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Die Börsenminute Archiv

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4 Minuten
Wo man hin schaut Aktiensplits. In meinem persönlichen Depots sind dies Alphabet, Amazon oder auch der schwedische Baumaschinenhersteller Atlas Copco. Sie geben ihren Aktionären für alte Anteilsscheine mehrere neue Aktien mit geringerer Stückelung, die unterm Strich gleich viel wert sein sollten.  Konkret hat man bei Alphabet  am 16. Juli für eine alte noch automatisch 19 neue Alphabet-Aktien ins Depot gebucht bekommen. Jede Alphabet-Aktien war dafür nur noch ein 20.tel des Schlusskurs des Vortages wert.


Warum die Unternehmen das machen? Weil ihre Aktien im Wert so stark gestiegen sind, dass der Erwerb einer einzelnen Aktie für so manchen Privatanleger schon unerschwinglich geworden ist oder zumindest ein Klumpenrisiko darstellt und psychologisch auch als teuer erscheinen mag. Der Börsenkurs der Alphabet-Aktie zum Beispiel hat sich seit dem weltweiten Corona-Crash im März 2020 auf zuletzt 2230 Dollar verdoppelt und notiert durch den Split jetzt wieder bei 110 Dollar. Hier ist die Rechnung bis jetzt aufgegangen: Man baut ja darauf, mit den kleineren Stückelungen mehr oder auch neue Aktionäre anzulocken, was bisher auch geschah.


Man braucht auch nicht zu 


fürchten, dass im Langfristchart der Aktiensplit wie ein Kurssturz ausschaut, denn die Anbieter der Finanzdaten glätten die Charts, sprich historische Daten werden entsprechend an den neuen, geringeren Kurs angepasst.


Wer übrigens bei diesen gesplitteten Werten noch Stopps stehen hat, muss sie neu eingeben, weil diese mit dem Split automatisch gelöscht werden, damit nicht falsche Verkaufssignale gegeben werden und verkauft wird, wenn man eigentlich noch gar nicht verkaufen wollte. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis je Aktie ändert sich nach einem Split allein deswegen nicht.  Was sich ändert ist wirklich nur die Größe der Stückelung.


Was allerdings schwieriger wird ist ein schneller, langfristiger Vergleich mit seinen alten Einkaufswerten, da man irgendwann das Splitting-Verhältnis nicht mehr im Kopf hat. Ein Splitting ist bei erfolgreichen Unternehmen weder unüblich noch ist es unanständig, wenn deren Kurse in die Höhe schießen. Apple etwa, hat schon fünf Aktiensplits hinter sich. Splitten alle?  Nein, nicht alle. Die A-Aktien der Berkshire-Beteiligungsholding von Warren Buffet sind am 30. Juli 1982 mit 475 US-Dollar an den Start gegangen und nie gesplittet worden. Heute notiert sie bei rund 431.000 US-Dollar, das sind 90.630 Prozent Zuwachs.  Aber Buffett ist ja clever und weiß, dass so ein Aktienpreis nicht jeder mit der Portokasse bezahlen kann und selbst wenn, eine nahezu halbe Millionen Euro schwere Aktie ein großes Klumpenrisiko darstellt. 1996 begab Buffett auch noch B-Aktien der Berkshire Heathaway mit deutlich geringerer Stückelung. Dies Anteilscheine an der Berkshire notieren aktuell bei 287 US-Dollar.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin


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Foto:Pixabay
3 Minuten
Also, ich muss es gestehen: Ich bin wieder einmal geflogen und wollte mich schon mit einem Mausklick und einem Obolus von meinem CO2-Sünde freikaufen. Dann ist mir diese Meldung von Juillard Thompsen, Portfoliomanagerin des DNB Fund Future Waves ins Auge gestochen: Die Meereswirtschaft wächst zwei bis drei Mal schneller als die übrige Wirtschaft. Rund 80 Prozent des Welthandels werden aktuell per Schiff aktuell abgewickelt. Die Ozeane absorbierten ca. 25 Prozent des gesamten CO2-Austoßes. Da muss also die Finanzindustrie etwas tun und es sei ein dies ein guter Einstiegspunkt bei Green und Blue Economy. Denn die Weltmeere bedecken schließlich 71 Prozent der Erdoberfläche und sind ein wesentlicher Bestandteil der Biosphäre, der das globale Klima reguliert, indem er die Temperatur steuert und das Wetter beeinflusst. Die Ozeane sorgten aber auch für biologische Vielfalt und Ernährungssicherheit, spielen in punkto Menschenrechte, Umweltverschmutzung, Stadtentwicklung und Energie- und Wasserversorgung eine Rolle. Und, und und … Hier gelte es sich um das Mega-Problem Plastikmüll in den Meeren und umfassenderen Bemühungen zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft zu kpmmern bis hin zur Frage, wie ich die Schiffsflotten dekarbonisieren kann. Der Meinung bin ich selbstverständlich auch. In entsprechend gut klingende Themenfonds, Klumpenrisiko inklusive würde ich persönlich aber nicht investieren, wohl aber mir die Unternehmen genauer anschauen, wo diesen Future Waves-, Wassertechnik- oder Weiß der Kuckuck-Fonds investiert sind. Wie man immer erst ein Blick auf ein Fonds-Factsheet werfen sollte.  Zu den TOP 5-Positionen des DNB Fonds - Future Waves Retail A zum Beispiel zählen Sunrun Inc., Energ Revovery First Solar, Mowi AS und die Evoqua Water Technologies Corp. War es das, worin Du auch investieren möchtest? Dann ist ja gut. Einen direkten Zusammenhang zum Thema sehen ich beim Wasseraufbereiter und Käranlagenbetreiber Evoqua Waters, der am 2. August Jahresbilanz legt und laut Analysten deutlich mehr umgesetzt und verdient hat.  Das alleine reicht keinesfalls für eine Kaufempfehlung, sondern nur, um sich die Aktie, wie jeden anderen Titel, den man spannend findet oder auch die betreffende Branche im Allgemeinen genauer anzuschauen.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin


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Foto:Pixabay
3 Minuten
Creditreform Rating warnt in seinem aktuellen „Economic Briefs“, dass die Risiken für für das Wirtschaftswachstum stark zunehmen, was natürlich auch die Länder-Rating gefährdet. Alle? Nein. Creditreform stuft tatsächlich Spanien auf „A-" hoch. Der Ausblick des Königreichs wird von negativ auf stabil gesetzt. Die Begründung: Wachsende Zuversicht, dass langfristige negative Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die spanische Wirtschaft begrenzt sein werden. Dass die mittelfristigen Wachstumsaussichten überzeugen werden wegen der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen, die fortschreitende Umsetzung von Initiativen und Reformen im Zuge des Recovery, Transformation and Resilience Plan sowie wegen der zunehmenden Erholung des Tourismus. 


Auch haben die weiterhin hoch verschuldeten Spanier fleißig ihr Budget saniert. Damit sollten sie es im Gegensatz zu den Italienern schaffen, die gesamtstaatliche Verschuldung 2022 und 2023 zu reduzieren. Und offenbar ist die spanische Regierung – im Gegensatz zu anderen, die wir alle kennen – sehr reformfreudig und dies in einem stärker zersplitterten politischen Umfeld. Natürlich muss den harten Sanierungskurs von Ministerpräsident Pedro Sanchez irgend jemand bezahlen. Der Chef der linken Minderheitsregierung bittet mit einer Sonderbesteuerung der „Kriegsgewinne“ die Banken und Energiekonzerne in seinem Land zu Kasse, was man als Anleger von Bank Santander oder Repsol – einer der weltweit zehn größten Ölkonzerne im Privatbesitz - bedenken sollten. Das sollten übrigens alle Aktionäre von gut verdienenden europäischen Banken, Energie- und vielleicht ja auch mal von Lebensmittel-Konzernen bedenken. Spanien jedenfalls soll die Sondersteuer auf Übergewinne jährlich 1,5 Milliarden Euro bringen. Und ein Fass, dass erst einmal aufgemacht wurde, lässt sich bekanntlich schwer wieder schließen…


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn es handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin


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Foto: kazuo/unsplash
3 Minuten
Besonders überrascht haben sich die  Aktienmärkte dann nicht gezeigt, dass die Europäische Zentralbank nicht wie im Juni angekündigt den Leitzins nur um 0,25 Prozent, sondern gleich 0,5 Prozent erhöht hat. Was hätte sie auch tun sollen. Die jüngste Leitzinserhöhung in den USA um 0,75 Prozent war nun mal eine Steilvorgabe. Aber vor allem - und das bereitet nicht nur EZB-Chefin Christine Lagarde, sondern auch mir mehr Bauchschmerzen - ist es eine Verzweiflungstat, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Die zwar noch nicht galoppiert aber der europäischen Zentralbank mit zuletzt 8,6 Prozent im Euro-Raum offensichtlich davongelaufen ist. Die O,5 statt 0,25 Prozent sind insofern bemerkenswert, da Christin Lagarde nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Bekämpft sie mit höheren Zinsen die Inflation oder reduziert sie mit geringeren Anhebungen die Rezessionsgefahr. Um es positiv zu formulieren: Unseren Unternehmen geht es noch gut genug, so dass die hohe Inflation das größere Übel ist, dass man mit höheren Zinsen an der Wurzel packen muss. Und was schützt am besten gegen Inflation? Da sind wir wieder bei unserem Lieblingsthema Börse: Natürlich Aktien, wie mir Claudia Figl, Partnerin der Wiener Privatbank Gutmann bestätigt. Sie hat für mich nachgerechnet, was aus 1000 Euro geworden wäre, wenn man sie vor zehn Jahren in verschiedene Anlageformen gesteckt hätte. Und siehe da: trotz der Rückschläge im ersten Halbjahr 2022 hätte man zum Stand 20. Juni mit globalen Aktien etwa 3500 Euro im Depot. Mit Immobilien hätte man sein Vermögen durch die niedrigen Zinsen und damit günstigen Finanzierungskosten auf 2000 Euro verdoppelt. Mit Gold und europäischen Anleihen – als Messlatte nahm sie den Index  Barclay´s Euro Aggregate 1-10 Jahre -  hätte man real zwar keinen nennenswerten Zuwachs verbucht, aber zumindest die Inflation reinverdient und somit die Kaufkraft erhalten. Mit Silber hätte man leider auch das nicht geschafft.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn es handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin 


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Foto: Christian Lue/unsplash
2 Minuten
Aktien sind immer noch nicht günstig genug? Dies meint zumindest die prominente Fondsgesellschaft Pictet, obwohl wir schon starke Abverkäufe gesehen haben. Mit Ausnahme von Rohstoffen haben so ziemlich alle Anlageklassen – ob Aktien oder Anleihen – fünf bis zehn Prozent und mehr in diesem Jahr verloren: Nicht genug, eine gröbere Rezession sei noch gar nicht eingepreist. Untergewichtet ist Pictet deshalb bei Aktien im Allgemeinen und hier vor allem bei europäischen und US-Titeln. Die will man erst wieder deutlich billiger sehen, bevor man hier wieder zuschlägt. Für den Schweizer Aktienmarkt ist man neutral eingestellt. Besser seien die Aussichten in UK, Japan und China, schon wegen der noch lockereren Geldpolitik. Uih, übergewichtet ist Pictet in Cash und das bei den aktuell hohen Inflationszahlen. Das klingt in meinen Ohren ungewohnt pessimistisch. Aber um abschließend etwas Positives zu vermelden: Optimistisch ist Pictet für den Healthcare-Sektor, für Metalle und für den sicheren Hafen Schweizer Franken. Attraktiv sei auch der sehr billige Yen und Gold. Eine ähnliche Einschätzung habe ich in letzter Zeit auch von vielen anderen Fondsgesellschaften und Analysten gehört. Das macht es nicht unbedingt richtiger, erhöht jedoch die Chancen auf „self fulfilling prophecies".


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


#Aktien #Bewertung #Investments #Abverkauf #Fonds #ETF #Pictet #Rezession #investieren #Geldanlage #Anleihen #Yen #Gold #Pharma #Healthcare #SchweizerFranken #Analyst #UK #Japan #China #Europa


3 Minuten
Vor rund zwei Wochen habe ich in der Börsenminute schon einmal meine Beruhigungspille oder Trostpflaster bei fallenden Kursen verraten: Dividenden, sofern sich die Unternehmen die Auszahlung auch leisten können. Schon lange habe ich nicht mehr so viel Resonanz auf eine Börseminute-Folge gehabt, weshalb ich in den Shownotes dieser Podcast-Folge  nochmals zu dieser bereits erschienenen Folge direkt verlinke: 


https://anchor.fm/boersenminute/episodes/Dividenden-als-Beruhigungspille--Grund-zum-Feiern-fr-die-Brsenminute-e1kuqvl/a-a87ko6l


Mehrere HörerInnen wollten wissen, woran ich denn erkennen kann, ob sich ein Unternehmen die Dividende leisten kann oder nicht. Grundsätzlich schaue ich mir gerne als Indikator die Pay-Out-Ratios an. Abhängig von der Branche und Investitionsmöglichkeiten sind Payout-Ratios, sprich Gewinn-Auszahlungsquoten von 40 bis 60 Prozent gesund. Je nachdem, ob sich gerade nicht auch für das Unternehmen gute Wachsumschancen auftun, in denen das Geld besser investiert wäre, als es an die Aktionäre auszuschütten.


Ein Sonderfall sind übrigens die US-amerikanischen Immobilienfonds REITS, die von Gesetz wegen 90 Prozent der erwirtschafteten Gewinne an die Anleger ausschütten müssen, für europäische Anleger aber steuerlich problematisch sind


Viel Freude bereiten Dividenden-Aristokraten wie Johnson&Johnson, Procter&Gamble, Walmart, Pharmawerte oder Nestlé, die zumindest seit 25 oder sogar seit 50 Jahren ihre Dividenden Jahr für Jahr erhöhen, teilweise auch, um ihren Status als Dividenden-Aristokraten nicht zu verlieren. Mit konstanten Dividenden tun sich Zykliker naturgemäß schwer. Telekom- und Energieunternehmen sind fleißige Dividendenzahler. In jedem Fall sollte man Vergleiche nur innerhalb einer Branche durchführen.


Grundsätzlich sind die amerikanischen Unternehmen in Krisenzeiten die sichereren Dividendenzahler. Laut Statista sanken in den Krisenjahren 2008 und 2020 die Payout Ratios der deutschen Indizes DAX, MDAX auf 37 Prozent und die des SDAX auf 38 Prozent ab. Werte für die Unternehmen des S&P 500 stiegen in den beiden Jahren sogar, auf 57 Prozent im Jahr 2008 beziehungsweise  im Pandemiejahr 2020 auf 41 Prozent.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


#Dividenden #Payout-Ratio #Investments #Aktien #Fonds #ETF #Gewinn #Gewinn-Auszahlungsquote #investieren #Geldanlage #Nestle #Procter&Gamble #Walmart #Pharma #Johnson&Johnson #DAX #MDAX #SDAX #S&P500





2 Minuten
Endlich ist mal jemand gleicher Meinung wie ich, nämlich die New Yorker Investmentgesellschaft Candriam: Waffen sind nicht nachhaltig und die Rüstungsindustrie gehört weder in die EU-Taxonomie noch in nachhaltige Anlageportfolios. Es sollte nicht vom privaten Kapital abhängen, ob ein Land oder eine supranationale Organisation mehr in Waffen investiert oder nicht. Verteidigung ist ein öffentliches Gut, über das in Demokratien die Wähler bestimmen sollten. Die Waffenindustrie ist viel zu wenig transparent, um nachhaltig zu sein. Wenn auch teilweise berechtigt wegen Sicherheitsaspekten. Als Investor kann man nicht sicherstellen, dass die Unternehmen die von ihnen gelieferte Ausrüstungen, die heute zum Schutz der verwundbaren Nationen beitragen, morgen nicht auch die Angreifer unterstützen.  Die Menschenrechte der Zivilisten sind immer verletzt, ob es sich nun um konventionelle oder umstrittene Waffen handelt. Ich finde hier eine Differenzierung in der Geldanlage, so wie auch Candriam unpassend. Für mich würde die ESG-Branche wirklich unglaubwürdig, wenn sie sich hier nicht weiterhin beschränkt, liebe Fondsgesellschaften. Ich kann es an dieser Stelle nur nochmals wiederholen: you may say, I am a dreamer, but I am not the only one, I hope someday you will join us and the world will be as one. Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


#Waffen #Investments #Aktien #Fonds #ETF #EU-Taxonomie #Verteidigung #investieren #nachhaltig #Candriam #Waffenindustrie #ESG #Geldanalage
2 Minuten
Wer momentan seine Depot-Auszüge anschaut, sieht wahrscheinlich rot. Deshalb möchte ich Euch den Rendite-Richter und die Renditedreiecke von Christian Röhl ans Herz legen, die Hoffnung machen, gratis herunterzuladen auf www.dividendenadel.de. Sie zeigen: Je länger ich anlege, umso sicherer bin ich dabei unterwegs. Christian Röhl hat sich Sparpläne auf den MSCI World in Euro zwischen 1970 und 2021 angeschaut. Fazit: Wer ein Jahr ansparte, war zu 71,5 Prozent im grünen Bereich, konnte dabei aber nicht nur am meisten gewinnen, sondern natürlich auch verlieren. Wer fünf Jahre ansparte, egal, wann er begann, war schon in 80,6 Prozent aller Fälle positiv und erzielte eine Durchschnittsrendite von 8,6 Prozent pro Jahr. Wer zehn Jahre lang regelmäßig ansparte, kam auf eine Durchschnittsrendite von neun Prozent pro Jahr und war schon zu 95,2 Prozent in der Gewinnzone. Ab einem Ansparzeitraum von 19 Jahren war man mit Sicherheit im Plus mit einer Jahresperformance von 8,2 Prozent. Gut Ding braucht eben Weile. Und das Beste ist: Mit einem Sparplan ist man nie zu früh dran, weil es dann keine Frage des richtigen Timings ist. Während Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege von JP Morgan Asset Management in der am Sonntag erscheinenden Podcast-Episode der GELMEISTERIN empfiehlt, mit Neuinvestitionen in den Aktienmarkt noch etwas abzuwarten.


Über eine Bewertung auf Podcastplattformen oder YouTube würde ich mich sehr freuen. Das hilft, die Börsenminute noch bekannter zu machen. Danke! Sagt Julia Kistner


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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4 Minuten
https://youtu.be/jeNzIuAwS3s


Alles wird teurer und das langfristig, warnt die Oesterreichische Nationalbank in ihrer jüngsten Prognose. Demnach bleibt die Inflation bis 2024 hoch. Für 2022 rechnet die OeNB für Österreich mit Preissteigerungen von satten 7,6 Prozent auch 2023 noch mit einer Inflationsrate von fünf Prozent. Selbst 2024 dürfte man mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,2 Prozent noch nicht wieder die zwei Prozent Inflation erreichen, die die Europäische Zentralbank anpeilt, um Preisstabilität zu erreichen. EU-weit rechnet die EU-Kommission wiederum mit 8,4 Prozent Inflation für 2022, die bis zum dritten Quartal 2023 auf bis zu drei Prozent zurückgehen sollte.  Viele Analysten gehen allerdings davon aus, dass wir uns auf Inflationsraten von drei bis vier Prozent pro Jahr in Europa noch länger einstellen müssen. Noch schlimmer schaut´s allerdings in den USA aus, wo die Preise im Juni 9,1 Prozent stiegen. Das wirkliche Problem dort ist: Die Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne Energiepreise und Anstiegen bei saisonalen Produkten ist deutlich höher als Europa. Dies zum einen, weil die Amerikaner mehr konsumieren. Zum anderen aber, weil die Löhne sehr stark steigen. Das ist nicht weiters verwunderlich: In den USA kommt auf zwei offene Stellen ein Bewerber. Aber wie schütze ich mich jetzt langfristig am besten gegen Inflation? Auch wenn das die niedergeprügelten Börsen derzeit nicht vermuten lassen: mit realen Investitionen, zu denen neben Immobilien vor allem Aktien, also Unternehmensanteile zählen. Nur: die bekommt man natürlich nicht gratis, aber vor allem nicht ohne Verlustrisiko, weshalb eine Streuung auf Aktien mehrere Unternehmen mit Fonds oder ETF für Privatanleger sehr wichtig ist. Bei Immobilie hat man das Klumpenrisiko und man kann sie auch nicht so schnell wieder zu Geld machen und sie sind immobil, wie ihr Name schon sagt. Es gibt zwar auch Immobilienfonds, aber da ist es meiner Meinung nach für den Laien oft nicht so leicht abzuschätzen, in was für Werte man da genau investiert. Lange gebunden ist man übrigens auch mit klassischen Lebensversicherungen und nicht nur das: Damit hat man bei steigender Inflation echte Looser im Portfolio. Da eine klassische Er- und Ablebensversicherung zur Absicherung einer Kapitalgarantie hauptsächlich in festverzinslichen Anleihen investiert. Deren Verzinsung ist zu moderat, um die Inflation schlagen zu können. Ganz schlecht sind Rentenversicherungen, wo die Rente von vornherein festgelegt wird. Man kann hier zwar eine Inflationsindexierung vereinbaren, was aber nur zu höheren Auszahlungsbeträgen, nicht zu höheren Erträgen führt. Und was ist mit Gold? Eine höhere Inflation führt nicht zwingend zu einem höheren Goldpreis, wie man aktuell sieht. Aber - ein langfristiger Schutz gegen gröbere Krisen aller Art ist es schon.  Ich persönlich – das ist wie alles andere KEINE Anlageberatung oder Empfehlung –  finde physisches Gold gut, würde aber nicht mehr als fünf Prozent des ertraglosem Investments meinem Anlageportfolio beimischen.


Über eine Bewertung auf Podcastplattformen oder YouTube würde ich mich sehr freuen. Das hilft, die Börsenminute noch bekannter zu machen. Danke! Sagt Julia Kistner


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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3 Minuten
Erstmals seit 20 Jahren ist am Dienstag der Euro auf den Wert des Dollars gefallen. Ein Euro ist nur mehr ein Dollar wert. Begründet wird die Euroschwäche mit der höheren Wahrscheinlichkeit einer Rezession, von der man in Europa spricht, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hinter einander schrumpft. Aber auch die höheren Zinsen in den USA ziehen internationale Investoren an, die ihr Geld aus Europa abziehen und damit auch den Euro unter Druck bringen. Ein schwacher Euro ist schlecht für die Konsumenten, die mehr für importierte Waren bezahlen, die aus Ländern außerhalb der Eurozone stammen. Schlecht auch für unsere Energiekosten, denen der schwachen Euro noch einen zusätzlichen Preisschub verleiht, da Öl und Co meist in Dollar verrechnet werden. Schlecht ist der starke Dollar für USA-Reisende aus Europa, deren Urlaubskasse durch den brustschwachen Euro zusätzlich strapaziert wird.


Andererseits profitieren europäische Investoren in Gold und Silber vom Anstieg des Dollars, da die Edelmetalle in Dollar gehandelt werden und somit in Euro mehr wert sind. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass unsere Exporteure gegenüber US-amerikanischen Anbietern mit einem schwachen Euro wettbewerbsfähiger sind. Anleger dürfen sich auch freuen, wenn ein starker Dollar die Kursverluste bei ihren US-Aktien derzeit abfedern. Es ist, wie immer, nicht alles schwarz oder weiß zu sehen. Daher macht es auch Sinn  –  und das ist natürlich keine Anlageempfehlung, sondern nur meine persönliche Meinung –, auch etwas Dollar im Portfolio zu haben. Nicht unbedingt als physisches Geld, sondern in Form von US-Aktien, Fonds oder anderen Wertpapieren, die man dann auch ohne Währungsabsicherung kauft. Dabei spielt übrigens eine Rolle, in welcher Währung die Unternehmen notieren, in die der Fonds investiert ist. Nicht aber, ob der Fonds selbst in Dollar oder Euro notiert. Das kommt für die Anlegerin auf das Gleiche raus. Kaufe sie den Fonds in Dollar, rechnet ihr die Depotbank die US-Positionen ohnehin wieder in Euro um.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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3 Minuten
Vielleicht habt ihr Euch und damit auch mir schon etwas Gutes getan und die aktuelle Folge meines PODCASTS Geldmeisterin gehört. Hier erklärte OFI-Fondsmanager Benjamin Louvet vorzüglich warum es Sinn macht in den nächsten fünf bis acht Jahren in strategische Metalle zu investieren. Das sind jene, die für die Gewinnung nachhaltiger Energie notwendig sind. Ich stimme ihm grundsätzlich zu, dass Nickel, Kupfer, Aluminium und Co. gerade in den nächsten Jahren schöne Wertsteigerungen sehen werden, bis mehr recycelte Metalle dämpfend auf die Preise wirken wird.


Was man allerdings generell bei Investitionen in Rohstoffe bedenken muss ist, dass man sie nicht physisch in seinem Keller bunkert, sondern Terminkontrakte, sogenannte Futures abschließt. Dies nicht für die Ewigkeit, sondern immer nur auf bestimmte


Zeit. Deshalb muss man Terminkontrakte regelmäßig verlängern, auf fachchinesisch „rollen“.  Kurz vor dem Verfallstag wird der Terminkontrakt des Folgemonats gekauft und gleichzeitig der bestehende Kontrakt glattgestellt. In der Regel erhält man dabei für den Verkauf des auslaufenden Kontrakts weniger Geld als der zeitlich nächstliegende kostet, denn tendenziell liegt der Terminpreis über dem Kassapreis (Fachbegriff „Contango“) entstehen Kosten. Das sind vor allem Gebühren für die Lagerung, Versicherung und Zinsen. Schwer lagerbare Rohstoffe wie Erdgas oder Uran weisen meist ein überdurchschnittlich hohes Contango auf. Diese Rollkosten muss man jedenfalls bei direkten Rohstoffinvestments bedenken. Die können unter anderem  auch erklären, warum so manches Rohstoffinvestment oder Comodity-Fonds nicht so gut entwickelt wie der zugrunde liegende Rohstoff. Nichts desto trotz strategische Rohstoffinvestments sind spannend, ob nachhaltig steht auf einem anderen Blatt geschrieben, weil ich durch Rohstoffspekulationen den Preis für die dringend erforderliche Energiewende mit in die Höhe treibe. Wenn alles teurer wird wegen der hohen Rohstoffpreise, dann sind Direktinvestments in Rohstoffe natürlich auch ein guter Hedge gegen Inflation.


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3 Minuten
Zum Abschluss der positiv gestimmten Börsenminute-Woche mitten im Bärenmarkt hier noch zwei gute Nachrichten an alle verzweifelten Anleger:  Zum einen ist dies die 300ste Folge der Börsenminute. Ich würde mich daher übe ein bisschen Anerkennung meiner Beiträge freuen, wenn ihr die Börsenminute mit Likes, Bewertungen und einem Abo bedenkt, damit möglichst viele Finanzinteressierte auf meine Podcasts Börsenminute und GELDMEISTERIN aufmerksam werden. Die zweite erfreuliche Message für Aktionäre kommt von den ertragreichen Unternehmen. Sie zeigen sich gerade spendabel  mit satten Ausschüttungen, die über die aktuell hohen Kursverluste hinwegtrösten könnten. Großzügig sind allen voran  Immobilienaktien wie LEG, Finanztitel wie Black Rock oder Bank of America, Konsum-Werte wie Unilever, Wallmart, Home Depot, Reckitt Benckiser, Procter&Gamble,  Gesundheitstitel wie Gerresheimer. Besonders großzügig, was Dividenden betrifft ist auch die Deutsche und Österreichische Post AG oder auch Versicherungen. Besonders super ist,  wenn es sowohl Kursgewinne als auch Dividenden gibt wie beim Impfstoffspezialisten Biontech, wo man sich über satte Kursgewinne und im Juni über eine Sonderdividende von zwei Euro je Stammaktie freuen darf. Ein Kursplus und hohe Dividenden bieten etwa auch GlaxoSmithKline, McDonald´s, Coca Cola oder Nestlé. In jedem Fall sind regelmäßige Dividendenzahlungen eine gute Beruhigungspille bei starken Kurskorrekturen – vorausgesetzt, die Unternehmen können sich solche teuren Aktionärsgeschenke auch leisten und zahlen sie nicht aus der Substanz. Und was hält UniCredit Bank AG-Aktien-Chefanalyst Christian Stocker von Dividenden-starke Aktien? Ausschüttungen würde zum Durchhalten animieren. Es gäbe durchaus Autowerte, die ihre Stammaktionäre mit sieben Prozent Dividende belohnen. Ich nehme an, er spielt auf BMW an. Damit machen siche die Eigentümerfamilien und Stammaktionäre natürlich auch selbst ein Geschenk. Schlecht ist nur, wenn die ausbezahlten Gewinne dann womöglich zu wenig Cash in der Kasse lassen für Investitionen in die Zukunft ... 


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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3 Minuten
Also nach dem gestrigen Tag fällt es mir wirklich, wirklich schwer positiv zu bleiben. Hat das EU-Parlament doch tatsächlich beschlossen, dass Atomkraft und Gas „grün“ sind und deshalb in die EU-Taxonomie, den Kriterienkatalog für nachhaltige Investments aufgenommen werden. Somit können Gas- und Atomkraftproduzenten in nachhaltigen ESG-Fonds landen. Ich finde, da hätten sie dann auch gleich noch Kohle das Nachhaltigkeits-Mascherl umhängen können. Ein Jammer für die nachhaltige Investmentbranche, die so bemüht ist, Green Washing zu verhindern. Na ja, wer jedenfalls sicher sein will, dass er weder in fossile Brennstoffe und schon gar nicht in Atomkraft investiert, der kann zumindest noch auf Finanzprodukte mit dem Österreichischen Umweltzeichen vertrauen, aber zurück zu Pro-Argumenten für die Börse trotz Bärenmarkt. Für Aktien spricht immer noch Tina: There is no alternative. Auch nicht Immobilien fragte ich den Ober-Optimisten Christian Stocker, Chef-Aktienstratege der UniCreditBank AG. Und er meint nein, bei steigenden Zinsen. Wobei ich hier einwenden würde, dass die Realzinsen, also abzüglich der deutlich höheren Inflation ja sogar gesunken sind. Wie auch immer, andere seiner Argumente für Aktien und gegen Immobilien lasse ich gelten: Dass wir am Immobilienmarkt in den letzten 15 Jahren einen Hype gesehen, die guten Jahre seien hier vorbei. Die Preise werden auf hohem Niveau die nächsten fünf Jahre stagnieren, von Universitätsstädten abgesehen, wo sie wieder leicht steigen. Aktien seien jedenfalls attraktiver. Noch nicht genug gute Börsennachrichten? Dann bis zur morgigen, nächsten optimistischen Börsen-Minute.


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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Jetzt streiken auch noch die norwegischen Öl- und Gasarbeiter. Nach Reuters-Berechnungen könnten bis zu ein einem Viertel der norwegischen Gas- und 15 Prozent der Ölförderung bis Samstag ausbleiben. Als ob die Lieferstopps aus Russland nicht schon gereicht hätten. Doch wie versprochen hält die Börsenminute diese Woche mit Positivmeldungen dagegen. Stichwort: Pharma-Aktien. Diese hält Christian Stocker, Chefanalyst der UniCredit Bank AG zwar schon für verhältnismäßig teuer, weil es typische Value-Aktien sind und die sind derzeit sehr gefragt und vieles Positives ist schon eingepreist. Aber: Wenn man ein längerfristiges, auf fünf bis zehn Jahre ausgerichtetes Portfolio hat ist der Gesundheitssektor, von Corona ganz abgesehen, auch ein struktureller Wachstumsmotor. Wir werden immer älter. Wir brauchen immer mehr Medikamente. Wir haben eine immer stärkere Abhängigkeit vom Gesundheitssektor und da fließt immer mehr Geld rein. Es werden auch recht gute Dividenden erzielt. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Gesundheitstitel sind in meinem persönlichen Portfolio ein Schwerpunktinvestment – was natürlich weder eine Aufforderung zum Kauf, noch eine Anlageempfehlung ist, vor allem nicht für Anleger mit schwachen Nerven. Denn die Kurse von Pharma-Aktien sind sehr volatil, weil die Kurse je nach Medikamenten- und Patenterfolge und Misserfolge und staatliche Zulassungen sehr stark schwanken. Nichts desto trotz geht es tendenziell mit der Branche nach oben. Healthcare bietet vor allem auch hohe Dividenden. Wobei ich persönlich nicht so stark das Augenmerk auf die spekulativen Spezialisten, etwa im Bereich Impfstoffe lege. Derzeit würde ich eher nicht zu viel Risiko zusätzlich ins Portfolio packen und auf die großen Flaggschiffe setzen. Bei den Briten GlaxoSmithKline liegt die Dividendenrendite, also das Verhältnis der Ausschüttung zum Aktienkurs etwa bei fünf Prozent. Die Schweizer Roche erhöhte dieses Jahr das 35. Jahr in Folge die Dividende. Die Dividendenrendite lag zuletzt bei 2,42 Prozent. Der Schweizer Mitbewerber Novartis punktet mit einer Dividendenrendite von 3,83 Prozent und erhöht zum 25. Mal in Folge die Ausschüttung. Die Franzosen Sanofi bieten 3,41 Prozent Dividendenrendite, eine Steigerung der Rendite um 10,31 wird erwartet. Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer kommt auf 3,15 Prozent. So viel Zinsen bieten derzeit die sicheren Anleihen nicht. Noch nicht genug gute Börsennachrichten? Dann bis zur morgigen, nächsten optimistischen Börsen-Minute.


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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Am Montag war in den USA Nationalfeiertag – 4th of July. Auch die Börsen der Weltmacht Nummer Eins waren zu. Die Amerikaner feierten ausgiebig die Unabhängigkeit von Großbritannien. Grund zum Feiern gibt es allerdings auch in Übersee angesichts eines rückläufigen Verbrauchervertrauens im Juni laut Umfrage des Conference Board und angesichts der starken Kurskorrekturen seit Jahresbeginn nicht viel. Der Leitindex S&P 500 hat im ersten Halbjahr so viel verloren wie schon seit 50 Jahren nicht mehr. Gebeutelt hat es vor allem Wachstumsaktien, hier die IT sowie auch zyklische Konsumgüter wie Amazon oder Tesla, die seit Jahresbeginn 40 Prozent verloren haben, Meta minus 50 Prozent, PayPal minus 65, Netflix mit 70 Prozent. Selbst Alphabet verlor seit Jahresbeginn minus 25 Prozent. Doch wie versprochen konzentriert sich die Börsenminute diese Woche auf Positives, das für die Aktienmärkte spricht. Zum einen gibt es auch Titel, die heuer deutlich im Plus sind: Energiewerte und Versorger zum Beispiel und auch eine Coca-Cola verbucht ein Plus von zehn Prozent. Die Analysten von JP Morgan gehen außerdem davon aus – so wie auch Christian Stocker, Chefanalyst der UniCredit Bank AG -, dass der Großteil der schlechten Nachrichten bereits eingepreist ist. Belastungsfaktoren wie Inflation oder höhere Zinsen, die statistisch in 80 Prozent der Fälle zu einer Rezession führen. Doch auch das hat längst zu Kursabschlägen geführt.  Daher schaut es auch für das zweite Börsenhalbjahr 2022 auch schon besser aus. Das Wachstum in den USA wird im Jahr 2022 immer noch bei drei Prozent liegen dank der Konsumenten, die auf viel Cash sitzen, weil mehr gespart wurde wegen des Lock Downs, wegen des unterstützenden Rettungspakets von zwei Billionen US-Dollar und auch wegen der starken Erholung am Arbeitsmarkt, der heuer nur drei bis 3,5 Prozent Arbeitslosigkeit sehen dürfte.  Auch sind die Schulden der Haushalte deutlich unter dem Niveau von 2007. Zudem sind auch die Bilanzen der Unternehmen sehr stark. Ein Drittel davon ist Cash und die Margen und Umsätze der US-Titel sind sehr hoch.  Die Margen stiegen laut JP Morgan nicht wie im Schnitt um fünf, sondern gleich um 52 Prozent. Das Umsatzwachstum hat sich von vier auf neun Prozent erhöht.


Auch haben sich die Unternehmen in den letzten Monaten noch mit günstigen Krediten eingedeckt. Zwei Drittel der US-Firmen haben hier Laufzeiten von sieben Jahren und länger in ihren Büchern, sind also von Zinsanhebungen nicht unmittelbar betroffen.


Jetzt aus Aktien raus zu gehen wäre jedenfalls ein fataler Fehler meint Sven Anders von JPMorgan Asset Management, denn statistisch sind die Monate vor einer Rezession jene mit der höchsten Performance. Auch verpasst man sonst die Erholung. Statistisch fährt man deshalb besser, Tal- und Bergfahrten mitzumachen. Dabei auch in sehr günstig bewertete Growth-Aktien mit viel Wachstumspotenzial zu investieren wäre nicht verkehrt, meint Sven Anders von JP Morgan Asset Management. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, sollte weiterhin auf unterbewerte Value-Werte mit soliden Geschäftsmodellen und viel Cash setzen. Genug gute Börsenstimmung? Dann bis zur morgigen, noch optimistischeren Börsen-Minute.


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