zeb Sound of Finance Archiv
156 Episoden
41 Minuten
In dieser Folge von Sound of Finance geht es um eine Frage, die für Regionalbanken strategisch entscheidend werden könnte: Was passiert, wenn künstliche Intelligenz nicht mehr nur unterstützt, sondern selbst vergleicht, empfiehlt und verhandelt? zeb.Berater:innen Simon Mühlon und Angelika Schumann sprechen darüber mit Prof. Dr. Niklas Kühl, Professor für Wirtschaftsinformatik und humanzentrische Künstliche Intelligenz an der Universität Bayreuth. Im Zentrum steht die Frage, wie KI-Agenten die Beziehung zwischen Bank und Kund:innen verändern – und ob Regionalbanken künftig Gefahr laufen, zur austauschbaren Produktfabrik zu werden. Die Episode zeigt: Der technologische Wandel verschiebt nicht nur Prozesse, sondern auch Machtverhältnisse an der Kundenschnittstelle. Wenn persönliche KI-Agenten Konditionen vergleichen oder Entscheidungen vorbereiten, müssen Banken neu definieren, worin ihr Mehrwert liegt. Gleichzeitig gewinnt der Mensch nicht an Bedeutung, weil KI unwichtig wäre, sondern weil Vertrauen, kritische Reflexion und Verantwortung gerade im KI-Zeitalter knapper werden. Kapitelpunkte • 00:07 Einführung: Regionalbanken im Zeitalter von KI-Agenten • 01:20 Vorstellung Prof. Dr. Niklas Kühl und seine aktuelle KI-Perspektive • 02:43 Warum 2026 anders ist: Frontier-Modelle, Souveränität und Regulierung • 04:20 Gedankenexperiment: Eine Regionalbank auf der grünen Wiese • 06:29 Wer besitzt künftig die Kundenschnittstelle – Bank, Berater:in oder Agent? • 09:47 Wird die Bank zur Produktfabrik? • 12:40 Regionale Nähe als Wettbewerbsvorteil oder romantischer Restbestand? • 15:12 Wann darf KI selbst handeln – und wo braucht es menschliche Kontrolle? • 20:16 Human in the Loop, Automation Bias und Rubber-Stamping • 24:43 Warum Verifikation zur zentralen Fähigkeit wird • 30:01 Junior Gap, Future Skills und Arbeitsmarkt im KI-Zeitalter • 34:01 Regionalbank 2030: Was bleibt menschlich, was wird automatisiert? • 39:54 Was für Regionalbanken künftig knapper wird: menschliche Kompetenz 1. KI-Agenten können die Kundenschnittstelle im Banking grundlegend verändern, weil sie künftig nicht nur informieren, sondern im Auftrag von Kund:innen vergleichen und verhandeln könnten. 2. Regionalbanken müssen ihre Stärke neu begründen: nicht über reine Konditionen, sondern über Vertrauen, regionale Nähe, Beziehungskompetenz und effiziente KI-gestützte Prozesse im Hintergrund. 3. „Human in the Loop“ reicht nicht als Beruhigungsformel. Entscheidend ist, ob Menschen tatsächlich kontrollieren, kritisch reflektieren und KI-Ergebnisse fachlich einordnen können. Jetzt reinhören und erfahren, welche Rolle Regionalbanken im KI-Zeitalter spielen können – und warum menschliche Kompetenz dabei nicht weniger, sondern wichtiger wird.
16 Minuten
„Agilität ist für uns kein Projekt, Agilität ist Teil unseres Denkens.“ Im Interview mit Patrick Neumann, Senior Manager, zeb, zeigen Matthias Knopp und Dr. Richard Horn von der SDK - Süddeutsche Krankenversicherung a. G., wie Agilität zur Selbstverständlichkeit wird kundenzentriert, messbar und getragen von einer starken Agile Guide Community. 3 Kernbotschaften aus dem Interview: Wir stülpen Agilität nicht über alle drüber, wir setzen Agilität dort ein, wo sie echten Nutzen erzeugt Unsere Agile Guides machen den Unterschied sie erzeugen spürbare kulturelle Wirkung im Alltag und liefern gleichzeitig betriebswirtschaftlichen Mehrwert indem wir durch die Agile Guide Community bereits 3,5 MAK eingespart haben Agile Methoden und das richtige Mindset gehören zusammen und sind wichtig aber am Ende zählt immer, was beim Kunden ankommt.
24 Minuten
Transformation gelingt auch ohne Krise! Dr. Jürn Schmelzer, Leiter der Organisationsentwicklung der DekaBank, hat im Gespräch mit Martin Fürst, Expert Partner im zeb consulting, konkrete Praxiseinblicke in den Transformationsweg der Deka geteilt: vom strategischen Zielbild über das Transformationsdesign auf Führungs- und Teamebene bis hin zu persönlichen Learnings aus über fünf Jahren Veränderung. 3 Kernbotschaften aus dem Interview: Transformation braucht ein klares Zielbild und wirkt, wenn Ergebnisorientierung, Veränderungsfähigkeit und gemeinsame Ziele systematisch zusammenspielen. Top-down und Bottom-up parallel angehen – im Gegenstromverfahren entsteht die eigentliche Wirkung. Beispielsweise verankert ein starkes Multiplikator*innen-Modell Veränderung im System – jenseits der Führungslinie. Erleben schlägt Etikett: Relevante Mehrwerte im Alltag schaffen die Grundlage, auf der Transformation wirklich trägt.
25 Minuten
Lasst uns vom Ergebnis her denken. Ortwin Riske, Interim Servicefeld Lead Portfolio Steering & Pricing, bei der Atruvia AG, hat im Gespräch mit Marion Pfaller, Senior Managerin bei zeb consulting, konkrete Praxiseinblicke in die agile Portfoliosteuerung bei der Atruvia geteilt: von Ergebnisorientierung und Transparenz über zyklische Priorisierung bis hin zum bewussten Umgang mit Depriorisierung und Plananpassung. 3 Kernbotschaften aus dem Interview: Agilität ist kein Selbstzweck, sondern eine Antwort auf Komplexität. Entscheidend ist, in kurzen Zyklen zu prüfen, zu lernen und nachzusteuern. Gute Portfoliosteuerung lenkt die Energie des Unternehmens dorthin, wo der größte Wert entsteht, transparent für Mitarbeitende und Kunden. Wirksam wird Priorisierung erst dann, wenn Organisationen auch bewusst entscheiden, was sie nicht tun und den Blick konsequent auf das gewünschte Ergebnis richten.
41 Minuten
Der Unterschied im Markt sind die Menschen. Rolf Sünderbruch, Vorstandsvorsitzender der Weser-Elbe Sparkasse, hat im Gespräch mit Patrick Neumann konkrete Praxiseinblicke in den Veränderungsweg der WESPA geteilt: von Vertrauen und Freiräumen über die veränderte Führungsrolle bis hin zu Kundenzentrierung und der neuen Leuchtturmstruktur. 3 Kernbotschaften aus dem Interview: Veränderung entsteht nicht durch immer feinere Systeme, sondern dann, wenn Organisationen die Kraft, Kreativität und den Leistungswillen ihrer Mitarbeitenden nutzen und ihnen Vertrauen und Freiraum geben. Führung verändert sich grundlegend: weg von der Spitze der Pyramide, hin zur Mitte des Teams. Entscheidend ist die Frage, was Menschen brauchen, um erfolgreich arbeiten zu können. Kundenzentrierung wird dort wirksam, wo Teams enger zusammenarbeiten, Silos aufbrechen und Kundinnen und Kunden vor Ort direkt die passende Unterstützung bekommen.
23 Minuten
Transformation braucht Mut, Konsequenz und die Menschen im System Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid, spricht im Interview mit Marion Pfaller, Senior Managerin bei zeb consulting, über die spannende Transformationsreise seiner Sparkasse und darüber, warum Veränderung nur dann wirkt, wenn sie konsequent verfolgt und gemeinsam getragen wird. 3 Kernbotschaften aus dem Interview: Nicht bis ins Letzte durchplanen, sondern ins Tun kommen und mutig sein, auf dem Weg zu lernen. Kundenzentrierung entsteht dort, wo Mitarbeitende Verantwortung übernehmen können und Kunden die Veränderung konkret erleben. Transformation ist keine reine Top-down-Aufgabe des Vorstandes. Sie braucht die Führungsmannschaft, breite Beteiligung der Mitarbeitenden und ein gemeinsames Durchhalten auch in anstrengenden Etappen.
27 Minuten
Mobile Investing zwischen ETF-Boom und Preisdruck: Wie Banken ihre Rolle neu definieren müssen Mobile Investing ist vom Nischenthema zum Massenmarkt geworden. Die Zahl der Depots steigt seit Jahren, ETFs entwickeln sich zunehmend zum Standardprodukt vieler Privatanleger, und mit einer neuen Generation von Selbstentscheidern verändern sich die Anforderungen an Banken grundlegend. Im Zentrum steht dabei nicht mehr die Frage, welche Produkte angeboten werden, sondern wie einfach, transparent und zuverlässig das Investitionserlebnis gestaltet ist. In dieser Episode von Sound of Finance spricht Clara Cardaun, Senior Consultant bei zeb, mit ihrem Kollegen und einem der Studienautoren George Stylianou, Manager, über die Ergebnisse einer aktuellen zeb-Studie zum Mobile Investing. Die Analyse zeigt einen Markt, der gleichzeitig wächst und unter zunehmendem Wettbewerbsdruck steht. Während Neobroker in den vergangenen Jahren mit einfachen Angeboten, attraktiven Preisen und intuitiven Apps Millionen von Kundinnen und Kunden für sich gewinnen konnten, suchen etablierte Banken nach Antworten auf die veränderten Erwartungen ihrer Zielgruppen. Besonders deutlich wird der Wandel am Erfolg von ETFs. Was einst als Produkt für eher erfahrene Investorinnen und Investoren galt, hat sich zum bevorzugten Instrument vieler Selbstentscheider entwickelt. Dahinter steckt mehr als ein kurzfristiger Trend: Anleger beschäftigen sich heute deutlich aktiver mit Vermögensaufbau und Altersvorsorge und treffen ihre Anlageentscheidungen zunehmend eigenständig über digitale Kanäle. ETFs profitieren dabei von ihrer Einfachheit, ihrer Transparenz und ihrer leichten Verständlichkeit. Die Studie zeigt zugleich, dass viele Banken die Prioritäten ihrer Kundinnen und Kunden immer noch unterschätzen. Für die Mehrheit der Selbstentscheider stehen niedrige Kosten, eine intuitive Nutzerführung sowie Sicherheit und Stabilität der Plattform deutlich höher im Kurs als eine maximale Produktbreite. Wer junge Anleger erreichen will, muss daher vor allem ein überzeugendes digitales Nutzungserlebnis schaffen. Spannend ist insbesondere die Entstehung eines neuen Wettbewerbssegments, das zeb als „Discount Plus“ beschreibt. Gemeint sind Angebote, die die Preislogik und Einfachheit von Neobrokern mit den traditionellen Stärken etablierter Banken verbinden – etwa Servicequalität, Betreuung und Vertrauen. Diese Entwicklung verändert die Marktstruktur nachhaltig und erhöht den Druck auf alle Anbieter, ihre strategische Positionierung zu schärfen. Für Banken ergibt sich daraus eine zentrale Frage: Wie lässt sich die nächste Generation von Kundinnen und Kunden gewinnen, ohne die eigenen Stärken aufzugeben? George Stylianou skizziert dazu drei strategische Leitplanken: eine konsequente Mobile Excellence, einfache und wettbewerbsfähige Preismodelle sowie ein Serviceerlebnis, das auch in kritischen Situationen Vertrauen schafft. Denn im Wettbewerb um das Depot geht es längst nicht mehr nur um Brokerage. Es geht um den Zugang zu den Privatkundinnen und Privatkunden von morgen. Jetzt reinhören und erfahren, warum die Zukunft des Privatkundengeschäfts zunehmend auf dem Smartphone entschieden wird.
29 Minuten
Compliance im Fintech: Enabler statt Geschäftsverhinderer Wie baut man Compliance in einem schnell wachsenden Fintech auf, ohne Innovation auszubremsen? In dieser Folge von Sound of Finance spricht Dr. Saskia Hohe, Partnerin im zeb, mit René Hofer, CRO und CCO bei Holvi. Gemeinsam diskutieren sie, wie eine risikoorientierte Compliance-Organisation entsteht, warum Kommunikation wichtiger ist als perfekte Frameworks und was etablierte Banken von Fintechs lernen können. Darum geht's in dieser Folge • Warum Compliance nicht mit dem perfekten Rahmenwerk beginnt, sondern mit dem Verständnis des Geschäftsmodells. • Wie Holvi Prioritäten entlang konkreter Risiken statt regulatorischer Idealbilder setzt. • Weshalb Akzeptanz im Unternehmen entscheidend für wirksame Compliance ist. • Warum der offene Dialog mit Aufsichtsbehörden ein Erfolgsfaktor sein kann. • Welche Herausforderungen durch AMLA, AMLR, FiDA und PSD3 auf Institute zukommen. • Was große Banken von Fintechs beim Thema Compliance lernen können. Drei zentrale Erkenntnisse: 1. Compliance sollte aus den tatsächlichen Risiken des Geschäftsmodells abgeleitet werden – nicht aus theoretischen Idealbildern. 2. Kulturarbeit ist keine einmalige Aufgabe. Vertrauen entsteht durch kontinuierlichen Austausch und frühe Einbindung aller Beteiligten. 3. Erfolgreiche Compliance braucht Empathie, Kommunikationsstärke und ein tiefes Verständnis für das eigene Geschäft.
20 Minuten
Wie wird aus einem Praktikum der Start einer langfristigen Karriere? In dieser Episode von Sound of Finance sprechen Laisa Helmers und Julian Schmeing über ihren Weg zu zeb – vom ersten Praktikum über das zeb Talents-Programm bis hin zum Festeinstieg. Während Laisa nach ihrem Praktikum Anfang 2026 als Consultant gestartet ist, blickt Julian inzwischen auf rund zehn Jahre bei zeb zurück und ist heute Partner im Bereich Asset Management & Markets Infrastructure. Im Gespräch mit ihrem Kollegen Dr. Martin Wolfslast geht es darum, wie das zeb Talents-Programm den Kontakt zu ehemaligen Praktikantinnen und Praktikanten hält, welche Rolle Events, Netzwerke und der sogenannte "Career Development Counselor" spielen und warum persönliche Begleitung beim Einstieg einen echten Unterschied machen kann. Außerdem erzählen Laisa und Julian, was sie an zeb überzeugt hat: die Menschen, die Projekte, die Themen und die Möglichkeit, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. In dieser Episode erfährst du: • wie der Einstieg bei zeb über Praktikum und das Talents-Programm funktionieren kann • warum Mentoring und persönliche Entwicklung beim Berufseinstieg so wichtig sind • wie Events und Netzwerke den Kontakt zu zeb während des Studiums stärken • was den Übergang vom Praktikum zur Festanstellung erleichtert • welche Skills aus der Beratung auch im Studium und Alltag weiterhelfen • warum Neugier, Offenheit und Eigeninitiative zentrale Erfolgsfaktoren sind
34 Minuten
Climate protection remains one of the defining challenges of our time and the financial services industry has an important role to play in turning ambition into measurable impact. In this episode of our podcast series Sound of Finance, our colleague Dr. Johannes Branahl speaks with Adrian Wons, founder and CEO of Senken GmbH, about the voluntary carbon market, the need for credible carbon credits and how to protect companies from greenwashing risks. The conversation explores why trust is still a key challenge in voluntary carbon markets and why quality, transparency and reliable monitoring are essential for carbon credits to become a credible part of climate strategies. Adrian also explains why carbon markets are no longer just a reputational topic, but increasingly a strategic and economic consideration. For banks, asset managers and insurers, the episode offers a clear view on why voluntary carbon markets deserve attention: from financing and insuring climate projects to managing residual emissions and preparing for possible convergence between voluntary markets and regulated systems such as the EU Emissions Trading System.
32 Minuten
Das Point Zero Forum in Zürich steht kurz bevor. Anlass für uns, mit Matthias Kröner, Managing Director, über die Themen zu sprechen, die dort im Mittelpunkt stehen werden. Also von Digitaler Souveränität über Tokenisierung, Stablecoins und den digitalen Euro bis hin zur Künstlichen Intelligenz. Und, ganz grundsätzlich, über die Frage, welche Rolle Europa im globalen Finanzökosystem spielt bzw. wie es Europa im internationalen Wettbewerb gelingen kann, seine Stärken auszuspielen. Ausgehend von aktuellen Diskussionen in Berlin und Brüssel beschreibt Matthias Kröner, im Gespräch mit Julian Schmeing, Partner bei zeb,dabei eine spürbar positivere Stimmung: Weg von reiner Problemerkenntnis, hin zu konkreter Abstimmung, Umsetzung und neuen europäischen Stärken. Er ordnet ein, warum der Austausch über Regionen hinweg immer wichtiger wird und welche Rolle dabei das Global Finance and Technology Network (GFTN), aber auch das Point Zero Forum oder das Singapore Fintech Festival dabei spielen.
27 Minuten
Der Nachhaltigkeitsdiskurs ist zwar leiser geworden, aber in den Unternehmen läuft die ESG-Transformation weiter. In dieser Folge spricht Dr. Martin Wolfslast, Berater im zeb, mit Christina Rahtgens, Managing Partner, Silvester Group, und Expertin für Expertin für Unternehmenskommunikation und Reporting. Ihre Themen reichen von der Diskussion darüber, warum der öffentliche Fokus abgenommen hat und welche Rolle Regulierung und Unsicherheit spielen bis hin zu der Frage, was es mit dem neuen Trend zum „Green Hushing“ auf sich hat. Key Takeaways • Nachhaltigkeit verschwindet nicht – sie wird aber in vielen Organisationen „operativer“ und weniger offensiv gehandhabt. • Regulatorische Dynamik und Unklarheit (Stichwort „Omnibus“) erzeugen Zurückhaltung – besonders in der externen Kommunikation. • Banken bleiben ein zentraler Hebel für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft.
50 Minuten
Seit Montag, 1. Juni 2026, ist klar: Deutschland wird die EU-Entgelttransparenzrichtlinie nicht fristgerecht in nationales Recht umsetzen. Für Sparkassen und andere Finanzdienstleister bedeutet das aber keineswegs Entwarnung. Im Gegenteil: Der Handlungsdruck steigt eher noch. In dieser Folge unseres Podcast zeb.Sound of Finance sprechen zwei unserer zeb.HR-Expert:innen - Christian Kossendey und Johanna Szabó - darüber, warum die ausgebliebene nationale Umsetzung kein Grund zum Abwarten ist, welche unmittelbaren Risiken sich insbesondere für Finanzdienstleister ergeben und weshalb die Richtlinie schon jetzt bei der rechtlichen Auslegung eine wichtige Rolle spielt. Im Mittelpunkt stehen die neuen Anforderungen an Vergütungssysteme, Recruiting, Auskunftsansprüche und Berichtspflichten – ebenso wie die Frage, welche Besonderheiten tarifgebundene Häuser beachten müssen. Außerdem geht es um außertarifliche Zulagen, variable Vergütung und die praktische Vorbereitung in den Instituten: von aktuellen Stellenbeschreibungen über die Prüfung von Lohnarten bis hin zu belastbaren Kriterien für transparente und diskriminierungsfreie Vergütungsstrukturen. Die Folge zeigt: Auch ohne deutsches Umsetzungsgesetz ist die Richtlinie für viele Häuser längst ein Thema der Gegenwart.
38 Minuten
Germany faces a massive investment task: modernising infrastructure, supporting innovation and securing retirement outcomes in an ageing society. In this episode of Sound of Finance, our colleague Dr. Johannes Branahl speaks with Arved Kolle, Managing Director from AFME, the Association for Financial Markets in Europe, about how capital markets can help mobilise long-term funding—often cited as roughly €1.4 trillion by 2030—if the right incentives, products and reforms are put in place. We discuss the investment gap, household participation, the startup ecosystem, demographic pressures, and what policymakers should prioritise next. Key takeaways • Why closing Germany’s long-term investment gap requires both public action and private capital at scale. • How product innovation and better investor access can increase household participation in capital markets. • What needs to change to channel capital more efficiently—across sectors and across EU member states. • Why a stronger startup and scale-up ecosystem depends on deeper pools of risk capital. • How demographic trends increase urgency for pension reform—and what that means for capital market policy. • A practical lens on current proposals (including the ‘Altersvorsorge Depot’) and the trade-offs policymakers face.
46 Minuten
In dieser Episode von Sound of Finance spricht unser Kollege Dr. Jens Wiegel, Senior Manager und Experte für Private Banking und Wealth Management im zeb, mit Sven Gabor Janszky, Gründer und Leiter eines der größten Zukunftsforschungsinstitute Europas. Sven gewährt uns exklusive Einblicke in seine Methodik und erklärt, wie er die Eintrittswahrscheinlichkeit technologischer Entwicklungen bewertet – von Quantencomputing über synthetische Biologie bis hin zu Robotics und Kernfusion. Das erwartet euch in dieser Episode: • Welche Megatrends – KI, Longevity, Robotics und Kernfusion – die Finanzwelt grundlegend verändern werden • Wie Anleger diese Entwicklungen frühzeitig erkennen und für sich nutzen können • Warum Banken und Vermögensverwalter ihre Geschäftsmodelle jetzt neu denken müssen • Was Digitalwährungen und neue Zahlungssysteme für Private-Banking-Kunden bedeuten • Wie ein bedingungsloses Grundeinkommen die Finanzsysteme künftiger Generationen prägen könnte Sven Gabor Janszky ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher Europas und Leiter des 2b AHEAD ThinkTanks. Seine Prognosen basieren auf systematischen Interviews mit Innovationsführern aus den relevantesten Technologiebereichen weltweit.