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"Oh to Believe in Another World 14.02"
30.01.2026
15 Minuten
Es ist schon etwas Besonderes, einen Film zu einer Sinfonie zu schaffen, schließlich ist klassische Musik etwas Abstraktes und lässt viel Raum für Assoziationen. Aber vielleicht ist gerade das der Schlüssel. William Kentridge jedenfalls, dem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2025 einen Schwerpunkt gewidmet haben, hat zu Schostakowitschs Zehnter Sinfonie jede Menge Assoziationen gehabt und sie in einem eindrücklichen Film zum visuell-akustischen Erlebnis gestaltet. Michael Sanderling, der einen exzellenten Ruf als Schostakowitsch-Spezialist genießt, dirigiert diese Sinfonie, während gleichzeitig auf der großen Leinwand Kentridges Film läuft. Knapp zwanzig Jahre war Mozart, als er sein Violinkonzert A-Dur KV 219 vollendete und damit eine Reihe von insgesamt fünf Solokonzerten für Geige abschloss. A-Dur steht bei Mozart stets für eine Fülle von Schönheit. Doch Mozart wäre nicht Mozart, würden sich nicht gelegentlich auch sinistre, ja dämonische Untertöne finden.
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"Oh to Believe in Another World"
30.01.2026
10 Minuten
Unter der Leitung von Michael Sanderling erklingt zum Dresdner Gedenktag mit Dmitri Schostakowitschs Zehnter Sinfonie ein Werk, das tief von den Erfahrungen und Traumata der Stalin-Ära geprägt ist. Schostakowitsch verarbeitete in ihr Dunkelheit, Schmerz und Hoffnung, die auf ganz eigene Weise miteinander ringen. Zu diesem Werk hat der südafrikanische Künstler William Kentridge mit „Oh, To Believe in Another World“ einen Film geschaffen, der Schostakowitschs Sinfonie auf faszinierende Weise interpretiert. Mit seinen charakteristischen Collagen, Animationen und Zeichnungen wirft Kentridge einen poetischen Blick auf die Themen von Verlust und Sehnsucht, die in der Musik anklingen. Musik und Film verschmelzen zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das Gedenken und Kunst miteinander verbindet und gleichzeitig einen finalen Akzent des Kentridge-Schwerpunkts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2025 bildet (mit Ausstellungen im Albertinum, Kupferstich-Kabinett und in der Puppentheatersammlung).
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Lapwood mit Poulenc
30.01.2026
15 Minuten
Unsere Konzertsaalorgel, das „Orchester in einem Instrument“, steht im Zentrum von Francis Poulencs Orgelkonzert – einem Werk voller Gegensätze. Mal tief ernst, fast sakral, dann überraschend verspielt, verbindet Poulenc Tradition und Moderne auf faszinierende Weise. Die Solistin des Abends, Anna Lapwood, eine der aufregendsten Organistinnen ihrer Generation, begeistert mit ihrer Virtuosität und ihrer Fähigkeit, Menschen für klassische Musik zu gewinnen. Die Fünfte Sinfonie des großen Dänen Carl Nielsen gilt als Juwel der Sinfonieliteratur. 1922 uraufgeführt, ist sie die wohl kühnste Schöpfung des ohnehin stets originellen Komponisten. Besonders eindrucksvoll ist die „Schlacht“ zwischen Orchester und einer rebellischen kleinen Trommel, die mitreißende Spannung erzeugt. Im Verlauf der Sinfonie ertönen immer wieder schöne, beruhigende Passagen, in die unvermittelt von aufrüttelnd „bösen“ Steigerungen abgelöst werden – eine aufregende Achterbahnfahrt der Gefühle!
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Digitale Konzerteinführung | Mozart und Korngold
20.01.2026
14 Minuten
Ravels Klavierkonzert in G-Dur ist das wohl am aufregendsten instrumentierte Konzert für ein Soloinstrument mit Orchester. Heiter und brillant zugleich, ist es seit seiner Uraufführung 1932 ein Lieblingswerk des Konzertpublikums. Es beginnt furios mit einem Peitschenknall, erzeugt durch zwei Hölzer, die mit einem Scharnier verbunden sind und aneinandergeschlagen werden. Der zweite, langsame Satz wird oft als eines der schönsten 'Lieder ohne Worte' der Musikgeschichte bezeichnet. Er ist eingebettet in das surreale Zirkusambiente des ersten Satzes mit Anklängen an die baskische Heimat Ravels, Blues- und Jazz-Souvenirs von seinen Amerika-Reisen und das rasante Finale in der Art eines perpetuum mobile. „La valse“ von Ravel muss man wohl kaum beschreiben – der sinfonische Walzer gehört zu den populärsten Werken des 20. Jahrhunderts und versetzt das Publikum regelmäßig in Begeisterung. Begeisterung kann auch das Konzert für Orchester des Polen Witold Lutoslawsi wecken. 1954 wurde es mit großem Erfolg in Warschau uraufgeführt und ist das letzte Werk, in dem sich Lutosławski folkloristischer Elemente bedient. Mit ihm hat der Komponist alles gesagt, was er in dieser Musiksprache zu sagen hatte…
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Digitale Konzerteinführung | Ravel "La Valse"
20.01.2026
18 Minuten
Ravels Klavierkonzert in G-Dur ist das wohl am aufregendsten instrumentierte Konzert für ein Soloinstrument mit Orchester. Heiter und brillant zugleich, ist es seit seiner Uraufführung 1932 ein Lieblingswerk des Konzertpublikums. Es beginnt furios mit einem Peitschenknall, erzeugt durch zwei Hölzer, die mit einem Scharnier verbunden sind und aneinandergeschlagen werden. Der zweite, langsame Satz wird oft als eines der schönsten 'Lieder ohne Worte' der Musikgeschichte bezeichnet. Er ist eingebettet in das surreale Zirkusambiente des ersten Satzes mit Anklängen an die baskische Heimat Ravels, Blues- und Jazz-Souvenirs von seinen Amerika-Reisen und das rasante Finale in der Art eines perpetuum mobile. „La valse“ von Ravel muss man wohl kaum beschreiben – der sinfonische Walzer gehört zu den populärsten Werken des 20. Jahrhunderts und versetzt das Publikum regelmäßig in Begeisterung. Begeisterung kann auch das Konzert für Orchester des Polen Witold Lutoslawsi wecken. 1954 wurde es mit großem Erfolg in Warschau uraufgeführt und ist das letzte Werk, in dem sich Lutosławski folkloristischer Elemente bedient. Mit ihm hat der Komponist alles gesagt, was er in dieser Musiksprache zu sagen hatte…
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Über diesen Podcast

Sich auf die Werke des anstehenden Programms, ihre kompositorischen Eigenheiten, ihre Einordnung in die Musikgeschichte und das Schaffen der Komponisten vorzubereiten, vertieft das musikalische Erlebnis und bringt Erkenntnisgewinn. Um noch mehr Publikum zu erreichen und auch um die Beschäftigung mit einem Werk weiter zu intensivieren, stellen wir Ihnen unsere Einführungen mit der Reihe "Konzerteinführung digital" nun auch als Podcast zur Verfügung.

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