Die Börsenminute Archiv
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Kann sich noch jemand an die Spacs erinnern? Special Purpose Aquisition Companies? Die im Vorjahr bis in den Februar hinein mega geboomt haben und über die man heute nicht mehr allzu viel spricht? Gemeint sind di Börsenhüllen oder Blankoscheck-Unternehmen, die Geld von den Aktionären einsammeln, ohne noch zu wissen, in welche nächsten Highflyer oder auch Flop sie investieren werden. SPACs haben jedenfalls die Daytrader entdeckt, die noch im Vorjahr auf gehypte Einzelwerte wie Gamestopp oder AMC spekulierten. Seit Februar wird kräftig Geld aus den Spacs abgezogen, was nicht ganz ungewöhnlich ist. Diejenigen, die die Unternehmen über eine solche Beteiligungsholding an die Börse gebracht haben, die Investoren der ersten Stunde, steigen jetzt langsam wieder aus. Gefundenes Fressen für Daytrader, die weniger interessiert, ob die Beteiligungsholding wirklich den Börsenpreis wert ist, sondern die sich Werte aussuchen, wo sie die Richtung glauben absehen können. Im Falle vieler SPACS ist die nach massiven Kapitalabflüsse nach unten. Es wird gedaytraded beziehungsweise Put-, soll heißen Verkaufs-Optionen gekauft was das Zeug hält, weil man von fallenden Kursen ausgeht. Auch weil SPACS oftmals in StartUps investieren, die mit sehr ambitionierten Versprechungen an den Start gehen. Man denke nur an das Silicon-Valley-Startup Aurora, das Technologie für Roboterautos und LKWs entwickelt und beim Börsen-Gang im Juli schon mit elf Milliarden Euro bewertet wurde, aber erst 2025 Gewinne einfahren will. Ein interessantes, aber heißes Pflaster, Vorsicht Brandwunden!
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Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#SPAC #Daytrader #Investment #Aurora
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Apropos gestrige Börsenminute und politische Börsen haben kurze Beine: Ich müsste mich schon schwer täuschen, wenn bis Freitag nicht doch das ok der Republikaner zu einer weiteren Aussetzung der amerikanischen Staatschuldenbremse bis 12. Dezember kommem würde. In den USA gibt es ja eine gesetzlich festgelegte Grenze, wie viel neue Schulden die Regierung zur Begleichung ihrer Ausgaben machen darf. Aktuell liegt diese bei 28,4 Billionen US-Dollar, umgerechnet 24 Billionen Euro. Die ist jetzt erreicht und wird sie nicht ausgesetzt, wäre der Staat USA de facto im Laufe des Oktobers zahlungsunfähig. Zuletzt wurde ein solcher Shut Down von Donald Trump 2019 verhindert, der die Schuldenobergrenze bis Ende Juli 2021 aussetzte. Die US-Schuldenobergrenze ist übrigens ein Kriegsrelikt aus 1917. Einmal nicht eingelenkt wurde 2011, worauf die Ratingagentur S&P den USA die Bestnote AAA entzog und die Börsen weltweit ganz schön wankten. So weit wird es nicht kommen, wir haben ja Pandemie. Auch europäische Länder fahren längst nicht mehr mit angezogener Schuldenbremse, die sie eigentlich per Regierungserklärung oder Verfassungsgesetz in ihre Budgets verankert haben. Deutschland etwa hat die Schuldenbremse bis 2023 gelockert, erst dann müssen Bund und Länder wieder ausgeglichen bilanzieren. Kurzfristig alles kein Problem, doch wehe, wehe, weh, wenn ich nicht mehr die Gipfel der massiven Schuldenberge sehe…
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#Schulden #Schuldenobergrenze #USA #Shut_Down #Donald_Trump #Staatsschulden
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Buy-the-Dip oder auf gut Deutsch stärkere Kursrücksetzer für Käufe nutzen funktioniert nach der Logik, dass auf einen deutlichen Preisverfall wieder ein Kursanstieg folgt. Die Strategie würde ich nicht grundsätzlich unterstreichen. Sehr wohl aber, wenn es sich um ein grundsolides Unternehmen handelt, dass bei den Ergebnissen nicht chronisch enttäusche und es etwa um einmalig belastende Ereignisse handelt, die das Unternehmen nicht gleich in Schieflage bringen. Um aktuelle Beispiele zu nennen: Auf den inzwischen zur Pennystock-Aktie degradierten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande würde ich nicht spekulieren. Als eine Buy-the-Dip-Gelegenheit sehe ich hingegen gerade die Österreichische Post AG, die gestern um über zwei Prozent nachgab, weil die Post jetzt zu 9,5 Millionen Euro Strafe im Zuge eines Datenschutzskandals aus 2019 verdonnert wurde. Man muss Zahlen immer in Relation setzen: Bei der Post scheint eine 9,5 Millionen Strafe für Datenverstöße verkraftbar zu sein, verglichen mit dem erwirtschafteten 1. Halbjahresergebnis 2021. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, also Ebitda stieg um 64,3 Prozent auf 184,5 Millionen Euro – damit ließe sich die 20 -fache Strafe zahlen. Der Umsatz legte um 28,4 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu. Und für das Gesamtjahr rechnet die Post AG auch mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis.
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#Post AG #Buy-the-dip #Kursrückschlag #Kursanstieg #Pennystock
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Politische Börsen haben lange Beine, behaupte ich einmal. Einfach so. Auch wenn ich damit Altmeister André Kostolany widerspreche. Dessen legendäre Spruch lautete bekanntlich: „Politische Börsen haben kurze Beine.“ Was so viel heißen soll, als dass politische Einflüsse an der Börse deutlich kürzer wirken als wirtschaftliche Entwicklungen. Das hat sich bei Trump gezeigt, bei Putin, beim Säbelrasseln von Kim Yong Un. Und auch am Tag Eins nach der deutschen Bundestagswahl ging die Börse schnell wieder zur Tagesordnung über. Hauptsache rot-rot-grün geht sich nicht aus. Und doch, davon bin ich überzeugt, haben sich die Zeiten geändert und politische Einflüsse wirken sich seit der Finanzkrise 2008 und verstärkt durch die Pandemie sehr wohl längerfristiger aus, weil eben Reregulierungen wieder stark zugenommen haben - Stichwort Banken Union, EU-Aktionsplan und Kohleausstieg. Der starke Einfluss der Geldpolitik auf die Zinslandschaft und jetzt mit der Pandemie auch noch die Milliarden-schweren staatlichen Konjunkturpakete sind es, die börsennotierte Titel auch die nächsten Jahre bewegen. Hinzu kommt, dass sich der Staat als Neo-Aktionär in Krisen-geschüttelte Branchen wieder stärker engagieren musste. Man denke nur an Tui und Lufthansa. Oder wie in der Schweiz, die Nationalbank in vielen Bluechips große Aktienpakete hält. Um sich politisch motivierten Schwankungen an den Kapitalmärkten halbwegs zu entziehen, gibt es nur eines: Sich bei seinen Investments sehr global aufzustellen. Wen juckten in Seoul schon die Sorgen in Frankfurt über den Wahlausgang.
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#Politische_Börsen #Wahlausgang #Inflation #Globale_Investments #diversifizieren #Risikostreuung
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Alle Zentralbanken haben die Märkte mit Geld überschwemmt. Alle? Nicht im Übermaß – sofern man den Zahlen glauben kann – die chinesische Zentralbank und auch nicht die Schweizer Nationalbank. Das heißt: Entsprechend wächst auch noch stärker das Vertrauen in den Schweizer Franken, wenn 2022/23 dann doch die Inflation – auch bereinigt um die Pandemie-Nachholeffekte – wieder deutlicher steigen wird. Wenn ich also an die Kantönli-Währung glaube, wie kann ich mich in den Franken positionieren? Man kann natürlich ein Fremdwährungskonto bzw. ein Schweizer Franken-Konto eröffnen, nur da braucht man oftmals eine Mindesteinlage von 10.000 Euro und zahlt und nicht bekommt man 2,3 bis 2,5 Prozent Zinsen, von den Kontogebühren einmal abgesehen. Also? Wenn man nicht auf dem Devisenmarkt und auch nicht mit Put-Optionen auf den Schweizer Franken spekulieren möchte, dann investiert man in die Schweizer Börse und hier in Konzerne wie Nestlé, die ihre Geschäfte ohnedies im Ausland machen und daher von einem steigenden Schweizer Franken wenig betroffen sind, oder Schweizer Pharmawerte, die Vorprodukte in günstiger Fremdwährung beziehen und ihre Endprodukte in Schweizer Franken verkaufen.
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#Schweizer_Franken #SMI #Inflation #Schweiz #Nestlé #Fremdwährungskonto
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JPMorgan hat sich mal wieder in Deutschland umgehört, wie es so mit dem Anlageverhalten aussieht. Ja und erfreulich ist, das gegenüber ihrer letzten Umfrage 2018 der Anteil der Anleger in Deutschland von 21 auf 37 Prozent gestiegen sind, das ist aber, um es anders auszudrücken, immer noch nicht einmal die Hälfte der Deutschen. Geändert hat sich leider nicht, dass sich Frauen offensichtlich immer noch nicht in Wertpapiere trauen. In Deutschland legen 47 Prozent der Männer, aber nur 28 Prozent der Frauen in Wertpapiere an. Je 30 Prozent der Wertpapierverweigerer gegeben als Grund an, dass sie nicht genug Geld zum Veranlagen haben beziehungsweise, dass die Schwankungen an den Kapitalmärkten zu groß sind, 29 Prozent, dass ihnen dafür das Verständnis fehlt. Das muss nun wirklich nicht sein, es gibt doch werktags die Börsen-Minute, aber auch sonntags die GELDMEISTERIN auf den meisten Podcast-Plattformen, auf Facebook und auf www.geldmeisterin.com.
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#Geldanlage #Anlageverhalten #FrauenundGeld #JPMorgan
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Dass die Wachstumsraten weltweit nicht auf dem hohen Niveau von 2021 verharren können, weil irgendwann auch der Nachholeffekt beim Konsum verblasst überrascht nicht. Überraschend ist vielmehr, dass selbst die internationalen Organisationen heuer das starke Wachstum unterschätzt haben. Das wird sich allerdings 2022 abschwächen, was immer noch Jammern auf hohem Niveau ist. Laut Bloomberg Consensus reduziert sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone von 4,7 auf 4,4 Prozent, in den USA von 6,2 auf 4, 3 Prozent, in UK von 4,2 auf 2,3 Prozent und in China von 8,5 auf 5,6 Prozent. Analysten von Goldman Sachs Global Investment rechnen für 2023 sogar speziell für die westliche Welt mit noch deutlich niedrigerem Wachstum: UK und Eurozone dürften mit 1,7 Prozent wachsen und USA 1,9 Prozent. Das erste Quartal 2022 oder die erste Hälfe nächsten Jahres dürften die Kapitalmärkte noch gut laufen, dann schwächeln, weil sie ja sechs bis neun Monate der Wirtschaftsentwicklung vorauslaufen. Als Langfristanleger schaut man, dass man Konzerne im Portfolio hat, die bei Inflation auch höhere Preise auch durchsetzen können. Wobei: Wenn man nicht einmal die Entwicklung des Delta-Virus in den nächsten Wochen voraussagen kann, sind Prognosen bis 2023 auch mit Vorsicht zu genießen …
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#Wirtschaftswachstum #Staatsanleihen #Inflationsraten
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In den letzten sechs Monaten schnellen die Erdgaspreise in die Höhe. Die amerikanischen Futures, also Terminkontrakte, haben sich im Preis verdoppelt. Die Großhandelspreise für Erdgas sind schon in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 um 42 Prozent gestiegen. Deutsche Gasanbieter haben die Preise für die Verbraucher für September und Oktober im Schnitt schon um 12,6 Prozent erhöht, so das Vergleichsportal Verivox. Die Explosion der Gaspreise hat mehrere Gründe: Erstens die allerorts angesprungene Wirtschaft. Zweitens wurde wegen des langen kalten Winters auch noch im Frühjahr geheizt und drittens wurden vor allem die Gasspeicher nicht wieder befüllt und auch Gaskraftwerke im Zuge der Klimapolitik abgedreht. Besonders stark betroffen ist Großbritannien, wo schon kleiner Gaskraftwerke zugesperrt haben, Lebensmittel ohne Gas nicht verpackt werden können und auch in der Medizin Gas fehlen könnte. Nicht zuletzt heizt der politische Streit um die Nord Stream 2 die Gaspreise an. Bei der russischen Gas-Pipeline mit deutsch- österreichischer Beteiligung will Wladimir Putin jetzt Gas geben und macht Druck. Wie kann man also in Gas investieren? Wer langfristig investiert tut das am besten gar nicht, weil fossilen Brennstoffen nicht die Zukunft gehört. Wer kurzfristig spekulieren möchte: Nur zu, mit dem Kauf von Gas-ETCs oder Zertifikaten. Wobei mir persönlich auch hier Direktinvestments in die Aktien der Gas-Unternehmen lieber sind. Allerdings sind die Aktien einer Gazprom oder OMV heuer schon um 93 Prozent gestiegen. Von den zweien ist mir persönlich die OMV lieber, wo ich mir ein Kauflimit gesetzt habe. Sie möchte bis 2050 CO2-neutral ihre Raffinerien betreiben und erwirtschaftet schon die Hälfte ihres 870 Millionen Euro-Gewinns mit ihrem Chemiegeschäft Borealis.
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#Gaspreise #OMV #Gazprom #Gas-ETC #Gas-Zertifikate #Erdgas
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Inflation, Inflation, Inflation bekommt man täglich zu hören. Das macht einem natürlich unrund und das die Preise steigen, sieht man ja beim täglichen Einkauf. Ich möchte die Inflationsgefahr nicht kleinreden, aber auch nicht großreden. Die Teuerungsrate wird auch bereinigt um die Sondereffekte Pandemie und Lieferengpässe 2022 um ein paar Prozent anziehen und man sollte es in seiner Veranlagung mit einkalkulieren. Jetzt panisch Immobilien zu kaufen als vermeintlichen Inflationsschutz ist aber auch keine Lösung. Denn erstens haben wir einen Käufermarkt, soll heißen man kauft momentan nicht unbedingt günstig und zweitens steigen natürlich auch mit der Inflation die flexiblen Zinsraten. Mein Tipp wäre: Wenn man einen hübsche Immobilie im Auge hat, dann sollte man sich einmal ausrechnen, ob man sie sich auch bei einer Darlehensverzinsung von drei Prozent kaufen würde und vor allem auch leisten könnte.
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#Darlehen #Inflation #Immobilien #Inflationsschutz #Veranlagung #Immobilienkauf
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Heute wird´s spannend, wenn sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer DAX erstmals aus 40 statt 30 Aktien zusammensetzt und damit künftig die alten Schwergewichte weniger ins Gewicht fallen und neue wie Airbus hinzukommen. Das bringt mehr Diversifikation ins Portfolio, allerdings immer noch zu wenig, meinte Robert Halver, Chefanalyst der Baader Bank im Interview in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN. Er fände es zielführend, wenn die Deutsche Börse den M-DAX und den DAX zu einem Index zusammenlegen würde, der auch noch die Tech-DAX-Aktien enthält. Das könnte man sich theoretisch auch selbst aus drei ETFs zusammenstückeln. Allerdings gibt es auch schon so einen all umfassenden Superindex aus deutschen Werten, den MSCI Germany, in den vor allem US-Amerikaner mittels Passivfonds, also ETFs, sprich Exchange Trade Fund investieren. Er umfasst 85 Prozent des gesamten deutschen Aktienuniversums und hat sein Jahresbeginn rund 11 Prozent zugelegt, der Dax knapp 13 Prozent.Viel Anlageerfolg mit diversifiziertem Kerninvestment wünscht Julia Kistner
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#MSCIGermany #DAX #DAX40 #M-DAX #Leitindex #ETF
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Soeben hat EZB-Direktorin Isabel Schnabel sich geärgert, dass gerade in Deutschland aktuell wieder viele „Experten“ und Medien die Inflationsängste der Menschen schüren. Und wenn man die Prognosen ihres Hauses und anderen Zentralbanken Glauben schenken können, dann sind wir wirklich weit entfernt von Inflationsraten von acht Prozent wie in den 70er-Jahren. Die Zentralbanken gehen nicht von allzu hohen Inflationsraten in den nächsten Jahren aus. Die Bank of England rechnet in Q4 2021 mit vier Prozent, im Vergleichsquartal 2022 mit 2,5 und in Q4-2023 mit zwei Prozent. Die Europäische Zentralbank rechnet nach 3,1 Prozent in Q4-21 mit 1,4 Prozent in Q4-22 und mit 1,6 Prozent in Q4-23. Die FED-Prognose lautet nach heuer in Q4 drei Prozent und dann mit je 2,1 Prozent in den Vergleichsquartalen 2022 und 2023. Das fatale ist nur, den Staaten kommen höhere Inflationsraten nicht ungelegen. Sie können ultragünstig Schulden aufnehmen, die sich dann einfach weginflationieren. Das funktioniert nur solange, solange man ihnen ihre Anleihen abkauft. Stell Dir vor es gibt Krieg und keiner geht hin, war ein geflügelter Sponti-Spruch auf meine Schultasche. Wie wäre es heute damit: Stell Dir vor, der Staat begibt Anleihen und keiner kauft sie. Doch Anleihenkäufer sind leidensfähig. Das zeigt Japan.
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#Inflation #Zentralbanken #Teuerung #Inflationsangst
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Warren Buffet hat 2007 schon erkannt, dass der Eisenbahn die Zukunft gehört. Seine Beteiligungsholding Berkshire Heathaway hat erst Aktien. dann das gesamte Eisenbahnunternehmen Burlington Northern Santa Fe 2010 erworben. Wobei er damals natürlich weder von Greta Turnberg und der gesamten Klimaschutzbewegung wusste, noch, dass die Staaten von China, USA bis hin Europa das Füllhorn über die die Bahnininfrastruktur ausschütten würden. Hans Peter Haselsteiner ist zwar nicht Warren Buffet. Man kann dem Österreicher Bauunternehmen aber auch zugestehen, dass er ein Näschen für Geschäfte hat. Er ist Großaktionär der börsennotierten Strabag SE, Ex-Politiker, Kunstsammler, der die Kunstsammlung des in Schieflage geratenen Baumax-Gründer Karlheinz Essl aufkaufte, Skiliftbetreiber, Hotelier und eben Privatbahnbesitzer. Mit seiner Rail Holding, an der seine Stiftung zu 49,9 Prozent beteiligt ist, erobert er ab 12. Dezember auch Deutsches Terrain. Seine West-Bahn fährt dann durchgehend von Wien nach München statt nur bis Freilassing. Gute Reise, Herr Haselsteiner! Übrigens bin ich auch indirekt auf den Zug aufgesprungen, in dem ich mir Aktien von Knorr Bremse vor vier Monaten ins Portfolio gelegt habe und ich fahr seither gut damit. Meine Urgroßmutter hat schon auf die Schiene gesetzt ihr ganzes Geld in der Zwischenkriegszeit in russische Eisenbahnaktien investiert. Die Zukunft liegt in Russland, dachte sie. Sie dachte falsch.
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#Haselsteiner #Westbahn #Strabag #WarrenBuffett #Eisenbahn #BerkshireHeathaway
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Es ist wieder so weit. Viermal im Jahr - am dritten Freitag in den Monaten März, Juni, September und Dezember laufen die Kontrakte für die Aktienindexfutures und Aktienoptionen aus. Auch viele nicht-amerikanische Kontrakte wie der Dax-Future enden an diesem Tag. Konkret findet am 17. September 2021 an der Terminbörse „Eurex“ der große Verfallstag statt, das heißt am Freitag ist vor allem bei den deutschen Leitindizes für Bewegung gesorgt. Am sogenannten Hexensabbat schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen. Außerdem ist der Freitag der letzte Handelstag für den Dax-30, bevor die deutsche Börsenoberliga dann am Montag, dem 20. September erstmals in seiner neuen Zusammensetzung mit 40 Mitgliedern notiert. Ebenso in der Welle wird wohl auch der M-DAX sein, der Index für die mittelgroßen Unternehmen. Das alles tangiert aber mehr den Day-Trader und nicht unbedingt den langfristigen Anleger.
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#Hexensabbat #Verfallstag #Volatilität #Optionen #DAX #Aktienoptionen #Aktienindexfutures #Futures
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Erst der Anlage-Mix macht reich, soll schon im Talmud gestanden haben. Vor Jahrhunderten teilte man das Vermögen in ein Drittel Land, ein Drittel Handelswaren und ein Drittel Bares ein. Es gab ja auch noch keine Aktien, Fonds und ETFs. Auf die heutige Zeit gemünzt würde dies heißen: Ein Drittel Immobilien, inklusive Land und Grundstücke, ein Drittel Wertpapiere, vor allem Aktien und Fonds und ein Drittel Gold. In der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN, überall zu hören, wo es Podcasts gibt und auf www.geldmeisterin.com präsentiert Thomas Meyer zu Drewer von ETF Lyxor seine ganz persönliche Drittel-Regel. Das Kerninvestment sollten ETFs sein, die zu einem Drittel den MSCI World, also Weltaktien, zu einem Drittel breit in Europa, den EuroStoxx 600 investieren und zu einem Drittel in Schwellenländer mit dem Schwerpunkt China und Asien, also Beispiel die in den MSCI Emerging Market veranlagen. Übrigens:
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#Kerninvestment #Diversifikation #AssetManagement #ETF
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Die Scheidung nach 27-Jahren von Melinda dürfte Microsoft Mitbegründer Bill Gates eine ganze Stange Geld gekostet haben. Aber was kostet für dem viert reichsten Mann des Globus schon die Welt, der laut Magazin Forbes 133 Milliarden US-Dollar besitzt. Und was kostet in Zeiten wie diesen eine Luxus-Hotel. Bill´s Investmentfirma Cascade stockt jetzt seine Beteiligung an der Kette Four Seasons auf 71,25 Prozent auf, die insgesamt mit zehn Milliarden Dollar bewertet wird. Der Deal spielt dem Verkäufer der Anteile, ders saudischen Prinz Alwaleed Bin Talal, der auch Anteile am Fahrdienst Lyft und an der Citigroup hält, 2,21iMilliarden US-Dollar in die Kasse. Das ist nicht nur aus der Schlüssellochperspektive, sondern auch aus Investmentsicht interessant, was die Reichen so kaufen und vor allem verkaufen. Bill hat im Juli auch um 279,34 Millionen US-Dollar weitere Anteile an Warren Buffets Beteiligungsholding Berkshire Heathaway erworben – genauso so viel er drei Monate zuvor – vielleicht für die Scheidung – verkauft hat. Endgültig verkauft hat er übrigens am 31.3. seine letzten Stück Apple Aktien um 155 Millionen US-Dollar. Wo man so etwas liestP Auf der Insiderplattform gurufocus.com.
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#BillGates #Insider #DirectorsDealings #FourSeasons #BershireHeathaway
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