaweit und international
Leitfaden für Medienschaffende vom FEM-UnitED-Projekt: www.ifes.fau.de/files/2022/07/FEM-UnitED_Leitlinien-fuer-Medienschaffende_Final.pdf
Leitfaden des Global Investigative Journalism Network zur Femizid-Recherche (2021): https://gijn.org/resource/investigating-femicide-a-gijn-guide/
Mehr
27.10.2025
37 Minuten
Willkommen bei Bonjourno! Hier geht’s mit mir Olivia Samnick, Journalistin, und spannenden Gästen um die Frage: Was braucht der Journalismus der Zukunft?
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit einer Gruppe Journalist:innen zu Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Begriffe wie Beziehungsdrama romantisieren die brutalste Art von geschlechtsspezifischer Gewalt. Bilder von bedrohlichen Gestalten verklären, wo Frauen am häufigsten Gewalt droht: in den eigenen vier Wänden. Und oft genug hapert es in der Presse überhaupt, Femizide als strukturelles Problem zu benennen.
Wie könnte das anders gehen? Dazu spreche ich heute mit Journalistin Sonja Peteranderl. Sie hat in Lateinamerika viel zu Femiziden und geschlechtsspezifischer Gewalt gearbeitet und dann mit einer Gruppe Frauen einen Leitfaden für andere Journalist:innen entwickelt.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zum Gast
Sonja Peteranderl, Journalistin
https://www.instagram.com/borderland_beats/?hl=de
https://bsky.app/profile/crimewatch.bsky.social
https://de.linkedin.com/in/sonja-peteranderl-80b4153b
Zeitmarken
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00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:34 Interview mit Sonja Peteranderl
00:36:29 Schluss
Noch erschienen aus dieser Recherche:
Jahresthema 25 “Femizide” des Selbstlautkollektivs: www.selbstlautkollektiv.com
Aktuelle Ausgabe des medium magazins mit dem Beitrag zur medialen Darstellung von Femiziden:
https://www.mediummagazin.de/category/aktuelle-ausgabe/
Forschung:
Tragische Einzelfälle?Trendreport zur Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen; 12. Dezember 2024, Autorin: Christine E. Meltzer https://www.otto-brenner-stiftung.de/trendreport-zur-berichterstattung-ueber-gewalt-gegen-frauen/
Hilfen bei Gewalt gegen Frauen:
Berichten Medien zu Gewalt gegen Frauen und Femiziden fehlt es oft an Informationen für Personen, die gefährdet sind. Das führt manchmal ins Absurde: Begeht ein Mann einen Femizid und tötet sich anschließend selbst, finden sich in Beiträgen zwar Hinweise zu Hilfsangebote bei Suizidalität, wie es seit den 2000ern gelernte Praxis in vielen Medienhäuser ist - aber kaum Rat für von Gewalt betroffene Frauen und zur Täterprävention. Experten und Expertinnen empfehlen daher, wichtige Informationen für das Publikum zur Verfügung zu stellen - nicht als “nice to have”, sondern “must have”. Welche Infos sind für Schweiz, Deutschland und Österreich relevant?
Österreich
Polizei (bei akuter Gefahr): 113
Frauenhelpline: 0800 222 555 (24/7, kostenlos, mehrsprachig, anonym)
Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at, 0800 700 217
24-Stunden-Frauen-Notruf: 0171719
App „Stiller Notruf“
Männerinfo-Telefon: 0800 400 777
Kampagne des Sozialministeriums: mannsprichtsan.at
Deutschland
Polizei (bei akuter Gefahr): 110
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016 (kostenfrei, anonym, mehrsprachig, 24/7)
BIG-Hotline (Berlin): 00 49 30 611 03 00, www.big-hotline.de (Beratung, Krisenintervention, Vermittlung an Frauenhäuser)
Frauenhäuser (bundesweit): Beratungsstellensuche via www.frauen-gegen-gewalt.de Beratungsstellensuche (Schutzunterkünfte, psychosoziale und juristische Hilfe)
bff – Frauen gegen Gewalt e. V.: www.frauen-gegen-gewalt.de (Netzwerk von Fachberatungsstellen in Deutschland?
Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt https://www.bag-taeterarbeit.de/beratungsstellen-liste/
Schweiz
Polizei (bei akuter Gefahr): 117
Frauenhäuser (je nach Region): Aargau/Solothurn (062 823 86 00), Beider Basel (061 681 66 33), Bern (031 332 55 33), Zürich (079 628 87 80)
Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch (Kostenlose Beratung & Unterstützung)
Mannebüro Zürich – 044 242 08 88 – www.mannebuero.ch
Fachverband Gewaltberatung Schweiz (FVGS) – fvgs.ch
Ressourcen & Medienleitfäden
Allgemeines
Prävention: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/broschueren-und-buecher/femizide-verhindern.html
Deinhyan, Marianna (2022): Tipps für Medien für eine betroffenensensible Berichterstattung. Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Online abrufbar unter: https://beauftragtemissbrauch.de/
Ein Leitfaden zur Bebilderung des Themas Gewalt an Frauen: https://www.genderleicht.de/leitfaden-gewalt-gegen-frauen-wir-brauchen-bessere-bilder/#leitfadengewalt
Österreich
Empfehlungen für Medienschaffende bei Berichten zu Gewalt gegen Frauen: https://www.aoef.at/images/06_infoshop/6-2_infomaterial_zum_downloaden/gewaltfrei-leben/Folder_WEB_gewaltfrei_Verantwortungsvolle_Berichterstattung.pdf
Schweiz
Leitfaden für Medienschaffende, auf der Website auch einsehbar in Französisch und Italienisch. Hier zur deutschen Fassung: www.stopfemizid.ch/deutsch
Deutschland
Leitfaden für Medienschaffende bei Femizid-Berichten: https://www.journalist.de/werkstatt/werkstatt-detail/kein-familiendrama-berichterstattung-ueber-femizide-und-der-umgang-mit-ueberlebenden-und-angehoerigen/
Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (2022): Pressekodex angewandt. Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen.
https://www.lfsh.de/veroeffentlichungen
Forderungen der Medienfrauen von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF (2023): https://www.mdr.de/unternehmen/herbsttreffen-medienfrauen-resolution-femizide-100.html
Europaweit und international
Leitfaden für Medienschaffende vom FEM-UnitED-Projekt: www.ifes.fau.de/files/2022/07/FEM-UnitED_Leitlinien-fuer-Medienschaffende_Final.pdf
Leitfaden des Global Investigative Journalism Network zur Femizid-Recherche (2021): https://gijn.org/resource/investigating-femicide-a-gijn-guide/
Diese Folge ist Teil einer Serie und einer gemeinsamen Recherche des Selbstlaut Kollektivs. Wir haben uns gut ein Jahr intensiv mit einer Gruppe Journalist:innen zu Femiziden auseinandergesetzt. Alle Recherchen gibt’s hier: www.selbstlautkollektiv.com
Begriffe wie Beziehungsdrama romantisieren die brutalste Art von geschlechtsspezifischer Gewalt. Bilder von bedrohlichen Gestalten verklären, wo Frauen am häufigsten Gewalt droht: in den eigenen vier Wänden. Und oft genug hapert es in der Presse überhaupt, Femizide als strukturelles Problem zu benennen.
Wie könnte das anders gehen? Dazu spreche ich heute mit Journalistin Sonja Peteranderl. Sie hat in Lateinamerika viel zu Femiziden und geschlechtsspezifischer Gewalt gearbeitet und dann mit einer Gruppe Frauen einen Leitfaden für andere Journalist:innen entwickelt.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
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Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
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Sonja Peteranderl, Journalistin
https://www.instagram.com/borderland_beats/?hl=de
https://bsky.app/profile/crimewatch.bsky.social
https://de.linkedin.com/in/sonja-peteranderl-80b4153b
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:34 Interview mit Sonja Peteranderl
00:36:29 Schluss
Noch erschienen aus dieser Recherche:
Jahresthema 25 “Femizide” des Selbstlautkollektivs: www.selbstlautkollektiv.com
Aktuelle Ausgabe des medium magazins mit dem Beitrag zur medialen Darstellung von Femiziden:
https://www.mediummagazin.de/category/aktuelle-ausgabe/
Forschung:
Tragische Einzelfälle?Trendreport zur Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen; 12. Dezember 2024, Autorin: Christine E. Meltzer https://www.otto-brenner-stiftung.de/trendreport-zur-berichterstattung-ueber-gewalt-gegen-frauen/
Hilfen bei Gewalt gegen Frauen:
Berichten Medien zu Gewalt gegen Frauen und Femiziden fehlt es oft an Informationen für Personen, die gefährdet sind. Das führt manchmal ins Absurde: Begeht ein Mann einen Femizid und tötet sich anschließend selbst, finden sich in Beiträgen zwar Hinweise zu Hilfsangebote bei Suizidalität, wie es seit den 2000ern gelernte Praxis in vielen Medienhäuser ist - aber kaum Rat für von Gewalt betroffene Frauen und zur Täterprävention. Experten und Expertinnen empfehlen daher, wichtige Informationen für das Publikum zur Verfügung zu stellen - nicht als “nice to have”, sondern “must have”. Welche Infos sind für Schweiz, Deutschland und Österreich relevant?
Österreich
Polizei (bei akuter Gefahr): 113
Frauenhelpline: 0800 222 555 (24/7, kostenlos, mehrsprachig, anonym)
Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at, 0800 700 217
24-Stunden-Frauen-Notruf: 0171719
App „Stiller Notruf“
Männerinfo-Telefon: 0800 400 777
Kampagne des Sozialministeriums: mannsprichtsan.at
Deutschland
Polizei (bei akuter Gefahr): 110
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116 016 (kostenfrei, anonym, mehrsprachig, 24/7)
BIG-Hotline (Berlin): 00 49 30 611 03 00, www.big-hotline.de (Beratung, Krisenintervention, Vermittlung an Frauenhäuser)
Frauenhäuser (bundesweit): Beratungsstellensuche via www.frauen-gegen-gewalt.de Beratungsstellensuche (Schutzunterkünfte, psychosoziale und juristische Hilfe)
bff – Frauen gegen Gewalt e. V.: www.frauen-gegen-gewalt.de (Netzwerk von Fachberatungsstellen in Deutschland?
Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt https://www.bag-taeterarbeit.de/beratungsstellen-liste/
Schweiz
Polizei (bei akuter Gefahr): 117
Frauenhäuser (je nach Region): Aargau/Solothurn (062 823 86 00), Beider Basel (061 681 66 33), Bern (031 332 55 33), Zürich (079 628 87 80)
Opferhilfe Schweiz: www.opferhilfe-schweiz.ch (Kostenlose Beratung & Unterstützung)
Mannebüro Zürich – 044 242 08 88 – www.mannebuero.ch
Fachverband Gewaltberatung Schweiz (FVGS) – fvgs.ch
Ressourcen & Medienleitfäden
Allgemeines
Prävention: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/broschueren-und-buecher/femizide-verhindern.html
Deinhyan, Marianna (2022): Tipps für Medien für eine betroffenensensible Berichterstattung. Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM). Online abrufbar unter: https://beauftragtemissbrauch.de/
Ein Leitfaden zur Bebilderung des Themas Gewalt an Frauen: https://www.genderleicht.de/leitfaden-gewalt-gegen-frauen-wir-brauchen-bessere-bilder/#leitfadengewalt
Österreich
Empfehlungen für Medienschaffende bei Berichten zu Gewalt gegen Frauen: https://www.aoef.at/images/06_infoshop/6-2_infomaterial_zum_downloaden/gewaltfrei-leben/Folder_WEB_gewaltfrei_Verantwortungsvolle_Berichterstattung.pdf
Schweiz
Leitfaden für Medienschaffende, auf der Website auch einsehbar in Französisch und Italienisch. Hier zur deutschen Fassung: www.stopfemizid.ch/deutsch
Deutschland
Leitfaden für Medienschaffende bei Femizid-Berichten: https://www.journalist.de/werkstatt/werkstatt-detail/kein-familiendrama-berichterstattung-ueber-femizide-und-der-umgang-mit-ueberlebenden-und-angehoerigen/
Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (2022): Pressekodex angewandt. Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen.
https://www.lfsh.de/veroeffentlichungen
Forderungen der Medienfrauen von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF (2023): https://www.mdr.de/unternehmen/herbsttreffen-medienfrauen-resolution-femizide-100.html
Europaweit und international
Leitfaden für Medienschaffende vom FEM-UnitED-Projekt: www.ifes.fau.de/files/2022/07/FEM-UnitED_Leitlinien-fuer-Medienschaffende_Final.pdf
Leitfaden des Global Investigative Journalism Network zur Femizid-Recherche (2021): https://gijn.org/resource/investigating-femicide-a-gijn-guide/
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08.09.2025
1 Stunde 17 Minuten
Willkommen bei “Bonjourno”, dem Podcast, der Journalismus zukunftsfest machen will.
Im Sommer 2015 erreichte die Zahl der Geflüchteten in Deutschland und Europa einen historischen Höhepunkt: Binnen weniger Monate kamen über eine Million Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – auf der Suche nach Schutz, nach einer Perspektive.
Die Schiffskatastrophen im Mittelmeer mit hunderten Toten, die EU‑Migrationsagenda, der Bau von Grenzzäunen, die Mobilisierung tausender Ehrenamtlicher an Bahnhöfen – das alles veränderte nicht nur politische und gesellschaftliche Debatten, sondern stellte auch den Journalismus vor neue Herausforderungen und Fragen.
Denn unter den Geflüchteten desselben und der Folgejahre waren auch Journalist*innen.
Schon zuvor und auch danach kamen und kommen Exiljournalist:innen in Deutschland an und stehen vor der Frage: Wie hier im Journalismus Fuß fassen?
Annika Reich hat 2015 die Initiative Wir machen das mitgegründet. Unter anderem haben sich dabei Tandem Pärchen gebildet - aus geflüchteten Journalisten und solchen, die schon in Deutschland zuhause sind. Was hat das damals gebracht und was ist davon geblieben?
Schon als Student erfuhr Omid Rezaee im Iran Repressalien, musste ins Gefängnis – und wählte das Exil. Viele Jahre war er freiberuflich unterwegs - mittlerweile ist er fest als Volo bei der ZEIT. Was das nun für einen Unterschied macht. Warum er nicht die Sprache als größte Hürde sieht. Und inwieweit deutsche Redaktionen die Chance genutzt haben Journalist:innen im Exil für ihre Expertise einzusetzen. Alles in dieser Folge.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zu den Gästen
Omid Rezaee, iranischer Journalist im Exil
Annika Reich, Autorin & Mitgründerin von “Wir machen das”
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:47 Interview mit Annika Reich
00:35:28 Interview mit Omid Rezaee
01:16:10 Schluss
Ressourcen & Quellen
Exiljournalistische Communities in Deutschland: https://koerber-stiftung.de/projekte/exile-media-forum/ueberblick-ueber-exilierte-communities/
Medium Magazin, Fluchtpunkt: Berlin https://www.mediummagazin.de/steckbriefe-exiljournalismus-in-deutschland/
Medium Magazin, Fluchtpunkt: München https://www.mediummagazin.de/exiljournalismus-fluchtpunkt-muenchen/
Tipps & Tools für Exiljournalist:innen: https://neuemedienmacher.de/wissen-tools/startklar/
Studie zu Herausforderungen von Exilschaffenden in Deutschland (2024) https://akademie.dw.com/en/new-study-at-the-intersection-of-exile-journalism-and-gender-in-central-america/a-72860352
Im Sommer 2015 erreichte die Zahl der Geflüchteten in Deutschland und Europa einen historischen Höhepunkt: Binnen weniger Monate kamen über eine Million Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – auf der Suche nach Schutz, nach einer Perspektive.
Die Schiffskatastrophen im Mittelmeer mit hunderten Toten, die EU‑Migrationsagenda, der Bau von Grenzzäunen, die Mobilisierung tausender Ehrenamtlicher an Bahnhöfen – das alles veränderte nicht nur politische und gesellschaftliche Debatten, sondern stellte auch den Journalismus vor neue Herausforderungen und Fragen.
Denn unter den Geflüchteten desselben und der Folgejahre waren auch Journalist*innen.
Schon zuvor und auch danach kamen und kommen Exiljournalist:innen in Deutschland an und stehen vor der Frage: Wie hier im Journalismus Fuß fassen?
Annika Reich hat 2015 die Initiative Wir machen das mitgegründet. Unter anderem haben sich dabei Tandem Pärchen gebildet - aus geflüchteten Journalisten und solchen, die schon in Deutschland zuhause sind. Was hat das damals gebracht und was ist davon geblieben?
Schon als Student erfuhr Omid Rezaee im Iran Repressalien, musste ins Gefängnis – und wählte das Exil. Viele Jahre war er freiberuflich unterwegs - mittlerweile ist er fest als Volo bei der ZEIT. Was das nun für einen Unterschied macht. Warum er nicht die Sprache als größte Hürde sieht. Und inwieweit deutsche Redaktionen die Chance genutzt haben Journalist:innen im Exil für ihre Expertise einzusetzen. Alles in dieser Folge.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
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Omid Rezaee, iranischer Journalist im Exil
Annika Reich, Autorin & Mitgründerin von “Wir machen das”
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00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:01:47 Interview mit Annika Reich
00:35:28 Interview mit Omid Rezaee
01:16:10 Schluss
Ressourcen & Quellen
Exiljournalistische Communities in Deutschland: https://koerber-stiftung.de/projekte/exile-media-forum/ueberblick-ueber-exilierte-communities/
Medium Magazin, Fluchtpunkt: Berlin https://www.mediummagazin.de/steckbriefe-exiljournalismus-in-deutschland/
Medium Magazin, Fluchtpunkt: München https://www.mediummagazin.de/exiljournalismus-fluchtpunkt-muenchen/
Tipps & Tools für Exiljournalist:innen: https://neuemedienmacher.de/wissen-tools/startklar/
Studie zu Herausforderungen von Exilschaffenden in Deutschland (2024) https://akademie.dw.com/en/new-study-at-the-intersection-of-exile-journalism-and-gender-in-central-america/a-72860352
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28.07.2025
57 Minuten
Willkommen bei “Bonjourno”, dem Podcast, der Journalismus zukunftsfest machen will.
Teenager, die sich dem IS anschließen möchten, extremistische Prediger auf YouTube oder ein islamistischer Terroranschlag: Anlässe, um zu Islamismus zu berichten, gibt es einige. Doch: Wie wird der Journalismus dem gerecht? Wie klappt die Berichterstattung zu Extremismus, ohne einen Generalverdacht zu befeuern, Rassismen zu reproduzieren oder Tatsachen zu verschleiern?
In dieser Folge geht’s um Medien und Islamismus als eine Form des religiös-begründeten Extremismus. Dazu habe ich mir zwei Fachleute vor’s Mikro eingeladen: Philip Mohammed Al-Khazan, Berater bei Legato in Hamburg und Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta.
Al-Khazan berichtet aus seinem Berufsalltag: Er arbeitet mit Jugendlichen und weiß daher, welche gravierenden Auswirkungen eine einseitige, in Teilen rassistische Berichterstattung hat, die Menschen mit Nahost- und/oder Islam-Bezug mit Islamismus in einen Topf wirft. Andersherum, könne ein machtkritischer Journalismus aber sogar präventiv gegen Extremismus wirken. Stein erklärt, welche Rolle digitale Medien bei der Radikalisierung bis in den Extremismus spielen und gibt Einblick in ihre Forschung dazu.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zu den Gästen
Philip Mohammed Al-Khazan, Legato in Hamburg
Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta
Zeitmarken
Zeitmarken
00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:02:12 Interview mit Philip Mohammed Al-Khazan
00:34:15 Interview mit Margit Stein
00:55:42 Schluss
Ressourcen & Quellen
Beratung und Prävention (u.a. für Angehörige und Austeigende)
Legato & Dist[ex] https://legato-praevention.de/distex/
https://www.beratungsstelle-radikalisierung.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Broschüre: Schule und religiös begründeter Extremismus https://www.vbe.de/service/broschuere-schule-und-religioes-begruendeter-extremismus
Forschung:
Stein, Margit, et al. "Die Rolle digitaler Medien in der Hinwendung zu islamistischer Radikalisierung: Eine qualitative Interviewstudie." MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 59 (2024): 123-137. https://www.medienpaed.com/article/view/1798
Stein, Margit, and Benjamin Möbus. "Die Rolle digitaler Medien im Prozess der islamistischen Radikalisierung und das diesbezügliche Präventionspotenzial des islamischen Religionsunterrichts: Eine Interviewstudie zu den subjektiven Theorien von Lehrenden an den Zentren und Instituten für Islamische Theologie." Zeitschrift für praxisorientierte (De-) Radikalisierungsforschung 3.1 (2024): 43-82. https://www.zepra-journal.de/index.php/zepra/article/view/35
Lautz, Y. v., Bösing, E., Dannemann, M., Stein, M. & Kart, M. (2023). Die Rolle digitaler Lebenswelten in der Abwendung junger Menschen vom Islamismus im Fokus von Forschung und Präventionspraxis. In: Friele, B., Kart, M., Kergel, D., Rieger, J., Schomers, B., Sen, K., Staats, M. & Trotzke, P. (Hrsg.). Soziale Arbeit und gesellschaftliche Transformation zwischen Exklusion und Inklusion. Analysen und Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS, S. 65-79.
In der Folge erwähnte Beiträge:
Talk von Nadia Zaboura bei der Re:Publika 2025: https://re-publica.com/de/session/verlorenes-medienvertrauen-gefaehrdete-demokratie-analyse-auswege-und-zukunft-der-deutschen und https://www.youtube.com/watch?v=XhDy5JG6Xks
Beitrag zur islamisch-radikalisierter 13jährigen: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-anschlagsgefahr-warum-eine-13-jaehrige-in-paderborn-ueberwacht-wird-100.html
Weiteres zum Thema:
BPB, Islamistische Radikalisierung bei Jugendlichen erkennenhttps://www.bpb.de/themen/infodienst/212160/islamistische-radikalisierung-bei-jugendlichen-erkennen/
BPB, Diskussionsräume und Radikalisierungsprozesse in Sozialen Medien https://www.bpb.de/themen/parteien/rechtspopulismus/562042/diskussionsraeume-und-radikalisierungsprozesse-in-sozialen-medien/
Krautreporter.de, Analyse: So werden Kinder zu Ideologen https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/5940-so-werden-kinder-zu-ideologen
Empfehlungen für Medien mit ausgewogener Berichterstattung zu Nahost (von Al-khazan):
Domocracy Now
Arte
BPB
Bonjourno Folgen zum Thema Nahost-Berichterstattung
https://www.bonjourno.de/episodes/nahost-selbstzensur-kygep
https://www.bonjourno.de/episodes/nahost-werkstattgespraech
Teenager, die sich dem IS anschließen möchten, extremistische Prediger auf YouTube oder ein islamistischer Terroranschlag: Anlässe, um zu Islamismus zu berichten, gibt es einige. Doch: Wie wird der Journalismus dem gerecht? Wie klappt die Berichterstattung zu Extremismus, ohne einen Generalverdacht zu befeuern, Rassismen zu reproduzieren oder Tatsachen zu verschleiern?
In dieser Folge geht’s um Medien und Islamismus als eine Form des religiös-begründeten Extremismus. Dazu habe ich mir zwei Fachleute vor’s Mikro eingeladen: Philip Mohammed Al-Khazan, Berater bei Legato in Hamburg und Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta.
Al-Khazan berichtet aus seinem Berufsalltag: Er arbeitet mit Jugendlichen und weiß daher, welche gravierenden Auswirkungen eine einseitige, in Teilen rassistische Berichterstattung hat, die Menschen mit Nahost- und/oder Islam-Bezug mit Islamismus in einen Topf wirft. Andersherum, könne ein machtkritischer Journalismus aber sogar präventiv gegen Extremismus wirken. Stein erklärt, welche Rolle digitale Medien bei der Radikalisierung bis in den Extremismus spielen und gibt Einblick in ihre Forschung dazu.
Viel Hörvergnügen, eure Olivia
Website: www.bonjourno.de
Instagram: @bonjourno.podcast
Transparenz: Bonjourno kooperiert mit dem Medium Magazin als Medienpartner - inhaltlich unabhängig.
Infos zu den Gästen
Philip Mohammed Al-Khazan, Legato in Hamburg
Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta
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00:00:00 Intro: Worum geht’s?
00:02:12 Interview mit Philip Mohammed Al-Khazan
00:34:15 Interview mit Margit Stein
00:55:42 Schluss
Ressourcen & Quellen
Beratung und Prävention (u.a. für Angehörige und Austeigende)
Legato & Dist[ex] https://legato-praevention.de/distex/
https://www.beratungsstelle-radikalisierung.de/DE/Startseite/startseite_node.html
Broschüre: Schule und religiös begründeter Extremismus https://www.vbe.de/service/broschuere-schule-und-religioes-begruendeter-extremismus
Forschung:
Stein, Margit, et al. "Die Rolle digitaler Medien in der Hinwendung zu islamistischer Radikalisierung: Eine qualitative Interviewstudie." MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung 59 (2024): 123-137. https://www.medienpaed.com/article/view/1798
Stein, Margit, and Benjamin Möbus. "Die Rolle digitaler Medien im Prozess der islamistischen Radikalisierung und das diesbezügliche Präventionspotenzial des islamischen Religionsunterrichts: Eine Interviewstudie zu den subjektiven Theorien von Lehrenden an den Zentren und Instituten für Islamische Theologie." Zeitschrift für praxisorientierte (De-) Radikalisierungsforschung 3.1 (2024): 43-82. https://www.zepra-journal.de/index.php/zepra/article/view/35
Lautz, Y. v., Bösing, E., Dannemann, M., Stein, M. & Kart, M. (2023). Die Rolle digitaler Lebenswelten in der Abwendung junger Menschen vom Islamismus im Fokus von Forschung und Präventionspraxis. In: Friele, B., Kart, M., Kergel, D., Rieger, J., Schomers, B., Sen, K., Staats, M. & Trotzke, P. (Hrsg.). Soziale Arbeit und gesellschaftliche Transformation zwischen Exklusion und Inklusion. Analysen und Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS, S. 65-79.
In der Folge erwähnte Beiträge:
Talk von Nadia Zaboura bei der Re:Publika 2025: https://re-publica.com/de/session/verlorenes-medienvertrauen-gefaehrdete-demokratie-analyse-auswege-und-zukunft-der-deutschen und https://www.youtube.com/watch?v=XhDy5JG6Xks
Beitrag zur islamisch-radikalisierter 13jährigen: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-anschlagsgefahr-warum-eine-13-jaehrige-in-paderborn-ueberwacht-wird-100.html
Weiteres zum Thema:
BPB, Islamistische Radikalisierung bei Jugendlichen erkennenhttps://www.bpb.de/themen/infodienst/212160/islamistische-radikalisierung-bei-jugendlichen-erkennen/
BPB, Diskussionsräume und Radikalisierungsprozesse in Sozialen Medien https://www.bpb.de/themen/parteien/rechtspopulismus/562042/diskussionsraeume-und-radikalisierungsprozesse-in-sozialen-medien/
Krautreporter.de, Analyse: So werden Kinder zu Ideologen https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/5940-so-werden-kinder-zu-ideologen
Empfehlungen für Medien mit ausgewogener Berichterstattung zu Nahost (von Al-khazan):
Domocracy Now
Arte
BPB
Bonjourno Folgen zum Thema Nahost-Berichterstattung
https://www.bonjourno.de/episodes/nahost-selbstzensur-kygep
https://www.bonjourno.de/episodes/nahost-werkstattgespraech
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