Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Für mich ist der fabelhafte Geldesel der Woche eindeutig Bitcoin. Auch, oder wahrscheinlich weil ich nicht unbedingt ein großer Fan von Krypto-Investments bin. Weil ich persönlich lieber in Unternehmen, die Wertschöpfung schaffen investiere als das ich in ein Gut spekuliere, nur weil es knapp ist. Dass zwar einen Preis, aber bis dato für mich noch keinen Wert hat. Ich verstehe wirklich nicht das euphorische Echo auf den Start des ersten Bitcoin-Fonds an der New Yorker Börse. Ich finde, mit einer Fondsverpackung wird Transparenz vorgegaukelt. Davon abgesehen, dass man den sogenannten Bito als Europäer ohne Konto in den USA gar nicht kaufen kann, ist es auch gar kein Exchange Traded Fund nach EU-Recht. ETFs müssen nach EU-Recht in mehr als nur ein Asset, den Bitcoin investiert sein. Vor allem aber investiert man nicht direkt in den Bitcoin, sondern in Bitcoin-Termingeschäfte. Wie auch immer, Dank Bito kletterte der Bitcoin erstmals über die 66.000 US-Dollar. Der Bitcoin-ETF habe die Kryptowährung nun endgültig salonfähig gemacht. Für mich macht dies nicht Bito, sondern die Zentralbanken und Regierungen. Jens Weidmann, der stets in der Deutschen Bundesbank und in der Europäischen Zentralbank eine straffere Geldpolitik eingemahnt hat, dankt frustriert vorzeitig ab. Währenddessen wird in der EU schon ernsthaft die Aufgabe der strengen Budgetregeln, also der Maastrichtkriterien diskutiert. Auch hat als Nächstes das ausgabenfreudige Frankreich den EU-Vorsitz. Wen wundert´s da, dass digitale Kunstwährungen, die gar keine sind, fröhliche Höchststände feiern und als Alternative zum Euro gesehen werden. Denkt mal darüber nach! Ein schönes Wochenende mit der GELDMEISTERIN und ihrem prominenten Podcastgast am Sonntag wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#Kryptowährung #Bitcoin #Bitcoin-ETF #Bito #Bitcoin-Fonds #Terminkontrakte
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2 Minuten
Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Den Lieblingsspruch meiner Oma habe ich erst in der Pandemie schätzen gelernt und er gilt meines Erachtens derzeit auch für die Börsen. Selbstverständlich gehören Emerging Markets in jedes Portfolio. Nur sehe ich momentan keinen Sinn darin, mich dort vermehrt zu positionieren, solange die Industriestaaten ebenso oder sogar stärker wachsen. Ich berufe mich hier mal auf die Oktoberzahlen der Raiffeisen KAG, die ich gerade zur Hand habe, wonach das geschätzte BIP-Wachstum in den untersuchten Emerging Markets 2022 mit 3,4 Prozent sogar deutlich unter jenem der entwickelten Länder mit 4,1 Prozent liegen wird. Da stechen vor allem Deutschland mit einem BIP-Wachstum um 5,1 Prozent, Kanada mit plus 4,4 Prozent und selbst wirtschaftlich schwächere Staaten wie Italien und UK mit jeweils 4,3 Prozent hervor. Die USA schmiert hier mit einem Ausblick von 3,8 Prozent ab. Hier findet das Wachstum mit 6,4 Prozent heuer statt. Bei den Schwellenstaaten heben sich 2022 lediglich China mit 5,5 Prozent und Indien mit 5,8 Prozent Wachstum ab. Aber lohnt sich dafür das höhere Risiko. Ich finde man investiert in Emerging Markets besser sukzessive mit Sparplänen, Timing ist generell schwer und dort kaum möglich.
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#Schwellenländer #Industriestaaten #Wachstumsraten #Timing #Prognosen_2022
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Pferde haben mir viel gelernt: Unter anderem, dass der direkte Weg nicht immer der Beste ist, um ans Ziel zu gelangen. Pferde sehen komplett anders wie wir. Vor allem aber können sie die Bilder, die sie links und rechts sehen nicht wie wir im Hirn zu einem ganzen Bild zusammenfügen. Ich reite problemlos an einer großen Wasserpumpe am Feld rechts von uns vorbei und auf dem Rückweg schreckt sich das Pferd genau vor der Pumpe, die ihm beim Hinweg egal war. Das linke Auge hat die Pumpe ja zuvor noch nicht gesehen. Fazit: Ich reite besser zickzack auf Pumpen und andere Monster zu. So kann das Pferd sie einerseits mit beiden Augen erfassen und zweitens biete ich dem Pferd immer wieder von Neuem eine Rückzugsmöglichkeit. So ähnlich könnte eine erfolgreiche Anlagestrategie ausschauen. Statt direkt in ein gutes Unternehmen zu investieren, dessen Kurs vielleicht schon stark gestiegen ist, schaue ich mir dessen ebenfalls attraktiven Kernaktionär an, ob er nicht noch günstiger ist und ich mich so über Umwege dem Zielunternehmen nähere. Mir fallen da auf Anhieb zwei interessante Kandidaten ein: Statt in den österreichischen Aktionärsliebling Verbund AG direkt zu investieren , kann ich mir die EVN anschauen, wobei beide in den letzten zwölf Monaten schon gut gelaufen sind. Plus 69 Prozent die EVN, plus 74 Prozent der Verbund. Ein anderes Beispiel ist VW und die Porsche Holding, die Großaktionär von VW ist und jüngst auch in den DAX 40 aufgestiegen ist. Während die Porsche-Holding in den letzten zwölf Monaten knapp 75 Prozent zulegte, stieg der Wert von VW „nur“ um 37 Prozent. Nicht, dass ich jetzt den Einstieg bei Porsche und EVN statt VW und Verbund grundsätzlich empfehle, aber auch in der Finanzlandschaft sollte man sich alle Wege anschauen, die nach Rom führen.
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#Anlagestrategie #Kernaktionär #Zielinvestment
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Wohnen ist Luxus. Das zeigt der Global House Price Index des Internationalen Währungsfonds. In drei Viertel der 60 Staaten, die in den Index einfließen sind die Immobilienpreise trotz Wirtschaftseinbruch im Pandemiejahr 2020 stark gestiegen. In Luxemburg verteuerten Häuser im Vorjahr um fast 18 Prozent, in der Türkei um fast 16 Prozent. Dann folgen bei den Preisanstiegen Kanada, Dänemark, Russland, Litauen, Portugal, an neunter Stelle schon Österreich mit rund zehn prozentigen Anstiegen. Fast gleich auf ist hier Deutschland. In der Schweiz stiegen die Hauspreise knapp acht Prozent. In 23 Prozent der 60 Staaten stiegen die Hauspreise über fünf Prozent. In Europa geben die ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung bereits rund 40 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus, sorgt sich der IWF und gibt gleichzeitig Entwarnung. Ein Anstieg der Zinsen, der Wegfall staatlicher Hilfe, wenn sich die Konjunktur jetzt erholt und der Wegfall von Angebotsengpässen bei Baumaterial sollten für Entspannung an der Preisfront sorgen. In den letzten 20 Jahren ist der globale Häuserpreisindex des IWF jedenfalls real um 170 Prozent gestiegen, und das trotz der Immobilienkrise 2007. Die Investition in die eigenen vier Wände ist immer eine Gute.
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#Hauspreise #Immobilien #IWF #Global_House_Price_Index #IMF #Immobilienkrise
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TransportunternehmerInnen können keine Aufträge annehmen, weil ihnen die LKW-Chauffeure fehlen. Bei Windkraftanlagen stehen die Räder still, weil es kein Fachpersonal gibt, dass sie am Laufen hält. Bei John Deere gehen Traktoren nicht vom Band, weil die Mitarbeiter für höhere Löhne streiken. Restaurants und Einzelhandel müssen Öffnungszeiten verkürzen, weil ihnen die Mitarbeiter fehlen. Von Gesundheitspersonal das an allen Ecken fehlt ganz zu schweigen. Arbeitskräfte werden zunehmend zum Asset. Das sollten auch die Anleger bedenken und die Beschäftigungssituation bei ihren investierten Titeln ebenso im Auge behalten wie auch jährliche Rankings wie jenes von Great place to work. Umso honorabler finde ich, dass der Wirtschaftsnobelpreis dieses Jahr nicht wieder an Finanzmarkttheoretiker ging, sondern an die drei Arbeitsmarktforscher David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens. Sie haben herausgefunden, dass ein höherer Mindestlohn nicht zwingend mit einer höheren Arbeitslosigkeit einhergeht, wie man etwa im deutschen Wahlkampf des Öfteren gehört hat. In Deutschland sind zehn Millionen im erwerbsfähigen Alter von der Mindestlohndebatte betroffen. Frohes Schaffen wünscht Julia Kistner
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#Mindestlohn #Wirtschaftsnobelpreis #Arbeitsmarktforscher #David_Card #Joshua_Angrist #Guido_Imbens #Arbeitskräftemangel
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Anfang Oktober ist die Ausschreibungsfrist für eine beachtenswerte Machbarkeitsstudie der EU-Kommission ausgelaufen. Sie soll Vorschläge liefern, wie ein europäisches Vermögensregister aussehen könnte, mit der die Finanz- und Vermögenssituation jedes EU-Bürgers in einem zentralen Register abrufbar sein soll. Dort steht dann geschrieben, wieviel Geld, Immobilien, Gold, Kunst, Krypto etc. jeder besitzt. Wozu das Ganze? Es soll Transparenz im Kampf gegen Finanzkriminalität und Terror schaffen und den Behörden grenzübergreifend Zugang zu Informationen ermöglichen. Nicht falsch verstehen. Ich habe nichts zu verbergen, nur irgendwie fühle ich mich durch so ein Register in Kombination mit den Bestrebungen der EU, ab 2024 Bargeldzahlungen über 10.000 Euro zu verbieten in meiner finanziellen Freiheit eingeschränkt. Das hat den schalen Beigeschmack, dass man Voraussetzungen schafft, um Sonderabgaben, EU-Steuern oder Negativsteuern leichter einheben zukönnen . Wer sagt mir, dass jeder ein Konto bekommt, das ist ja jetzt schon nicht der Fall und wann, wie, an wen und zu welchem Preis ich Zahlungen tätigen darf. Was hier mein Finanztipp wäre? Ich habe keinen….
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#EU #Vermögensregister #Terror #Finanzkriminalität #Negativsteuern #Sonderabgaben #EU-Steuern
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Gerade jetzt, wo die Kurse weltweit nachgeben ist ein guter Zeitpunkt nicht wegzuschauen, sondern genau hinzuschauen, was man eigentlich in seinem Portfolio hortet. Vor allem wegen Klumpenrisiken. So kommen die „Big Five“ also Apple, Amazon, Alphabet, Google und Facebook auf einen Anteil am S&P 500 von fast ein Viertel des Gesamtgewichts und machen auch noch 17 Prozent des MSCI World Index und 15 Prozent des MSCI All Country World Index aus. Denn im MSCI World haben US-Aktien durch ihre jahrelange Überperformance einen Anteil von 60 Prozent. Und selbst wenn man in die Berkshire Heathaway, als in die Beteiligungsholdung von Warren Buffet investiert, ist man nicht so breit gestreut wie man vielleicht glaubt. Die vier unternehmen Apple, Bank of America, Coca-Cola und American Express machen knapp 70 Prozent des Portfolios der Berkshire aus.
Auch der Schweizer Market Index SMI ist nicht gerade die Ausgeburt an Streuung Hier machen die drei Aktien Roche, Novartis und Nestlé 60 Prozent der Marktkapitalisierung des Leitindex aus. Da kann ich mir statt dem SMI , doch gleich die drei Aktien Roche, Novartis, Nestlé direkt ins Portfolio legen und die Fonds-Gebühren sparen.
Wer also breit investieren will, sollte sich also breit gestreutere Fonds und ETFs aussuchen: Zum Beispiel statt einem Produkt auf den MSCI World eines auf den MSCI All Country World Index mit rund 3400 Aktien. Statt auf den EuroStoxx 50, sollte man auf den EuroStoxx 600 setzen. Breiter als der DAX ist der MSCI Germany gestreut und in den USA kann man statt in den S&P 500, der die Big Five so stark gewichtet in den Russell 2000 Index investieren, wobei das nicht automatisch weniger Kursschwankungen bedeutete. Man legt sich damit kleinere Unternehmen ins Portfolio, die oft konjunktursensibler sind.
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#Klumpenrisiko #Technologie_Werte #DAX #MSCI_World #EuroStoxx #S&P_500 #Russell #Index
Auch der Schweizer Market Index SMI ist nicht gerade die Ausgeburt an Streuung Hier machen die drei Aktien Roche, Novartis und Nestlé 60 Prozent der Marktkapitalisierung des Leitindex aus. Da kann ich mir statt dem SMI , doch gleich die drei Aktien Roche, Novartis, Nestlé direkt ins Portfolio legen und die Fonds-Gebühren sparen.
Wer also breit investieren will, sollte sich also breit gestreutere Fonds und ETFs aussuchen: Zum Beispiel statt einem Produkt auf den MSCI World eines auf den MSCI All Country World Index mit rund 3400 Aktien. Statt auf den EuroStoxx 50, sollte man auf den EuroStoxx 600 setzen. Breiter als der DAX ist der MSCI Germany gestreut und in den USA kann man statt in den S&P 500, der die Big Five so stark gewichtet in den Russell 2000 Index investieren, wobei das nicht automatisch weniger Kursschwankungen bedeutete. Man legt sich damit kleinere Unternehmen ins Portfolio, die oft konjunktursensibler sind.
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Gegessen wird immer, in guten wie in schlechten Zeiten. Und wenn es durch die Inflation teurer und das Börsl auch durch die Pandemie strapaziert wird punkten markenstarke Systemgastronomen, wo auswärts essen noch einigermaßen erschwinglich ist. Mit 1,81 Milliarden US-Dollar Umsatz ist #Yum! Brands mit seinen starken Marken Kentucky Fried Chicken, Taco Bell und Pizza Hut die größte Restaurantkette der Welt. In den letzten zwölf Monaten hat ihr Kurs über 34 Prozent zugelegt. Bei einem Gewinn von 904 Millionen US-Dollar beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis schon über 28. Man traut dem Fastfood-Riesen langfristig noch ein starkes Wachstum zu. #McDonald´s ist nicht nur eine Fastfood-Kette, sondern auch ein großer Immobilienbesitzer. Der Burger-Spezialist zahlt seit 1976 Jahr für Jahr Dividende. Die Quartalsdividende liegt bei 1,38 US-Dollar. Das entspricht beim aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von 2,25 Prozent. Auch will das Management das ausgesetzte Aktienrückkaufprogram von 15 Milliarden US-Dollar wieder fortführen, das sollte der McDonald´s-Aktie gut tun. Direkter Konkurrent ist die Burger King-Mutter #RestaurantBrands. Der Konzern, zu dem auch die Marken Popeye und Tim Horton gehören, legt am 26. Oktober seine Zahlen für das dritte Quartal 2021 vor. Analysten schätzen, dass sie deutlich besser ausfallen. Zu den großen Playern zählt auch #Domino´sPizza, die am Donnerstag ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Im dritten Quartal dürfte die Pizza-Zustellkette erstmals die eine Milliarde US-Dollar Umsatz im Vierteljahr überschreiten. Die Analysten rechnen mit einem Quartalsgewinn von 3,11 nach 2, 49 US-Dollar im Vergleichsquartal 2020. Domino´s Pizza ist in 60 Staaten mit 12.000 Outlets vertreten. Übrigens, kurz Werbung in eigener Sache: Branchenberichte wie diesen und CEO-Interview von mir liest ihr regelmäßig im österreichischen Wochenmagazin Börsen-Kurier.
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#Fastfood #Aktien #Dauerbrenner #Quartalsgewinne
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Eine Studie der DekaBank, die die Bundestagswahlen seit 1961 in Deutschland untersucht hat zeigt: Der Aktienmarkt neigt in den 100 Handelstagen vor der Wahl grundsätzlich zur Schwäche. In den 100 Tagen nach der Wahl stabilisieren sich die Kurse oder sie entwickeln sich positiv. Das ist ja ein erfreulicher Ausblick für das deutsche Parkett, zumal es dann sehr viel zum Aufholen gibt. Denn bisher hat sich der DAX an die Deka-Studie nicht gehalten und seit dem Wahltag am 26. September mehr als drei Prozent eingebüßt. Nichts desto trotz, das Deka-Research-Team hält fest: „Besonders ausgeprägt war die positive Entwicklung in der Vergangenheit dann, wenn es zu einem Regierungswechsel kam.“ Also damit kann man durchaus rechnen. Allerdings ist hier die Aussagekraft eingeschränkt, denn ein Regierungswechsel kam in den beobachteten letzten sechzig Jahren nur vier Mal vor.
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#Bundestagswahlen #Deka-Studie #Regierungswechsel #Deutsche_Börse #DAX
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Die Nachfrage nach grüner Energie und nachhaltiger Produktion übersteigt bei weitem das Angebot. Wenn wir alle auf Stromautos umsteigen wissen selbst renommierte Wirtschaftsforscher wie Gabriel Felbermayr nicht, woher der viel Strom kommen soll. Bestimmt nicht aus der Steckdose. Hier möchten die EU-Staaten mit sogenannte „Carbon Contracts for Difference“ versuchen, die Unternehmen zum Stromsparen und nachhaltigerem Wirtschaften zu bewegen. Carbon-CFD´s sind Verträge, die zwischen Unternehmen und Staat geschlossen werden. Damit sollen die Mehrkosten einer klimafreundlichen Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ausgeglichen werden, während man beim Beibehalten herkömmlicher Verfahren zur Kasse gebeten wird. Der Staat unterstützt also die Transformation von umweltbelastenderen zu umweltfreundlicheren Produktionen. Deshalb sollte man auch nach wie vor in fossile Brenstoffunternehmen investiert sein, die ambitioniert sind, sich ökologischer aufzustellen. Profitieren können hier integrierte Unternehmen wie etwa eine OMV, deren Chemiesparte Borealis entstehendes CO2 weiterverabeitet. Ebenso Chemieriesen wie BASF oder Dupont. Die Chemische Industrie kann viel dazu beitragen, CO2 in ihren Produktionsprozessen zu verabeiten. Bei den Versorgern verdient etwa der Verbund massiv an dem Strompreis und zugleich an den CO2-Zertifikaten, die er an weniger nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen teuer verkaufen kann. Ich wünsche Euch eine erfolgreiche grüne Investmentwoche und kann Euch zum Energiethema auch die aktuelle Folge der GELDMEISTERIN wärmstens ans Herz legen. Hier kommen auch Börsenexperte Wolfgang Matejka und Wirtschaftsforscher Gabriel Felbermayr zu Energiepreisen und Energieaktien zu Wort.
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#Alternativenenergie #Carbon_Contracts_for_Difference #Chemische_Industrie #Dupont #BASF #OMV #Transformation #Gabriel_Felbermayr
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Ja, ich muss mich fremdschämen, auch wenn meine Mutter mir einbläute, dass man das nicht braucht. Ja, ich gebe zu, ich bin eine Journalistin, aber mit Leidenschaft und wirklich: so eine korrupte Verstrickung zwischen Politik und Medien, wie man sie jetzt zwischen dem Herausgeber des Boulevardblatts Österreich und unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz vermutet, habe ich in meiner ganzen langen Berufslaufbahn noch nicht erlebt, auch wenn mir die Presseförderung und die Inseratenpolitik der österreichischen Regierung immer schon reformbedürftig erschien. Was das mit der Börse zu tun hat? Sehr viel. Schließlich hat der Staat viel Einfluss auf börsennotierten Unternehmen – Stichwort die korrupte Besetzung der staatlichen Beteiligungsholding ÖBAG, die immerhin Großaktionär an tollen heimischen Unternehmen wie Verbund, OMV, POST AG ist. Überhaupt hat die Pandemie die Abhängigkeit vom Big Spender Staat erhöht, oftmals sogar direkt durch Reverstaatlichungen etwa in Deutschland bei der Lufthansa oder TUI. Vor allem aber haben staatliche Regulierungen zugenommen, wenn auch oftmals im Sinne Umwelt. Wie der Staat derzeit durch die Energiepolitik und Energiebesteuerung seine Bürger noch abhängiger von sich macht, das diskutieren Börsenexperte Wolfgang Matejka von Matejka & Parnters und ich in der nächstren Folge der GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns am Sonntag wieder.
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#Staatseinfluss #Energiepolitik #Steuerpolitik #Reverstaatlichung #TUI #Lufthansa #ÖBAG
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Ich persönlich glaube eher an das Christkind als an die Weihnachtsrally. Zu viel Ängste deprimieren die Kapitalmärkte. Eine drohende Energiekrise, Lieferengpässe, Konjunktursorgen, Regulierungen, geo-politische Konflikte wie zwischen Taiwan und China. und nicht zuletzt das große Pulverfass Evergrande, wo man sich nicht mehr so sicher sein kann, dass das Politbüro in Peking hier nicht auch ein Exempel setzen will und den wankenden Immo-Riesen fallen lässt. Meiner Meinung nach ist es jetzt Zeit ein wenig Pulver im Trockenen zu lassen oder zu holen und Gewinne, wo man sie bei Wachstumsaktien hat, mitzunehmen. Aber natürlich keinesfalls ganz aus dem Aktienmarkt auszusteigen, sondern vielleicht zehn bis 20 Prozent seines Wertpapiervermögens vorübergehend einmal nicht zu veranlagen. Das hängt natürlich von der Risikobereitschaft ab und nicht zuletzt vom Alter. Wenn ich erst 30 Jahre bin, habe ich ja noch genügend Zeit, den letztlich kleinen Zacken in der Chartgeschichte auszugleichen. Mit 50+ muss ich schon vorsichtiger sein.
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#Aktie #Cash #Volatilität #Cash_Reserven #Gewinnmitnahme #Warnsignale #Kapitalmärkte
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Die Schweiz gilt als Hafen der Stabilität, weshalb ich auch in meinem Podcast GELDMEISTERIN langfristigen Anlegern Schweizer Aktien empfohlen habe. Hier bekam ich von einigen Hörern Rückmeldungen, dass Schweizer Aktien seit Juli 2019 nicht mehr an europäischen Börsen gehandelt werden dürfen, weil das gegenseitige Abkommen nicht verlängert wurde. Das ist richtig. Seit Mitte 2019 besteht ein Handelsverbot für Schweizer Aktien in der EU, weil Rahmenabkommen aufgekündigt wurden. Was nicht heißt, dass ich als Europäer nicht Schweizer Aktien in Zürich kaufen und verkaufen kann. Vorausgesetzt mein Broker ist an Schweizer Handelsplätzen direkt angebunden, was der eine oder andere günstige Neobroker nicht ist.
In jedem Fall in Europa kaufen und verkaufen kann man Fonds oder ETFs auf Schweizer Aktien, die in der EU aufgelegt werden. Ebenso können verbriefte Derivate und Anleihen, denen Schweizer Aktien zugrunde liegen in Europa gehandelt werden. Auch kann man weiterhin außerbörslich im Direkthandel Schweizer Aktien kaufen.
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#Schweizer_Aktien #Aktienhandel #SMI #Handelsverbot
In jedem Fall in Europa kaufen und verkaufen kann man Fonds oder ETFs auf Schweizer Aktien, die in der EU aufgelegt werden. Ebenso können verbriefte Derivate und Anleihen, denen Schweizer Aktien zugrunde liegen in Europa gehandelt werden. Auch kann man weiterhin außerbörslich im Direkthandel Schweizer Aktien kaufen.
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Mit Geld da kann man alles kaufen, das gilt vielleicht im Fußball. Nicht bei den Weihnachtsgeschenken. Da kündigen sich gerade bei Spielzeug Lieferengpässe wegen dem weltweiten Frachtstau, fehlenden Containern bis hin zum Mangel an LKW-Fahrern an. Warner Bros rechnet mit einem Einbruch der Spielzeugindustrie von fünf Prozent im nächsten Jahr, weil die nicht gelieferten Barbiepuppen, Plüschfiguren und Videospiele aus dem Weihnachtsgeschäft im nächsten Jahr noch in den Regalen sind. Auch Handys schaffen es nicht unter dem Weihnachtsbaum und wenn, dann zu deutlich höheren Preisen. China hat jüngst die Logistikengpässe noch mit willkürlich Stromabschaltungen verschärft, um den Klimazielen ein Stück näher zu kommen. Bei Herstellern wie Apple und Tesla, die in China produzieren, stockt die Produktion. Betroffen ist vor allem auch die Bekleidungs- und die Sportschuhindustrie, Notebooks bis hin zu Fahrrädern. Auf Schnäppchen nach den Weihnachtsfeiertagen würde ich dieses Jahr nicht spekulieren, wenn alles Mangelware ist, eher auf höhere Preise. Am besten, man erledigt schon im Oktober die Weihnachtseinkäufe und genießt dann den Weihnachtsfrieden umso mehr.
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#Weihnachtseinkäufe #Lieferengpässe #Preissteigerungen #Spielzeug #Stromabschaltungen #Frachtstau #iphones #Puppen #Videospiele
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Und der der Mann aus Russland konnte lachen, fröhlich sein und Witze machen, war ein Aktionär wie ich und Du. Lachen kann er/sie wieder. Die russische Aktionärin. Der Mokauer Leitindex RTX hat seit Jahresbeginn rund 27,5 Prozent zugelegt und dafür gibt es gute Gründe: Zum einen sind das natürlich die hohen Rohstoffpreise und hier vor allem die explodierenden Gaspreise. Die Gaszprom ist eines der Schwergewichte im RTX, neben anderen Zyklikern wie Lukoil, Norilsk Nikel die Rosneft, Nordisk, Novatek oder Sperbank. Hinzu kommt, dass Russlands Wirtschaft heuer um 4,5 Prozent wächst. Auch sind russische Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6 bis 7, bei Gazprom sind es nur fünf sehr günstig. Das natürlich auch aus guten Gründen. Das politische Risiko in Russland ist nicht zu unterschätzen, die Schwergewichte des RTX gehören großteils dem Staat, die Rohstoffkonzerne, die den Index dominieren könnten effizienter sein. Rohstoffe sind per se schon volatil, da muss man auch kräftige Rückschläge verkraften können, wenn die Konjunktur wieder nachlässt. Wer jetzt kurzfristig in den russischen Markt einsteigen will, Nerven hat und Nachhaltigkeit nicht ganz oben auf dem Kurszettel stehen hat, sehr gerne. Für Buy and hold ist der russische Markt nichts. Ein bisschen Ostphantasie reicht auch? Der Austrian Trade Index hat seit Jahresbeginn 31,5 Prozent zugelegt.
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#Russland #RTX #ATX #Volatilität #Zykliker #Sperbank #Gazprom #Norilsk_Nikel #Rosneft #Nordisk #Novatek #Sperbank #Politisches_Risiko
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