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670 Episoden
3 Minuten
Warum man mit US-Aktien nicht noch mehr und mit Gold gar nicht verloren hat, haben Anleger aus dem Euro-Raum dem Anstieg des Dollars gegenüber dem Euro zu verdanken. Seit Jahresbeginn hat etwa eine Unze Gold in Dollar um 3,43 Prozent verloren. In Euro hingegen ist der Goldpreis um 7,37 Prozent gestiegen. 


Der österreichische Währungsexperte Gerhard Massenbauer meint, dass der Dollar 30 Prozent überbewertet sei. Das heißt nicht, dass man jetzt sofort alle Aktien von Unternehmen, die vorwiegend in Dollar ihre Geschäfte machen verkaufen sollte. Aber sollte der Dollar wieder in den Abwärtskanal kommen, etwa weil sich ein Ende des Ukraine-Kriegs abzeichnet, kann es  auch für Privatanleger Sinn machen, sich gegen einen fallenden Dollar abzusichern, so Massenbauer. Dafür würden sich Optionen oder Mini-Futures eignen.  Mini-Futures sind mit Fremdkapital gehebelte Zertifikate ohne Ablaufdatum. Derzeit zahlt man für einen Mini-Future mit einem Hebel von vier, dass gegen einen fallenden Dollar schützt rund 12,5 Prozent der abgesicherten Summe pro Jahr. Also, Vorsicht! Das zahlt sich nur sehr kurzfristig aus, wenn es wirklich stark abwärts geht. Langfristig ist so etwas viel zu teuer. 


Sollte der Dollar auf 0,96 für einen Euro und tiefer fallen, dann könnte sich eine solche Hedging-Strategie lohnen, meint der Expert. Ich persönlich meine, dass man eine solche Hedging-Strategie nicht selbstständig fahren sollte, außer man nimmt sich viel Zeit, den Devisenmarkt ständig zu beobachten und kennt sich mit solchen Absicherungsderivaten auch wirklich aus. Mehr zum Dollar und zu Währungsrisiken bei der Geldanlage in der neuen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN ab Sonntag. Zu Gast ist Gerald Massenbauer. Ich hoffe wir hören wir uns. 


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.


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Foto: Unsplash/Avinash Kumar


4 Minuten
Wenn die Kurse nichts hergeben, dann sind Ausschüttungen eine tolle Story. So fühlt man sich als aufmerksamer Leser von Newslettern derzeit ein wenig zu stark marketingtechnisch in die Richtung Dividendenaktien gepusht. Nicht falsch verstehen. Ich schätze an den Dividenden-Aristokraten, also an alle jenen, die Jahrezehnte lang Dividenden bezahlen können und das jedes Jahr etwas mehr, dass sie das in der Regel deshalb können, weil sie über ein gutes Geschäftsmodell und eine gesunde Bilanz verfügen. Doch manchmal muss man sich schon fragen ob das erwirtschaftete Geld nicht besser ins Unternehmen und dessen Wachstum investiert wäre, als es an die Aktionäre auszuschütten. Laut Schoellerbank-Analyse ist es jedenfalls so, dass dividendenstarke Aktien in den letzten 88 Jahren um 1,5 Prozent besser performt als der Markt. Von November 1926 bis 2021 machte der Anteil des Dividendeneinkommens etwa bei den Aktien im US-Leitindex S&P 500 rund 39 Prozent der Gesamtrenditen des S&P 500 Index aus. Und im 2. Quartal 2022 liefernden laut Janus Henderson Investors die Unternehmen Rekorddividenden von 544,8 Milliarden USD, ein Plus von 11,3 Prozent.  Das wird natürlich im nächsten Jahr nicht mehr ganz so üppig ausfallen, weil vor allem Ölkonzerne gute Dividenden liefern die 2023 wohl nicht mehr so stark sprudeln. Die weltweit zehn größten Dividendenzahler sind übrigens 1. der brasilianische Ölmulti Petrobas 2. Nestlé 3. Rio Tinto 4. China Mobile 5. Mercedes Benz 6. BNP Paribas 7. Der kolumbianische Energiekonzern Ecopetrol 8. Allianz 9. Spannend, schon ein IT-Wert mit Microsoft 10. Sanofi. Es sind also im Wesentlichen Öl-Multis, Autobauer, Banken, Versicherungen und Pharmakonzerne, die ihre Aktionäre gerne bedenken. Das US-Unternehmen hier vergleichsweise unterrepräsentiert sind hat steuerliche Gründe. Für sie sind die Alternativ-Geschenke an die Anleger, Aktienrückkäufe steuerlich günstiger.  Für den Investor übrigens auch. Was man bei Dividenden von ausländischen Aktien nicht vergessen darf ist, dass hier die Steuer massiv zuschlägt, weil zur heimischen KeST auch noch die ausländische dazu kommt, die von der heimischen Finanz nicht vollends  angerechnet wird. Theoretisch kann man sich die zu viel bezahlte KeSt beim ausländischen Finanzamt zurückfordern, doch wer tut sich den Aufwand schon an. Übrigens klar, dass kein kleiner Österreichwert bei den weltweit absolut größten Ausschüttungskandidaten dabei ist, aber relativ zum Kurs gesehen sind die Österreicher fleißige Dividendenzahler. Die österreichische Post AG  bietet – nicht zuletzt weil sie seit Jahresbeginn schon knapp 18 Prozent verloren hat  - eine Dividendenrendite von sechs Prozent.    


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.


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Photo: Unsplash/Brooke Cagle
4 Minuten
Ich liebe das Chaos, nur leider bin ich kein Genie, das es beherrscht. Deshalb zwinge ich mich regelmäßig über mein Vermögen Bilanz zu ziehen. Ziel für den Vermögenserhalt ist dabei immer, dass über einen bestimmten Zeitraum – da ist heuer das Kalenderjahr 2022 sicherlich zu kurz gefasst – die erzielten Nettoerträge, also nach Kosten und Steuern über der Inflationsrate liegen. Diese Chance bietet mir mit Sicherheit nicht das Sparbuch. Laut Analyse der UnicreditBank Austria haben alleine die Österreicher 2021 auf ihren Sparbüchern acht Milliarden Euro Vermögen durch die Teuerung eingebüßt. Für 2024 rechnet man mit 24 Milliarden Euro Kaufkraftverlust nur bei den Privathaushalten in Österreich. Es ist schon gut Cash für alle Fälle zu haben, aber mehr als sechs bis zwölf Monatsgehälter sollten es nicht sein, meinen zumindest die Experten der Schoellerbank. Das hängt natürlich vom individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Ich tendiere da schon eher zu zwölf Monaten, was bei mir aber je nach Kapitalmarktlage auch mehr oder weniger sein kann. Momentan halte ich noch ein paar Schäfchen mehr im Trockenen und beobachte dafür die Aktienmärkte intensiver als zuvor. Schreibt mir doch bitte Eure Meinung an julia@kistner.at wie ihr die Kapitalmarktchancen aktuell einschätzt. Es zahlt sich jedenfalls aus, sich jetzt ie Zeit für die persönliche Finanzplanung zu nehmen, bevor man planlos losinvestiert, weil Aktien gerade so günstig sin. Da steht dann rechts auf der Passivseite die Darlehen und anderen Verbindlichkeiten, links die Geldwerte, das Wertpapiervermögen, Immobilien, Beteiligungen, Versicherungen, Edelmetalle und sonstige Vermögen, mit denen man die Verbindlichkeiten auf der rechten Bilanzseite hoffentlich langfristig bedienen kann. Bei der Vorsorge sollte man seine Wohn- und anderen größeren Kredite zeitlich jedenfalls so ausrichten, dass sie bis zur Pension ausbezahlt sind. Sprich: Man sollte gerade in so turbulenten Zeiten wie diesen nicht nur im Auge behalten, wie es in mit der eigenen Liquidität momentan ausschaut, sondern wie das verfügbare Vermögen aus jetziger Sicht auch zum Pensionsantritt sein dürfte oder zu den anderen Zeitpunkten größeren Vermögensentnahmen: der Familiengründung, geplanter Auto- oder Immobilienkäufe oder auch wenn Geld für das Studiums der Kinder benötigt wird. Solche Fixpunkte im persönlichen Entnahmeplan kann man leichter mit Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten als mit Aktien managen. Man denke nur daran, man müsste jetzt einen Tech-Fonds auflösen, weil man Geld braucht.  Für mich standen in der Nullzinsphase Anleihen aber nicht zur Diskussion, doch langsam wendet sich mit steigenden Zinsen wieder das Blatt. Sie werden fürs Financial Planning wieder interessant, wobei für mich die langfristige Anlageklasse Nummer Eins die Aktien bleibt. Ich bin eben lieber Eigentümer mit allen Risken und vor allem Chancen als Geldgeber ... 


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 Foto: Unsplash/michelle_dot_com
4 Minuten
Den älteren Hörerinnen unter Euch wird Jim Rogers ein Begriff sein. Den jüngeren so viel zum weltberühmten Investor, mit dem ich mich einmal im Jahr, es war am Dienstag, austauschen darf: Jim gründete in den 70er Jahren mit George Soros den Quantum Hedgefund, wurde sehr reich, ließ in jungen Jahren die Wallstreet hinter sich und umrandete mit einem Motorrad und später auch mit seiner Frau die Welt, suchte das Abenteuer, den Spaß und Investmentmöglichkeiten. Dabei stieß er auch auf Österreich und küsste 1985 die Wiener Börse mit seinen Empfehlungen im renommierten Börse-Magazin Barrons wach. Märkte, die er jetzt wachküssen möchte sind Kambotscha und Usbekistan. In der ehemaligen Sowjetrepublik hat er sich jetzt eingekauft mit Aktien, erzählt er mir am Dienstag im Zoom-Cal. Dort gibt es Bodenschätze, sie stehen abseits der geopolitischen Konflikte und es gibt viel Potenzial für Tourismus. Das ist aber natürlich noch nicht die Lessons learned von Jim Rogers, die ich Euch geben wollte. Schließlich fehlen wahrscheinlich auch Euch die vielen Millionen, um so viel Risiko in Nischenmärkten eingehen zu können. Was ich schon gelernt habe aus dem Gespräch: Wir sind wahrscheinlich bei den Zinsen noch lange ich am Ende der Fahnenstange. Er erzählt mir, dass man in den 70er-Jahren, wo die Inflation nicht einmal ganz so hoch war wie heute, am Schluss sogar für zehnjährige US-Staatsanleihen 21 Prozent Zinsen erhalten hat. Da ist also noch viel Luft nach oben, es ist vielleicht wirklich noch nicht so gut jetzt schon bei Anleihen zuzuschlagen , um Zinsen von vielleicht vier, fünf Prozent einzulocken. Wobei ich persönlich nicht glaube, dass wir solche Zinsniveaus wie in den 70ern wieder sehen werden. Zum einen, weil der aktuelle US-Notenbank-Chef Jeron Powell nicht der damalige Paul Volcker ist, so sehr er ihn in der Redeweisen zu immitieren versucht. Zum anderen, und das spricht wirklich dagegen, waren damals die großen Volkswirtschaften nicht so hoch verschuldet wie heute. Man stelle sich vor, die USA oder auch Italien müssten zweistellige Zinsen für ihre Schuldenberge berappen. Geht nicht. Also, lessons learned from Jim Rogers:  Anleihen sind in einer Bubble,  sind noch zu teuer, weil die Zinsen nocht stark steigen werden. Lessons Learnd from Julia: Die Zinsen steigen sicherlich noch, soll heißen die Kurse von Anleihen fallen noch, aber so schlimm wie in den 70er Jahren wird´s bestimmt nicht und man kann sich schon mal bei Bonds auf die Lauer legen. Das ganze Interview mit Jim Rogers erscheint Ende November im Magazin PROFIL


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#Börse #JimRogers #Usbekistan #Anleihe #Aktien #Zinsen #Riskio #Schulden #Konjunktur # #podcast #boersenminute #Kapitalmarkt #investieren #Geldmeisterin #USA #Europa #Geschäftsmodell #Verbindlichkeiten #Kapital


Foto:JK
3 Minuten
Halloween ist vorbei, die Zombie-Unternehmen feiern fröhliche Urständ, so das Ergebnise der jüngsten Studie des internationalen Beratungsunternehmens Kerney, das sich 70.000 börsennotierte Unternehmen in 154 Branchen aus 152 Länder angeschaut hat. Demnach hat sich die Zahl der „Zombie-Unternehmen“ weltweit um zehn Prozent auf knapp 2000 erhöht. Gemeint sind jene Unternehmen die drei Jahre in Folge nicht mit ihren operativen Ergebnissen die laufenden Zinsverbindlichkeiten decken können, sprich über kein funktionierendes Geschäftsmodell verfügen. Der Zugang zu Kapital scheint heute einfacher zu sein, weil es immer mehr von diesen maroden Börsennotierungen gibt. Das ist dann, genau genommen jetzt ein Problem, wenn die Zinsen steigen. Kearny befürchtet, dass damit die Anzahl der Zombies nochmals um 40 Prozent steigen könnte. Gefährdet sei hier vor allem der Mittelstand was tragisch ist, zumal viel Mittelstand nicht börsennotiert ist, es also noch viel mehr böse Überraschungen geben könnte. Kandidaten für untote Unternehmen könnten vor allem hochverschuldete Immo-Unternehmen werden. Und während in Nordamerika der Anteil der Zombies zwischen 2010 und 2021 von 3,5 auf 5,7 Prozent gestiegen ist, hat sich in Europa ihr Prozentsatz noch deutlich stärker von gerade 1,2 auf 5,5 Prozent erhöht. Es dürften etwa 500 Milliarden US-Dollar schlecht in Zombies investiert sein. Also, liebe Hörer:innen der Börsenminute, jetzt heißt es besonders aufpassen bei Investments, die noch nie Geld verdient haben und tiefrote Zahlen schreiben – wo das Geschäftsmodell vielleicht doch nicht so super ist. Schönes Wochenende mit der GELDMEISTERIN am Sonntag, die Erste Group-Chefanalysten Fritz Mostböck zu Gast hat, der ein paar seiner Aktien-Favoriten verrät. Ich hoffe wir hören uns.


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Foto: Unsplash/Zorik_d
3 Minuten
Ich freue mich immer, wenn Börsenminute- Hörer:innen Fragen an mich haben. Dan fühle ich mich nicht so unnütze. Toni möchte wissen, was es mit der Risikoprämie von Aktien auf sich hat. Die Frage ist berechtigt. Bei einer Prämie könnte man ja eher an Gewinn als an Risiko denken. Vielleicht ist Euch eine Riskoprämie bei Anleihen geläufiger. Da ist es jener Zinsaufschlag oder höhere Rendite, den Bondkäufer beispielsweise bei risikobehafteteren Anleihe mehr an Zinsen beziehungsweise Ertrag bekommen, als wenn sie etwa in eine ziemlich sichere deutsche Bundesanleihe oder eine andere de facto  als risikolos geltende Schuldverschreibung investieren. Ja, und das gleiche gilt für Risikoprämien auf Aktien. Hier werden Aktien mit einer sehr sicheren Anleihe verglichen. Denn während die erwarteten erwirtschafteten Unternehmensgewinne unsicher sind, sind die Zinsen von Anleihen bester Bonität stabil.  Die Risikoprämie ist dann der in Prozent angegebene Mehrertrag, den die Aktie gegen über der sehr sicheren Zinsanlage bietet.  Eine beliebter Index zur Berechnung  ist jener des berühmten Yale-Professor Robert Schiller, der die durchschnittlichen, inflationsbereinigten Gewinne der S&P500-Aktien ins Verhältnis zu den Realrenditen von zehnjährigen Staatsanleihen bester Bonität setzt , also die Aktienrendite mit der risikofreien Rendite vergleicht, worunter man in Deutschland die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, in Großbritannien  der entsprechenden gilts, in den USA der Treasuries und in Österreich der zehnjährigen Staatsanleihen versteht . Betrachtet man den Zeitraum 1938 bis jetzt, kommt man etwa in den USA auf eine durchschnittliche Risikoprämie für den S&P 500 von gut 4,8 Prozentpunkten. Derzeit sind wir bei drei Prozent Risikoprämie. Das es immer noch so viel ist liegt daran, dass die am besten gerateten Staatsanleihen sogar nicht allzu lange her sogar negativ verzinst waren.


Die Risikoprämie ist aber natürlich nur eine von vielen Kennzahlen, die darüber entscheiden sollten, ob man in Aktien jetzt schon investiert oder nicht. Es lohnt sich etwa auch die Dividendenrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Unternehmens genauer anzusehen.


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Foto: Unsplash/loic-Leray
4 Minuten
Die Kreditzinsen sind stark gestiegen. Die Immobilienpreise noch nicht wirklich zurückgekommen. In Österreich sind sie laut Österreichischer Nationalbank im zweiten Quartal 2022 die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch um 13 Prozent gestiegen, die Baupreise um 15 Prozent. Stark zurückgekommen sind hingegen Europas Immobilienaktien.  Sie werden häufig unter ihrem „inneren Wert“ gehandelt. Das heißt, der Börsenkurs liegt unter dem Marktpreis der Immobilien in ihrem Besitz abzüglich der Schulden. Investiere ich jetzt also günstiger und besser in Immo-Wertpapiere als in reale Realitäten? Jain. Der Preisverfall der Immo-Aktien hat natürlich auch Gründe. Zum einen muss man genau schauen ob es sich um Immo-Entwickler handelt, die ihre Immo-Projekte noch gar nicht entwickelt haben und unter den hohen Baupreisen und den steigenden Finanzierungskosten besonders ächzen. Ich muss vor allem auf ihre Schuldenstand schauen. Zum anderen reagieren Aktienmärkte nicht so träge wie die Immobilienmärkte und könnten schon einen Preisverfall vorwegnehmen. Dann kommen etwa in Deutschland hohe Kosten für Klimaschutzsanierungen auf Immobilieneigentümer zu, die sie nicht auf die Mieter umwälzen können und die IG-Bau fordert gar Teilverstaatlichungen von den großen Wohnkonzernen Vonovia und LEG Immobilien. Auch Mietpreisdeckel bleiben eine gefährliche Drohung. Die Rezession könnte zu Mietausfällen führen, Nebenkosten nicht bezahlt werden und, und, und. 


Faktum ist andererseits, dass etwa die Aktie der Wohnbaugesellschaft Vonovia seit Jahresbeginn 44 Prozent verloren hat und am Dienstag von der Ratingagentur Moody´s von A3 auf Baa1 zurückgestuft wurde, eben wegen den hohen Finanzierungskosten. Analysten sehen den DAX-Wert, der bei 23 Euro notiert, trotz allem bei einem Kursziel von 34 Euro- Vonovia steht bei UBS oder Goldman Sachs auf „Buy“.  Auch der MDAX-Wert LEG Immobilien hat seit Jahresbeginn knapp 44 Prozent eingebüßt. Ihr Chart hat aber schon wieder auf grün gedreht: Der LEG Immobilien-Kurs legte in den letzten fünf Tagen 4,39 Prozent zu. Auch diese Aktie wird von den meisten Investmentbanken zum Kauf empfohlen, obwohl die Gewinnprognosen nach unten revidiert wurden. Die steigenden Zinsen fressen die Gewinne auf.  Ich persönlich bin mit meinen LEG Immobilien-Aktien auch im zweistelligen Minus. Ich glaube aber weiterhin an den Immo-Wert und begnüge mich bis zur Kurserholung mit einer stattlichen Dividendenrendite, die für die letzten zwölf Monaten bei 4,07 Euro je Aktie liegt. Das ist beim derzeit niedrigen Kurs der LEG Immobilien eine Dividendenrendite von 5,94 Prozent – sprich Dividende je Aktie dividiert durch den aktuellen Börsenwert mal 100.   Nachkaufen traue ich mich LEG Immobilien angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren für Immo-Aktien dann aber auch nicht. Ihr schon? Hinterlasst mir doch einen Kommentar über Eure Einschätzung von Immo-Aktien oder schreibt mir an julia@geldmeisterin.com. Ich freue mich! Ebenso wie über Abos und positive Bewertungen auf den Podcastplattformen.


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Foto: Vonovia


3 Minuten
Sind Anleihen mit guter Bonität wirklich sicher? Vielleicht ausfallssicher, aber keine sichere Renditenlieferanten. Wer etwa in die hundertjährige österreichische Staatsanleihe mit Jahresbeginn investiert hat, der hat aufgrund des Kursverlustes des Staatspapiers sein darin veranlagtes Vermögen halbiert und das lässt sich auch nicht wieder so leicht aufholen. Denn bis zum Ende der Laufzeit wird man die Hundertjährige wohl kaum halten können. Jetzt könnt ihr Euch fragen, wer so dumm sein kann, in eine hundertjährige österreichische Staatsanleihe zu investieren, wo man bei der aktuellen Staatsführung das Gefühlt nicht los wird, dass sie dieses schöne Land schon viel früher zugrunde richten wollen.  Nun ja, vielleicht seid ihr selbst in diesen Superlangläufer investiert ohne es zu wissen, womöglich über Eure Versicherungs- oder Pensionskassenprodukte. Zugegeben, so einen kapitalen Absturz wie 2022 hat man bei Anleihen seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt. Deshalb sehen auch viele jetzt einen günstigen Einstieg bei Staats- und Unternehmensanleihen, die bereits vier Prozent und mehr Zinsen abwerfen. Meine ganz persönliche Meinung ist  -  das ist weder eine Anleihen- noch Anlageempfehlung, dass man besser noch die nächste bevorstehenden Zinserhöhung der FED abwartet und sich dann am Anleihenmarkt umzuschaut. Dann locke ich mir hohen Zinsen ein und gehe von der Erwartung aus, dass die Zinsen kurz- bis mittelfristig wegen der schlechten Wirtschaftslage wieder etwas zurückkommen und ich bei meinen noch besser verzinsten Anleihen zu den Zins- auch noch Kursgewinne realisieren kann. Passende Anleihen sind etwas aufwendiger zu finden als attraktive Aktien. Wer deshalb jetzt an einen Anleihenfonds denkt, sollte sich den erst recht genau anschauen. Womöglich hat er noch zu viele er von den schlecht verzinsten Verlustbringern dieses Jahres in seinem Portfolio. Vorsicht auch bei Anleihen wie jener von der Signa Development Finance von René Benko, die bei einer Laufzeit von nicht einmal mehr vier Jahren eine Verzinsung von 5,5 Prozent verspricht und zu 55 Prozent seines Ausgabekurses zu haben ist. Da st was faul im Staate Österreich. Mehr über Anleihen und den richtigen Einstiegszeitpunkt am Sonntag in der neuen Podcast-Folge der GELDMEISTERN. Ich hoffe, wir hören uns. Ein erholsames Wochenende wünscht Julia Kistner


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Foto: Unsplash/pierre bamin
5 Minuten
Liebe Börsenminute-Hörer:innen in Deutschland, der Schweiz und USA. Vielleicht ist Euch ja aufgefallen, dass es am 26.10. keine Börsenminute gab. Das hängt damit zusammen, dass wir in der Alpenrepublik unseren Nationalfeiertag hochleben ließen. Deshalb fand auch an der Wiener Börse kein Handel statt. Die Sperrstunde in Wien hat natürlich keine börsenweltbewegenden Auswirkungen, sehr wohl aber, wenn das wichtigste Parkett der Welt, die US-Börse geschlossen ist, während woanders munter gehandelt wird. Dann tut sich nämlich auch an den Finanzplätzen Europa oder Asien nicht viel. Der nächste Börsenfeiertag in den USA ist Thanksgiving am 24. November. Die Börse Tokio bleibt am Tag der Kultur am 3. November, sowie nochmals am Tag der Arbeit am 23. November geschlossen. Weltweit wird nichts mehr am zweiten Weihnachtsfeiertag, am 26. Dezember gehandelt, danach ist an den Finanzplätzen bis Anfang Jänner generell wenig los. Die Fondsmanager haben auch ihre Bücher schon geschlossen. Wer noch Fonds dieses Jahre kaufen oder verkaufen möchte, tut also gut daran, die Order vor den Weihnachtsfeiertagen aufzugeben, damit sie auch ausgeführt wird. 


Was mache ich aber, wenn die Börse zwar offen hat, aber die Aktie, in die man investiert ist dort vom Kurszettel verschwindet? Das passiert etwa mit dem genialen deutschen Industriegas-Produzenten Linde. Der ist 2018 mit dem US-Konzern Praixair zu einem der 70 wertvollsten Unternehmen der Welt fusioniert. Seither notiert Linde mit Konzernsitz in Dublin sowohl an der Börse New York als auch Frankfurt. Jetzt will der Chemiekonzern mit deutschen Wurzeln den DAX verlassen, weil die Doppellistung nur Geld koste und angeblich auch der Bewertung nicht gut tut.  Die Bewertung von Chemieaktien sei in den USA je nach Börsenzyklus generell zehn bis 20 Prozent höher. Auch hätte die Linde-Aktie die Gasknappheit in Europa weniger belastet, wenn man ausschließlich in den USA notiert hätte. Vor allem aber macht Linde vom S&P 500 nicht einmal ein Prozent aus. Im DAX ist die Gewichtung mit zehn Prozent begrenzt, womit sie 2021 in 60 Prozent der Handelstage darüber war und somit künstlicher Verkaufsdruck entstand. Und was ändert sich jetzt für den deutschen Linde-Aktionär?  Vorerst wenig. Ein genauer DAX-Delisting-Zeitpunkt wurde ja noch gar nicht genannt. Wenn man sich dann aus Frankfurt zurückzieht erhalten Linde-Aktionäre  für ihre Frankfurter Papiere Anteilsscheine an einer neuen Dachgesellschaft in Irland, wo Linde jetzt schon ihren offiziellen Firmensitz hat. Auch beim deutschen Listing bekommt man übrigens jetzt schon die Dividende in Dollar ausbezahlt. Und wenn die Konzentration auf einen Börsenstandort der Bewertung gut tun soll, dann profitieren davon ja auch die Altanleger. Was für die New Yorker Börse spricht ist, dass die meisten Linde-Aktionäre ohnedies in Übersee beheimatet sind und es bei uns nach wie vor zu wenig kursunterstützende Aktienkultur gibt. Genau deshalb betreibe ich den Podcast  GELDMEISTERIN und hoffe, dass die GELDMEISTERIN zu einer  Bewegung mit begeisterten Aktionärinnen wird. Vielen Dank für die Unterstützung mit einem Gratis-Abo auf Podcast-plattformen oder YouTube sagt Julia Kistner…


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#Börsenfeiertage #USA #Wien #Nationalfeiertag #Delisting #DAX #S&P500 #Praixair #Asien #Europ


Foto: Unsplash/tim mossholder


3 Minuten
Mich hat Dietrich Mateschitzs Unternehmergeist immer beeindruckt, ebenso wie sein Geschick, ständig in den Medien zu sein - und nicht nur in seinen eigenen, ohne selbst Interviews geben, geschweige denn inserieren zu müssen. Zugegeben, auch ich habe nie ein Interview von Dietrich Mateschitz bekommen. So sehr ich mich darum bemüht habe.  Denn lernen kann man vom Pionier in Sachen Energy Drinks auch als Anleger jede Menge. Zum einen, man braucht beim Investieren einen globalen Blick über den Tellerand. Nicht nur in Europa gibt es innovative Menschen und Unternehmen, sondern wie in seinem Beispiel auch in Thailand. Der Thailänder – ich hoffe ich sprech ihn richtig aus - Charlem Yoovidhya hat den Energy Drink „Kraeting Daeng“ , auf englisch Red Bull erfunden, an dem Mateschitz die Lizenzrechte erwarb. Die Familie des bereits verstorbenen Erfinders besitzt alles in allem 51 Prozent an Red Bull, Zweitens: Man muss das Rad nicht neu erfinden, sondern vielleicht nur neu anstreichen:  Hier haben die kleinen Dosen, die Gastroschiene und vor allem die Werbung von Dietrich Matteschitz kapital gewirkt.


Drittens: Man muss an seine Investmentstory glauben, auch wenn der Erfolg nicht für jedermann gleich ersichtlich ist und das Produkt auch nicht den Geschmack von allen trifft. Viertens: Unternehmen haben meist dann Erfolg, wenn sie einen Großteil ihrer Gewinne wieder ins Unternehmen investieren – bei Redbull fließen die Gewinne primär in Werbung. Das hat auch immer schon bei Coca Cola so funktioniert. Deshalb muss man auch bei dividendenstarken Titel besonders darauf achten, dass die regelmäßigen Auszahlungen an die Aktionäre nicht allzu sehr an der Substanz des Unternehmens nagen und auch noch genügend Gewinne in neue Innovationen gesteckt werden. Fünftens und mit am wichtigsten: Man muss einen langen Atem beweisen. Auch hohe Gewinne bei Aktien kann man sich nicht von heute auf Morgen erwarten. Und sechstens: Diversifikation hat auch Mateschitz großgeschrieben und damit meine ich nicht die inzwischen vielzähligen Geschmacksvarianten seiner Energie-Brause. Mateschitz Erben übernehmen von ihm nicht nur Red Bull-Getränke, sondern auch unzählige Immobilien, einen Fußballverein, ein Medienhaus, Gastronomiebetriebe. Und das verflixte siebte Argument, warum man Dietrich Mateschitz Respekt zollen muss: Er hatte nicht immer gleich den return on investment vor Augen, sicherlich nicht bei seinen sportlichen Engagements. Schade nur, dass Red Bull nicht an der Börse notiert, noch nicht.


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Foto: Unsplash /douglas bagg
3 Minuten
Tech-Aktien haben weltweit bis dato heuer am schlechtesten performt. Per Ende September ist der BVP Nasdaq Emerging Cloud-Index, der StartUps im Bereich Cloud trackt, um 51 Prozent im Vergleich zum  Jahresbeginn gefallen, der NASDAQ immerhin auch um 34 Prozent. Zum Vergleich: der US-Leitindex S&P500 ist Year-to-Date  „nur“ um 25 Prozent gefallen. Die Analysten der Fondsgesellschaft Pictet beruhigen: Eine massive Pleitewelle wie nach der Tech-Bubble Anfang der 2000er-Jahre ist nicht zu erwarten. Die Techfirmen heute sind größtenteils besser kapitalisiert, erwirtschaften mehr und die Gründer seien besseren Kalibers, die Innovationsgeschwindigkeit habe sich stark erhöht. Auch würden die Unternehmen konstant viel für Informationstechnologie ausgeben. Der IT-Consulter Gartner erwartet, dass die Ausgaben der Unternehmen für Software im kommenden Jahr noch um 100 auf 900 Milliarden US-Dollar wachsen. Und auch die E-Commerce-Ausgaben dürften heuer noch auf 5,55 Billionen US-Dollar steigen. Das entspricht einem Fünftel des Welthandels. Amazon liefert übrigens alle zwei Stunden eine Millionen Packerl aus.


Zeit also, bei den niedrigen Einstiegskursen in Tech zu investieren? Pictet sagt durchaus, wobei man gerade bei Tech-Aktien mehr als bisher auf nachhaltige Geschäftsmodelle und Profitabilität achten müsse. Pictet setzt vor allem auf diese fünf Tech-Bereiche: Enterprise Software, Fintech, Cyber-Sicherheit, Internet für Haushalte und Industrie 4:0, sprich Digitalisierung und Automation von Produktionsprozessen. Ich persönlich freue wieder über Zuwächse beim Chiphersteller ASML, der nicht nur bessere Zahlen als vom Management und den Analysten ablieferte, sondern auch volle Auftragsbücher verbucht. Der niederländische Chiphersteller hat am seit Jahresbeginn über 35 Prozent an wert verloren. Konnte jüngst aber an einem Tag nach der Veröffentlichung seiner Bilanzzahlen um fünf Prozent zulegen. Gut Ding braucht gerade bei Technologieaktien Weile, und die Anleger gute Nerven.


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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.


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Foto: Unsplash/adi_Goldstein


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Natürlich verlocken die steigenden Zinsen jetzt sein Vermögen wieder von Aktien auf das Sparbuch umzuschichten. Doch Vorsicht: Zum einen würde man aktuell meist zu ungünstigen Kursen verkaufen. Zum anderen sind ja die Realzinsen für die Kaufkraft und den Werterhalt ausschlaggebend. Also die Zinsen abzüglich der Inflation und die sind noch immer negativ und werden es laut Experten auch in den nächsten Jahren am Sparbuch bleiben.


Mit Anleihen kann man da schon eher die Teuerung kompensieren, wenn auch noch nicht in diesem Jahr und – so meine persönlich Meinung, keine Anlageempfehlung – auch noch nicht im nächsten halben Jahr. Davon hat mich auch mein jüngstes Gespräch mit RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek überzeugt, der ähnlich denkt: „In den USA sind zehnjährige Staatsanleihen derzeit mit vier Prozent verzinst. Für deutsche Bundesanleihen gibt es 2,3 Prozent, für italienische Staatsanleihen 4,7 Prozent Zinsen.“ Und wer sich etwas mehr Wechselkursrisiko zutraut: Ungarn und Rumänien verzinsen ihre Papiere zweistellig, Polen mit acht Prozent, Tschechien mit sechs Prozent, was aber immer noch weniger als die derzeit zweistelligen Inflationsraten ist. Doch die Sache, dass man nicht vergessen sollte, dass sich die Rendite einer Schuldverschreibung ja nicht nur aus der Verzinsung, sondern sich auch aus dem Kurs der Anleihe ergibt und der sinkt bekanntlich, wenn die Zinsen weiter steigen und neu auf dem Markt kommende Bonds einfach noch mehr bieten. Und die Zinsen werden noch steigen, bevor den Anleihen dann vielleicht im späten Frühjahr nächsten Jahres die Sonne scheint ...


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#Aktien #Anleihen #Zinsen #Schuldverschreibung #USA #Europa #Ungarn #Rumänien #Polen #Tschechien #Bonds #Sparbuch #podcast #investieren #börsenminute


Foto: Unsplash/Pawel Czerwinski
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Liebe Stammhörer:innnen: Gestern habe ich ausversehen das alte MP3-File hochgeladen. In dieser Folge nun der richtige File zur Bank of America.


Wie ich schon in der letzten Börsenminute erwähnt habe sind die Gewinnrevisionen der Unternehmen im US-Leitindex S&P 500 mit 6,8 Prozent deutlich stärker ausgefallen als die durchschnittlichen Rücksetzer der letzten zehn Jahre. Doch es gibt vereinzelt immer ncoh Besserverdiener. Zu denen zählt auch die Bank of America. Die zweitgrößte Bank der USA, an der auch Warren Buffett´s Unternehmensbeteiligung Berkshire Hathaway ein gutes Stück hält, kann ihre Gewinnerwartungen sogar noch toppen. Mit ihren Debit- und Kreditkarten  haben die Amerikaner um neun Prozent oder 18 Milliarden US-Dollar mehr Geld ausgegeben als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Nicht nur das, die Sparguthaben der privaten Haushalte sind um 68 Milliarden US-Dollar gestiegen und konnten so einen Teil der sieben prozentigen Rückgänge im Unternehmensgeschäft kompensieren. Auch hat die Bank of America durch die gestiegenen Zinsen deutlich bersser im klassischen Bankbusiness verdient. Die Nettozinsmarge ist von 1,68 Prozent auf 2,06 Prozent gestiegen.  Was lernen wir von der Bank of America 1.) Banken verdienen momentan im klassischen Bankengeschäft wieder ganz gut 2.) Investmentbanken beutelt es aktuell ebenso wie die Privatanleger. So sind auch bei der Bank of America die Umsätze mit Investment Banking im dritten Quartal um 46 Prozent eingebrochen 3.) Banken müssen die Reserven für faule Kredite aufstocken. Dafür hat die Bank of America schon einmal 378 Millionen US-Dollar zur Seite gelegt und 4.) in schwierigen Zeiten trennt sich wieder die Spreu vom Weizen und man muss mehr die Einzelinvestments selektieren oder sich hier mehr Beratung holen. Besser noch – das mache ich auch persönlich: man muss noch  breiter als bisher streuen. Ich setzte aktuell lieber auf breit gestreute globale Aktienfonds als zu glauben, ich bin schlauer als der Markt...


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Wie ich schon in der letzten Börsenminute erwähnt habe sind die Gewinnrevisionen der Unternehmen im US-Leitindex S&P 500 mit 6,8 Prozent deutlich stärker ausgefallen als die durchschnittlichen Rücksetzer der letzten zehn Jahre. Doch es gibt vereinzelt immer ncoh Besserverdiener. Zu denen zählt auch die Bank of America. Die zweitgrößte Bank der USA, an der auch Warren Buffett´s Unternehmensbeteiligung Berkshire Hathaway ein gutes Stück hält, kann ihre Gewinnerwartungen sogar noch toppen. Mit ihren Debit- und Kreditkarten  haben die Amerikaner um neun Prozent oder 18 Milliarden US-Dollar mehr Geld ausgegeben als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Nicht nur das, die Sparguthaben der privaten Haushalte sind um 68 Milliarden US-Dollar gestiegen und konnten so einen Teil der sieben prozentigen Rückgänge im Unternehmensgeschäft kompensieren. Auch hat die Bank of America durch die gestiegenen Zinsen deutlich bersser im klassischen Bankbusiness verdient. Die Nettozinsmarge ist von 1,68 Prozent auf 2,06 Prozent gestiegen.  Was lernen wir von der Bank of America 1.) Banken verdienen momentan im klassischen Bankengeschäft wieder ganz gut 2.) Investmentbanken beutelt es aktuell ebenso wie die Privatanleger. So sind auch bei der Bank of America die Umsätze mit Investment Banking im dritten Quartal um 46 Prozent eingebrochen 3.) Banken müssen die Reserven für faule Kredite aufstocken. Dafür hat die Bank of America schon einmal 378 Millionen US-Dollar zur Seite gelegt und 4.) in schwierigen Zeiten trennt sich wieder die Spreu vom Weizen und man muss mehr die Einzelinvestments selektieren oder sich hier mehr Beratung holen. Besser noch – das mache ich auch persönlich: man muss noch  breiter als bisher streuen. Ich setzte aktuell lieber auf breit gestreute globale Aktienfonds als zu glauben, ich bin schlauer als der Markt...


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Die Berichtssaison hat eigentlich gut begonnen: PepsiCo und einige mehr haben für das dritte Quartal doch bessere Zahlen berichtet als erwartet. Trotz allem kommt die geplante Großfusionen im amerikanischen Einzelhandel nicht von ungefähr: Der zweitgrößte US-Einzelhändler nach Walmart, die Supermarktkette Kroger, beabsichtigt die Nummer vier im Markt, Albertsons um 24,6 Milliarden Dollar zu übernehmen. Dies wäre der größte Zusammenschluss in der US-Einzelhandelsgeschichte. Und weitere Konzentrationen könnten aufgrund der generellen Margen-Erosion dringend notwendig werden. Das Magazin Economist spricht vom Gipfel der Profite bei den großen Flagschiffen. Man habe dies bei den Zahlen den Zustellers Fedex gesehen und auch Royal Dutch Shell rechnet mit geringeren Raffinerie-Margen und schmaleren Spannen in der chemischen Produktion. Auch der Telekom-Gigant Samsung veröffentlicht erstmals in drei Jahren eine Gewinnwarnung. Nike bringen hohe Lagerbestände unter Druck. Die Margen von Ford sind wegen Lieferengpässen bei Zulieferteilen unter Druck. Insgesamt wurden die Gewinnaussichten für das dritten Quartal der Unternehmen im Leitindex S&P 500 um 6,8 Prozent gegenüber Juni nach unten korrigiert. Das ist doppelt so viel wie die durchschnittlichen Gewinn-Revisionen der letzten Dekade. Ein Hinweis, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, eine Rezession bevorsteht. Und nach den Berechnungen von Goldman Sachs fallen während einer Rezession die Gewinne pro Aktie im Schnitt um 13 Prozent.  Was die Margen auch immer stärker belastet sind die höheren Kosten durch die Deglobalisierung, durch steigende Zinsen und Löhne und in Zukunft wohl auch durch zu erwartende höhere Steuern aufgrund leerer Staatskassen. Mit einem Rückgang der operativen Gewinne von 20 Prozent haben laut UBS vor allem der Lebensmittelindustrie und Konsumgüter-Handel zu kämpfen. Umso bemerkenswerter sind die jüngsten Zahlen von PepsiCo. Trotz starkem Dollar stieg der Gewinn des Getränke- und Snack-Produzenten um rund eine halbe auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Mit geringeren Margen haben nach UBS außerdem künftig die Transportunternehmen, Finanzdienstleistungen sowie auch die Automobil- und Autozulieferindustrie zu kämpfen, aber auch die Medizintechnik und medizinischen Dienstleistungen. Das sollte man als Anleger wahrscheinlich im Hinterkopf behalten... 


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Foto: HS