Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
4 Minuten
Zum Sommer gehört Sonnenschein und gute Laune. Doch die will an den Börsen nicht aufkommen. Außer beim unbeirrten Bullen Christian Stocker, Aktienchefanalyst der UniCredit Bank AG, der zu Gast bei der aktuellen Folge meines zweiten Podcasts GELDMEISTERIN ist, die ich Euch als Stimmungsaufheller nur ans Herz legen kann. Selten habe ich einen Börsianer gehört, der aktuelle noch so viel Optimismus versprüht. Wie Christian Stocker bin auch ich überzeugt, dass für den langfristigen Vermögensaufbau nichts an Aktien vorbeiführt, perfektes Timing ohnedies nicht funktioniert und es jetzt gute Einstiegsgelegenheiten gibt. Daher wird wird die Börsenminute und Christian Stocker diese Woche täglich ein neues Argument für Aktieninvestments liefern bzw. Ideen, wo man investieren kann. Wobei auch wir nicht die Unsicherheit an den Kapitalmärkten ausblenden. Deshalb ist e ja wichtiger denn je, breit zu diversifizieren. Etwa in den MSCI Germany statt in den DAX zu investieren. Während der DAX mit 40 Aktien 80 Prozent der deutschen Marktkapitalisierung umfasst, deckt der MSCI Germany mit 61 Aktien rund 85 Prozent des deutschen Aktienuniversums ab, beinhaltet auch mittelgroße Unternehmen. Wer noch breiter investieren möchte, kann in einen Fonds veranlagen, der den MSCI World als Messlatte hat mit 1600 Aktien aus 23 Industriestaaten. Noch breiter streut man sein Investment mit dem MSCI All Country World der zusätzlich noch Aktien aus 24 Schwellenstaaten beinhaltet, insgesamt 2900 Titel aus aller Welt. Mit beiden Indizes ist man zu mehr als 61 Prozent in USA-Aktien investiert.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#streuen #diversifizieren #DAX #MSCIGermany #MSCIWorld #Bewertungen #GELDMEISTERIN #boersenminute #ChristianStocker #UniCredit #EuroSTOXX #Aktien #USA #Nasdaq #MSCIACW #Marktkapitalisierung #Schwellenländer #Kapitalmarkt #Vermögensaufbau #Unsicherheit #Timing #Einstiegsgelegenheit
Foto: Pixabay
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3 Minuten
Bei so vielen Negativschlagzeilen derzeit rund um das Börsengeschehen, da möchte ich mal mit einer positiven Schlagzeile abheben. Und deshalb habe ich an einem DZB-Webinar mit dem UniCredit-Aktienstrategen und Optimisten Christian Stocker teilgenommen, der sagt: Alles nicht so schlimm, wie schon in den Kursen eingepreist ist. Eine derart schlechte Stimmung wie in den letzten drei Monaten habe das letzte Mal in der Hochphase der Finanzkrise 2009 geherrscht und da nicht so lange. Alle eingefleischten Bären und zittrigen Hände hätten das Parkett längst verlassen. Von daher seien keine weiteren Panikkäufe zu erwarten. Die Bewertungen hätten schon eine Rezession, also ein negatives Wachstum zwei Quartale hinter einander eingepreist. Was soll also noch von der Seite noch passieren? Christian Stocker rechnet bis Jahresende beziehungsweise Anfang 2023 mit um 20 Prozent höheren Bewertungen beim Dax und auch für ganz Europa, sprich für die EuroSTOXX-Indizes. Die Industrie habe sehr hohe Auftragsbestände, so dass sie auch harte Zeiten im Winter gut überstehen könnte, sollte Russland tatsächlich den Gashahn ganz abdrehen und die Konjunktur weiter einbrechen. Unter ihrem Wert würden momentan Wachstumsaktien und hier nicht nur Tech-Aktien, aber auch Zykliker verkauft. Trotz der widrigen Umstände seien die Gewinne und Margen der Unternehmen gestiegen. Der UniCredit-Aktienstratege rechnet heuer noch mit Gewinnsteigerungen von 15 Prozent in Europa, im nächsten Jahr von fünf Prozent. Gröbere Gewinnwarnungen seien ihm bis dato nicht zu Ohren gekommen, wie sie jetzt zwei bis drei Wochen vor der Berichtsaison gegebenenfalls kommen müssten.
Bei so viel Optimismus wünsche ich ein sonniges Wochenende und hoffe, dass wir uns am Sonntag bei der GELDMEISTERIN wieder hören, wenn Christian Stocker zu Gast sein wird, um weiteren Optimismus zu verbreiten und ich hier und da vielleicht etwas skeptischer dagegen halte… Servus, salü, shalom, mas salamah bis zum nächsten Sonntag sagt Julia Kistner.
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#DAX #Bewertungen #Unterbewertung #Tech #Growth #zykliker #Defensivtitel #Gewinnwarnungen #Gewinne #gewinnsteigerung #GELDMEISTERIN #boersenminute #ChristianStocker #UniCredit #DZB #EuroSTOXX #Finanzkrise
Foto: Jk /Museum of Art - Washington
Bei so viel Optimismus wünsche ich ein sonniges Wochenende und hoffe, dass wir uns am Sonntag bei der GELDMEISTERIN wieder hören, wenn Christian Stocker zu Gast sein wird, um weiteren Optimismus zu verbreiten und ich hier und da vielleicht etwas skeptischer dagegen halte… Servus, salü, shalom, mas salamah bis zum nächsten Sonntag sagt Julia Kistner.
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2 Minuten
Wer momentan seinen Depotauszug anschaut, sieht wahrscheinlich rot. Deshalb möchte ich Euch den Rendite-Richter und die Renditedreiecke von Christian Röhl ans Herz legen, die auch bei kurzfristig sehr hohen Verlusten Hoffnung machen. Ih könnt sie auf seiner Webseite www.dividendenadel.de gratis herunterladen. Sie zeigen: Je länger ich anlege, umso sicherer bin ich dabei unterwegs und wenn ich nur lang genug anspare, mache ich mit Sicherheit Gewinne. Christian Röhl hat sich Sparpläne auf den MSCI World in Euro zwischen 1970 und 2021 angeschaut. Fazit: Wer ein Jahr ansparte, war zu 71,5 Prozent im grünen Bereich, konnte dabei aber nicht nur am meisten gewinnen, sondern natürlich auch am meisten verlieren, mehr als 40 Prozent. Wer fünf Jahre ansparte, egal, wann er begann, war schon in 80,6 Prozent aller Fälle positiv und erzielte eine Durchschnittsrendite von 8,6 Prozent pro Jahr. Wer zehn Jahre lang regelmäßig ansparte, kam auf eine Durchschnittsrendite von neun Prozent pro Jahr und war bereits zu 95,2 Prozent in der Gewinnzone. Ab einem Ansparzeitraum von 19 Jahren war man mit Sicherheit im Plus mit einer Jahresperformance von 8,2 Prozent. Gut Ding braucht eben Weile…
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#Sparplan #langfristig #MSCIWorld #Gewinne #Jahresperformance #ChristianRöhl #dividendenadel.de #Renditerichter #Renditedreieck #Investments #Vermögen #Kapitalmärkte #Erträge #Aktien #Durchschnittsrendite #podcast #investieren #boersenminute #GELDMEISTERIN #Depot
Foto: Pixabay
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2 Minuten
In der letzten Börsen-Minute habe die bittere Bilanz über das erste Börsen-Halbjahr 2022 gezogen. Doch Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude, also berichte ich Euch über wirklich schlechte Investments: NFTs die nach Einbruch des Kryptomarktes mit Mega-Verlusten abverkauft worden sind. Da geht vor allem um die gehypte Krypto Punks und Bored Apes. So wurde CryptoPunk Nummer 273 um eine Millionen US-Dollar im Oktober 2021 gekauft und sechs Monate später wieder um 139.000 US-Dollar über den Handelsplatz OpenSea verkauft. Der Bored Ape Yacht Club Nummer 9518 wurde im April des Vorjahres um 525.000 US-Dollar erworben und um knapp die Hälfte ein Jahr später verscherbelt. Im Februar diesen Jahres wurde eine große Sotherby´s-Auktion mit 14 CryptoPunks, deren Sammlung auf 20 bis 30 Millionen US-Dollar geschätzt wurde abgesagt. In einer GELDMEISTERIN-Folge „Reich werden mit NFT´s“ vom 9. März diesen Jahres habe ich noch mein Unverständnis ausgedrückt, dass für Jack Dorsey´s ersten Tweet 2,9 Millionen US-Dollar hingelegt wurde. Ein Jahr später liegt das höchste Gebot nur noch bei 277 US-Dollar.
Hier geht´s direkt zur Folge: https://anchor.fm/geldmeisterin/episodes/NFTs---So-wird-man-reich-e1fdfh2/a-a7i1lhh
Wer sich über NFT-Verluste ergötzen möchte, dem rate ich auf Opensea.io zu gehen, eine der wichtigsten Handelsplattformen für NFT´s und zu staunen…
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#NFT #Verluste #investments #Kryptomarkt #cryptopunks #boredape #JackDorsey #Tweet #podcast #boersenminunte #sotherby´s #yachtclub #opensea
Foto: via opensea
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Wer sich über NFT-Verluste ergötzen möchte, dem rate ich auf Opensea.io zu gehen, eine der wichtigsten Handelsplattformen für NFT´s und zu staunen…
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#NFT #Verluste #investments #Kryptomarkt #cryptopunks #boredape #JackDorsey #Tweet #podcast #boersenminunte #sotherby´s #yachtclub #opensea
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2 Minuten
Wir haben jetzt bald im Kalenderjahr Halbzeit und es gibt nichts zu beschönigen. Investieren hat nicht wirklich Spaß gemacht. So hat das US-amerikanische Leitbarometer, der S&P 500 Index seit Jahresbeginn 18,5 Prozent verloren und US-Anleihen, wenn man den Bloomberg Barclays U.S. aggregated Bond Index hernimmt über 11 Prozent. Nur Rohstoffe haben um 22,3 Prozent zugelegt.
Um alle gebeutelten Anleger aber aufzumuntern, ein Chart von Edward Jones: Demnach lag der durchschnittliche Ertrag mit Aktien in den ersten Halbjahren zwischen 1975 und 2022 bei 4,7 Prozent, von Bonds 2,9 Prozent und von Rohstoffen rund 2,4 Prozent. Hinzu kommt noch, dass Rohstoffe sehr stark im Wert schwanken. Also ich persönlich sage immer: Rohstoff-Investments sind nichts für Einsteiger. Bei Aktien meine ich - für mich persönlich, kein Anlagetipp - hingegen: Jetzt erst recht! Sparplan weiter besparen und eventuell in Etappen neu in die großen Indizes investieren. Ein erfolgreiches zweites Anlagejahr wünscht Euch schon einmal Julia Kistner. Mein Podcast-Tipp ist natürlich die aktuelle Folge der GELDMEISTERIN, wo Robert Karas, Chief Investment Officer der Bank Gutmann Ideen liefert wie man Anlegen kann, wenn alles nach unten geh5:
https://youtu.be/S6mhJN9ia0k
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#USA #S&P500 #1.Halbjahr2022 #Bilanz #Konjunktur #Bau #Investments #Vermögen #Kapitalmärkte #Erträge #Aktien #Zukunft #podcast #investieren #boersenminute #GELDMEISTERIN #EduardJones #Anlagetipp #Bloomberg #Barclays #aggregatedbonds
Foto: Pixabay
Um alle gebeutelten Anleger aber aufzumuntern, ein Chart von Edward Jones: Demnach lag der durchschnittliche Ertrag mit Aktien in den ersten Halbjahren zwischen 1975 und 2022 bei 4,7 Prozent, von Bonds 2,9 Prozent und von Rohstoffen rund 2,4 Prozent. Hinzu kommt noch, dass Rohstoffe sehr stark im Wert schwanken. Also ich persönlich sage immer: Rohstoff-Investments sind nichts für Einsteiger. Bei Aktien meine ich - für mich persönlich, kein Anlagetipp - hingegen: Jetzt erst recht! Sparplan weiter besparen und eventuell in Etappen neu in die großen Indizes investieren. Ein erfolgreiches zweites Anlagejahr wünscht Euch schon einmal Julia Kistner. Mein Podcast-Tipp ist natürlich die aktuelle Folge der GELDMEISTERIN, wo Robert Karas, Chief Investment Officer der Bank Gutmann Ideen liefert wie man Anlegen kann, wenn alles nach unten geh5:
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3 Minuten
Wenn ich schon mit frischen US-Eindrücken im Gepäck zurückkomme, dann möchte ich diese natürlich gerne mit Euch teilen. Was mir abseits von der stattfindenden Revolution im digitalen Payment noch aufgefallen ist. Nämlich: Während Europas Wirtschaft und Konsumenten angesichts der hohen Energiepreise, dem Ukraine-Krieg, den bevorstehenden Zinsanhebungen, Rezessions- und Inflationsängsten wie die Kaninchen vor der Schlange erstarren hat man in den USA den Eindruck: Crisis? What crises? Überall werden mit den Biden-Billionen-Hilfspaketen neue Straßen, Stromleitungen gebaut und öffentliche Gebäude und Museum renoviert. Im Wallmart wird geshoppt, als ob es kein Morgen gäbe. Die U-Bahnen sind wieder voll, Konzerte und Veranstaltungen ausverkauft. Andererseits haben die US-Aktienindizes deutlich mehr eingebüßt als die europäischen. Vieles, sagt mir mein Bauchgefühl, spricht dafür, dass die Amerikaner sich wieder schneller von der weltweiten Konjunkturdelle erholen. Allein schon, weil Biden und seine Demokraten finanziell alles dafür tun werden, die US-Amerikaner bis zur Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten am 8. November bei Laune zu halten. So überlegt Biden ja auch schon im Sommer auf die Steuern auf Sprit zu verzichten. Also ich ganz persönlich, und das ist wie immer keine Kaufempfehlung oder Anlagetipp, finde Infrastruktur-Fonds oder ETFs mit einer starken Gewichtung in den USA derzeit für sehr interessant und auch alles was zum Bau dazu gehört. So etwa Baumaschinen wie Caterpillar, die stark unterbewertet sind. Wobei ich in so bärigen Zeiten erstens nur vorsichtig einen Teil investieren und zweitens nicht unbedingt auf Einzelaktien setzen würde. Außer ich habe Spaß daran und auch Zeit für eine fundiertere Aktienanalyse und bin mit meinem Kerninvestment – das sollten bei kleineren Vermögen eher keine Einzeltitel sondern breit gestreute Fonds sein – noch fest im Sattel. Yihaa,….
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#US #Konjunktur #Bau #Boom #Megatrend #Investments #Vermögen #Kapitalmärkte #Erträge #Aktien #Zukunft #podcast #investieren #boersenminute #Watch #Handy #Tech #TechnologischerFortschritt #podcast #börsenminute #Konto
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2 Minuten
Während deutsche Banken immer weniger auf Ihre EC-Karten, sondern auf Visa und Mastercard setzen sage ich Euch nach meinem USA-Aufenthalt: Wer zahlt bald überhaupt noch mit Plastik! Egal in welchem Bundesstaat. Die Hartwährung war weder Cash, noch Kreditkarte, sondern Google Pay und Apple Pay. Das Handy oder die Watch hinhalten, maximal noch einen Tip für das Personal eingeben. Das war´s. Was vom Konto abgebucht wurde erfährt man nicht erst nach dem Urlaub beim Durchstöbern der Kredit-Kartenrechnungen, sondern Realtime in Euro kommt die Rückmeldung der Bank auf dem Handy oder der Watch, was abgebucht ist. Echt geil, außer, dass das ulta praktische Bezahlsystem ein wenige wie die Süßwaren an der Kassa wirkt: Kaufen macht Spass und man greift reflexartig zu. Und ob man, wenn die Sonne aufs Display scheint, dann wirklich immer beim Zahlungsvorgang so aufmerksam ist, ist eine andere Sache. Mit Werbungen von unserem Shopping-Streifzug haben uns Google- und Apple-Pay - beides ausprobiert, beides hat gut funktioniert – Gott sei Dank nicht zugemüllt. Doch aus den Daten, die sie da einsammeln machen die beiden ganz bestimmt ein Geschäft, gut für Apple- und Google-Pay-Aktionäre, auch das die Unternehmen sich mit ihren digitalen Bezahlsystemen so breit machen. Auf alle Fälle: wenn es derzeit eine massive Disruption in einem Markt gibt, dann bei den Bezahlsystemen und da sollte man als Anleger die Augen offen halten, wer hier an vorderster Front dabei ist.
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3 Minuten
Zugegeben, dass war auch mein Gedanken bei meiner jüngsten Metaverse-Episode vom Sonntag der GELDMEISTERIN und sie fand auch überraschen großen Anklang, nachzuhören überall wo es Podcasts gibt, auf Spotify, Audible oder auch YouTube. Irgendetwas muss man ja aus dem Hut zaubern, dass dem Markt wieder Hoffnung macht. Die meisten HörerInnen, so auch ich, sind aber eher skeptisch, was die Überlebensfähigkeit von Metaverse betrifft. Vor allem jene, die schon Second Life kennengelernt haben, wo auch die großen Konzerne damals alle ein- und auch bald wieder ausgestiegen sind. Natürlich sind die Möglichkeiten der Spielewelt heute ganz andere als noch Anfang der 2000er Jahre. Die Beratungsagentur McKinsey schätzt jedenfalls dass Metaverse bis 2030 einen Wert von fünf Billionen US-Dollar haben könnte. Das schließt sie aus einer weltweiten Befragung von mehr als 3400 Verbrauchern und Führungskräften. Alleine in diesem Jahr hätten Unternehmen, Risikokapital- und Private-Equity-Firmen mehr als 120 Milliarden US-Dollar in das Metaverse investiert. Das wäre mehr als das Doppelte der 57 Milliarden, die im gesamten letzten Jahr hineingesteckt wurden. Man sei so euphorisch für die virtuelle Welt, weil der Markt zunehmend bereit sei, Metaverse zu erkunden, dazu die technologischen Fortschritte, der demographische Rückenwind und das zunehmend verbraucherorientierte Marken-Marketing und Engagement.
Aktuell haben laut McKinsey drei Milliarden Spieler in aller Welt Zugang zu unterschiedlichen Versionen des Metaverse. Es wird gespielt, geshoppt und mithilfe virtueller Realität trainiert. Ein Viertel der befragten Führungskräfte erwartet, dass die Metaverse-Technologie mehr als 15 Prozent zum Gesamtmargenwachstum ihres Unternehmens in den nächsten fünf Jahren beitragen wird. Wenn ihr mich fragt hebt Metaverse wenn, dann deshalb ab, weil man sämtliche Kontaktplattformen dort einbaut und die diversen virtuellen Welten wirklich verknüpft. Man wird sehen, spätestens 2030…
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Aktuell haben laut McKinsey drei Milliarden Spieler in aller Welt Zugang zu unterschiedlichen Versionen des Metaverse. Es wird gespielt, geshoppt und mithilfe virtueller Realität trainiert. Ein Viertel der befragten Führungskräfte erwartet, dass die Metaverse-Technologie mehr als 15 Prozent zum Gesamtmargenwachstum ihres Unternehmens in den nächsten fünf Jahren beitragen wird. Wenn ihr mich fragt hebt Metaverse wenn, dann deshalb ab, weil man sämtliche Kontaktplattformen dort einbaut und die diversen virtuellen Welten wirklich verknüpft. Man wird sehen, spätestens 2030…
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2 Minuten
Wenn die Aktienkurse fallen, kann man sich oftmals zumindest noch mit Dividenden trösten. Wobei sich ein Unternehmen Ausschüttungen auch leisten können und dabei nicht auf seine Rückstellungen zurückgreifen sollte. Wird mehr als der Jahresüberschuss ausgeschüttet, dann geht dies an die Substanz des Unternehmens. Das Eigenkapital wird für die Dividendenzahlung angeknabbert, das senkt den Wert des Unternehmens. Wenn zu viel vom Gewinn ausgeschüttet wird, tut das dem Unternehmen generell nicht gut. Gesund – natürlich abhängig von der Branche – sind Payout-Ratios, sprich Gewinn-Auszahlungsquoten von 40 bis 60 Prozent. Je nachdem, ob sich gerade für das Unternehmen nicht gute Wachsumschancen auftun, in die das Geld besser investiert wäre.
Ein Sonderfall sind übrigens die US-amerikanischen Immobilienfonds REITS, die von Gesetz wegen 90 Prozent der erwirtschafteten Gewinne an die Anleger ausschütten müssen.
Dann gibt es noch die Dividenden-Aristokraten wie Johnson&Johnson, Procter&Gamble oder Nestlé, die zumindest seit 25 oder gar 50 Jahren ihre Dividenden Jahr für Jahr erhöhen, teilweise auch, um ihren Status nicht zu verlieren. Mit konstanten Dividenden tun sich Zykliker naturgemäß schwer. Telekom- und Energieunternehmen sind fleißige Dividendenzahler. In jedem Fall sollte man Vergleiche nur innerhalb einer Branche durchführen und nur mit Unternehmen, die auch Gewinne schreiben.
Grundsätzlich sind die amerikanischen Unternehmen in Krisenzeiten die sichereren Dividendenzahler. Laut Statista sanken in den Krisenjahren 2008 und 2020 die Payout Ratios der deutschen Indizes DAX, MDAX auf 37 Prozent und die des SDAX auf 38 Prozent ab. Werte für die Unternehmen des S&P 500 steigen in den beiden Jahren auf 57 Prozent beziehungsweise im Pandemiejahr 2020 auf 41 Prozent.
Wenn die Aktienkurse fallen, kann man sich oftmals zumindest noch mit Dividenden trösten. Wobei sich ein Unternehmen Ausschüttungen auch leisten können und dabei nicht auf seine Rückstellungen zurückgreifen sollte. Wird mehr als der Jahresüberschuss ausgeschüttet, dann geht dies an die Substanz des Unternehmens. Das Eigenkapital wird für die Dividendenzahlung angeknabbert, das senkt den Wert des Unternehmens. Wenn zu viel vom Gewinn ausgeschüttet wird, tut das dem Unternehmen generell nicht gut. Gesund – natürlich abhängig von der Branche – sind Payout-Ratios, sprich Gewinn-Auszahlungsquoten von 40 bis 60 Prozent. Je nachdem, ob sich gerade für das Unternehmen nicht gute Wachstumschancen auftun, in die das Geld besser investiert wäre.
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Foto: JK
Ein Sonderfall sind übrigens die US-amerikanischen Immobilienfonds REITS, die von Gesetz wegen 90 Prozent der erwirtschafteten Gewinne an die Anleger ausschütten müssen.
Dann gibt es noch die Dividenden-Aristokraten wie Johnson&Johnson, Procter&Gamble oder Nestlé, die zumindest seit 25 oder gar 50 Jahren ihre Dividenden Jahr für Jahr erhöhen, teilweise auch, um ihren Status nicht zu verlieren. Mit konstanten Dividenden tun sich Zykliker naturgemäß schwer. Telekom- und Energieunternehmen sind fleißige Dividendenzahler. In jedem Fall sollte man Vergleiche nur innerhalb einer Branche durchführen und nur mit Unternehmen, die auch Gewinne schreiben.
Grundsätzlich sind die amerikanischen Unternehmen in Krisenzeiten die sichereren Dividendenzahler. Laut Statista sanken in den Krisenjahren 2008 und 2020 die Payout Ratios der deutschen Indizes DAX, MDAX auf 37 Prozent und die des SDAX auf 38 Prozent ab. Werte für die Unternehmen des S&P 500 steigen in den beiden Jahren auf 57 Prozent beziehungsweise im Pandemiejahr 2020 auf 41 Prozent.
Wenn die Aktienkurse fallen, kann man sich oftmals zumindest noch mit Dividenden trösten. Wobei sich ein Unternehmen Ausschüttungen auch leisten können und dabei nicht auf seine Rückstellungen zurückgreifen sollte. Wird mehr als der Jahresüberschuss ausgeschüttet, dann geht dies an die Substanz des Unternehmens. Das Eigenkapital wird für die Dividendenzahlung angeknabbert, das senkt den Wert des Unternehmens. Wenn zu viel vom Gewinn ausgeschüttet wird, tut das dem Unternehmen generell nicht gut. Gesund – natürlich abhängig von der Branche – sind Payout-Ratios, sprich Gewinn-Auszahlungsquoten von 40 bis 60 Prozent. Je nachdem, ob sich gerade für das Unternehmen nicht gute Wachstumschancen auftun, in die das Geld besser investiert wäre.
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2 Minuten
Gerne wird der deutsche Leitindex DAX als Messlatte für den österreichischen Leitindex ATX hergenommen, womit man aber Äpfel mit Birnen vergleicht und das kann und soll man ja nicht. Der ATX ist ein reiner Preis- oder Kursindex, während der DAX einer von den wenigen Leitindizes ist, der ein Gesamtperformance-Index ist, also auch die Dividenden, zusätzliche Ausschüttungen oder auch Bezugsrechte berücksichtigt. Wer also dem deutschen DAX fairerweise die Performance der österreichischen Titel auch inklusive der Dividenden gegenüberstellen möchte muss sich den ATX TR anschauen. TR steht für Total Return. Weil der ATX TR auch die Dividenden-Rendite berücksichtigt hat der geringfügig weniger seit Jahresbeginn eingebüßt als der ATX. Auch der Schweizer Leitindex SMI ist ein Preisindex, enthält also nicht die Dividenden. Ebenso gibt es aber auch hier eine Performance-Indexvariante, den Swiss Performance Index SPI. Wer in den Schweizer SMI oder SPI-Index investiert, investiert eigentlich gar nicht in einen breit gestreuten Index, sondern primär in drei große Index-Schwergewichte. Nestlé macht über 25 Prozent des Index aus, Roche rund 18 Prozent, Novartis etwas über 14 Prozent. Dazu kommen dann noch die Schweizer Großbanken, Versicherungen und der Industriekonzern ABB. That´s it.
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3 Minuten
Wenn man gerade fern von Europa ist, kann man umso weniger begreifen, was da im Euro-Raum gerade abgeht. Wenn schon die FED bei einer mit 8,6 Prozent im Mai höchsten Inflation seit 40 Jahren mit einer Zinserhöhung am letzten Mittwoch von gleich einem Dreiviertel Prozentpunkt reagierte, muss natürlich auch die Europäische Zentralbank Aktionen setzen, aber doch nicht unbedingt solche! Ich finde es äußerst unglücklich von EZB-Präsidentin Lagarde zur Beruhigung Italiens postwendend anzukündigen, dass man hoch verschuldeten Euro-Problemstaaten künftig weiterhin mit dem Kauf ihrer Staatsanleihen unter die Arme greifen wird. Diese müssen jetzt schon wegen des zunehmenden Vertrauensverlust der Investoren deutlich mehr Zinsen als andere EU-Staaten bieten, der Staat Italien etwa mehr als vier Prozent für zehnjährige Staatsanleihen. Da täten sich die Südeuropäer in der Tat schwer, die geplante Zinserhöhung der EZB im Juli zu verkraften. Nur so wird Italien nie Reformen einleiten und irgendwann wird Europa sich Italien nicht mehr leisten können und Italien nicht mehr den Euro. Jedenfalls jetzt, wo die EZB die Spreads, sprich Zinsdifferenz zu den EU-Sparmeistern drückt, in dem sie deren am Markt unverkäuflichen Anleihen aufkauft, kann die EZB im Juli auch mehr Gas geben und nicht nur um 0,25 Prozent, sondern gleich doppelt so stark die Leitzinsen erhöhen. Schlecht für Kreditnehmer, aber natürlich auch für Aktien, Banktitel einmal ausgenommen.
Als Anleger würde ich mich jetzt wieder mehr auf die Bonität der Unternehmen, aber vor allem auch der Schuldner achten. Auch wenn die EZB die Staatsanleihen der hoch verschuldeten Staaten weiter aufkauft, ich persönlich denke nicht, dass sie damit verhindern kann, dass hoch verschuldete EU-Staaten bald wieder deutlich mehr Zinsen zahlen müssen als sparsamere Staaten und das ist auch richtig so.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#EZB #Lagarde #Anleihenkauf #Zinsen #Italien #Schuldenstaaten #Aktien #Investments #Sparmeister #Euro #Kapitalmärkte #EU #podcast #börsenminute #Spread #Zinsdifferenz #Zinserhöhung #anlegen #Bonität
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Als Anleger würde ich mich jetzt wieder mehr auf die Bonität der Unternehmen, aber vor allem auch der Schuldner achten. Auch wenn die EZB die Staatsanleihen der hoch verschuldeten Staaten weiter aufkauft, ich persönlich denke nicht, dass sie damit verhindern kann, dass hoch verschuldete EU-Staaten bald wieder deutlich mehr Zinsen zahlen müssen als sparsamere Staaten und das ist auch richtig so.
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4 Minuten
Nicht nur Benjamin Graham und Warren Buffett zählen zu den erfolgreichsten Investoren. Dritter der Tafelrunde ist der 2008 verstorbene Sir John Marks Templeton, dessen Templeton Growth Fund über fünf Jahrzehnte besser als der Aktienmarkt abschnitt. Seine Grundregel, die er zeitlebens befolgte: Man soll immer dann investieren, wenn der Pessimismus seinen höchsten Punkt erreicht hat. Aus der Sicht eines Value-Investors verständlich, dessen Maxime es ja ist eine Aktie zum niedrigsten Kurs im Verhältnis zu ihrem Wert zu kaufen. Bleibt trotz allem die Frage, ob wir diesen Stimmungstiefpunkt schon erreicht haben.
Der Ansatz von Sir Templeton hat mich schon als Junganlegerin beeindruckt und geprägt, deshalb möchte ich Euch seine goldenen Regeln nicht vorenthalten:
1.) Strebe den höchstmöglichen reale Gesamtgewinn nach Steuern an – Dividenden ausschüttungsgleiche Gewinne muss man als ebenso berücksichtigen wie Kaufkraftverluste. Ich persönlich würde seien Maxime noch folgendermaßen erweitern: höchstmöglicher Gesamtgewinn nach Steuern und Kosten.
2.) Offen sein für Neues – sprich jede Anlagestrategie zu seiner Zeit, also nicht an nur einer Anlageart oder Auswahlmethode festhalten. Nur derjenige, der von gängigen zu unpopulären Wertpapieren und Auswahlmethoden wechselt, wird auch langfristige Spitzenergebnisse erzielen.
3.) Nicht der breiten Masse folgen. Der große Mut, den antizyklisches Anlegerverhalten erfordert, macht sich bezahlt.
4.) Alles verändert sich. Haussemärkte sind beschränkt, Bärenmärkte aber auch. Gewöhnlich steigen die Aktienkurse bereits ein bis zwölf Monate, bevor der Konjunkturzyklus seinen Tiefpunkt erreicht.
5.) Populäres meiden – so viel zu Meme-Stocks. Wenn zu viele Anleger das gleiche denken und tun, verliert jede Auswahlmethode und jedes Timing die Wirkung, warnt Sir Templeton.
6.) Aus Fehlern lernen – auch diesmal wird bestimmt nicht alles anders!
7.) Vor allem in pessimistischen Phasen kaufen, wie schon eingangs erwähnt.
8.) Suchen nach Werten und Chancen – eigentlich typischer Value-Style: man sollte sich nicht so sehr an Prognosen und Trends, sondern mehr an tatsächlichen Unternehmenswerten orientieren.
9.) Weltweit investieren! Im weltweiten Aktienuniversum findet man nicht nur mehr Schnäppchen, sondern streut so auch das Risiko besser. Und last but not least:
10.) Fragen, fragen, hinterfragen: Niemand weißt alles. Hier ein abschließendes Zitat von Sir Franklin Templeton: „Ein Investor, der alle Antworten kennt, hat nicht einmal die Fragen verstanden.“
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#SirFranklinTempleton #Value #Investments #Anlagehorizont #Hausse #Baisse #Vermögen #Kapitalmärkte #Erträge #Aktien #Aktienfonds #Index #antizyklisch #podcast #investieren #boersenminute #Langfristinvestoren #SEC #Korrekturen #WarrenBuffett #BenjaminGraham #Gewinn #MagellanFonds #Fidelity #WarrenBuffett #BenjaminGraham #TempletonGrowthFund #Meme-Stocks #Aktienuniversum #Unternehmenswert
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Der Ansatz von Sir Templeton hat mich schon als Junganlegerin beeindruckt und geprägt, deshalb möchte ich Euch seine goldenen Regeln nicht vorenthalten:
1.) Strebe den höchstmöglichen reale Gesamtgewinn nach Steuern an – Dividenden ausschüttungsgleiche Gewinne muss man als ebenso berücksichtigen wie Kaufkraftverluste. Ich persönlich würde seien Maxime noch folgendermaßen erweitern: höchstmöglicher Gesamtgewinn nach Steuern und Kosten.
2.) Offen sein für Neues – sprich jede Anlagestrategie zu seiner Zeit, also nicht an nur einer Anlageart oder Auswahlmethode festhalten. Nur derjenige, der von gängigen zu unpopulären Wertpapieren und Auswahlmethoden wechselt, wird auch langfristige Spitzenergebnisse erzielen.
3.) Nicht der breiten Masse folgen. Der große Mut, den antizyklisches Anlegerverhalten erfordert, macht sich bezahlt.
4.) Alles verändert sich. Haussemärkte sind beschränkt, Bärenmärkte aber auch. Gewöhnlich steigen die Aktienkurse bereits ein bis zwölf Monate, bevor der Konjunkturzyklus seinen Tiefpunkt erreicht.
5.) Populäres meiden – so viel zu Meme-Stocks. Wenn zu viele Anleger das gleiche denken und tun, verliert jede Auswahlmethode und jedes Timing die Wirkung, warnt Sir Templeton.
6.) Aus Fehlern lernen – auch diesmal wird bestimmt nicht alles anders!
7.) Vor allem in pessimistischen Phasen kaufen, wie schon eingangs erwähnt.
8.) Suchen nach Werten und Chancen – eigentlich typischer Value-Style: man sollte sich nicht so sehr an Prognosen und Trends, sondern mehr an tatsächlichen Unternehmenswerten orientieren.
9.) Weltweit investieren! Im weltweiten Aktienuniversum findet man nicht nur mehr Schnäppchen, sondern streut so auch das Risiko besser. Und last but not least:
10.) Fragen, fragen, hinterfragen: Niemand weißt alles. Hier ein abschließendes Zitat von Sir Franklin Templeton: „Ein Investor, der alle Antworten kennt, hat nicht einmal die Fragen verstanden.“
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4 Minuten
Lernen von den Meistern, den wirklichen Börsen-Kennern und nicht von irgendwelchen Wannabe Instagramm-Finanzexperten, die sich erst nach dem März 2020, als alle Kurse stiegen, zu Propheten aufgeschwungen haben. Ich würde Euch gerne in einigen der nächsten Folgen meine persönlichen Inspirationen bei der Geldanlage vorstellen. Dazu zählen natürlich die Value-Investoren Warren Buffett und Benjamin Graham, aber nicht nur! Beeindruckend finde ich auch Peter Lynch – nicht zu verwechseln mit dem großartigen Regisseur David Lynch. Peter Lynch verwaltete über ein Jahrzehnt den Magellan Fonds von Fidelity und erzielte damit von 1977 bis 1990 jährliche Renditen von 29 Prozent. Einer seiner Tipps, die auch meine oberste Prämisse ist, nachdem ich in der Dot.com-Blase viel Lehrgeld bezahlt habe und gegen die ich leider immer wieder einmal verstoße: „Kaufe nur was Du kennst“. Hier ist nicht gemeint, dass ich beispielsweise weiß, wie ich einen Netflix-Film streame, sondern dass ich mir vorher ein Bild von der Wettbewerbssituation, den Finanzkennzahlen und den Wachstumsaussichten dieses Unternehmens mache. Ich persönlich würde zusätzlich auch noch die Aktivitäten des CEO verfolgen. Wie auch Buffett betont Lynch ebenso: Konzentriere Dich auf die Unternehmen und nicht auf deren Aktien oder Börsenwert. Lynch betont auch, dass man Aktien längerfristig halten sollte – drei bis zehn Jahre. Man sollte also zu seiner Aktie auch in Zeiten wie diesen stehen, solange es den Grund, warum man das Unternehmen besitzt noch gibt. Ein Satz, der mir von ihm auch gut gefällt ist: „Die Anleger haben weitaus mehr Geld verloren, während sie sich auf Korrekturen vorbereiteten oder versuchten, Korrekturen vorherzusehen, als bei den Korrekturen selbst.“ Peter Lynch hat auch sehr tröstende Worte für unsereins. Man muss nicht immer richtig liegen: „In diesem Geschäft liegt man, wenn man gut ist, sechs von zehn Mal richtig.“ Und das reiche auch. Alles, was man für erfolgreiches Investieren brauche, seien ein paar große Gewinner, deren Gewinne die Verluste der Aktien, die nicht funktionieren, deutlich übersteigen. Logisch. Was man von Peter Lynch aber vor allem lernen kann: Er stieg am Höhepunkt seiner Karriere aus dem Fondsgeschäft aus, ließ investieren investieren sein und nutzte sein Vermögen, um das Leben zu genießen. Nun ja, an diesem Punkt sind wahrscheinlich noch die Wenigsten von uns angelangt, deshalb noch zwei Bücher von Peter Lynch für den Strand: „One Up on Wallstreet“ („Der Börse ein Schritt voraus“) und „Beeting the Street“ ( „Aktien für alle“) . Ganz kann es außerdem auch Peter Lynch nicht lassen: Laut Börsenaufsicht SEC hat er sich zuletzt mit mehr als fünf Prozent bei dem kleinen Wert Imac Holdings eingekauft. Das Unternehmen aus Tennessee betreibt 15 ambulante medizinische Versorgungszentren.
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3 Minuten
Eine Hörerin der Börsenminute stellt mir die Frage: Soll ich als Pensionistin eine Lebensversicherung abschließen? Was gibt es für die ältere Frauen? Liebe Frau Leiner, dazu muss ich an dieser Stelle wieder betonen, dass meine Podcasts keine persönliche Anlageberatung ersetzen können und dürfen. Da ist dies auch nur meine persönliche Meinung, nicht abgestimmt auf Ihre persönlichen Lebens- und finanziellen Umstände. Also, egal ob für Mann oder Frau, alt oder jung: ich persönlich bin keine Freundin von Lebensversicherungen. Mir fehlt die Kostentransparenz, mich stört die lange Bindungsdauer und der bescheidene Rückkaufwert bei vorzeitiger Auflösung. Auch kann mi die klassische Variante mit Garantiesatz keinen realen Vermögenserhalt mehr gewährleisten. Nach 2016 abgeschlossene Verträge sind in Österreich auch nicht mehr steuerlich absetzbar. Da finde ich es persönlich grundsätzlich besser, eine Risikoversicherung abzuschließen, um Nahestehende im Todesfall oder auch um einen Kredit abzusichern. Das übrige Geld würde ich besser in ETFs und Fonds meiner Wahl veranlagen, die auf den Rest meines Anlageuniversums abgestimmt sind, damit es so keine ungewollten Überschneidungen oder Klumpenrisiken gibt. Wer sich dennoch mit einer Versicherungslösung wohler fühlt und tatsächlich sehr lange veranlagen möchte, dem würde ich zumindest ein Mittelding, eine fondsgebundene Lebensversicherung empfehlen, die natürlich keinen garantierten Zins bietet, dafür die Chance, die Inflation zu schlagen und so sein Vermögen zu bewahren. Sie veranlagt einen Großteil des Vermögens auch in Fonds und ETFs. Versicherungen bieten de facto auch genau das an. Ich vergleiche fondsgebundene Lebensversicherungen immer mit Pauschalreisen, wo ich nur noch vorgeben muss wohin die Reise geht – wie viel ich zu Gunsten höherer Erträge riskieren möchte. Wähle ich etwa die konservative, ausgewogene oder dynamische Variante, macht den Rest Dein Berater beziehungsweise das standardisierte Versicherungsprodukt. Eine ähnlich bequeme Lösung bieten aber auch die Banken und Broker ganz ohne Versicherungsmantel an, der natürlich auch nicht umsonst ist.
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2 Minuten
Als Langfristinvestor kann man von den Daytradern sehr viel lernen. Etwa wo man die Stopp-Loss setzt, also Preisgrenzen, zu denen man automatisch verkauft, wenn die Kurse fallen, um seine Verluste zu limitieren. Regel Nummer Eins: Solche Stopp Loss-Marken sollten besser nicht bei glatten Summen gesetzte werden da hier viele ihre Stopps setzen und damit viel in Bewegung kommt, nicht unbedingt in eine für Dich positive Richtung. Statt den Stopp beispielsweise bei 40 Euro zu setzen, setzt man ihn etwas darüber. In volatilen Börsenzeiten sollte man die Stopps auch etwas weiter vom aktuellen Kurs platzieren um bei den starken Schwankungen nicht so schnell ausgestoppt zu werden. Auch sollte man seinen Stopp nachziehen, zum Beispiel auf jenen Kurs, wo man gerade noch Gewinne macht. Einen Stopp-Loss und den wohl überlegten Abstand zum Marktpreis zu ändern ist auch keine gute Idee. Das verleitet dazu emotional aus Gier oder Furcht, nicht rational zu handeln. Trailling-Stopps, die automatisch den Stopp nachziehen halte ich nur in Zeiten sinnvoll, in denen die Börsen im starken Aufwärtstrend sind.
Für das Setzen von Stopp-Loss macht es auch Sinn sich den Chart der Aktien anzuschauen, vor allem aber die Unterstützungslinien in Abwärtsphasen beziehungsweise an den Widerstandslinien im Aufwärtstrend. Vor allem solltest Du noch vor dem Kauf einer Aktie, den Stopp-Kurs für die jeweilige Aktie definieren. Viel Erfolg!
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Für das Setzen von Stopp-Loss macht es auch Sinn sich den Chart der Aktien anzuschauen, vor allem aber die Unterstützungslinien in Abwärtsphasen beziehungsweise an den Widerstandslinien im Aufwärtstrend. Vor allem solltest Du noch vor dem Kauf einer Aktie, den Stopp-Kurs für die jeweilige Aktie definieren. Viel Erfolg!
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