Konzerteinführung digital

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Digitale Konzerteinführung | Cello-Matinée
07.04.2026
18 Minuten
Die Geschichte der Dresdner Philharmonie ist untrennbar auch mit ihren Instrumenten verbunden. Sie tragen Erinnerung, Identität und Klangtradition in sich – und sie erzählen von Glanz, Verlust und Neubeginn. Ein großer Teil des historischen Instrumentenbestands der Dresdner Philharmonie ging im Zweiten Weltkrieg verloren. 1945 wurden zahlreiche Instrumente, die im Archiv des Orchesters aufbewahrt waren, durch einen Brand zerstört. Mit ihnen verbrannten nicht nur die Instrumente, sondern auch ein Stück musikalischer Geschichte Dresdens. Durch eine großzügige Spende war es nun möglich, zwei sehr wertvolle Instrumente für die Dresdner Philharmonie zu erwerben. Dabei handelt es sich um eine Violine von Antonio Gragnani und ein Violoncello von Santino Lavazza, beide stammen aus dem 18. Jahrhundert. Besonders schön ist, dass das Cello bereits eine Verbindung zu Dresdner und zur Dresdner Philharmonie aufweist, gehörte es doch einst Enrico Mainardi, der in den 1920er Jahren zu Beginn seiner internationalen Karriere ebenfalls Solocellist der Dresdner Philharmonie war. Konstanze Pietschmann, neue Solocellistin der Dresdner Philharmonie, wird das Cello vorstellen und in vielen weiteren Konzerten der Dresdner Philharmonie zum Klingen bringen. Robert Lis spielt die neue Geige, die künftig den Klang der Violinen der Dresdner Philharmonie mit prägen wird. Boris Giltburg, unser aktueller Artist in Residence, begleitet in diesem Kammerkonzert die beiden Streicher.
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Digitale Konzerteinführung | Sir Donald mit Debussy
23.03.2026
12 Minuten
Claude Debussys „Prélude à l'après-midi d'un faune“ ist ein Meisterwerk des Impressionismus. Inspiriert von einem Gedicht des Symbolisten Stéphane Mallarmé, malt die Musik das Bild eines träumenden Fauns an einem warmen Nachmittag. Mit schwebenden Flötenklängen und sanften Harmonien entführt Debussy in eine Welt zwischen Traum und Realität – ein Sinnesrausch in Klang. Nicht viele Werke des 20. Jahrhunderts stehen heute so selbstverständlich auf den Konzertprogrammen wie die Musik des 1986 gestorbenen Maurice Duruflé. Besonders seine geistliche Vokalmusik erfreut sich anhaltender Beliebtheit, sicherlich auch wegen ihrer eingängigen Klangsprache. Duruflé hatte wenig Interesse daran, mit der Tradition zu brechen, in seinem Requiem von 1947 setzte er sich mit der Vorlage des zwei Generationen älteren Gabriel Fauré auseinander und ließ seiner Begeisterung für den Gregorianischen Choral freien Lauf. Rückwärtsgewandt ist das Werk dennoch nicht: Im Gegensatz zu den opernhaften Vertonungen der Totenmesse im 19. Jahrhundert rückte Duruflé weniger die Qualen des Jüngsten Gerichts als die jenseitige Erlösung in den Mittelpunkt. Chefdirigent Sir Donald Runnicles und der MDR-Rundfunkchor verleihen diesem Werk mit ihrer Sensibilität und Klangschönheit eine besondere Intensität.
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Digitale Konzereinführung | Symphonie fantastique
16.03.2026
16 Minuten
Camille Saint-Saëns' Zweites Klavierkonzert gehört zu den vielseitigsten Werken der romantischen Klavierliteratur. Mit seinem ungewöhnlichen Aufbau beginnt es wie eine improvisierte Fantasie, bevor es sich zu einem virtuosen und rhythmisch markanten Finale steigert. Behzod Abduraimov, einer der führenden Pianisten seiner Generation, interpretiert das Werk mit technischer Brillanz und musikalischer Tiefe und bringt die kontrastreichen Stimmungen dieses Konzerts eindrucksvoll zur Geltung. Hector Berlioz' „Symphonie fantastique“ ist ein Meilenstein der Programmmusik und erzählt in fünf Sätzen die leidenschaftliche und zunehmend alptraumhafte Vision eines jungen Künstlers. Die vielschichtige Instrumentation, von lyrischen Melodien bis hin zu düsteren Klängen des „Hexensabbats“, macht das Werk zu einem eindrucksvollen Beispiel romantischer Klangkunst.
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Digitale Konzerteinführung | Elektra
24.02.2026
10 Minuten
Mit „Elektra“ schuf Richard Strauss eines der packendsten und emotional intensivsten Werke der Opernliteratur. Die Geschichte, basierend auf der antiken Tragödie, handelt von Elektras unbändigem Verlangen nach Rache für den Mord an ihrem Vater. Das Drama entfaltet sich in einer einzigen, fieberhaft spannungsgeladenen Szene – ein Meilenstein in der Musikgeschichte. Strauss’ Partitur ist ein Klanggewitter, das mit gewaltigen Orchestermassen und feinster emotionaler Nuancierung die inneren Abgründe der Figuren hörbar macht. Er verbindet schroffe Dissonanzen mit Momente von schmerzhafter Schönheit und entführt die Zuhörer in eine packende psychologische Studie. Unter der Leitung von Sir Donald Runnicles, der weltweit für seine Strauss-Interpretationen gefeiert wird, entfaltet „Elektra“ konzertant ihre ganze Wucht. Ohne Bühnenbild, aber mit einem voll besetzten Orchester und einer hochkarätigen Solistenriege, stehen die Musik und das Drama im Mittelpunkt.
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Digitale Konzerteinführung | Aus der neuen Welt
24.02.2026
11 Minuten
Alma Mahlers Sieben Lieder führen unmittelbar in die Welt der Jahrhundertwende: Emotionen zwischen Melancholie und Hoffnung, vertont mit einer tiefen, fast intimen Ausdruckskraft. In der Bearbeitung für mittlere Stimme und Orchester entfalten sie eine klangliche Dimension, die zugleich berührt und inspiriert. Ganz anders Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9, bekannt als „Aus der Neuen Welt“. Sie schlägt die Brücke zwischen zwei Kontinenten und gießt die Eindrücke eines Lebens im fremden Amerika in große sinfonische Bögen. Sehnsucht klingt hier wie eine ferne Erinnerung, pulsierend und doch voller Weite. Dvořáks berühmtes Englischhorn-Thema, oft als „Lied des einsamen Wanderers“ bezeichnet, fesselt ebenso wie die dynamischen Kontraste zwischen Dramatik und zarter Lyrik. Ein Abend, der ganz unterschiedlichen Klangwelten nachspürt – und zeigt, wie unterschiedlich musikalische Sehnsucht klingen kann.
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Über diesen Podcast

Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische Erlebnis und bringt Erkenntnisgewinn. Um noch mehr Publikum zu erreichen und auch um die Beschäftigung mit einem Werk weiter zu intensivieren, stellen wir Ihnen unsere Einführungen mit der Reihe "Konzerteinführung digital" nun auch als Podcast zur Verfügung.
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