Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
2 Minuten
China scheint nicht nur wegen Covid still zu stehen. Alles wartet auf den 16. Oktober. Jenem Sonntag, an dem der 20. Nationalkongress der kommunistischen Partei tagt. Das war schon vor fünf Jahren 2017 so. Vor dem Parteitag wollte damals niemand investieren. Danach ging die Post ab. Das wäre schön, wenn´s diesmal wieder so wäre. Der Internationale Währungsfonds hat jedoch die Wachstumsprognose für China für 2023 von 4,6 auf 4,4 Prozent gesenkt. Chinesische Tech-Aktien wie Baidu, Tencent und Alibaba hat es daraufhin zerrissen. China hat allerdings noch Spielraum für weitere Zinssenkungen. Fiskalische und geldpolitische Spritzen könnten im vierten Quartal die chinesische Wirtschaft wieder ankurbeln. Genaueres über Chinas Konjunkturpakete erfahren wir eben am Sonntag. Und wird hier das Füllhorn ausgebreitet, dann würde ich die chinesischen Markenartikler verfolgen, die vor allem bei Sportartikeln zunehmend ausländische große Brands in Asien verdrängen. Aber Vorsicht: Wirklich entroniert wird Xi Ping erst im Frühjahr, das könnte die Unsicherheit beziehungsweise die abwartende Haltung in China noch prolongieren. Es besteht außerdem noch die Gefahr, dass Peking es nicht schafft, Chinas Immobilienmarkt gegen die Shortseller zu schützen, die kräftig auf einen Immobiliencrash setzen. Als Anleger würde ich gerade bei chinesischen Einzelinvestments, wenn überhaupt, noch an der Seitenlinie stehen bleiben.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #China #Baidu #Tencent #Alibaba #Immobiliencrash #Parteitag #Kommunistische Partei #Tech #Wachstum #Shortseller #Nationalkongress #Konjunkturpaket #podcast #Asien #Börsenminute
Foto: Unsplash
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #China #Baidu #Tencent #Alibaba #Immobiliencrash #Parteitag #Kommunistische Partei #Tech #Wachstum #Shortseller #Nationalkongress #Konjunkturpaket #podcast #Asien #Börsenminute
Foto: Unsplash
4 Minuten
Geht’s Euch auch so? Nachrichten höre ich nicht mehr gerne spät am Abend an, sonst schlafe ich unruhig. Die Vogel Strauß-Strategie ist beim Anlegen aber natürlich nicht die Richtige, deshalb hier nochmals die jüngsten tristen Zahlen, Daten, Fakten: Weltweit wächst die Wirtschaft im kommenden Jahr nur noch um 2,7 Prozent und somit 0,2 Prozent weniger als ursprünglich vom Internationalen Währungsfonds angenommen. Denn auch der IWF ist draufgekommen, dass die hohe Inflation, der Russland-Angriff und Covid die Weltwirtschaft doch stärker belasten, als angenommen. Dieses bescheidene Wachstum ist obendrein noch sehr ungleich über den Erdball verteilt. Europas Wirtschaft schrumpft 2023 um 0,5 Prozent und auch die Weltkonjunkturlokomotiven China und USA schnaufen deutlich langsamer als erwartet oder wie es der IWF-Volkswirt Pierre-Olivier Gourinchas düster formulierte: „Das Schlimmste kommt noch, und für viele Menschen wird sich 2023 wie eine Rezession anfühlen.“ Was kann man da noch tun? Am besten, sich auf jene Regionen und Unternehmen fokussieren, wo es noch Wachstum gibt, die einigermaßen krisenresistent sind. Das sind etwa Unternehmen, die im letzten Quartal bewiesen haben, dass sie Preise weitergeben können. Und wenn nun einmal in den USA Rezession herrscht, in Europa sowieso, dann fließt das Geld wieder zurück in die Emerging Markets. So war es Anfang der 90er und auch zu Beginn der Finanzkrise 2008. Die Rezession in den USA dauerte acht und respektive 18 Monate. Allerdings war es Anfang der 90er auch die Euphorie über die Globalisierung und Abbau der Handelsbarrieren, die die Finanzbranche in Mexiko, Brasilien oder die Türkei investieren ließ. 2008 war es das große Stimulus-Programm Chinas und die Tatsache, dass die Schwellenstaaten von der Finanzkrise nicht so stark betroffen waren. Bei den aktuellen Deglobalisierungstendenzen und mangels stimulierender Wirtschaftsreformen in den Emerging Markets - von Indonesien und Vietnam vielleicht abgesehen - fehlt der besondere Anreiz, in die Emerging Markets zu investieren. Alle setzen derzeit auf Indien, das noch einiges aufzuholen hat. Das stimmt. Man kann dies auch über Fonds oder ETF einfach tun, nur beruht in Indien das Wachstum vor allem auf den nicht börsennotierten KMUS. Es ist wenig investierbar. Ich denke hier setzt man als langfristiger Anleger mit begrenzten Vermögen trotz allem besser auf einen breiter als auf Indien gestreuten Emerging Market Fonds. Wem auch das zu riskant ist, der kann statt in einen Sparplan auf den MSCI World-Index in ein Produkt auf den MSCI All Country-Index ansparen, der zumindest die Emerging Markets nicht ausklammert.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #EM #EmergingMarkets #Rezession #Ukraine-Invasion #Inflation #Indien #Vietnam #Mexiko #Brasilien #Türkei #Europa #China #USA #MSCIWorld #MSCIACW #Deglobalisierung #Reform #Russland #Handelsbarrieren
Foto: Romain Tordo/Unsplash
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #EM #EmergingMarkets #Rezession #Ukraine-Invasion #Inflation #Indien #Vietnam #Mexiko #Brasilien #Türkei #Europa #China #USA #MSCIWorld #MSCIACW #Deglobalisierung #Reform #Russland #Handelsbarrieren
Foto: Romain Tordo/Unsplash
4 Minuten
Gerade in so turbulenten Börsenzeiten wie diesen ist es nicht egal, wer die Hauptaktionäre sind und wie viele Kleinaktionäre es gibt. Wie groß somit der Streubesitz oder Freefloat, also die Anzahl ausgegebener Aktien ist, die nicht Großaktionären gehören. Logisch, bekommt ein Großaktionär kalte Füße, dann kann dies bei einem geringen Streubesitz die Aktie schon ganz schön nach unten ziehen. Umgekehrt natürlich auch. Deshalb schwanken Aktien mit einem geringen Freefloat in der Regel auch stärker, denn ein einzelner Aktionär kann einen größeren Einfluss auf den Kurs nehmen. Gerade bei Canabis- und Meme-Aktien hat man gesehen, dass der wunderbare steile Anstieg oder auch Kursrutsch daraus resultiert, weil der Freefloat so gering ist. Auch schaut das Management bei einem großen Streubesitz eher auf den Sharholder-Value, als wenn es nur einen Großaktionär zufrieden stellen muss.
Es ist auch so, je höher der Streubesitz, desto leichter lassen sich Aktien kaufen und verkaufen, umso liquider ist demnach eine Aktie. Und je mehr getradet wird desto fairer und genauer ist auch die Preisfestsetzung. Denn bei einem höheren Handelsvolumen ist die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs geringer und überhaupt ist es wahrscheinlicher, dass es immer eine Nachfrage für die Aktien gibt und man sie auch verkaufen kann, wenn man sie verkaufen möchte und dies auch zu dem Kurs, den man gerne hätte.
Also: unbedingt einen Blick auf die Investor-Relations-Seite des Unternehmens unter dem Punkt Aktionärsstruktur schauen, wie hoch der Streubesitz ist. Der muss übrigens für die Aufnahme in einen der großen Leitindizes in der Regel zumindest zehn Prozent betragen muss.
Aber natürlich hat ein breiter Streubesitz auch seine Schattenseiten: Gibt es keine langfristig orientierte Kernaktionäre, denkt das Management vielleicht zu kurzfristig nur an die Optimierung des Shareholder Values. Und gerade bei Meme-Aktien kann bei einem breiten Streubesitz in Abwärtsphasen leichter ein Herdentrieb losgetrampelt werden. Und jetzt, wo alles so billig ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit von feindlichen Übernahmen bei Unternehmen mit hohem Freefloat. Diese Übernahme durch unerwünschte Investoren ist oftmals für das Unternehmen und das alte Management vom Nachteil, aber für die Altaktionäre des übernommenen Unternehmens nicht immer so negativ. Man kann von Synergien und Kursanstiegen profitieren. Mir persönlich wäre momentan aber die Volatilität dieser Aktien mit geringem Streubesitz zu groß, um einzusteigen. Das betrifft leider viele Aktien von kleinen Börsen wie das Wiener Börsen-Parkett. So beträgt etwa der Streubesitz einer Wiener Flughafen AG knapp mehr als zehn Prozent …
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Freefloat #Streubesitz #WienerFlughafenAG #podcast #Meme-Stocks #Sharholder Value #Abwärtsphase #Spanne #Preisfestsetzung
Foto: Unsplash/Carter
Es ist auch so, je höher der Streubesitz, desto leichter lassen sich Aktien kaufen und verkaufen, umso liquider ist demnach eine Aktie. Und je mehr getradet wird desto fairer und genauer ist auch die Preisfestsetzung. Denn bei einem höheren Handelsvolumen ist die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs geringer und überhaupt ist es wahrscheinlicher, dass es immer eine Nachfrage für die Aktien gibt und man sie auch verkaufen kann, wenn man sie verkaufen möchte und dies auch zu dem Kurs, den man gerne hätte.
Also: unbedingt einen Blick auf die Investor-Relations-Seite des Unternehmens unter dem Punkt Aktionärsstruktur schauen, wie hoch der Streubesitz ist. Der muss übrigens für die Aufnahme in einen der großen Leitindizes in der Regel zumindest zehn Prozent betragen muss.
Aber natürlich hat ein breiter Streubesitz auch seine Schattenseiten: Gibt es keine langfristig orientierte Kernaktionäre, denkt das Management vielleicht zu kurzfristig nur an die Optimierung des Shareholder Values. Und gerade bei Meme-Aktien kann bei einem breiten Streubesitz in Abwärtsphasen leichter ein Herdentrieb losgetrampelt werden. Und jetzt, wo alles so billig ist, steigt auch die Wahrscheinlichkeit von feindlichen Übernahmen bei Unternehmen mit hohem Freefloat. Diese Übernahme durch unerwünschte Investoren ist oftmals für das Unternehmen und das alte Management vom Nachteil, aber für die Altaktionäre des übernommenen Unternehmens nicht immer so negativ. Man kann von Synergien und Kursanstiegen profitieren. Mir persönlich wäre momentan aber die Volatilität dieser Aktien mit geringem Streubesitz zu groß, um einzusteigen. Das betrifft leider viele Aktien von kleinen Börsen wie das Wiener Börsen-Parkett. So beträgt etwa der Streubesitz einer Wiener Flughafen AG knapp mehr als zehn Prozent …
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Freefloat #Streubesitz #WienerFlughafenAG #podcast #Meme-Stocks #Sharholder Value #Abwärtsphase #Spanne #Preisfestsetzung
Foto: Unsplash/Carter
3 Minuten
Wenn die reale Welt zu brutal oder trist wird, flüchtet man einfach in die virtuelle Parellwelt. Oder auch wenn Unternehmen glauben, dort etwas verdienen oder zumindest für die Marke etwas bewirken zu können. Daher bringt die österreichische Post AG seit September auch in der virtuellen Welt allen etwas. Als weltweit erste Post hat sie einen Standort in Decentraland eröffnet (post.at/meta), um dort auch ihre virtuellen Briefmarken, die „Cypto stamp 4.0“ im geeigneten Ambiente platzieren zu können. Darin sehe ich im ersten Moment noch keinen Use-Case, aber gut. Als Generation, die noch in den Milleniumsjahren den Hype um das erste große Metaversum „Second Life“ mitbekommen hat, aus dem sich namhafte Unternehmen dann auch mangels Erfolgs wieder schnell zurückgezogen haben, bin ich gegenüber Parallelwellen vielleicht allzu skeptisch eingestellt. Man muss wohl akzeptieren, dass sich die Zeiten wandeln und die Menschheit heute vielleicht schon reifer für virtuelle Welten ist. Ich lehne mich jedenfalls als glückliche Wallmart-Aktionärin zurück und freue mich über das Metaversum-Spektakel, in dem auch alte Handelsflaggschiffe wie Wallmart innovativ mitmischen können. Die Aktie hat gleich kräftig zugelegt, nachdem der US-Handelsriese Großinvestitionen in das Metaversum ankündigte. Der amerikanische Einzelhandelskonzern hat Patente für digitale Währungen, Software zur Verwaltung von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten für Online-Dienstleistungen beantragt. Und er arbeitetet an einer eigenen NFT-Sammlung. So will man Avatare, die es vorerst nur im Metaversum gibt, auch exklusiv im Wallmart anbieten und später auch das dazu passende Outfit. Wie sich das Shoppingerlebnis im Metaversum anfühlt, zeigt dieser Link von Wallmart:
https://twitter.com/DigitalisHomo/status/1478094074909540354?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1478094074909540354%7Ctwgr%5E7bc2e7a23f3002e21658c67517ab089409e51697%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=https%3A%2F%2Fblockzeit.com%2Fde%2Fwalmart-bereitet-sich-fur-den-eintritt-in-das-metaversum-vor%2F
Ich werde jedenfalls wieder genauer verfolgen, was sich im Meta-Universum tut. Mit beiden Füßen im realen Leben zu stehen reicht wohl nicht mehr aus. Übrigens auch nicht für Unternehmen. Führend im Metaversum ist etwa auch der Sportartikelhersteller Nike mit seiner eigenen virtuellen Welt „Nikeland“. Eine schöne Woche mit echten Überraschungen wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Metaversum #Parallelwelt #Nike #Wallmart #podcast #Avatar #virtuell #Börsenminute #Decentraland #PostAG #Secondlife #Krypto #Gaming #NFT
Foto: Nikeland
https://twitter.com/DigitalisHomo/status/1478094074909540354?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1478094074909540354%7Ctwgr%5E7bc2e7a23f3002e21658c67517ab089409e51697%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=https%3A%2F%2Fblockzeit.com%2Fde%2Fwalmart-bereitet-sich-fur-den-eintritt-in-das-metaversum-vor%2F
Ich werde jedenfalls wieder genauer verfolgen, was sich im Meta-Universum tut. Mit beiden Füßen im realen Leben zu stehen reicht wohl nicht mehr aus. Übrigens auch nicht für Unternehmen. Führend im Metaversum ist etwa auch der Sportartikelhersteller Nike mit seiner eigenen virtuellen Welt „Nikeland“. Eine schöne Woche mit echten Überraschungen wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Metaversum #Parallelwelt #Nike #Wallmart #podcast #Avatar #virtuell #Börsenminute #Decentraland #PostAG #Secondlife #Krypto #Gaming #NFT
Foto: Nikeland
4 Minuten
Die Aktien-Shoppingtour meines Gesprächspartners Hendrik Leber in der letzten Podcastfolge GELDMEISTERIN hat bei den HörerInnen einen großen Eindruck gelassen. Es gab den Wunsch nach mehr Informationen, also gehe ich seine persönlichen Aktienperlen nochmals durch, ohne sie Dir zu empfehlen. Die Titel passen womöglich nicht in Dein Portfolio, was Du daraus machst ist alleine Deine Sache. Los geht’s.
Beginnen wir mit Belimo (ISIN CH1101098163), ein Schweizer Cleantech Unternehmen, das auf Steuerungen und Reglern für Heizsysteme spezialisiert ist und auch einiges für die Umwelt stiftet. Neu gibt es die „Belimo Climate Foundationen“ zur Senkung der CO2-Emissionen von Gebäuden. So etwas ist nett, was mich aber beeindruckt ist die Technik die in weltweit sehr vielen Heizsystemen eingebaut und unverzichtbar ist. Unter anderem sind sie ein Bestandteil der Wärmepumpen des Schwedischen Clean Tech-Unternehmens Nibe (ISIN SE0015988019), der sich auch in ACATIS-Fonds befindet. Hendrik Leber ist auch seit längeren schon von Align Technology begeistert, ein in den USA gelisteter, Schweizer Hersteller von durchsichtigen Zahnspangen, der gerade erst überraschend gute Zahlen präsentiert hat, was seinen Kurs gleich um 17 Prozent nach oben katapultierte (ISIN: US0162551016).
Zahnspangen ist etwas was die Menschheit braucht, solange sie noch Geld für ihre Gesundheit hat. So wird auch das Betreiben von Pflegeeinrichtungen und alles was dazu gehört ein Megatrend bleiben. Hendrik Leber setzt hier auf die amerikanische Ensign Group (ISIN: US29358P1012), aber auch auf die deutsche Fresenius-Aktie (ISIN DE0005785604), die stark in der Medizintechnik und hier vor allem in der Dialyse ist. Zu Beginn von Covid hat man leider viele Patienten verloren. Auch hat Fresenius hohe Verbindlichkeiten u.a. durch Übernahmen in den Bürchern, leidet natürlich auch am generellen Kapitalmarktumfeld. Die Aktie ist seit Jahresbeginn umd 38,5 Prozent gefallen. Wer an sie glaubt, kann günstig einsteigen. Wenn Kreditkarten-Besitzer nicht ihre Schulden zahlen wollen oder können, kommt der schwedische Geldeintreiber Intrum zum Zug (ISIN: SE0000936478). Ein Geschäftsmodell, das leider immer Saison hat. Vorbei kommt man auch nicht an chinesischen Unternehmen, speziell inzwischen bei hochpreisigen Sportartiklern, was Adidas, Nike & Co schmerzlich bei ihren Asien-Umsätzen zu spüren bekommen. Hendrik Leber mag hier vor allem den chinesischen High-Tech-Sport-Ausrüster Anta Sports, der in HongKong notiert (ISIN: KYG040111059). Biontech, das durch seinen Covid-Impfstoff prominent gewordene Biotechnologieunternehmen aus Mainz ist natürlich weiterhin im Bereich der Krebsforschung erfolgreich unterwegs ist und aktuell günstig zu haben, meint Hendrik Leber (ISIN: US09075V1026). Und last but not least gehört zu seinen Lieblingen Sartorius. Der deutsche Pharma- und Labortechnik-Zulieferer sei derzeit nur mehr teuer, nicht mehr sau teuer und nur etwas für Anleger mit längerem Anlagehorizont (ISIN: DE0007165631).
Ich empfehle Sonne, Spätsommer und Sonnenschein fürs Wochenende und natürlich am Sonntag die aktuelle Podcastfolge mit Philipp Vorndran von Flossbach & Storch, der sich um Europa sorgt und das nicht erst in den letzten Monaten.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Biontech #Sartorius #Antasports #podcast #Intrum #EnsignGroup #Fresenius #Nibe #Belimo #Technologie #AlignTechnology #Zahnspange #Heizsystem #Indorama #Padagonia #HendrikLeber #Acatis #Cleantech #Wärmepumpen
Foto: Unsplash/Ameer Basheer
Beginnen wir mit Belimo (ISIN CH1101098163), ein Schweizer Cleantech Unternehmen, das auf Steuerungen und Reglern für Heizsysteme spezialisiert ist und auch einiges für die Umwelt stiftet. Neu gibt es die „Belimo Climate Foundationen“ zur Senkung der CO2-Emissionen von Gebäuden. So etwas ist nett, was mich aber beeindruckt ist die Technik die in weltweit sehr vielen Heizsystemen eingebaut und unverzichtbar ist. Unter anderem sind sie ein Bestandteil der Wärmepumpen des Schwedischen Clean Tech-Unternehmens Nibe (ISIN SE0015988019), der sich auch in ACATIS-Fonds befindet. Hendrik Leber ist auch seit längeren schon von Align Technology begeistert, ein in den USA gelisteter, Schweizer Hersteller von durchsichtigen Zahnspangen, der gerade erst überraschend gute Zahlen präsentiert hat, was seinen Kurs gleich um 17 Prozent nach oben katapultierte (ISIN: US0162551016).
Zahnspangen ist etwas was die Menschheit braucht, solange sie noch Geld für ihre Gesundheit hat. So wird auch das Betreiben von Pflegeeinrichtungen und alles was dazu gehört ein Megatrend bleiben. Hendrik Leber setzt hier auf die amerikanische Ensign Group (ISIN: US29358P1012), aber auch auf die deutsche Fresenius-Aktie (ISIN DE0005785604), die stark in der Medizintechnik und hier vor allem in der Dialyse ist. Zu Beginn von Covid hat man leider viele Patienten verloren. Auch hat Fresenius hohe Verbindlichkeiten u.a. durch Übernahmen in den Bürchern, leidet natürlich auch am generellen Kapitalmarktumfeld. Die Aktie ist seit Jahresbeginn umd 38,5 Prozent gefallen. Wer an sie glaubt, kann günstig einsteigen. Wenn Kreditkarten-Besitzer nicht ihre Schulden zahlen wollen oder können, kommt der schwedische Geldeintreiber Intrum zum Zug (ISIN: SE0000936478). Ein Geschäftsmodell, das leider immer Saison hat. Vorbei kommt man auch nicht an chinesischen Unternehmen, speziell inzwischen bei hochpreisigen Sportartiklern, was Adidas, Nike & Co schmerzlich bei ihren Asien-Umsätzen zu spüren bekommen. Hendrik Leber mag hier vor allem den chinesischen High-Tech-Sport-Ausrüster Anta Sports, der in HongKong notiert (ISIN: KYG040111059). Biontech, das durch seinen Covid-Impfstoff prominent gewordene Biotechnologieunternehmen aus Mainz ist natürlich weiterhin im Bereich der Krebsforschung erfolgreich unterwegs ist und aktuell günstig zu haben, meint Hendrik Leber (ISIN: US09075V1026). Und last but not least gehört zu seinen Lieblingen Sartorius. Der deutsche Pharma- und Labortechnik-Zulieferer sei derzeit nur mehr teuer, nicht mehr sau teuer und nur etwas für Anleger mit längerem Anlagehorizont (ISIN: DE0007165631).
Ich empfehle Sonne, Spätsommer und Sonnenschein fürs Wochenende und natürlich am Sonntag die aktuelle Podcastfolge mit Philipp Vorndran von Flossbach & Storch, der sich um Europa sorgt und das nicht erst in den letzten Monaten.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Biontech #Sartorius #Antasports #podcast #Intrum #EnsignGroup #Fresenius #Nibe #Belimo #Technologie #AlignTechnology #Zahnspange #Heizsystem #Indorama #Padagonia #HendrikLeber #Acatis #Cleantech #Wärmepumpen
Foto: Unsplash/Ameer Basheer
3 Minuten
Ein Geldmeister, auch weil er am Sonntag erneut beim Podcast GELDMEISTERIN zu Gast gewesen ist ist Hendrik Leber, Gründer der Value-Fondsboutique Acatis. Er begeisterte die HörerInnen dermaßen mit seiner Aktienshopping-Tour, dass ich seine persönlichen Perlen - die nicht zwingend in Dein Portfolio passen – nochmals durchgehen möchte. Achtung: Dies ist weder eine Kauf-Empfehlung, noch meine persönliche Meinung. Was ihr daraus macht, ist alleine Eure Sache. Ihr könnt dafür niemanden, auch nicht uns haftbar machen.
Viele wollten vor allem noch mehr über Hendrik Lebers „Geheimtipp“ wissen, dem französischen Recycling-Revolutionär Carbios (ISIN: FR0011648716). Er hat Lösung für das Plastikrecycling-Problem. Mit einer funktionierenden Pilotanlage schafft es Carbios bereits, mit Hilfe von Enzymen alte PET-Flaschen zu zersetzen, um daraus neue herzustellen. Das Biotech-Unternehmen Carbios gibt es seit 2011. Es bestehen Kooperationen mit Nestlé, PepsiCo, L´Oreal oder auch mit dem Reifenhersteller Michelin. Laut Fachzeitschrift Nature können innerhalb von zehn Stunden mit dieser Methode eine Tonne PET-Kunststoff zu 90 Prozent in ihre Bestandsteile zersetzt werden. Auch Textilien werden mit Enzymen von Carbios recycelt. Hier gibt es Kooperationen mit ON, Puma, Patagonia und Salomon. Das klingt alles wirklich toll, ist es bestimmt auch. Anlegern will ich aber auch nicht das Risiko, das mit neuen Technologien immer verbunden ist verschweigen. Schon deshalb, weil erst viel Kapital für den Produktionsaufbau notwendig ist, bevor man Gewinne einspielen kann und weil sich Innovationen auch erst einmal am Markt durchsetzen müssen. Die Demonstrationsanlage soll 2023 als weltweit erste PET-Biorecyclinganlage in Partnerschaft mit Indorama Ventures, dem weltweit größten Hersteller von recyceltem PET in Frankreich in Betrieb gehen. Sie muss aber eben auch erst in den Betrieb gehen. Zukunftsträchtige Technologien werden in Bärenmärkten stärker gemieden. Die Aktie verlor in den letzten zwölf Monaten 45 Prozent an Wert. So ein Investment leistet man sich mit einem bescheidenen Geldbörsl besser nicht, wenn man investieren und nicht spekulieren möchte. Wenn überhaupt, dann nur als kleiner Bestandteil einer Fondslösung, Jetzt habe ich nicht mehr die Zeit noch auf die anderen Highlights von Hendrik Lebers Shopping-Tour einzugehen. Mehr dazu morgen in der Börsenminute. Und natürlich, wer will kann das vollständige Interview mit Hendrik Leber auf der Podcast-Plattform seines Vertrauens – ob Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, Audible, Anchor oder auch auf YouTube und www.geldmeisterin.com jederzeit nachhören und ganz nebenbei damit die GELDMEISTERIN und ihren Bekanntheitsgrad nach vorne bringen. Ich hoffe wir hören uns. ..
Wenn Euch diese 351.te Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Carbios #Frankreich #Lóreal #podcast #PEC #Thiam #ON #Puma #Biorecycling #Technologie #Enzymen #Recyling #Plastikmüll #Indorama #Padagonia #HendrikLeber #Acatis
Foto: Unsplash
Viele wollten vor allem noch mehr über Hendrik Lebers „Geheimtipp“ wissen, dem französischen Recycling-Revolutionär Carbios (ISIN: FR0011648716). Er hat Lösung für das Plastikrecycling-Problem. Mit einer funktionierenden Pilotanlage schafft es Carbios bereits, mit Hilfe von Enzymen alte PET-Flaschen zu zersetzen, um daraus neue herzustellen. Das Biotech-Unternehmen Carbios gibt es seit 2011. Es bestehen Kooperationen mit Nestlé, PepsiCo, L´Oreal oder auch mit dem Reifenhersteller Michelin. Laut Fachzeitschrift Nature können innerhalb von zehn Stunden mit dieser Methode eine Tonne PET-Kunststoff zu 90 Prozent in ihre Bestandsteile zersetzt werden. Auch Textilien werden mit Enzymen von Carbios recycelt. Hier gibt es Kooperationen mit ON, Puma, Patagonia und Salomon. Das klingt alles wirklich toll, ist es bestimmt auch. Anlegern will ich aber auch nicht das Risiko, das mit neuen Technologien immer verbunden ist verschweigen. Schon deshalb, weil erst viel Kapital für den Produktionsaufbau notwendig ist, bevor man Gewinne einspielen kann und weil sich Innovationen auch erst einmal am Markt durchsetzen müssen. Die Demonstrationsanlage soll 2023 als weltweit erste PET-Biorecyclinganlage in Partnerschaft mit Indorama Ventures, dem weltweit größten Hersteller von recyceltem PET in Frankreich in Betrieb gehen. Sie muss aber eben auch erst in den Betrieb gehen. Zukunftsträchtige Technologien werden in Bärenmärkten stärker gemieden. Die Aktie verlor in den letzten zwölf Monaten 45 Prozent an Wert. So ein Investment leistet man sich mit einem bescheidenen Geldbörsl besser nicht, wenn man investieren und nicht spekulieren möchte. Wenn überhaupt, dann nur als kleiner Bestandteil einer Fondslösung, Jetzt habe ich nicht mehr die Zeit noch auf die anderen Highlights von Hendrik Lebers Shopping-Tour einzugehen. Mehr dazu morgen in der Börsenminute. Und natürlich, wer will kann das vollständige Interview mit Hendrik Leber auf der Podcast-Plattform seines Vertrauens – ob Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, Audible, Anchor oder auch auf YouTube und www.geldmeisterin.com jederzeit nachhören und ganz nebenbei damit die GELDMEISTERIN und ihren Bekanntheitsgrad nach vorne bringen. Ich hoffe wir hören uns. ..
Wenn Euch diese 351.te Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Aktien #Carbios #Frankreich #Lóreal #podcast #PEC #Thiam #ON #Puma #Biorecycling #Technologie #Enzymen #Recyling #Plastikmüll #Indorama #Padagonia #HendrikLeber #Acatis
Foto: Unsplash
4 Minuten
Meine gestrige Börsenminute-Folge „Nationalbanken sind nicht die besseren Anleger“ kommentierte ein Hörer folgendermaßen: Wem gehören denn die Nationalbanken? Richtig! Meistens den Staaten und l'état c'est moi. Alle Nationalbanken? Nein, nicht alle. Nicht einmal die US-Notenbank FED zur Gänze. Denn zwölf regionale US-Notenbanken stehen im Eigentum der Geschäftsbanken. Und die EZB gehört zwar den Nationalbanken der Euro-Staaten, doch drei davon sind auch nicht im Staatsbesitz. Die Italienische Zentralbank gehört den italienischen Banken und Versicherungen. Die Bank of Greece (ISIN: GRS004013009) gehört zu 100 Prozent Privataktionären und die Belgische Nationalbank (ISIN: BE0003008019) ist zur Hälfte staatlich, der Rest an der Börse. Und die besagte Schweizerische Nationalbank ist zu 55 Prozent börsennotiert (ISIN: CH0001319265). Der Rest gehört den Kantonen und Kantonalbanken. Die SNB ist in den letzten sechs Monaten um um 37,8 Prozent abgestürzt.
Abgestürzt ist auch die Aktien der Credite Suisse, alleine am Montag um zehn Prozent, seit Jahresbeginn über 54 Prozent. Die Credite Suisse ist inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von kaum mehr als zehn Milliarden Schweizer Franken der zweikleinste Wert im Schweizer Leitindex SME. Man munkelt, dass das Schweizer Flagschiff untergehen könnten, wovon ich persönlich nicht ausgehe. Schließlich die der Schweizer Tanker systemrelevant, also too big to fail und man hat ja noch in den Knochen, was die Pleite von Lehman 2008, die die US-Regierung nicht rettete, auslöste. Und ich glaube ich liege da mit meinem Optimismus nicht so falsch, die Aktie legte am Dienstag schon wieder deutlich zu. Gespräche gibt es auch über eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden, das wäre bei einer Markkapitalisierung von zehn Milliarden Franken aber wohl eine zu große Verwässerung der Anteilscheine der Altaktionäre. Schlagseite hat die Schweizer Investmentmentbank schon länger wegen diverser Skandale, vom Spitzelskandal des früheren Vorstandschef Thiam über Megaverlusten aus Krediten an die New Yorker Hedgefonds Archegos bis hin zu fragwürdigen Geschäften mit dem insolventen Finanzdienstleister Greensill. Ein starker Schlag in die Magengrube der Investmentbank war zuletzt auch der raketenhafte Anstieg der britischen Staatsanleihen, nachdem massive Steuererleichterungen an die Reichen und Unternehmen angekündigt wurden, aber schon wieder zurückgerudert wurde. Ich will nicht auch über die CS spekulieren. Ich schaue mir bei den Problemkandidaten immer nur auch an, wer die Eigentümer sind und ob ich vielleicht dort investiert bin. Und hier tauchen bei der Credite Suisse so schillernden Namen wie der Staatsfonds von Qatar mit rund fünf Prozent auf. Interessanterweise ist erst am 26. Jänner diesen Jahres BlackRock mit 4,11 Prozent eingestiegen. Geht´s einem Unternehmen schlecht, geht´s auch den Eigentümern im entsprechenden Ausmaß schlecht ...
Wenn Euch diese bereits 350.te Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#CrediteSuiss #SNB #Quatar #BlackRock #podcast #Archegos #Thiam #Greensill #Lehman #Franken #Schweiz #Kapitalerhöhung #BankofGreece #FED #EZB #Staatsfonds
Foto: Credite Suisse
Abgestürzt ist auch die Aktien der Credite Suisse, alleine am Montag um zehn Prozent, seit Jahresbeginn über 54 Prozent. Die Credite Suisse ist inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von kaum mehr als zehn Milliarden Schweizer Franken der zweikleinste Wert im Schweizer Leitindex SME. Man munkelt, dass das Schweizer Flagschiff untergehen könnten, wovon ich persönlich nicht ausgehe. Schließlich die der Schweizer Tanker systemrelevant, also too big to fail und man hat ja noch in den Knochen, was die Pleite von Lehman 2008, die die US-Regierung nicht rettete, auslöste. Und ich glaube ich liege da mit meinem Optimismus nicht so falsch, die Aktie legte am Dienstag schon wieder deutlich zu. Gespräche gibt es auch über eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden, das wäre bei einer Markkapitalisierung von zehn Milliarden Franken aber wohl eine zu große Verwässerung der Anteilscheine der Altaktionäre. Schlagseite hat die Schweizer Investmentmentbank schon länger wegen diverser Skandale, vom Spitzelskandal des früheren Vorstandschef Thiam über Megaverlusten aus Krediten an die New Yorker Hedgefonds Archegos bis hin zu fragwürdigen Geschäften mit dem insolventen Finanzdienstleister Greensill. Ein starker Schlag in die Magengrube der Investmentbank war zuletzt auch der raketenhafte Anstieg der britischen Staatsanleihen, nachdem massive Steuererleichterungen an die Reichen und Unternehmen angekündigt wurden, aber schon wieder zurückgerudert wurde. Ich will nicht auch über die CS spekulieren. Ich schaue mir bei den Problemkandidaten immer nur auch an, wer die Eigentümer sind und ob ich vielleicht dort investiert bin. Und hier tauchen bei der Credite Suisse so schillernden Namen wie der Staatsfonds von Qatar mit rund fünf Prozent auf. Interessanterweise ist erst am 26. Jänner diesen Jahres BlackRock mit 4,11 Prozent eingestiegen. Geht´s einem Unternehmen schlecht, geht´s auch den Eigentümern im entsprechenden Ausmaß schlecht ...
Wenn Euch diese bereits 350.te Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#CrediteSuiss #SNB #Quatar #BlackRock #podcast #Archegos #Thiam #Greensill #Lehman #Franken #Schweiz #Kapitalerhöhung #BankofGreece #FED #EZB #Staatsfonds
Foto: Credite Suisse
2 Minuten
Vielleicht können wir ja froh sein, dass die Europäischen Zentralbank noch nicht in Aktien investieren darf. Die Schweizerische Nationalbank ist damit zuletzt jedenfalls nicht gut gefahren, genauso wenig wie mit ihren Anleihen und Fremdwährungsreserven. Laut Grobschätzungen der Neuen Zürcher Zeitung dürfte die Nationalbank SNB im dritten Quartal dies Jahres Kursverluste von 50 Milliarden Schweizer Franken, das sind 51,59 Milliarden Euro eingefahren haben, die Hälfte bei den ausstehenden Anleihen. Denn durch den Anstieg der Zinsen, auch die Schweizerische Notenbank hat gerade erst um 75 Basispunkte erhöht, werden die alten, noch schlechter verzinsten Anleihen natürlich weniger wert – es sei denn, man behält sie bis ans Ende der Laufzeit. Dann sind die zwischenzeitlichen Kursverluste der Anleihen natürlich nur buchhalterische. Die anderen Verluste fuhr die SNB laut NZZ je zur Hälfte mit ihren Aktien und Fremdwährungsreserven ein. Verlustträger Nummer Eins sind natürlich die Euro-Reserven, die die Gewinne mit US-Dollar nicht wettmachen können. Bei Aktien ist die SNB schon international aufgestellt, aber vor allem Großaktionär der Schweizer Konzerne. Auch die Goldbestände sind weniger wert. Gegenüber dem Jahresbeginn dürfte somit die Schweizerische Nationalbank um 150 Milliarden Schweizer Franken weniger in ihren Büchern stehen haben. Was lernen wir daraus: Die Nationalbanken sind auch nicht gescheiter als die Privatanleger und noch ist ja nichts verloren, was rot in den Büchern steht. Wichtig ist jetzt, einen längeren Atem zu haben. Eine Nerven-schonende Investmentwoche wünscht Julia Kistner
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#SchweizerischeNotenbank #SNB #Anleihen #Aktien #Börse #Zinsen #Gold #Inflation #Konjunktur #US-Dollar #CHF #Euro #NZZ #Kursverlust #EZB #Notenbanken #Dollar #EZB
Foto: SNB
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#SchweizerischeNotenbank #SNB #Anleihen #Aktien #Börse #Zinsen #Gold #Inflation #Konjunktur #US-Dollar #CHF #Euro #NZZ #Kursverlust #EZB #Notenbanken #Dollar #EZB
Foto: SNB
4 Minuten
Der September 2022 könnte in die geldpolitische Geschichte eingehen. Zuerst erhöhte am 8. September die EZB die Leitzinsen um 75 Basispunkte. Kurz darauf war es die FED, die Schweizer Notenbank, Schweden, Indien, Indonesien, Großbritannien usw. Haben alle Nationalbanken rund um den Erdball erhöht? Nicht alle. Japan belässt bis auf Weiteres die kurzfristigen Zinsen bei 0,1 Prozent und die langfristigen bei null Prozent. Japan leidet nicht so stark wie die USA und Europa unter der Inflation. Diese beträgt in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt auf Jahressicht „nur“ 2,8 Prozent. Und dies, obwohl die japanische Staatsverschuldung schon bei 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt und die Bilanzsumme der Bank of Japan über 140 Prozent des BIP ausmacht. Da wäre eigentlich Grund genug die Schulden einfach weg zu inflationieren.
Bei den ultra-niedrigen Zinsen wird aus Japan natürlich kräftig Kapital abgezogen, was den Yen massiv unter Druck bringt. Mit 144 Yen für den Dollar ist Japans Währung wieder auf dem Niveau der Asien-Krise 1998. Die japanische Exportwirtschaft reibt sich die Hände wegen der gestiegenen Margen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 ist sein Jahresbeginn auch „nur“ um knapp zehn Prozent gefallen, während der S&P 500 um 24 Prozent einbrach. Japans Unternehmen kaufen aktuell auch fleißig eigene Aktien zurück und stützen damit zusätzlich die eigenen Kurse.
Nicht, dass man jetzt sein ganzes Geld nach Japan umschichten sollte, das schwer mit einer Überalterung zu kämpfen hat. Es zeigt nur, dass es irgendwo am Erdball immer Volkswirtschaften gibt, den es gerade besser geht – sei es auch nur, weil der Staat den Geldhahn aufdreht. Deshalb halte ich es persönlich ja auch für so sinnvoll, geographisch zu diversifizieren. Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gestiegen als erwartet, hochgerechnet aufs Jahr läge das Wachstum für 2022 bei rund 3,5 Prozent. Doch als Energieimporteur machen die hohen Energiepreise auch Japan zu schaffen, allerdings nicht so stark wie Europa. Denn Japan bezieht nicht so viel Energie aus Russland. Warum Hendrik Leber, Gründer der Value-Fondsboutique Acatis sich aktuell auch intensiv in Japan umschaut, welche Börsenperlen er dort im Technologiesektor fischt, das verrät er in der am Sonntag erscheinenden Podcast-Folge GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns!
Übrigens, liebe Börsenminute-HörerInnen, auf meine ungeklärte Frage in der letzten Podcast-Folge, warum sich die Pelletspreise verdreifachen müssen kam prompt die Antwort von proPellets Austria, die teilweise echt skurril anmutet. Drei Gründe seien Schuld für die Pelletspreisexplosion: 1. Die Produktionskosten seien um 40% gestiegen – meines Wissens ist das deutlich weniger als eine Preisverdreifachung. 2. Die Nachfrage sei gestiegen. So habe sich alleine in Österreich 2022 der Verkauf von Pelletsheizungen verdoppelt – kann man gelten lassen, denn knappes Gut tut den Preisen selten gut und 3., und jetzt kommt´s: Kriegsbedingte Lieferausfälle. Durch Importausfälle aus Weißrussland, Ukraine und Russland fehlten 3,5 Millionen Tonnen Pellets oder zehn Prozent des europäischen Marktes. Komisch, auf meinen Pellets-Säcken stand immer „hergestellt in Österreich“.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Japan #Inflation #Konjunktur #Zinsen #Nikkei #Aktien #Technologieaktie #Acatis #HendrikLeber #Geldmeisterin #Yen #Euro #Exporte #Asien #Fed #EZB #Notenbanken #Dollar #Pellets #Holz
Foto: Unsplash/Thomas Malik
Bei den ultra-niedrigen Zinsen wird aus Japan natürlich kräftig Kapital abgezogen, was den Yen massiv unter Druck bringt. Mit 144 Yen für den Dollar ist Japans Währung wieder auf dem Niveau der Asien-Krise 1998. Die japanische Exportwirtschaft reibt sich die Hände wegen der gestiegenen Margen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 ist sein Jahresbeginn auch „nur“ um knapp zehn Prozent gefallen, während der S&P 500 um 24 Prozent einbrach. Japans Unternehmen kaufen aktuell auch fleißig eigene Aktien zurück und stützen damit zusätzlich die eigenen Kurse.
Nicht, dass man jetzt sein ganzes Geld nach Japan umschichten sollte, das schwer mit einer Überalterung zu kämpfen hat. Es zeigt nur, dass es irgendwo am Erdball immer Volkswirtschaften gibt, den es gerade besser geht – sei es auch nur, weil der Staat den Geldhahn aufdreht. Deshalb halte ich es persönlich ja auch für so sinnvoll, geographisch zu diversifizieren. Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gestiegen als erwartet, hochgerechnet aufs Jahr läge das Wachstum für 2022 bei rund 3,5 Prozent. Doch als Energieimporteur machen die hohen Energiepreise auch Japan zu schaffen, allerdings nicht so stark wie Europa. Denn Japan bezieht nicht so viel Energie aus Russland. Warum Hendrik Leber, Gründer der Value-Fondsboutique Acatis sich aktuell auch intensiv in Japan umschaut, welche Börsenperlen er dort im Technologiesektor fischt, das verrät er in der am Sonntag erscheinenden Podcast-Folge GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns!
Übrigens, liebe Börsenminute-HörerInnen, auf meine ungeklärte Frage in der letzten Podcast-Folge, warum sich die Pelletspreise verdreifachen müssen kam prompt die Antwort von proPellets Austria, die teilweise echt skurril anmutet. Drei Gründe seien Schuld für die Pelletspreisexplosion: 1. Die Produktionskosten seien um 40% gestiegen – meines Wissens ist das deutlich weniger als eine Preisverdreifachung. 2. Die Nachfrage sei gestiegen. So habe sich alleine in Österreich 2022 der Verkauf von Pelletsheizungen verdoppelt – kann man gelten lassen, denn knappes Gut tut den Preisen selten gut und 3., und jetzt kommt´s: Kriegsbedingte Lieferausfälle. Durch Importausfälle aus Weißrussland, Ukraine und Russland fehlten 3,5 Millionen Tonnen Pellets oder zehn Prozent des europäischen Marktes. Komisch, auf meinen Pellets-Säcken stand immer „hergestellt in Österreich“.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Japan #Inflation #Konjunktur #Zinsen #Nikkei #Aktien #Technologieaktie #Acatis #HendrikLeber #Geldmeisterin #Yen #Euro #Exporte #Asien #Fed #EZB #Notenbanken #Dollar #Pellets #Holz
Foto: Unsplash/Thomas Malik
3 Minuten
Wenn ihr Euch fragt, warum ihr heute für einen 15 Kg Sack Pellets 11,99 Euro bezahlt, der noch im Frühjahr 3.99 Euro kostete, dann fragt ihr das zu Recht. Noch dazu, wo in Österreich mehr Holz nachwächst als gerodet wird. Grund für den stolzen Preisanstieg ist nicht zuletzt eine Binsenweisheit, die auch an Börsen immer gilt: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Sobald die ersten Hamsterkäufe getätigt sind sinken bestimmt auch wieder die Pelletspreise. Das Gleiche passiert. wenn die Konjunktur schwächelt. Von Baukosten gestresste Häuslbauer aufgepasst: In den USA ist der Holzpreis, genau genommen die Holz-Futures am Montag schon wieder auf ihren tiefsten Stand des Jahres 2022 gefallen. Der Holzpreis sackte binnen vier Tagen um 20 Prozent ab, weil der Häusermarkt schwächelt, weil die Hypothekar-Raten sich innerhalb eines Jahres auf knapp sieben Prozent verdoppelt haben. Die Bösenminute sende ich natürlich nicht nur für die keine Handvoll Holz-Tradern unter der HörerInnen und Leserinnen, sondern weil ich mir ebenfalls nur mit dieser Binsenweisheit– die Nachfrage bestimmt das Angebot – erklären kann, warum eine Coca Cola mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 höher bewertet wird als eine Alphabet mit 19. Und weil die Nachfrage den Kurs bestimmt und Technologieaktien derzeit niemand anfasst, kauft man sie jetzt günstig ein. Um in diesem politisch unsicheren Umfeld jedoch nicht zu viel zu riskieren würde ich, das ist bitte nur meine persönliche Meinung, keine Börsenneulinge aus noch nicht erprobten Emerging Industries kaufen. Davor habe ich schon in einer der letzten Folgen gewarn. Ich würde mich vielmehr an die großen Namen der Technologiebranche halten, auch wenn es diese vielleicht nur günstig und nicht supergünstig gibt. Übrigens, um sehr spannende Technologie-Aktien geht es auch in der am Sonntag neu erscheinenden Folge der GELDMEISTERIN mit Podcast-Gast Hendrik Leber von der Fondsgesellschaft Acatis.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Binsenweisheit #Nachfrage #Angebot #Baukosten #Aktien #Vorsorge #Anlagerisiko #Fonds #Aktien #ETF #Technologieaktie #Acatis #HendrikLeber #Geldmeisterin #Konjunktur #CocaCola #Pellets #Holz
Foto Unsplash/Andrej Lisakov.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Binsenweisheit #Nachfrage #Angebot #Baukosten #Aktien #Vorsorge #Anlagerisiko #Fonds #Aktien #ETF #Technologieaktie #Acatis #HendrikLeber #Geldmeisterin #Konjunktur #CocaCola #Pellets #Holz
Foto Unsplash/Andrej Lisakov.
4 Minuten
Oh je, wenn ich mir von Sentix ihre berühmten Börsen-Stimmungsindikatoren ansehe und sie mit jenen während früherer Kapitalmarktkrisen vergleiche, ja dann schaut´s bitter aus: Die Stimmung für US-Aktien ist aktuell deutlich schlechter als im Jahr 2001 – wir erinnern uns traurig an 9/11, dem Anschlag auf das New Yorker World Trade Center und davor die Dotcom-Blase – und auch noch gedrückter als 2008, der Pleite der Lehmann Brothers- Investmentbank am 15 . September nach der Immobilienkrise. Heute könnten die Vorboten eines weiteren Kursdebakels die hohen Energiepreise und Zinsanstiege sein.
Davon abgesehen, dass der September kein heilsbringender Monat zu sein scheint, sollte man solche Parallelen nicht ohne Glaskugel ziehen. Im Ernst: Es ist schon Zeit, die Märkte jetzt intensiver zu beobachten, aber von Aktien in Gold zu switchen ist meiner persönlichen Meinung nach nicht die Lösung. Gold ist zwar schon langfristig immer ein Inflationsschutz gewesen. Wer sich etwa exakt vor 23. Jahren Gold gekauft hat, hat in Dollar gerechnet heute 455 Prozent mehr Goldwert, in Euro umgerechnet sogar 483 Prozent. Das heißt aber auch dass der Dollar in den letzten 23 Jahren satte 28 Prozent zugelegt hat. Und da bin ich jetzt am Punkt: Kaufe ich jetzt besonders als Europäer Gold, dann zahle ich auch für den hohen Dollarkurs zum Euro eine beachtliche Prämie – außer ich gehe davon aus, das der Euro auch die nächsten Jahrzehnte gegenüber dem Dollar weiter an Wert verliert. Neben den hohen Dollar machen noch die steigenden Zinsen derzeit den Goldkauf ungemütlich. Gehen wir einmal davon aus, dass der Ukraine-Krieg nicht zum Weltkrieg eskaliert, dann wird der Goldpreis zumindest in den nächsten beiden Jahren von den Notenbanken ausgebremst wird. Der hohe Dollar kann Anlegern im Euro-Raum also nur ein Mühlstein sein. Geht der Dollar wieder zurück, sollte sich tatsächlich Frieden in Europa abzeichnen und die EZB bei den Zinsen der US-FED nachziehen, dann verliert der Euro-Goldanleger beim Wechselkurs Geld. Steigt der Dollar hingegen weiter, bringt er Gold doppelt unter Druck: Zum einen weil sich der Dollar- zum Goldpreis fast immer gegenläufig bewegt. Zum anderen, weil zunehmend Anleger den Safe Haven nicht mehr in Gold, sondern im Dollar sehen. Also kein Gold kaufen? Das würde ich jenen, die noch keines in Ihrem Vermögensportfolio besitzen, auch nicht raten. Besser Gold in Raten kaufen, aber aus Spesensicht bitte nicht in Stückelungen unter einer Unze. Dafür kann man, wie in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN beschrieben, einen fix und fertigen Gold-Sparplan abschließen und dabei akribisch auf die Spesen achten. Man braucht aber nicht unbedingt einen vorgefertigten Sparplan mit Gold im Schweizer Zollfreilager. Denn Gold ist europaweit ohnedies umsatzsteuerbefreit – im Gegensatz zu Silber...
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Gold #Aktien #Vorsorge #Anlagerisiko #Silber #Fonds #Aktien #ETF #9/11 #Dot.com #Energiepreise #Dollar #Euro #podcast #Börsenminute #Sentix #FED #EZB #NewYork #WTC #WorldTradeCenter
Foto Unsplash/Jinmin Pang
Davon abgesehen, dass der September kein heilsbringender Monat zu sein scheint, sollte man solche Parallelen nicht ohne Glaskugel ziehen. Im Ernst: Es ist schon Zeit, die Märkte jetzt intensiver zu beobachten, aber von Aktien in Gold zu switchen ist meiner persönlichen Meinung nach nicht die Lösung. Gold ist zwar schon langfristig immer ein Inflationsschutz gewesen. Wer sich etwa exakt vor 23. Jahren Gold gekauft hat, hat in Dollar gerechnet heute 455 Prozent mehr Goldwert, in Euro umgerechnet sogar 483 Prozent. Das heißt aber auch dass der Dollar in den letzten 23 Jahren satte 28 Prozent zugelegt hat. Und da bin ich jetzt am Punkt: Kaufe ich jetzt besonders als Europäer Gold, dann zahle ich auch für den hohen Dollarkurs zum Euro eine beachtliche Prämie – außer ich gehe davon aus, das der Euro auch die nächsten Jahrzehnte gegenüber dem Dollar weiter an Wert verliert. Neben den hohen Dollar machen noch die steigenden Zinsen derzeit den Goldkauf ungemütlich. Gehen wir einmal davon aus, dass der Ukraine-Krieg nicht zum Weltkrieg eskaliert, dann wird der Goldpreis zumindest in den nächsten beiden Jahren von den Notenbanken ausgebremst wird. Der hohe Dollar kann Anlegern im Euro-Raum also nur ein Mühlstein sein. Geht der Dollar wieder zurück, sollte sich tatsächlich Frieden in Europa abzeichnen und die EZB bei den Zinsen der US-FED nachziehen, dann verliert der Euro-Goldanleger beim Wechselkurs Geld. Steigt der Dollar hingegen weiter, bringt er Gold doppelt unter Druck: Zum einen weil sich der Dollar- zum Goldpreis fast immer gegenläufig bewegt. Zum anderen, weil zunehmend Anleger den Safe Haven nicht mehr in Gold, sondern im Dollar sehen. Also kein Gold kaufen? Das würde ich jenen, die noch keines in Ihrem Vermögensportfolio besitzen, auch nicht raten. Besser Gold in Raten kaufen, aber aus Spesensicht bitte nicht in Stückelungen unter einer Unze. Dafür kann man, wie in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN beschrieben, einen fix und fertigen Gold-Sparplan abschließen und dabei akribisch auf die Spesen achten. Man braucht aber nicht unbedingt einen vorgefertigten Sparplan mit Gold im Schweizer Zollfreilager. Denn Gold ist europaweit ohnedies umsatzsteuerbefreit – im Gegensatz zu Silber...
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Gold #Aktien #Vorsorge #Anlagerisiko #Silber #Fonds #Aktien #ETF #9/11 #Dot.com #Energiepreise #Dollar #Euro #podcast #Börsenminute #Sentix #FED #EZB #NewYork #WTC #WorldTradeCenter
Foto Unsplash/Jinmin Pang
4 Minuten
Die Zukunft liegt in den Emerging Markets, bevölkerungsmäßig, aber auch, weil es der Name schon sagt: Es sind Entwicklungsländer. Hier gibt es noch etwas zu entwickeln, hier wird von einer aufstrebenden Mittelschicht noch konsumiert. Klar, aktuell schielt alles nach Indien, nicht nur, weil Apple hier und nicht mehr in China sein neues iPhone 14 produzieren lässt. Doch Vorsicht, Indiens Präsident Modi hat im November 2016 schon einmal die Mittelschicht nicht aufkommen lassen, indem er Indien in einer Hauruckaktion Indien demonetarisiert hat. Er erklärte über Nacht 500- und 1000-Rupienscheine für ungültig. Die waren damals umgerechnet etwa sieben und vierzehn Euro wert. Die Inder mussten sie auf Bankkonten zu einem ungünstigeren Kurs umtauschen. Davon abgesehen hatten viele aufstrebende Inder zwar einiges an Rupien verdient, aber eben noch kein Bankkonto. Modi wollte offiziell den Geldwäschern das Handwerk legen. Tatsächlich betraf das 22 Milliarden Banknoten und entsprach einer Geldentwertung von zwölf Prozent des indischen Bruttoinlandsprodukts. Aus dem Aufstieg in die Mittelschicht wurde für viele Inder nichts. So, jetzt habe ich etwas ausgeholt, aber das musste sein, weil man Ungeheuerliches in der Finanzbranche einfach zu schnell vergisst und verdrängt. Was ich eigentlich sagen wollte. Emerging Market-Investments sind ein Risiko, ja, deshalb nie auf ein einzelnes Land setzen, sondern besser auf einen Fonds oder ETF, der auf die wichtigsten Emerging Markets setzt und selbst da ist das Schwankungsrisiko groß. Kurzfristig. Langfristig, in den letzten 22 Jahren, hat etwa der MSCI Emerging Market den MSCI World-Index, der keine Schwellenländer beinhaltet um Längen geschlagen. Die durchschnittliche jährliche Performance des MSCI Emerging Market lag laut Indexanbieter bei 7,72 Prozent gegenüber „nur“ 5,55 Prozent beim MSCI World.
Meine persönliche Meinung ist, dass durch die neue weltwirtschaftliche Machtverteilung der Performanceabstand zu Gunsten der Emerging Markets eher größer als kleiner wird. Also: Bevor ich mir das hohe Risikos einer unbekannten Robotic-Quetsche oder eines cool klingendes Biotech- oder New Energy-Unternehmens in so unsicheren Zeiten noch zusätzlich ins Depot lege, ohne noch zu wissen, ob die neue Technologie auch aufgeht, stecke ich einen Teil meines frei verfügbaren Geldes, auf das ich schlimmstenfalls nicht in den nächsten fünf Jahren angewiesen bin in einen breit gestreuten Emerging Markets-Fonds oder ETF und bin mir auch hier des Risikos immer bewusst.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#EmergingMarkets #MSCIWorld #Vorsorge #Anlagerisiko #Indien #China #Fonds #Aktien #ETF #Schwellenländer #Biotech #Robotic #Banknoten #Demonitarisierung #pidcast #Börsenminute
Foto: Unsplash/jonathan_monck_Mason
Meine persönliche Meinung ist, dass durch die neue weltwirtschaftliche Machtverteilung der Performanceabstand zu Gunsten der Emerging Markets eher größer als kleiner wird. Also: Bevor ich mir das hohe Risikos einer unbekannten Robotic-Quetsche oder eines cool klingendes Biotech- oder New Energy-Unternehmens in so unsicheren Zeiten noch zusätzlich ins Depot lege, ohne noch zu wissen, ob die neue Technologie auch aufgeht, stecke ich einen Teil meines frei verfügbaren Geldes, auf das ich schlimmstenfalls nicht in den nächsten fünf Jahren angewiesen bin in einen breit gestreuten Emerging Markets-Fonds oder ETF und bin mir auch hier des Risikos immer bewusst.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#EmergingMarkets #MSCIWorld #Vorsorge #Anlagerisiko #Indien #China #Fonds #Aktien #ETF #Schwellenländer #Biotech #Robotic #Banknoten #Demonitarisierung #pidcast #Börsenminute
Foto: Unsplash/jonathan_monck_Mason
3 Minuten
Wenn man an Inflationsschutz denkt, denkt man gerne an Immobilien, Gold oder solide Aktien oder auch an Inflation Linker. Letztere, die inflationsgeschützten Bundesanleihen halte ich derzeit für keinen guten Inflationsschutz. Zwar sind bei ihnen der Nennwert und die Zinsen preisindexiert. Doch das alleine macht ja noch nicht den Ertrag aus, sondern auch der jeweils aktuelle Preis, zu dem solche Inflation Linker angeboten werden und der ist derzeit deutlich über dem Nennwert und auch deutlich über klassische Staatsanleihen. Dies, weil in den Inflation Linkern aktuell eine sehr hohe erwartete Teuerungsrate eingepreist ist.
Was man allerdings oftmals vergisst ist, dass die umlagefinanzierte staatliche Pension, die wir uns großteils selbst mit unseren Pensionsbeiträgen bezahlen, einen sehr guten Inflationsschutz bietet. Denn die Pensionsauszahlungen werden gesetzesgemäß mit der Höhe der Inflationsrate validiert, in den letzten beiden Jahrzehnten – zumindest in Österreich – auch noch um einiges mehr. Die staatliche Pension stiege somit mehr als die Inflation. Mit beginn nächsten Jahres sollen in Österreich die Pensionisten laut Gesetz um 5,8 Prozent mehr bekommen, das entspricht der durchschnittlichen Inflationsrate der Monate August 2021 bis Juli 2022. Gefordert werden sogar zehn Prozent.
Die Guthaben der aktiven Arbeitnehmer auf ihren Pensionskonten werden jedoch „nur“ um 3,1 Prozent aufgewertet, recherchierte Martin Kwauka, Initiator des Finanzjournalisten Forum, der ein spannendes Pensiongespräch organisierte. Vielen Dank dafür! Sein Forums-Gast Walter Pöltner, bis Ende letzten Jahres Vorsitzender der Alterssicherungskommission ergänzte, dass bei bei höheren Inflationsraten die Schere zwischen der Entwicklung der Beitragsgrundlagen der Aktiven und den Anpassungen der Auszahlungen an die Pensionisten weiter auseinander geht. Lange Rede kurzer Sinn: Die umlagefinanzierte Pension bietet einen sehr guten Inflationsschutz, vorausgesetzt die nächste Pensionsreform kommt bestimmt nicht.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Staatspension #umlagefinanziert #Pension #Inflation #Inflationsschutz #InflationLinker #Immobilien #Aktien #Gold #Kwauka #FinanzjournalistenForum #WalterPöltner #Beitragsgrundlage #Alterssicherungskomission #Anpassungen #Börsenminute
Foto: Unsplash/Helena Lopez
Was man allerdings oftmals vergisst ist, dass die umlagefinanzierte staatliche Pension, die wir uns großteils selbst mit unseren Pensionsbeiträgen bezahlen, einen sehr guten Inflationsschutz bietet. Denn die Pensionsauszahlungen werden gesetzesgemäß mit der Höhe der Inflationsrate validiert, in den letzten beiden Jahrzehnten – zumindest in Österreich – auch noch um einiges mehr. Die staatliche Pension stiege somit mehr als die Inflation. Mit beginn nächsten Jahres sollen in Österreich die Pensionisten laut Gesetz um 5,8 Prozent mehr bekommen, das entspricht der durchschnittlichen Inflationsrate der Monate August 2021 bis Juli 2022. Gefordert werden sogar zehn Prozent.
Die Guthaben der aktiven Arbeitnehmer auf ihren Pensionskonten werden jedoch „nur“ um 3,1 Prozent aufgewertet, recherchierte Martin Kwauka, Initiator des Finanzjournalisten Forum, der ein spannendes Pensiongespräch organisierte. Vielen Dank dafür! Sein Forums-Gast Walter Pöltner, bis Ende letzten Jahres Vorsitzender der Alterssicherungskommission ergänzte, dass bei bei höheren Inflationsraten die Schere zwischen der Entwicklung der Beitragsgrundlagen der Aktiven und den Anpassungen der Auszahlungen an die Pensionisten weiter auseinander geht. Lange Rede kurzer Sinn: Die umlagefinanzierte Pension bietet einen sehr guten Inflationsschutz, vorausgesetzt die nächste Pensionsreform kommt bestimmt nicht.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#Staatspension #umlagefinanziert #Pension #Inflation #Inflationsschutz #InflationLinker #Immobilien #Aktien #Gold #Kwauka #FinanzjournalistenForum #WalterPöltner #Beitragsgrundlage #Alterssicherungskomission #Anpassungen #Börsenminute
Foto: Unsplash/Helena Lopez
2 Minuten
Also, das Banken von steigenden Zinsen profitieren sehe ich ein. Dass sie sich aus EZB-Geldern aber ein zusätzliches Körberlgeld holen, wie Reuters berichtet, nicht. Und so läuft´s: Die EZB hat den Geschäftsbanken im Euroraum Sonderkreditspritzen, sogenannte „TLTRO III“ gewährt, damit sie die Wirtschaft in der Corona-Krise ausreichend mit Liquidität versorgen und günstige Finanzierungen anbieten können. Die EZB hat den Banken insgesamt 2,6 Billionen Euro super günstig und langfristig zur Verfügung gestellt. Davon wurden bis September der EZB frühzeitig erst 6,5 Milliarden Euro zurückbezahlt. Was sie mi dem Geld machen? Es günstig weiterverleihen? Keineswegs. Sie parken das Geld völlig risikolos bei den Notenbanken und bekommen dafür inzwischen auch noch 0,75 Prozent Einlagenzinsen. Als Banken-Aktionär finde ich das lustig, als Kreditnehmer, der mit deutlich schlechteren Konditionen kämpft, nicht. Ich bin gespannt ob das am 27. Oktober bei der nächsten EZB-Sitzung ein Thema wird, ob man diese von der EZB gewährten und dort wieder geparkten Überschussreserven zumindest mit null und nicht mit 0,75 Prozent verzinst. Ich fürchte, man längt alle Aufmerksamkeit auf die weiteren Zinserhöhungen, um von dem Bankenbonus abzulenken. Denn es sind - wieder einmal - vor allem Italiens kränkelnden Banken, die an dieser Kreditspritze hängen. Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank! Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin. #EZB #Banken #Körberlgeld #Sonderkredite #Kreditspritzen #Geld #TLTROIII #Notenbanken #Konditionen #Italien #Börsenminute #Zinserhöhung #Euro Foto: Unsplash/Mufid-majnun
3 Minuten
Ich bin zwar nicht so ein großer Porsche-Fan wie mein kleiner Bruder. Dafür bin ich seit rund fünf Jahren ein Fan der Porsche SE-Aktien. Vor allem deshalb, weil sie so gut performen: Plus 33 Prozent in fünf Jahren. Was mir an der Porsche SE Aktie noch gefällt: Sie hält 53,3 Prozent an der Volkswagen AG. Deshalb hat die Porsche Holding-Aktie am Montag auch vom Börsengang der Porsche AG profitiert und knapp vier Prozent zugelegt. Die Porsche AG wurde von der Volkswagen AG abgespalten. Mit einem Emissionsvolumen von 8,7 bis 9,4 Milliarden Euro ist sie der größte Neuzugang am deutschen Börsenparkett seit 25 Jahren.
Jetzt notieren zur allgemeinen Verwirrung drei verschiedene Aktien aus der Marken-Werkstätte an der Deutschen Börse: Im DAX die Porsche Holding AG und Volkswagen AG und im Prime Standard die Porsche AG. Warum machen die Porsche-Hauptaktionäre, die Familien Piech und Porsche das? Weil sie wohl immer schon mehr Anteile am beziehungsweise Einfluss auf das Filetstück Porsche haben wollten, was sie sich mit dieser Filetierung des VW-Konzerns gesichert haben: 25 Prozent und eine Aktien der Porsche AG gehen an die Porsche SE, worüber ich mich als Porsche SE -Aktionärin natürlich freue. Wer rein auf Porsche setzen will, erwirbt besser die herausgelöste Porsche AG, die sich wahrscheinlich auch in China gut verkaufen lässt. Schon als Großaktionäre zugeschlagen haben der norwegische Staatsfonds, Abu Dhabi, Katar und die US-Fondsgesellschaft T. Row Price. Wer auf den Unternehmergeist der Familien Piech und Porsche setzen möchte, wird besser Porsche Holding SE-Aktienbesitzer: Neben dem VW- und Porscheanteilen hält die Holding diverse Beteiligungen etwa an Isar Aerospace Inrix oder auch an den 3D-Druckspezialisten Markforged.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#PorscheAG #VW #Volkswagen #PorscheHolding #China #Europa #USA #Katar #NorwegischeStaatsfonds #AbuDhabi #TRowPrice #Piech #DAX #StandardPrime #IsarAerospaceInrix #Markforged
Jetzt notieren zur allgemeinen Verwirrung drei verschiedene Aktien aus der Marken-Werkstätte an der Deutschen Börse: Im DAX die Porsche Holding AG und Volkswagen AG und im Prime Standard die Porsche AG. Warum machen die Porsche-Hauptaktionäre, die Familien Piech und Porsche das? Weil sie wohl immer schon mehr Anteile am beziehungsweise Einfluss auf das Filetstück Porsche haben wollten, was sie sich mit dieser Filetierung des VW-Konzerns gesichert haben: 25 Prozent und eine Aktien der Porsche AG gehen an die Porsche SE, worüber ich mich als Porsche SE -Aktionärin natürlich freue. Wer rein auf Porsche setzen will, erwirbt besser die herausgelöste Porsche AG, die sich wahrscheinlich auch in China gut verkaufen lässt. Schon als Großaktionäre zugeschlagen haben der norwegische Staatsfonds, Abu Dhabi, Katar und die US-Fondsgesellschaft T. Row Price. Wer auf den Unternehmergeist der Familien Piech und Porsche setzen möchte, wird besser Porsche Holding SE-Aktienbesitzer: Neben dem VW- und Porscheanteilen hält die Holding diverse Beteiligungen etwa an Isar Aerospace Inrix oder auch an den 3D-Druckspezialisten Markforged.
Wenn Euch diese Podcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die BÖRSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterstützt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die persönliche Meinung der Autorin.
#PorscheAG #VW #Volkswagen #PorscheHolding #China #Europa #USA #Katar #NorwegischeStaatsfonds #AbuDhabi #TRowPrice #Piech #DAX #StandardPrime #IsarAerospaceInrix #Markforged