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Episoden
12.02.2026
14 Minuten
Der Recruiting-Markt für Private-Equity-CFOs bleibt auch 2026
angespannt: Die Nachfrage nach qualifizierten Finanzchefs ist
hoch, parallel sind die Anforderungen an die Kandidaten
gestiegen. Daniela Nienstedt, Co-Leiterin der European Financial
Officers Practice bei Russell Reynolds, gibt im
FINANCE-TV-Interview Einblicke in aktuelle Markttrends und
erklärt, warum sich Besetzungsprozesse für CFOs bei
Private-Equity-Beteiligungen deutlich von denen in Konzernen
unterscheiden.
Gesucht werden auf beiden Seiten zwar ähnliche Skills. Vergleicht
man jedoch die Recruiting-Prozesse, gibt es markante
Unterschiede: Während Konzerne mit strukturierteren Prozessen und
klaren Gremien punkten, setzen Private-Equity-Häuser auf
intensive Prüfungen mit Case Studies und Workshops.
Obwohl Private Equity im Recruiting vieles richtig macht, rät die
Personalberaterin den Finanzinvestoren trotzdem zu mehr Struktur
und Transparenz im Prozess: „Häufige Terminverschiebungen,
zusätzliche ungeplante Termine oder Interviewrunden: Die
Salamitaktik, die wir manchmal im Private-Equity-Bereich
beobachten, ist einfach nicht gut.“
Das vollständige Interview mit weiteren Details zu
Gehaltsentwicklungen und Recruiting-Strategien gibt es bei
FINANCE TV.
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10.02.2026
14 Minuten
2025 sollte die Trendwende am IPO-Markt werden – zumindest, wenn
man auf die Prognosen vom Jahresanfang zurückblickt. Doch die
Bilanz fällt nüchtern aus: Deutschland brachte lediglich drei
größere Börsengänge zustande – im ersten Halbjahr die kleineren
IPOs von Pfisterer und Innoscripta, im Herbst dann den mit rund
750 Millionen Euro größten deutschen Börsengang des Jahres von
Otto Bock.
Die Zurückhaltung, vor allem im ersten Halbjahr, hatte
vielschichtige Gründe. „Wir hatten mit der US-Zollpolitik im
April und Mai doch größere Verwerfungen an den Kapitalmärkten“,
ordnet Carsten Schwefer, Head of Equity Capital Markets DACH bei
BNP Paribas, ein. Diese Turbulenzen beeinträchtigten das
klassische IPO-Fenster im Juni erheblich. Erst über den Sommer
beruhigten sich die Märkte wieder, sodass die Aktivität im
zweiten Halbjahr anzog.
Ein weiterer entscheidender Faktor: Prominente Börsenkandidaten
wie die Oldenburgische Landesbank, Stada oder Tennet Deutschland
entschieden sich bewusst für alternative Transaktionswege, wie
private M&A-Verkäufe. „Das sind alles Kandidaten, für die es
durchaus großes Investoreninteresse für ein IPO gegeben hätte“,
so der Kapitalmarktexperte.
Trotz aller Herausforderungen blickt der Kapitalmarktexperte
optimistisch in die Zukunft: „Ich glaube schon, dass auch
Deutschland nach wie vor sehr interessante Börsenkandidaten hat.
Am Ende des Tages müssen Unternehmen dafür attraktive Storys an
den Markt bringen. Ich glaube, da hat Deutschland noch einiges in
der Hinterhand.“
Ob 2026 nun endlich das Jahr der IPO-Welle wird, warum vor allem
der Rüstungssektor im Fokus steht und wie sich Unternehmen in
einem herausfordernden Marktumfeld am besten auf einen Börsengang
vorbereiten – das und mehr erfahren Sie im ausführlichen
Interview bei FINANCE TV.
Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert BNP Paribas.
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04.02.2026
16 Minuten
Exasol gehört zu den Software-Unternehmen, die lange unter dem
Radar liefen – damit könnte bald Schluss ein. Das börsennotierte
Unternehmen bietet extrem schnelle Datenbanken an. „Wir sind
fünf- bis zehnmal schneller als die Konkurrenten – und das
unabhängig von der Datenmenge“, erklärt CFO Jan-Dirk Henrich im
Interview bei FINANCE TV. Hinzu komme eine selten gewordene
Flexibilität: On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud.
2020 ist Exasol an die Börse gegangen. Kurz darauf erreichte die
Aktie ihr Allzeithoch von 27 Euro – doch das ist lange vorbei.
Seit mehreren Jahren stagniert das Papier bei rund 3 Euro. Der
Grund: Nach dem IPO folgte eine ambitionierte, letztlich zu teure
Expansion in den USA. Das Unternehmen habe sich sehr viel
vorgenommen und ein paar Faktoren falsch eingeschätzt, räumt
Henrich ein. 2021 stand ein Verlust von fast 30 Millionen Euro zu
Buche. Die Konsequenz: Kosten runter, Cashburn stoppen, Strategie
schärfen.
Heute fokussiert sich Exasol auf regulierte Branchen wie
Finanzindustrie, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und
Telekommunikation. „Dort ist Datensouveränität kein Buzzword,
sondern Pflicht.“ Operativ zeigt der Kurswechsel Wirkung: Der
Umsatz stieg 2025 auf knapp 42 Millionen Euro, das Ebitda auf
über 4 Millionen Euro, 2024 war Exasol erstmals seit dem
Börsengang profitabel.
Trotzdem bleibt die Aktie träge. Einer der Gründe: fehlendes
Wachstum bei den wiederkehrenden Umsätzen. Henrich spricht offen
von einer „Talsohle beim Churn“, die nun durchschritten sei. Ziel
sei es, wieder ins Netto-Wachstum zu kommen – unter anderem durch
Referenzkunden wie LBBW oder Finanz Informatik sowie die
Partnerschaft mit MariaDB. Seine Botschaft an Investoren ist
klar: „All pieces are in place.“
Warum das Thema Cloud gerade jetzt an Bedeutung gewinnen könnte,
wie KI das Geschäft von Exasol verändert und wann die Aktie ihr
großes Comeback feiert – mehr dazu im Interview bei FINANCE TV.
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28.01.2026
53 Minuten
In dieser Spezialfolge von Im Fokus sprechen Jakob Eich, Chef vom
Dienst des Finance Magazins, und Heiner Thorborg, einer der
renommiertesten Headhunter Deutschlands, über die spannendsten
CFO-Situationen im deutschsprachigen Raum. Sie diskutieren
herausfordernde Karriereschritte, strategische Entscheidungen und
die wichtigsten Fähigkeiten von CFOs in Krisenzeiten. Erfahren
Sie mehr über außergewöhnliche Karrieresprünge, die Bedeutung der
CEO-CFO-Beziehung und die geopolitischen Herausforderungen, die
CFOs heute meistern müssen.
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15.01.2026
48 Minuten
Wie saniert man einen Traditionsverein mit Millionenpublikum –
ausgerechnet in der zweiten Liga? In dieser Folge von Future CFO
sprechen FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe
von FINANCE People Solutions mit Arnd Wellbrock,
Finanzdirektor der HSV Fußball AG & Co. KGaA, über den
wirtschaftlichen Turnaround des Hamburger SV. Vier Jahre schwarze
Zahlen, netto schuldenfrei und zurück in der Bundesliga – und das
nach sieben Jahren Zweitklassigkeit.
Wellbrock erklärt in seinem ersten Interview überhaupt, wie der
HSV seine Kostenstrukturen und Spielerverträge neu ausgerichtet
hat, warum Merchandising zu einem zentralen Wachstumstreiber
wurde und wie Spieler im Profifußball bilanziert werden – und
weshalb steigende Marktwerte in der Bilanz keine Rolle spielen.
Außerdem geht es um die besondere Herausforderung, als Finanzchef
eines Fußballvereins zwischen Emotion und Rationalität zu
navigieren.
Dazu gibt Arnd Wellbrock persönliche Einblicke in seinen Weg über
den FC Bayern zum HSV und spricht über die Bedeutung lokaler
Partner und 50+1.
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Über diesen Podcast
Finanzabteilungen und ihre Aufgaben sind so vielschichtig, wie die
Unternehmen, in denen sie angesiedelt sind. Börsennotiert oder in
Familienbesitz, internationaler Konzern oder schnell wachsendes
Start-up, banken-, kapitalmarkt- oder private-equity-finanziert –
die Finanzabteilungen und ihre CFOs spielen die ganze Klaviatur,
die das moderne Wirtschaftsleben bereithält, und bieten ganz
nebenbei spannende Karrierechancen. Der FINANCE Podcast gibt in
unterschiedlichen Formaten immer wieder neue, lohnenswerte
Einblicke in die Arbeit von Finanzabteilungen, beleuchtet die
persönlichen Karrieren von CFOs, rückt besondere Herausforderungen
in den Fokus und analysiert exemplarische oder exzeptionelle Fälle
in besonderer Tiefe. Ob Sie auf der Suche nach spezifischen Themen
oder generellen Trends sind – es lohnt sich immer reinzuhören!
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