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nordlitt – Skandinavistische Literaturforschung im Gespräch

nordlitt – Skandinavistische Literaturforschung im Gespräch

nordlitt 46 Episoden Neueste vor 1 Woche
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Episoden

50 Minuten
nordlitt präsentiert eine ebenso spezielle Abschiedsvorlesung wie Podcastfolge. Anhand eines selbstgenähten Gáktis (Tracht der Sámi) spannen sich erzählerische Fäden entlang von Stefanies Werdegang, zwischen ihren Forschungsinteressen, Vorlieben und Methoden. Wir bewegen uns von Kirkenes in den 1970er-Jahren und der Multikulturalität und Pluralität des weitesten Nordens bis hin zum Museum für Europäische Kulturen in Berlin (MEK). Wir lernen, dass Professorin sein kein Einzelunternehmen ist, sondern ein Gemeinschaftsprozess. Schließlich wünschen wir uns Mut und Unternehmungslust für die nächste Skandinavist*innen-Generation.

Timestamps:

(00:00:00) Introduktion

(00:01:06) Begrüßung Abschiedsvorlesung

(00:02:51) Warum dieses Format

(00:05:07) Präsentation des Gákti

(00:12:19) Abstand, Austausch und Zufall: ein Werdegang

(00:15:31) Was bedeutet das Gákti?

(00:19:54) Erzählen und Wissenschaft

(00:22:47) Identitätspolitiken und die Performativität von Identitäten

(00:27:38) Das Gákti als Metapher für die Forschung (das Oberseminar)

(00:33:11) Nichtwissen als Ausgangspunkt

(00:38:22) Freiräume und Arbeitsräume

(00:40:12) Das Nordeuropa-Institut und das Fach Skandinavistik

(00:43:51) Was wünschst du dir für die Skandinavistik in der Zukunft?

(00:45:52) Was würdest du deinem Studierenden-Ich raten? (und ein Buchtipp!)

Alle Literaturangaben und weitere Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/category/nordlitt

Idee und Konzeption: Stefanie von Schnurbein

Schnitt: Cecilia Falkman
1 Stunde 1 Minute
nordlitt teilt die Aufnahme eines Gesprächs über das Kammerspiel Der Pelikan von August Strindberg und die Erzählung Babettes Fest von Karen Blixen. Sie entstand im Mai 2026 am Alfried Krupp Kolleg in Greifswald bei einem Symposium zum Thema (Gem)Einsam Essen/Hungern in den skandinavischen Literaturen, das von Clemens Räthel und Marie-Luis Quinn Westfeld organisiert wurde.

Timestamps:

(00:00:00) (Gem)einsam Hungern/Essen in den skandinavischen Literaturen

(00:01:56) Abweichendes Essverhalten als literarisches Thema

(00:05:38) Introduktion Der Pelikan von August Strindberg

(00:09:16) Was ist ein Kammerspiel?

(00:10:52) Die Mutterfigur und die Familiendynamik

(00:14:40) Sein und Schein und schlechtes Essen

(00:21:36) Essen und Verhandlungen von Ökonomie

(00:24:28) Die Figur der Magd

(00:26:30) Die Folgen des Essens und Hungerns für den Körper

(00:30:12) Der Pelikan als rhetorische Figur

(00:31:44) Zwischengang: „Das Entweder-Oder-Spiel“

(00:35:46) Introduktion Babettes Fest von Karen Blixen

(00:43:33) Haushalten und Verschwenden

(00:46:03) Das Abendmahl

(00:50:03) Was in der Küche passiert

(00:52:30) Babette als Mutterfigur und Künstlerin

(00:57:57) Brotkrümel und Forschungsinteressen

Alle Literaturangaben, weitere Kommentare auf dem Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

https://exgeist.hypotheses.org/category/nordlitt

Idee und Konzeption: Stefanie von Schnurbein

Schnitt: Cecilia Falkman
57 Minuten
Anlässlich der Antrittsvorlesung von Ingvild Folkvord (Henrik-Steffens-Stiftungsgastprofessorin am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität) widmet sich nordlitt einem besonderen Thema: der literarischen Aufarbeitung der Terroranschläge in Oslo und auf Utøya am 22. Juli 2011. Im Mittelpunkt steht dabei der bewusst marginale Text Prosjektil von Endre Ruset. Das Gespräch kreist um Möglichkeiten und Grenzen des Sprechens und Schreibens über Terror und Krisen, um Fragen des Politischen in der Literatur und um religiöse Genres des Erinnerns im säkularen Kontext der Moderne.

(00:00:00) Introduktion

(00:02:46) Begrüßung Prof. Ingvild Folkvord

(00:06:16) Terror und Literatur; Prosjektil (2016) von Endre Ruset

(00:12:58) Wie kann man Prosjektil lesen?

(00:16:58) Die Rolle der Literatur im Zusammenhang mit Terror und Krisen

(00:21:46) Die Darstellung von Gewalt nach dem 22. Juli

(00:26:26) Das Politische an der radikalen Reduktion

(00:32:18) Literarische Interventionen für besondere Kontexte und Leserschaften

(00:37:54) Sensibilität für die Opfer zeigen

(00:40:01) Dokumentarliteratur und Gattungsfrage

(00:47:04) Terror und Literatur im vergleichenden Kontext

(00:52:19) Wie geht man als Forschende mit diesen schwierigen Themen um?

(00:55:16) Was würdest du deinem Studierenden-Ich raten?

Alle Literaturangaben, weitere Kommentare auf dem ⁠Experiment Geisteswissenschaft-Blog.

⁠https://exgeist.hypotheses.org/category/nordlitt⁠

Idee und Konzeption: Stefanie von Schnurbein

Schnitt: Cecilia Falkman
1 Stunde 17 Minuten
Ruth Maier (1920-1942) floh 1938 aus Wien nach Norwegen, wo sie bis zu ihrer Deportation 1942 lebte. Ihre Tagebücher und Briefe gelten heute als zentrales Zeugnis des Holocaust in Norwegen. In nordlitts erstem Podcast mit Publikum sprechen wir mit Ingeborg Helleberg (derzeit norwegisches Kinderbuchinstitut) über ihre Arbeit mit diesen Archivmaterialien. Wir erfahren, warum Ruth Maiers persönliches Schreiben und literarische Entwürfe für die Erinnerung an Antisemitismus und Judenverfolgung in Österreich und Norwegen bedeutsam sind – und wie sie darüber hinaus Aufschluss geben über die komplexe Auseinandersetzung der Jungen Exilantin mit Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung und den eigenen Ambitionen als Autorin.

(00:00:00) Begrüßung Live-Podcast

(00:01:25) Wie Ingeborg zu Ruth Maier als Forschungsthema kam

(00:07:38) Wer war Ruth Maier und was hat sie hinterlassen?

(00:14:11) Jan Erik Volds Arbeit mit Ruth Maiers dagbok (2007)

(00:20:10) Die Holocaust-Gedächtniskultur in Norwegen

(00:24:12) Ruth Maiers Zweisprachigkeit 

(00:26:55) Die norwegische Rezeption von Ruth Maiers dagbok

(00:30:23) Gegen „die ewige Jüdin“ und „das ewige Opfer“

(00:35:32) Ruth Maiers Erfahrungen mit und Gedanken über das Jüdischsein 

(00:44:02) Identität und queere Liebe

(00:56:00) Die Funktion des Schreibens

(01:01:52) Life-Writing als Methode

(01:06:04) Fragen aus dem Publikum

(01:15:41) Was würdest du deinem Studierenden-Ich raten?

Alle Literaturangaben, weitere Kommentare auf dem ⁠⁠Experiment Geisteswissenschaft⁠-Blog.

⁠⁠https://exgeist.hypotheses.org/category/nordlitt⁠⁠

Idee und Konzeption: Stefanie von Schnurbein

Schnitt: Cecilia Falkman
1 Stunde 56 Minuten
Ieva Steponavičiūtė-Aleksiejūnienė, Vilnius University, invites nordlitt to workshop around the concept of play in two stories by Danish author Karen Blixen/Isak Dinesen. Ieva muses with Blixen on why art cannot make us happy, and we uncover creative connections between artistic processes, superficiality, and cannibalism. Blixen also guides us toward a new, gender-crossing take on theories of creative misreading. Moreover, we encounter a family history entangled with the history of Scandinavian Studies in the Soviet Union and Lithuania, and we learn about the significance of Denmark for post-communist Lithuanian scholars. Finally, Ieva encourages us to listen to the text and emphasizes the importance of intellectual exchange beyond national and political borders. 

Timestamps:

(00:00:00) Introducing Ieva Steponavičiūtė Aleksiejūnienė

(00:01:56) Life Patterns and Scandinavian Studies in Lithuania  

(00:13:40) Georg Brandes Skolen

(00:20:52) Introducing Karen Blixen

(00:31:38) Looking at Blixen through Play

(00:41:43) Workshop: Recurring Images and Characters in “Echoes”

(00:48:06) Metafiction, Art and Life

(00:51:34) Resurrection and Cannibalism 

(00:58:54) Is Blixen difficult?

(01:03:48) The Playful Vampire-Artist

(01:11:29) Theories of Influence

(01:16:08) Navigating through “Tempests”

(01:23:27) Art Cannot Make People Happy

(01:34:23) The Tension between Symbol and Allegory

(01:39:54) Art and Transcendence

(01:42:57) The Shipwreck Versus the Floating Ship

(01:46:00) Other Research Interests: Scandinavia, Lithuania and Beyond

(01:54:00) Advice to Student-Self

Bibliography, further information, and comments are available on Experiment Geisteswissenschaften.

https://exgeist.hypotheses.org/category/nordlitt

Ideas and conception: Stefanie von Schnurbein

Cut: Cecilia Falkman
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Über diesen Podcast

nordlitt lässt Sie Bekanntschaft stiften mit Epochen, Autor:innen und Texten der nordeuropäischen Literaturen und diskutiert theoretische Ansätze in der skandinavistischen Literaturwissenschaft. nordlitt ist Unterrichtsmaterial vom ersten Semester an oder einfach Bildungs-Stoff. Stefanie v. Schnurbein, Professorin am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin führt in nordlitt Gespräche mit Vertreter:innen der Skandinavistik. Unterstützt wird sie von ihrer studentischen Hilfskraft Cecilia Falkman.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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