Podcaster
Episoden
08.10.2023
57 Minuten
In dieser Folge erzählen wir euch über unsere Erfahrungen als
Messeteam, wie so eine Messe eigentlich abläuft (bei uns), wie
daraus eine enge Freundschaft gewachsen ist und was für LUSTIGE
Insights wir erlebt haben. Laetitia ist damals die jüngste
Trageberaterin Deutschlands gewesen und hat seither das KAAMI
Team unfassbar unterstützt. In dieser Folge wird viel gelacht und
ihr bekommt einen Einblick in die Hintergründe im KAAMI
Team!
Mehr
25.09.2023
42 Minuten
Birgit Behnke, Ernährungsberaterin und Coach für Darmgesundheit
erzählt uns, was wichtig ist bei den Beschwerden während der
Schwangerschaft und nach der Geburt! Wir sprechen auch darüber,
wie ihr euren Babys und Kindern bereits von Anfang an gute
Impulse für die richtige Darmgesundheit geben könnt. Habt ihr
Fragen? Mailt uns gerne!
Krystyna - krystyna@kaami-slings.com
Birgit - info@energieplus-fitness.de
Mehr
21.09.2023
52 Minuten
In diesem Interview klären wir darüber auf, warum du es dir mit
deinem Ringsling oder Tragetuch schon in der Schwangerschaft so
richtig leicht machen darfst! Nach dem Interview wird DEIN
Lieblingstuch sicherlich dein treuester Begleiter durch diese
spannende Zeit! Danke an Susanne von der Ahé für diese unfassbar
wertvollen Infos! Ihr könnt Susanne hier erreichen:
http://www.hypnobirthing-info.de Bei Fragen, schreibt mir oder
ihr gerne eine e-Mail: Krystyna - krystyna@kaami-slings.com
Susanne - info@sanfteweise.de die schönen Tagebücher sind von
www.kaami-slings.com
Mehr
28.08.2021
6 Minuten
Gewebte Tragetücher sind diagonal elastisch, das bedeutet, dass
sie weder in der Länge, noch in der Breite nachgiebig sind,
sondern lediglich über die Diagonale. Dies ist wichtig, damit das
Baby in einem gut gebundenem Tragetuch bereits mit nur 1 Lage
ausreichend gestützt ist.
Im Vergleich mit dem elastischen Tragetuch wird deutlich, dass
eine zu hohe Elastizität ein Baby eintägig gebunden nicht
ausreichend stützen würde. Daher verlaufen elastische Tragetücher
auch immer dreitägig über den Rücken des Kindes.
Der Vorteil der Diagonalelastizität liegt darin, dass sich das
Gewebe trotz der guten Stützung an den Körper anschmiegt und
dadurch sehr bequem für Kind und Tragenden ist.
Gewebte Stoffe bestehen aus mehreren Fäden die ineinander
verwoben werden. Da gibt es zum einen die Fäden die in
Längsrichtung verlaufen und quasi das Grundgerüst des Stoffes
darstellen. Diese Fäden nennt man Kettfäden bzw. Kette.
Durch diese Kettfäden wird dann der sogenannte Schussfaden
gewebt. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Schulzeit und
die kleinen Webrahmen. Der Faden auf dem Schiffchen ist der
Schuss und die bereits aufgezogenen Fäden an dem Webrahmen sind
die Kette. Der Schussfaden wird abwechselnd oder nach einem
Musterprinzip über und unter die Kettfäden gewoben. Je nach
Reihenfolge der Wechsel entstehen dann verschiedene Gewebe.
Die zahlreichen Bindungsarten lassen sich in drei Grundbindungen
einordnen. Die Leinwandbindung, Köperbindung und Atlasbindung.
Die erste ist die Leinwandbindung. Diese ist zugleich die wohl
einfachste, aber auch festeste Bindung. Hier wechselt der Schuss
einmal über und einmal unter den Kettfaden. Wegen seiner
Festigkeit ist dieses Gewebe daher nur bedingt zum Babytragen
geeignet.
Bei der Köperbindung zeichnet sich das Gewebe dadurch aus, dass
eine oder mehrere Kettfäden übersprungen werden. Das Gewebe wird
dadurch etwas lockerer als bei der Leinwandbindung. Man kann
sagen, je mehr Fäden übersprungen werden, desto lockerer ist das
Gewebe.
Kommen wir zu der Atlas, bzw. Satinbindung. Bei dieser Bindung
kann der Schussfaden auch ein oder mehrere Kettfäden
überspringen, der Unterschied zur Köperbindung liegt darin, dass
die Fadenkreuze nicht nebeneinander, sondern verstreut im Gewebe
liegen. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten im Design und
der Haptik des Gewebes. Auch das bekannte Jaquardgewebe, aus dem
die KAAMI Tragetücher sind, ist eine Form der Atlas, bzw.
Satinbindung.
Tragetücher können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Fasern
gewebt sein. Am Meisten verbreitet dabei sind wohl die
Naturmaterialien Baumwolle, dicht gefolgt von Leinen. Auch andere
Fasern wie Wolle oder Seide werden gerne verwendet.
Baumwolle ist sehr haltbar und unkompliziert und dadurch auch
besonders beliebt. Bei KAAMI achten wir zusätzlich darauf, dass
die Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau kommt und
langfaserig ist. Durch die hohe Qualität glänzt die Baumwolle
besonders schön und fühlt sich seidig weich an.
Welche Materialien ihr wählt, liegt ganz bei euch! Unserer
Erfahrung nach empfehlen wir aber, mit einem leichten und dünnen
Tragetuch aus Bio-Baumwolle anzufangen. Dies ist für Anfänger
besonders geeignet, da das Material weich und einfach in der
Handhabung ist, viel verzeiht, man muss also in der Pflege nicht
besonders viel beachten und auch insgesamt lange haltbar ist.
Mehr
07.08.2021
4 Minuten
Fangen wir in der Steinzeit an, wären Babys nicht getragen
worden, hätten sie schlichtweg einfach nicht überlebt. Sie
zurückzulassen, während der Arbeit, Jagd oder während die Horde,
bzw. der Stamm auf der Suche nach Nahrung weitergezogen ist, war
einfach zu gefährlich und hätte dem Baby keine Überlebenschance
gelassen. Es spricht also für sich, dass die Babys getragen
wurden. Vermutlich zunächst auf dem Arm, ähnlich wie bei unseren
Urahnen, den Affen.
Auch später, als vor knapp 10.000 Jahren die Menschen sesshaft
wurden, wurden Babys weiterhin getragen, sei es bei der
Feldarbeit, beim Tiere hüten oder generell unterwegs.
Damals nutzte man Felle oder Säcke zum transportieren der Kinder.
Es gibt einige Bilder aus dem Mittelalter, in denen getragene
Kinder dargestellt sind. Wer sich die Bilder ansehen möchte, wir
verlinken sie in der Beschreibung zu diesem Podcast!
http://www.bl.uk/manuscripts/Viewer.aspx?ref=royal_ms_2_a_xxii_fs001r
http://www.bl.uk/manuscripts/Viewer.aspx?ref=add_ms_10294!1_f001dr
http://www2.culture.gouv.fr/culture/medieval/francais/c127.htm
https://www.akg-images.de/archive/Drei-Reiter-vor-dem-Wirtshaus-2UMDHUWLEPXE.html
Der Kinderwagen hatte gegen Ende des 19. Jahrhunderts seinen
großen Durchbruch und zog in die wohlhabenderen Häuser in Europa
ein. Queen Victoria aus England machte ihn damals hoffähig und
schon bald war der Kinderwagen ein Zeichen des Wohlstands und zog
in viele Häuser ein. Aber auch davor war Tragen kulturell und
gesellschaftsschichtig unterschiedlich. Der Adel hat seine Kinder
immer mit einer gewissen Distanz erzogen, bzw. durch Ammen und
Kindermädchen betreuen lassen.
In den unteren Gesellschaftsschichten oder anderen Kulturkreisen
konnte man nicht auf Ammen zurückgreifen, und so war das Tragen
der Säuglinge schlichtweg eine Notwendigkeit.
Wenn die Frauen ihr Land bewirten mussten, arbeiten am Feld oder
bei der Ernte verrichteten, waren die Kinder einfach mit einem
Stofftuch, Flecht- oder Holzkorb am Rücken befestigt und dabei.
Mit der Zeit ist das Tragen in unseren Kulturkreisen durch
veränderte Lebensumstände aber mehr und mehr „aus der Mode“
gekommen. Es geriet immer mehr in den Hintergrund, da die
Befriedigung der kindlichen Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung
oftmals mit Verwöhnen gleichgesetzt wurde. Einen sehr großen
Beitrag dazu leistete dann auch die in der NS-Zeit propagandierte
bindungsarme Erziehungsmethode nach Johanna Haarer.
Einen Wandel gab es erst wieder seit den 70er Jahren. Nicht
zuletzt durch Erika Hoffmann, die als Gründerin des ersten
deutschen Tragelabels die Tragetücher wieder nach Europa gebracht
hat. Seitdem passiert so viel, immer mehr Mütter und Väter
erkennen die Vorteile des Tragens wieder, es wird wieder mehr
gestillt und der bedürfnisorientierte Umgang untereinander wird
immer wichtiger. Man hat erkannt, wie wichtig bindungs-wund
bedürfnisorientierte Erziehung für eine gesunde Entwicklung der
Kinder ist.
Das Tragen wird in der sogenannten Attachment Parenting Bewegung
als Zentrales Element des Bindungsaufbaus gesehen. Nicht zuletzt,
weil wir ja wissen, dass das getragen werden ein natürliches
Grundbedürfnis von Babys ist. Dies lässt sich sowohl an den noch
vorhandenen Reflexen erkennen, aber auch daran, dass Kinder seit
jeher getragen wurden. Es liegt seit Anbeginn der Menschheit in
unseren Genen, dass Kinder von ihren Eltern getragen werden und
auch, im Alltag stets integriert zu sein.
Mehr
Über diesen Podcast
Krystyna Cordes, Gründerin und Geschäftsführerin des
Babytrage-Labels KAAMI Slings erzählt euch, worauf es beim Tragen
von Babys und Kleinkindern ankommt. Mit Herz und Verstand räumen
wir auf mit Vorurteilen, geben euch Infos und Tragefacts an die
Hand.
Kommentare (0)