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nordlitt – Skandinavistische Literaturforschung im Gespräch Archiv

45 Episoden
1 Stunde 40 Minuten
Otto Fischer, Universität Uppsala, spricht mit nordlitt über die neue Innerlichkeit und das Einüben von Emotionen in und durch Literatur im 18. Jahrhundert. Mit Johannes Ewald stellt er einen Hippie der Aufklärung und mit Bengt Lidner einen literarischen Rockstar vor. Wir fragen nach „echten Männern“ und danach, wie das protonationalistische Interesse für die altnordische Überlieferung mit modernen Verliebtheiten zusammengeht. Außerdem geht es um Weinen und Erröten, die Bedeutung von Wohnzimmern, um die Romanisierung der Literatur und um das Weiterleben der Empfindsamkeit in Groschenromanen.

(00:15) Vorstellung Otto Fischer

(04:00) Forschungsschwerpunkte

(09:33) Marie-Theres Federhofers Frage an Otto Fischer

(11:40) Modellcharakter der empfindsamen Literatur

(15:25) Ein neues Literaturverständnis

(18:50) Emotionen ausprobieren

(20:57) Epochenbezeichnungen und Grundbegriffe

(29:09) Vom Barock zur Empfindsamkeit

(34:10) Gattungen der Empfindsamkeit

(38:44) Briefe und Briefromane

(42:08) Johannes Ewald - Balders Død

(47:01) Mythologie-Rezeption im 18. Jahrhundert

(56:15) Protonationalismus und eine alternative Entwicklungslinie

(58:30) Dänemark und Deutschland im 18. Jahrhundert

(01:01:04) Die schwedische Empfindsamkeit als Untergrundbewegung

(01:06:39) Bengt Lidner - Grefvinnan Spastaras död

(01:14:03) Anfänge der Genieästhetik

(01:20:10) Das Ende der Empfindsamkeit?

(01:26:25) Polarisierung der Geschlechter

(01:28:37) Otto Fischers Frage an Janke Klok

(01:29:31) Studentischer Kommentar an Otto Fischer

(01:31:23) Das Weiterleben der Empfindsamkeit

(01:34:20) Gefahren der Medien

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/713
1 Stunde 53 Minuten
Mit Marie-Theres Federhofer, Universität Tromsø und Humboldt-Universität zu Berlin ist diesmal eine norwegische Germanistin zu Gast bei nordlitt. Wir lernen eine gewiefte Wissenschaftsmanagerin und leidenschaftliche Sachtext-Forscherin kennen. Sie wirft mit uns einen wissenschaftsgeschichtlich geschulten Blick auf Norwegens große Naturalistin Amalie Skram und deren Hospitalsroman Professor Hieronimus. Es geht um Macht und Diagnosen, um die Bedeutung von Krankheits-Metaphern, und es werden unbekannte, vergessene Stimmen hörbar. Außerdem hören wir von Pedanten und höflich schreibenden Gentlemen und von ästhetischen Formen der Wissensproduktion.

(00:05) Vorstellung Marie-Theres Federhofer

(07:35) Forschungsinteressen und Verständnis von Literaturwissenschaft

(11:30) Schreiben als naturwissenschaftliche Methode

(18:18) Patient:innengeschichten

(27:20) Kulturelle Übersetzung im eigenen Inneren

(31:11) Literatur, Pandemie und Tabu

(34:30) Amalie Skram

(41:30) Professor Hieronimus

(50:35) Diagnose als Machtmittel

(55:00) Hysterie

(01:00:09) Rezeptionsgeschichte und Psychatriedebatte

(01:03:06) Kunst, Macht und Wahnsinn

(01:10:10) Geschlechterüberschreitungen

(01:17:08) Verhältnis von Macht und Sprache

(01:25:07) Studentische Frage an Marie-Theres Federhofer

(01:27:35) Was weiß Literatur?

(01:32:51) Autonomie von Patient:innen

(01:38:21) Frage von Clemens Räthel an Marie-Theres Federhofer

(01:39:18) Über Krankheiten sprechen

(01:45:34) Kategorien von Patient:innenerzählungen

(01:49:51) Marie-Theres Federhofers Frage an Otto Fischer

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/697
1 Stunde 53 Minuten
Clemens Räthel, noch Humboldt-Universität zu Berlin, bald Universität Bergen lässt nordlitt lachen. Wir sprechen mit ihm über Ludvig Holberg, der Komödien dichtete, anstatt wissenschaftlich zu publizieren, wie es einem Professor der Metaphysik angemessen gewesen wäre. Wir lesen den berühmten Autor einmal nicht als „nationales Kleinod“, sondern diskutieren seine Texte im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsunternehmen Theater und der Anrüchigkeit der Unterhaltungsindustrie des 18. Jahrhunderts. Es geht außerdem um ein differenziertes Bild der Aufklärung, das Verhältnis von Theatertext und Theaterpraxis, die Rolle des Publikums und das queere Potenzial von Komödien.

(00:17) Vorstellung Clemens Räthel

(05:05) Forschungsinteressen

(08:50) Ein Konzept von Performativität

(14:40) Ludvig Holberg

(18:24) Wandertruppen und Hoftheater im 18. Jahrhundert

(23:58) Die dänische Schaubühne / Den Danske Skueplads

(26:34) Schauspieler:innen im 18. Jahrhundert

(29:34) Maskenballverbot und PR-Strategien

(36:08) Das Theater als moralische Anstalt

(38:30) Die Maskerade

(44:58) Etabliert Holberg Ordnung und Vernunft?

(49:50) Rollenfächer und die Holbergsche Familie

(59:44) Das Publikum und jüdische Figuren im Theater

(01:08:07) Jeppe vom Berge oder Der verwandelte Bauer

(01:14:47) Gesellschaftliche Problemlagen

(01:24:49) Queere Praktiken und Körper am Theater

(01:35:04) Lill-Ann Körbers Frage an Clemens Räthel

(01:36:52) Werden Holberg, Goethe und Shakespeare zu ernst genommen?

(01:44:16) Studentische Frage an Clemens Räthel

(01:45:28) Kann Kritik komisch sein?

(01:51:01) Clemens Räthels Frage an Marie-Theres Federhofer

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/690

Idee und Konzept: Stefanie v. Schnurbein

Schnitt: Alva Reifenstein
1 Stunde 54 Minuten
nordlitt lässt Lill-Ann Körber, Universität Aarhus, über eine große Erzählerin der Moderne und ihre konträre Rezeptionsgeschichte erzählen. Es geht um Blixens afrikanische Farm, ein Filmmuseum in Nairobi, das Erbe der kolonialen Expansion in Skandinavien, um Verflechtungsgeschichten zwischen Afrika, der Karibik und Skandinavien und um writing back. Wir fragen nach dem Potenzial von Reisen und von kritischem Fabulieren als Methoden, gehen verloren in irreführenden Referenzen und machen Ausflüge in die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte bei zeitgenössischen dänischen Autoren wie Thorkild Hansen und Jakob Ejersbo.

(00:27) Vorstellung Lill-Ann Körber

(02:40) Forschungsschwerpunkte

(08:00) Schon immer Skandinavistin?

(14:06) Skandinavien und Kolonialismus

(21:59) Narrative der Kolonialgeschichte

(27:06) Karen Blixen

(35:26) Blixens Rezeption in Dänemark

(38:48) Komplexe Vielschichtigkeit bei Blixen

(44:25) ’Out of Africa’ - fantastisch und autobiographisch?

(47:49) Die Ichs in ’Out of Africa’

(53:20) Antje Wischmanns Frage an Lill-Ann Körber

(57:17) Reisen als Methode

(01:04:07) Blixen-Rezeption in Afrika

(01:13:50) Nostalgische Verklärung und Erinnerungskultur

(01:21:25) Intertextuelle Verweise und writing back in zeitgenössischer Literatur

(01:27:48) Auto-Ethnologie als Inspiration

(01:38:50) critical fabulation

(01:44:40) Studentische Frage an Lill-Ann Körber

(01:46:25) Liebe und Kolonialismus

(01:52:57) Lill-Ann Körbers Frage an Clemens Räthel

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/686

Idee und Konzept: Stefanie v. Schnurbein

Schnitt: Alva Reifenstein
1 Stunde 57 Minuten
Überraschung! Mit dieser Spezialfolge feiert nordlitt den 60. Geburtstag von Stefanie v. Schnurbein. Völlig unvorbereitet und anfangs hörbar verwundert trifft die Jubilarin auf Frauke Baratz (geb. Ebert) und Paul Greiner, Humboldt-Universität zu Berlin, und gerät plötzlich zum Gast im eigenen Podcast. Ausgehend von den Fragen und Glückwünschen, die ihr von Studierenden, Kollegen und anderen Wegbegleiterinnen überbracht werden, erzählt Stefanie von ihrer Lust am wissenschaftlichen Experimentieren, von Initialzündungen und Kompostiervorgängen. Außerdem ringt sie um Antworten auf so schwierige Fragen wie: Vikings oder Barad? Wein oder Selters? Wir raten zu Champagner und sagen: „Skål, grattis & tillykke!“

Literaturtipps

- Bate, Walter Jackson: Negative Capability: The Intuitive Approach in Keats. New York: Contra Mundum Press, 2012.

- Cameron, Julia: Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität. München: Knaur MensSana, 2009.

- De La Bellacasa, María Puig: Matters of Care: Speculative Ethics in More Than Human Worlds. Minnesota: University of Minnesota Press, 2017.

- Emcke, Carolin: Ja heißt ja und…. Frankfurt am Main: S. Fischer, 2019.

- Gendlin, Eugene: "Thinking beyond Patterns: Body, Language and Situations". In: den Ouden und Moen (Hg.): The Presence of Feeling in Thought. New York: Lang, 1992.

- Kahnemann, Daniel: Thinking, Fast and Slow. New York: Penguin, 2012.

- Koschorke, Albrecht: Wahrheit und Erfindung, Grundzüge einer Allgemeinen Erzähltheorie. Frankfurt am Main: S. Fischer, 2012.

- Manning, Erin: "Creative Propositions for Thought in Motion". In: INFLeXions Journal No. 1, Montreal: Concordia University, 2008.

- Moi, Toril: Revolution of the Ordinary. Literary Studies after Wittgenstein, Austin, and Cavell. Chicago: University of Chicago Press, 2017.

- Rösli, Lukas: "Fußnoten – Eine Ergänzung", in Experiment Geisteswissenschaft, 06/05/2021.

- v. Schnurbein, Stefanie: "Zitate und Fußnoten – eine Liebeserklärung", in Experiment Geisteswissenschaft, 24/02/2021.

- Stengers, Isabelle: In Catastrophic Times. Resisting the Coming Barbarism. Open Humanities Press: 2015.
1 Stunde 59 Minuten
Antje Wischmann, Universität Wien, stellt den intellektuellen Dialog zwischen der Literaturwissenschaftlerin Toril Moi und der Autorin Vigdis Hjorth ins Zentrum ihrer Überlegungen zu einer neuen Epoche der Gegenwartsliteratur. Stefanie von Schnurbein und Alva Reifenstein sprechen mit ihr über Lesen als Praxis und Methode, über Kanonfragen, Brechts episches Theater und Wittgensteins Sprachphilosophie, verletzte Kippfiguren und Genreverschränkungen.

(00:22) Vorstellung Antje Wischmann

(05:02) Neues Lesen Skandinavien

(07:30) Wer ist Toril Moi?

(16:44) Toril Moi über Henrik Ibsen

(23:11) Linguistic Turn

(25:40) Saussures Zeichenmodell

(32:54) Ludwig Wittgenstein bei Moi

(35:56) Zusammenfassung und Erläuterung

(39:12) Die Sprachkrise

(41:26) Was sind ’Turns’?

(43:20)’Make me see what you see’

(46:45) Praktiken der Literaturwissenschaft: Lesen, Denken, Schreiben

(48:10) Studentische Frage an Antje Wischmann

(49:50) Emotionale Reaktionen beweisen?

(53:14) Mois Verständnis von Praxis und Methode

(56:09) Abarbeiten an Begriffen

(59:41) Vorgehensweisen und Bourdieus Feldbegriff

(01:03:04) Vigdis Hjorth

(01:08:27) Warum Moi und Hjorth zusammen lesen?

(01:11:13) Lærerinnens sang, Brecht und Wittgenstein

(01:41:30) Brecht verfremden

(01:46:50) Zugängliche Sprache

(01:48:40) Sophie Wennerscheids Frage an Antje Wischmann

(01:50:40) Eine neue Epoche?

(01:56:25) Antje Wischmanns Frage an Lill-Ann Körber

(01:58:21) Abschlussbemerkungen

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/669
1 Stunde 59 Minuten
Sophie Wennerscheid, Universität Kopenhagen, verfolgt in dieser Folge von nordlitt literarische Natur-Technik-Mensch-Assemblagen von der Romantik bis zur Gegenwart. Dabei spekulieren wir mit großen literarischen Namen wie H.C. Andersen, Johannes V. Jensen, Harry Martinson, Karin Boye, Olga Ravn, Jonas Eika und Johannes Anyuru. Es geht um die Frage, ob Literatur Wirklichkeit jenseits des menschlichen Erfahrungshorizonts erfahrbar machen kann. Ökokritische und posthumanistische Tendenzen kommen ebenso zur Sprache wie das Aufspringen auf Theorie-Züge, die Zeitgebundenheit von Theorien, machtkritische Erzählungen von Sexualität und Musikalität in literarischen Texten.

(00:19) Vorstellung Sophie Wennerscheid

(03:59) Kanon, Höhenkamm und Popliteratur

(09:29) Genuss und Theorie

(14:10) Spekulieren als Triebkraft

(18:10) Spekulative Literatur

(22:37) Mimesis

(26:44) Forschungsfelder finden

(30:51) Skandinavistik in Skandinavien

(32:57) Ökokritik in skandinavischer Literatur

(36:44) Eine Tradition der spekulativen Literatur?

(41:44) Natur und Technik bei H.C. Andersen

(48:30) Johannes V. Jensen

(50:18) Harry Martinson - Aniara

(01:00:09) Øyvind Rimbereid - Solaris korrigert

(01:03:41) Musikalität in spekulativer Literatur

(01:05:10) Olga Ravn - De ansatte

(01:06:14) Jonas Eika – „Rachel, Nevada“

(01:09:44) Klangfiguren und Wassermänner bei H.C. Andersen

(01:14:04) Sex, Macht und Körpergrenzen

(01:19:30) Sex Machina - Zur Zukunft des Begehrens

(01:21:23) Karin Boye - Kallocain

(01:31:54) Johannes Anyuru - Sie werden in den Tränen ihrer Mütter ertrinken

(01:36:14) Aniara und Anyuru

(01:40:25) Julia Kristeva neu lesen

(01:44:05) Hanna Eglingers Frage an Sophie Wennerscheid

(01:46:50) (Post)humane Verhältnisse zwischen Mensch und Maschine

(01:51:41) Studentischer Kommentar

(01:54:43) Sophie Wennerscheids Frage an Antje Wischmann

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/659
1 Stunde 30 Minuten
nordlitt spricht mit Hanna Eglinger, Universität Erlangen, über klischeemäßige Einstiege in die Skandinavistik und Ausgangspunkte in kleinen Einheiten. Wir erkunden ein gerade entstehendes Forschungsfeld und nähern uns einem (zu) schwierigen philosophischen Buch von Michel Serres. Ein Umweg zu H.C. Andersens Blattläusen und August Strindbergs Vampiren führt uns zu Bandwürmern der Gegenwartsliteratur. Außerdem geht es um Texte und Bilder, das literarische Potenzial von Irrtümern und einen halluzinierenden Arktismaler.

(00:20) Vorstellung Hanna Eglinger

(04:35) Forschungsinteressen

(10:50) Irrtümer

(16:06) Die Figuration der Figur

(19:10) Dimensionen des Parasitären

(23:00) Definition des Parasiten

(24:47) ”Jordskott - Die Rache des Waldes”

(27:54) Figuren und Funktionen des Parasitären seit der Antike

(31:43) Michel Serres - ”Der Parasit”

(40:08) Was haben Parasiten mit Literatur zu tun?

(43:22) Hans Christian Andersen - ”Die kleinen Grünen”

(54:48) Intertextualität im Parasitären

(56:15) August Strindberg, Parasiten und Schimmel

(01:01:00) Gabriella Håkansson - ”Das Mirakel"

(01:09:44) Ökologie, Parasitismus und Anthropozän in der Gegenwartsliteratur

(01:11:41) ”Jordskott - Die Rache des Waldes”

(01:14:40) Frage von Hanna Eglinger an Sophie Wennerscheid

(01:17:16) Frage von Thomas Mohnike an Hanna Eglinger

(01:19:05) Arktisfieber und ”Fräulein Smillas Gespür für Schnee”

(01:25:06) Studentischer Eindruck

(01:27:12) Das Parasitäre als Methode?

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/651

Idee und Konzept: Stefanie v. Schnurbein

Schnitt: Alva Reifenstein
1 Stunde 42 Minuten
Das Erkenntnispotenzial quantitativer Herangehensweisen an Literatur beschäftigt Thomas Mohnike, Universität Strasbourg, in dieser Folge von nordlitt. Er stellt sein Konzept des Mythems als Erzähleinheit vor, wir machen uns Gedanken über die Funktion von Bildern des Nordens für vorgestellte europäische Nationen und untersuchen die Rolle der vergleichenden Philologie. Das alles wird am Beispiel von Selma Lagerlöfs Klassiker Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden erklärt. Außerdem geht es um Lagerlöfs Haltung zu Religion, Ökologie, Medialität der Literatur und ums Geschichtenerzählen als menschliche Grundeigenschaft.

(01:19) Vorstellung Thomas Mohnike

(05:01) Wie kommt man nach Frankreich?

(11:29) Forschungsschwerpunkte

(13:50) Die Nation als vorgestellte Gemeinschaft

(16:14) Transnationalität des Nationalen

(18:49) Die vergleichende Philologie

(22:06) Bilder vom skandinavischen Norden in Frankreich

(27:47) Das Mythem

(32:33) Homo narrans

(35:00) Grammatik der Mytheme

(41:44) "Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden"

(46:06) Selma Lagerlöf

(47:20) Interaktion zwischen Literatur und Gesellschaft

(50:00) Politische Teilhabe als Frau im 19. Jahrhundert

(53:57) Religiöser Diskurs bei Lagerlöf

(01:00:19) Mythementheorie, Computermethoden und Netzwerke

(01:08:42) Naturdarstellungen und Orte bei "Nils Holgersson"

(01:12:16) Luthers Hauspostille

(01:16:17) Frederike Felchts Frage an Thomas Mohnike

(01:17:25) Ökologisches Denken bei "Nils Holgersson"

(01:20:55) Die Rolle der Wildgänse

(01:25:17) Familienmodelle

(01:28:57) Studentische Frage an Thomas Mohnike

(01:30:40) Die Sámi bei "Nils Holgersson"

(01:35:01) "Nils Holgersson" als Lesebuch für Schulen

(01:38:44) Thomas Mohnikes Frage an Hanna Eglinger

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/600
1 Stunde 7 Minuten
In dieser Zwischenfolge von nordlitt unterhalten sich die Macherinnen über die Entstehungsgeschichte des Podcasts, spinnen Ideen zu seinem Einsatz in Lehrveranstaltungen und denken über Veränderungsprozesse in der Literaturwissenschaft sowie über die Freude an der Literaturgeschichte nach. Außerdem ermutigen sie zum selbständigen Formulieren von Themen und Interessen, rufen zum wilden Lesen auf, beantworten Fragen von Studierenden zum Beispiel zu Lektüretipps und empfehlen ein paradoxes Rezept gegen „Schwedenweh“.

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/585
1 Stunde 22 Minuten
nordlitt hat Frederike Felcht, Universität Frankfurt, zu Gast. Stefanie v. Schnurbein unterhält sich mit ihr über Hunger als literarische Triebkraft, es gibt einen Ausflug in die finnlandschwedische Literatur und wir diskutieren erneut die Übergänge zwischen Idealrealismus, Naturalismus und Modernismus. Mit Johan Ludvig Runeberg und Knut Hamsun stellen wir zwei höchst unterschiedliche Nationaldichter vor, mit Karl August Tavaststjerna einen Naturalisten, der mehr Bekanntheit verdient hat. Außerdem geht es um Pandemien und Armenfürsorge, Knut Hamsuns Roman, der keiner sein will, und vermeintlich ökologische Literatur, die auch nicht so naturfreundlich ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

(00:15) Vorstellung Frederike Felcht

(04:24) Forschungsinteresse

(07:35) Finnlandschwedische Literatur

(10:54) Johan Ludvig Runeberg

(12:50) Der Russisch-Schwedische-Krieg

(14:40) ”Bauer Paavo”

(16:49) Ist Idealrealismus modern?

(17:48) Naturalismus und Naturvorstellungen

(20:45) Karl August Tavaststjerna

(21:28) ”Harte Zeiten”

(27:30) Politische Verhältnisse und Positionen

(31:15) Frau von Blume als starke Frauenfigur

(33:55) Doppelbödiges Erzählen

(37:12) Wohlfahrtsstaatliche und patriarchale Systeme

(39:19) Knut Hamsuns ”Hunger” im Vergleich

(42:15) ”Hunger”

(49:11) Knut Hamsuns Erfolg als Schriftsteller

(50:45) Politische Aspekte des Hungers

(55:40) Knut Hamsun und der Nationalsozalismus

(59:19) Knut Hamsun und August Strindberg

(01:00:17) Karin Hoffs Frage an Frederike Felcht

(01:02:04) Hunger nach Deutungshoheit

(01:05:01) Nationaldichter

(01:06:31) Frederike Felchts Frage an Thomas Mohnike

(01:07:12) Ist Hamsun ein ökologischer Autor?

(01:11:09) Studentische Frage an Frederike Felcht

(01:14:09) Wie erzählt man Hunger?

(01:17:24) Wahnsinn, Vernunft und Hunger

(01:20:30) Die poetologische Funktion des Hungers

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/571

Idee und Konzept: Stefanie v. Schnurbein

Schnitt: Alva Reifenstein
1 Stunde 30 Minuten
Die Rivalität der modernen Dramatiker Henrik Ibsen und August Strindberg beschäftigen Karin Hoff, Universität Kiel, und Stefanie v. Schnurbein in der neuen Folge von nordlitt. Wir spekulieren, dass Strindberg mit seinem Faible für neue Gadgets wohl WhatsApp benutzt hätte, demontieren den Mythos vom Frauenhasser, betrachten klaustrophobische Familienstrukturen, Männerkorsetts, Spiele um Geld, Geschlecht und Macht, Pausen und Schweigen sowie die Unzuverlässigkeit der Sprache. Das alles kondensiert auf die pausenlosen 90 Minuten, die Strindberg zufolge dem Theaterpublikum zugemutet werden können.

(00:27) Vorstellung Karin Hoff

(02:54) Der komparatistische Ansatz der deutschsprachigen Skandinavistik

(06:56) Strindberg und Ibsen

(09:53) Was ist modern? Was ist Modernität?

(15:52) Frage von Joachim Schiedermair an Karin Hoff

(18:48) Strindberg-Inszenierungen damals und heute

(24:22) Die sogenannte Infernokrise

(26:49) „Der Vater”

(30:51) Machteffekte durch Sprache

(34:43) Kampf der Gehirne

(36:11) „Totentanz”

(36:52) Gesellschaftliche Strukturen

(38:09) Strindbergs Familienkritik

(41:17) „Fräulein Julie”

(46:47) Klasse und Geschlecht

(50:21) Wer hat Macht?

(54:03) Kristin die Köchin

(56:40) Dramenform

(58:53) Strindbergs dramentheoretische Schriften

(01:01:50) Für wen schrieb Strindberg?

(01:04:08) Theater und Geldnöte

(01:09:30) „Die Gespenstersonate”

(01:15:40) Deutungsmöglichkeiten und zeitgenössische Probleme

(01:17:30) Einsatz von Medien

(01:20:19) Unzuverlässigkeit als Merkmal der Modernität

(01:22:46) Studentische Frage an Karin Hoff

(01:23:21) Die Lüge

(01:26:52) Frage von Karin Hoff an Frederike Felcht

(01:29:15) Abschlussworte und Korrektur zu Karin Hoffs Vorstellung

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/529
1 Stunde 53 Minuten
Joachim Schiedermair, Universität München, macht sich im Gespräch mit Stefanie v. Schnurbein Gedanken über den Zusammenhang von Modernisierungsprozessen und Geschichtskonzepten, über den Durchbruch der Moderne, Naturalismus und Nietzscheanismus in Skandinavien am Ende des 19. Jahrhunderts, stellt zwei scheiternde Historikerfiguren in Henrik Ibsens Drama Hedda Gabler vor und fragt nach der Modernität von Weihnachtsbäumen und historischen Dramen. Am Ende geht es noch um Ibsens Trumpismus und einen norwegischen Comic über Hemingway.

(00:40) Vorstellung Joachim Schiedermair

(03:07) Forschungsschwerpunkte

(04:18) Narratologie als Schnittpunkt zwischen Alltag und Forschung

(08:50) Durchbruch, Georg Brandes und Naturalismus

(15:11) Naturwissenschaft und Literatur verändern das Menschenbild

(21:55) Epocheneinteilung

(23:14) Moderne und Modernisierungsprozesse

(30:19) Ambivalenz und Pessimismus in der Literatur der Moderne

(35:31) Henrik Ibsen

(41:47) „Hedda Gabler” und „Die Kronprätendenten” – Was haben sie gemeinsam?

(44:57) Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Literatur

(46:20) „Hedda Gabler”

(48:44) Jörgen Tesmann vs. Ejlert Lövborg zwei Gelehrtentypen

(01:00:16) Die Rolle der Geschichtswissenschaft im Modernisierungsprozess (Barbara Potthast)

(01:08:24) Geschlechter- und Familienverhältnisse in „Hedda Gabler”

(01:12:09) „Chekhov’s gun“- Details bei Ibsen

(01:14:15) Thea Elvsted

(01:15:54) „Die Kronprätendenten”

(01:17:12) Norwegische Geschichte des 19. Jahrhunderts

(01:19:14) Håkon, Skule und der Königsgedanke

(01:29:17) Ibsen als Autor der Moderne

(01:31:33) Frage von Klaus Müller-Wille an Joachim Schiedermair

(01:32:53) „Nora“ und der Weihnachtsbaum

(01:41:36) Frage von Joachim Schiedermair an Karin Hoff

(01:44:11) Studentische Frage an Joachim Schiedermair

(01:44:44) Comictipp – John Arne Sæterøy

(01:47:00) Ibsens Trumpismus

(01:52:28) Vorschau auf die nächste Folge

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/515
1 Stunde 43 Minuten
Das sogenannte Goldene Zeitalter der dänischen Literatur und Klaus Müller-Wille, Universität Zürich, sind diesmal zu Gast bei nordlitt. Es geht um Romantik, Biedermeier und Realismus, um literarische Idyllen und deren Zerstörung – das Ganze am Beispiel der Schneekönigin von Hans Christian Andersen, aber auch unbekannten Erzählungen dieses höchst vertrackten Autors wie Fliedermütterchen und Die Nachbarsfamilien . Am Rande erinnern wir uns an das gemeinsame Projekt „Juden in Skandinavien“.

(00:16) Vorstellung Klaus Müller-Wille

(04:15) Carl Jonas Love Almqvist und Hans Christian Andersen

(06:04) Forschungsschwerpunkte Klaus Müller-Wille

(12:50) Andersen und seine Zeit: das „Goldene Zeitalter”

(20:13) Was ist Romantik? Zur Problematik von Epochenbegriffen

(29:53) Autonomie der Kunst

(32:34) Metaliteratur und Metaanalyse

(33:40) Hans Christian Andersen als Romanautor

(37:40) Märchen als Populärkultur

(39:34) Eventyr og historier

(42:48) Das Idyll

(49:07) „Die Schneekönigin. Ein Märchen in sieben Geschichten“

(58:50) Eigenart von Andersens Märchen

(59:52) „Fliedermütterchen“

(01:02:21) Erzählebenen

(01:05:26) Intertextualität

(01:08:15) Søren Kierkegaard und Andersen

(01:13:05) Jean Pauls Theorie der Idylle und „Fliedermütterchen“

(01:14:53) „Die Nachbarfamilien“

(01:20:51) Struktur der Erzählungen

(01:22:10) Bertel Thorvaldsens Kunstkonzept

(01:25:37) Autonomie der Kunst und Genieästhetik

(01:27:30) Frage von Joachim Grage an Klaus Müller-Wille

(01:28:15) Regelpoetik

(01:31:45) Arbeitskreis „Juden in Skandinavien”

(01:35:21) Studentische Frage an Klaus Müller-Wille

(01:41:07) Frage von Klaus Müller-Wille an Joachim Schiedermair

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.  

https://exgeist.hypotheses.org/509
1 Stunde 30 Minuten
Zum Auftakt von nordlitt sprechen Joachim Grage, Universität Freiburg, und Stefanie v. Schnurbein über Gelegenheitsdichtung, Regelpoetik, literarische Affektsteuerung, Metapherntheorie, deutschsprachige Texte in der schwedischen Literatur und die Anfänge der Queerforschung auf dem Teeküchen-Sofa des Skandinavischen Seminars der Universität Göttingen.

(02:15) Vorstellung Joachim Grage

(11:08) Forschungsschwerpunkte Joachim Grage

(15:39) Was ist skandinavistisch an deutschsprachigen Gedichten?

(19:11) Sprachpatriotische Bewegungen im Barock

(22:18) Die Fremdheit des Barocks und der Umgang damit

(26:40) Ausschnitt „Tugend-Gedächtnis“

(31:17) Charakteristika der Barockdichtung

(38:01) Was ist Gelegenheitsdichtung?

(44:10) Lars Johanson – Lucidor

(49:55) Regeln des Epicedium

(55:18) Literarische Affektsteuerung

(01:03:01) „Der Welt-See-geendete am Himmel gelendete Farth“ und „Tränen-Kwell“

(01:09:40) Metapherntheorie

(01:14:04) Definition Metapher und Allegorie

(01:17:14) Gibt es heute noch Regelpoetik?

(01:20:37) Gebrauch von Literatur, Wirkungsästhetik

(01:24:01) Studentische Frage an Joachim Grage

(01:28:01) Vorschau auf die nächste Folge

(01:29:07) Frage von Joachim Grage an Klaus Müller-Wille

Alle Literaturangaben, weitere Hinweise und Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/474