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IT-Tacheles - Der adesso-Podcast Archiv

134 Episoden
26 Minuten
Wie führt ein Unternehmen generative KI ein, wenn das eigene Geschäft auf hochsensibler IP basiert und ein Großteil des Markts in China liegt? In dieser Folge von IT-Tacheles spricht Host Volker Gruhn mit Burkhard von Spreckelsen, Chief Development Officer bei Elmos. Elmos ist ein Dortmunder Hidden Champion und Weltmarktführer in einer Automotive-Halbleiter-Nische. Lange Zeit stand das Unternehmen auf dem Standpunkt: GenAI lieber nicht. Heute ist das Unternehmen gesprungen. Und zwar kontrolliert. Burkhard nimmt uns mit in die Praxis: von der risikoorientierten KI-Strategie über eine Whitelist freigegebener Tools (u. a. ChatGPT, GitHub Copilot, Copilot in M365) bis zur Sandbox, in der neue Modelle ohne Produktivdaten getestet werden können. Dabei wird klar: KI wird nicht eingeführt, weil es „cool" ist, sondern weil sie auf profitables Wachstum und konkrete Unternehmensziele einzahlen muss. Besonders spannend: Elmos misst erste Effekte. Ohne Zwang, nur durch Bereitstellung der Tools, berichten Teams von spürbaren Zeiteinsparungen. Und Burkhard beschreibt, warum der große Sprung erst dann kommt, wenn Unternehmen Arbeitsweisen nicht nur beschleunigen, sondern neu designen. Highlights dieser Folge: • Vom Verbot zur Nutzung: Wie aus "GenAI geht bei uns nicht" eine kontrollierte Einführung wurde • Risikoorientierung statt Bauchgefühl: Welche Daten dürfen in die Cloud und welche bleiben strikt intern? • Tool-Strategie in der Realität: Warum „ein wichtiger Anbieter" oft besser ist als ständiges Tool-Hopping • Sandbox-Mindset: Experimentieren mit neuen Modellen, ohne produktive Systeme zu gefährden • Use vor Case: Warum Freigabe und Freiwilligkeit oft schneller skaliert als Top-down-Anordnungen • KI und Führung: Vier Thesen, was im Top-Management trotz KI bleibt (Verständnis, Purpose, People, Judgment) • Qualität, Testing, Automotive: Warum Safety-Ansprüche KI-Nutzung besonders herausfordernd und besonders lohnend machen Für wen lohnt sich die Folge? Für alle, die KI unter realen Restriktionen einführen müssen, beispielsweise in Industrie, Automotive, Engineering, R&D oder regulierten Umfeldern. Und für Entscheiderinnen und Entscheider, die wissen wollen, wie man KI pragmatisch skaliert, ohne die Organisation zu überfordern.
13 Minuten
Was bedeutet Digitale Souveränität, wenn die Technologie von einem US-Hyperscaler stammt? Michael Wahlers, Head of Technology bei Amazon Web Services (AWS) in Deutschland, räumt im Gespräch mit Peter de Lorenzi mit Vorurteilen auf und erklärt, warum die neue AWS European Sovereign Cloud weit mehr ist als nur ein Rechenzentrum auf europäischem Boden. In einer Zeit, in der Daten als das neue Gold gelten, wird die Frage nach ihrer Kontrolle immer lauter. Besonders im öffentlichen Sektor und in stark regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen oder der Finanzwirtschaft ist die Skepsis gegenüber globalen Cloud-Lösungen oft groß. Doch die technologische Entwicklung bleibt nicht stehen. AWS hat reagiert und mit der European Sovereign Cloud ein Angebot geschaffen, das physisch und logisch von bestehenden AWS-Regionen getrennt ist. Michael Wahlers gibt exklusive Einblicke in die Strategie hinter diesem Mammutprojekt. Er erläutert, wie AWS das Prinzip „Sovereignty by Design“ umsetzt und warum das Unternehmen bewusst „europäisch denkt“. Es geht nicht um Abschottung, sondern um die Befähigung europäischer Kunden, die volle Innovationskraft der Cloud zu nutzen – bei gleichzeitiger Einhaltung strengster lokaler Compliance- und Datenschutzvorgaben. Highlights dieser Folge: - Souveränität neu gedacht: Warum die European Sovereign Cloud physisch und logisch autark agiert. - Wieso Amazon europäisch denkt: Über die strategische Entscheidung, spezifische Lösungen für die Anforderungen des EU-Marktes zu entwickeln. - Operative Autonomie: Wer hat Zugriff auf die Daten? Michael Wahlers erklärt die Rolle von Personal mit Standort in der EU bei Betrieb und Support. Diese Folge ist ein Muss für IT-Entscheider, Datenschutzbeauftragte und Strategen, die verstehen wollen, wie die Brücke zwischen globaler Skalierbarkeit und lokaler digitaler Souveränität geschlagen wird.
22 Minuten
Was passiert, wenn eine etablierte Versicherung den direkten Zugang zu generativer KI über Nacht für rund 9.000 Mitarbeitende bereitstellt? Torsten Uhlig, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna, berichtet im Gespräch mit Volker Gruhn, wie eine konsequent agile Aufstellung zum Enabler für die KI-Revolution wurde und warum Vertrauen in der Versicherungswirtschaft trotz (oder gerade wegen) Algorithmen das höchste Gut bleibt. Anstatt Use Cases am Reißbrett zu entwerfen, haben die Verantwortlichen bei Signal Iduna den umgekehrten Weg gewählt: „Erst Use, dann Case“. Mit dem Co-Piloten „COSI“ und dem Avatar „Cosima“ wurde die KI demokratisiert. Die Mitarbeitenden lernen im Alltag, was die Technologie kann. Das Ergebnis: Jede Menge Begeisterung und konkrete Ideen direkt aus der Belegschaft. Von den Menschen, die selbst am besten wissen, wo die Technik im Arbeitsalltag wirklich Wirkung zeigt. Highlights dieser Folge: - Agilität als Betriebssystem: Wie die Signal Iduna mit über 1.000 agil arbeitenden Menschen das Fundament für schnellen technologischen Wandel legte. - Demokratisierung von KI: Warum Gemini Enterprise für alle 9.000 Mitarbeitenden eingeführt wurde – und das in Rekordzeit. - Bottom-up statt Elfenbeinturm: Das Prinzip „Erst Use, dann Case“ und die Rolle der „KI-Champions“. - Kultur & Sicherheit: Warum eine Beschäftigungssicherung Ängste nimmt und den Weg für echte Innovation frei macht. Diese Folge ist ein Muss für IT-Verantwortliche, Change-Manager und Führungskräfte, die erfahren wollen, wie man eine gesamte Belegschaft bei technologischen Disruptionen mitnimmt und warum Agilität die notwendige Bedingung für KI-Erfolge ist.
24 Minuten
Autos, Waschmaschinen, Produktionsanlagen: Komplexe technische Systeme entstehen heute im Zusammenspiel von Software, Mechanik und Elektronik. Doch wie entwickelt man solche Systeme schnell, kostengünstig und fehlerfrei? Und welche Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz? In dieser Folge spricht Volker Gruhn mit Roman Dumitrescu. Er ist Direktor am Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM und Leiter des Fachgebiets »Advanced Systems Engineering« an der Universität Paderborn. Roman erklärt, warum die größten Herausforderungen im Engineering nicht in den einzelnen Disziplinen liegen, sondern an deren Schnittstellen. Und er zeigt, wie KI dabei hilft, diese Brüche zu überwinden. Das Fraunhofer IEM arbeitet seit Jahren daran, KI in Engineering-Prozesse zu integrieren. Roman beschreibt, wo die Hebel liegen: - GenAI für schnelle Konzeptentwicklung: Statt teurer Ingenieursstunden ermöglicht generative KI heute frühe Entwürfe, mit denen Teams schnell in den Kundendialog gehen können, ohne perfekten CAD-Entwurf. - Produktdaten endlich nutzbar machen: In traditionellen Unternehmen schlummern Unmengen an Dokumenten und Konstruktionsdaten. GenAI und Wissensgraphen helfen, dieses Wissen zu erschließen und Doppelarbeit zu vermeiden. - Spezialisierte Engineering-Modelle: Roman skizziert eine dreistufige Architektur, von großen Sprachmodellen über branchenspezifische Open Engineering Models bis zu unternehmenseigenen Modellen. Sein Appell: Deutsche Unternehmen müssen hier zusammenarbeiten, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Die beiden sprechen außerdem über die Ausbildung künftiger Ingenieure: Warum analytische und kommunikative Fähigkeiten wichtiger werden als spezialisiertes Fachwissen. Und warum trotzdem jeder eine Programmiersprache lernen sollte. Diese Folge ist für alle interessant, die wissen wollen, wie KI die Entwicklung komplexer Produkte verändert. Sie ist besonders relevant für Entwicklungsleiter und CTOs im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik und der Automobilindustrie.
15 Minuten
Digitale Souveränität ist kein Buzzword, sondern eine strategische Fähigkeit, die Unternehmen jetzt aktiv entwickeln müssen. Warum das so ist, wie man sich dem Thema strukturiert nähert und wie ein realistischer Weg zur Umsetzung aussieht, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge. In Episode 2 begrüßt Peter de Lorenzi seinen Kollegen Alexander Busam, der seit Jahren Organisationen bei strategischer Digitalisierung und Souveränitätsfragen begleitet. Gemeinsam tauchen sie tief in das adesso-Vorgehensmodell ein: den Bauplan, mit dem Unternehmen ihre digitale Souveränität systematisch analysieren, bewerten und steigern können.
39 Minuten
8,5 Millionen Versicherte, rund 14.000 Mitarbeitende und ein digitaler Wandel, der nicht bei der App endet: Die Barmer zählt zu den Vorreitern, wenn es um die nachhaltige Integration von KI im Gesundheitswesen geht. In dieser Folge spricht Benedikt Bonnmann mit Carsten Stahlschmidt, Chief Data & AI Officer bei der Barmer, über diese spannende Transformationsreise. Wie wird eine gesetzliche Krankenkasse zum datengetriebenen Unternehmen? Welche Rolle spielt Generative AI in der Verwaltung und im Kundenkontakt? Und wie etabliert man eine eigene KI-Abteilung direkt beim Vorstand? Carsten gibt einen offenen und praxisnahen Einblick in Strategie, Technik und Kulturwandel bei der Barmer: vom Aufbau der „Barmer KI“ mit mittlerweile 70 Mitarbeitenden über die Entscheidung für eine Cloud-Infrastruktur bei AWS bis hin zur Entwicklung eigener Use Cases. Highlights der Episode: - Wie die Barmer KI in Governance, Plattform und Use Cases denkt - Welche Rolle Agentic AI in zukünftigen Prozessen spielen könnte - Wie Chatbots heute schon helfen und was morgen kommt - Warum die Cloud kein Wagnis, sondern eine Notwendigkeit war - Wieso digitale Kompetenz ein Schlüssel zur Unabhängigkeit ist Eine hörenswerte Folge für alle, die die Digitalisierung in ihrem Unternehmen gestalten wollen und dafür einen Einblick in die Praxis suchen.
23 Minuten
Der Consulting-Prozess scheint auf den ersten Blick wie gemacht für GenAI: Digitale Arbeitsergebnisse, wiederkehrende Muster und ein riesiger Dokumentenfundus sind die Regel. Am Ende stehen häufig neue Folien und Strategiepapiere. Doch was bedeutet die Technologie für den Beratungsalltag? Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Consultants? Oder „nur noch“ gute Prompts? In dieser IT-Tacheles-Folge spricht Volker Gruhn mit Mark Zimmermann, dem Leiter des Center of Excellence Mobile bei der EnBW und vielgelesenen KI-Experten auf LinkedIn. Die beiden diskutieren, wie GenAI heute schon Beratungsmandate verändert: von schnelleren Recherchen und Foliensätzen über agentische Workflows bis hin zu AI-unterstützten „Advisory Boards“, in denen unterschiedliche KI-Personas miteinander „diskutieren“. Eine Methode, die deutlich ausgefeiltere Ergebnisse liefert als ein simpler Ein-Prompt-Ansatz. Dabei geht es immer um die zentrale Frage: Wo bleibt der Mensch? Mark und Volker sprechen über: - die Rollen von Junioren, Senioren und der „Mittelschicht“ im Consulting, - fehlende Qualifizierungspfade, wenn klassische Einstiegsarbeiten durch KI verschwinden, - originelle Ideen, Kontextverständnis und warum Verantwortung weiterhin klar in menschlicher Hand bleiben sollte. Die Episode lohnt sich für alle, die verstehen wollen, wie Einzelpersonen oder Teams GenAI in Beratungsaufgaben operativ einsetzen können. Mehr zu Volker und seinem Gast auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/volkergruhn/ https://www.linkedin.com/in/mark-zimmermann-5a005123/ Mehr auf www.adesso.de/podcast
31 Minuten
In dieser IT-Tacheles-Folge werfen wir einen Blick auf die GenAI-Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Denn unser aktueller GenAI Impact Report zeigt: Zwischen strategischer Reife, Erwartungshaltungen und technologischem Selbstverständnis bestehen deutliche Unterschiede. Jedes Land bringt ganz eigene Stärken, Dynamiken und Herausforderungen mit. Warum ist das so? Und was bedeutet das für Unternehmen, die GenAI jetzt skalieren wollen? Benedikt Bonnmann spricht darüber mit Hansjörg Süess, CEO von adesso Schweiz, und Reto Pazderka, Geschäftsführer von adesso Austria. Gemeinsam ordnen sie die Studienergebnisse ein, beleuchten kulturelle Unterschiede und geben Einblicke in Use Cases, Kundenbedarfe sowie Erfolgsfaktoren für GenAI-Projekte im D-A-CH-Raum. Diese Folge lohnt sich für alle, die erfahren möchten, - warum Österreich hohe Erwartungen an GenAI mit einer zugleich besonders vorsichtigen Haltung kombiniert - weshalb die Schweiz bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit vorn liegt und welche Rolle Datensouveränität dabei spielt - wo in Deutschland die größten Hebel für messbaren Business Impact liegen - welche pragmatischen Schritte Unternehmen jetzt gehen sollten, um GenAI nachhaltig und wirkungsvoll einzusetzen. Warum agieren Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz so unterschiedlich? Diese Folge liefert fundierte Einblicke in die GenAI-Dynamik unserer Region. Hier geht es zu den Ergebnissen der Reports: GenAI in der DACH-Region Mehr zu Benedikt und seinen Gästen auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/hansjoergsueess-digitalaccelerator/ https://www.linkedin.com/in/reto-pazderka-b3283516b/ https://www.linkedin.com/in/benedikt-bonnmann-8389a5115/ Mehr auf https://www.adesso.de/generativeai Mehr Infos zu Apertus: https://www.swiss-ai.org/apertus
26 Minuten
Digitale Souveränität: Ein Schlagwort, das derzeit überall auftaucht. Doch was bedeutet es eigentlich konkret? Geht es um technologische Unabhängigkeit, um Sicherheit oder um etwas viel Grundsätzlicheres: die Fähigkeit, in der digitalen Welt selbstbestimmt zu handeln? Zum Auftakt unseres IT-Tacheles-Podcasts mit Schwerpunkt Digitale Souveränität spricht Gastgeber Peter de Lorenzi, Executive Director bei adesso, mit Dr. Sven Jung vom Handelsblatt Research Institute über den ersten Index Digitale Souveränität – eine Studie, von adesso und dem HRI, die Digitale Souveränität messbar macht. Im Gespräch geht es um Abhängigkeiten von nicht-europäischen Anbietern, um den richtigen Grad an Unabhängigkeit und darum, warum Souveränität kein IT-Projekt, sondern eine strategische Managementaufgabe ist. Kompakt, praxisnah und ohne Fachjargon. In dieser Folge erfahren Sie, was digitale Selbstbestimmung heute wirklich bedeutet und wo Deutschland noch Nachholbedarf hat. Die komplette Studie gibt es hier: https://www.adesso.de/de/impulse/digitale-souveraenitaet/souveraenitaetsindex/index.jsp#anchor_ueberschrift_1 Weitere Infos zum Thema Digitale Souveränität finden Sie hier: https://www.adesso.de/de/impulse/digitale-souveraenitaet/index.jsp
29 Minuten
Wie nutzt ein Unternehmen GenAI-Werkzeuge, wenn die Kunden absolute Präzision erwarten und KI-Halluzinationen inakzeptabel sind? DATEV, als Genossenschaft das Softwarehaus für Tausende Steuerberater, muss genau diesen Spagat täglich meistern. In dieser Folge besprechen Volker Gruhn und Robert Helbig, Head of AI und Leiter des DATEV-Inkubators, wie der Transfer von KI in die Unternehmenspraxis geling. Robert, beschreibt, wie er mit seinem Team den Widerspruch zwischen Anforderungen und Möglichkeiten auflöst. DATEV setzt in der Praxis auf zwei Hebel: 1. Die "KI-Werkstatt" für den Kunden: Ein System, um Prototypen schnell und gemeinsam mit den Kanzleien zu testen. Der Schlüssel ist eine glasklare Trennlinie zwischen probabilistischer KI (bei der GenAI beispielsweise Texte für den sogenannten Einspruchsgenerator entwirft) und deterministischen Kernprozessen (bei denen es auf absolute Exaktheit ankommt). 2. "AI for DevOps" für die interne IT: Robert erläutert, wie DATEV Copilot und ChatGPT Enterprise rollenbasiert ausrollt. Sein Ziel auf Jahressicht: 15 Prozent Produktivitätssteigerung in den relevanten Prozessen. Ein weiteres Thema des Gesprächs ist der sogenannte „Beginner-Gap”: Wie können Junior-Mitarbeitende programmieren lernen, wenn KI-Systeme die Routinejobs übernehmen? Die Episode vermittelt einen detaillierten Einblick in eine verantwortungsvolle KI-Einführung. Die Episode richtet sich an alle, die KI pragmatisch im B2B-Umfeld nutzen möchten. Podcast Webseite: https://www.adesso.de/podcast
20 Minuten
Fragmentierte Teams, explodierende Kosten, endlose Bürokratie: Warum ist die Digitalisierung des Bauens so eine Herkulesaufgabe? Diese Episode wirft einen Blick hinter die Kulissen der Bau- und Immobilienbranche. Volker Gruhn spricht mit einem Experten, der beide Welten – die traditionelle Baustelle und die digitale Startup-Szene – von innen kennt: Michél Maruhn, Gründer von Digitalwerk. Als ehemaliger Betreiber eines eigenen Planungs- und Baubetriebs und späterer Gründer einer digitalen Plattform für Materialbeschaffung, übersetzt Michél zwischen den Welten. Er macht klar, dass die eigentliche Digitalisierung noch vor Trendthemen wie Building Information Modeling (BIM) beginnt. Nämlich bei Kernprozessen wie Cloud-basierten Angeboten, smarter Logistik und digitaler Zeiterfassung. Die beiden sprechen über die Zersplitterung im Handwerk, den Spagat zwischen höchsten Baustandards und Bürokratie und die entscheidende Frage der Datenhoheit in Projekten. Michél erläutert, wo die Hebel für Veränderung liegen: - Integrale Planung: Wie die frühe, digitale Zusammenarbeit zwischen Architektur, Planung der Technischen Gebäudeausrüstung und Bauausführung zur Schaltzentrale für Effizienz wird. - Modulares Bauen: Wie Vorfertigung und Industrialisierung die Produktivität auf ein neues Level heben. - Menschen verbinden: Wie Digitalwerk eine einzigartige Brücke schlägt und vom Handwerker bis zum Investor alle an einen Tisch bringt, um alte Silos aufzubrechen. Diese Folge sollten alle hören, die verstehen wollen, wo Digitalisierung im Bau wirkt. Sie ist insbesondere für Verantwortliche aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, Planungsbüros und Handwerksbetriebe interessant, die Projekte schneller, günstiger und planbarer machen wollen. Mehr zu Volker und seinem Gast auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/volkergruhn/ https://www.linkedin.com/in/michél-philipp-maruhn/ Podcast Webseite: https://www.adesso.de/podcast
29 Minuten
Im Profifußball werden Spiele inzwischen nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Serverraum gewonnen. Der gezielte Einsatz von Daten ist aus dem Spitzensport nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für Borussia Dortmund, wo Daten längst zum festen Bestandteil der Arbeit geworden sind. In dieser Folge spricht Benedikt Bonnmann mit Patrick Heiermann, Teamleiter Projektmanagement in der BVB-IT. Gemeinsam blicken sie auf den Weg des BVB vom Excel-Wildwuchs zur skalierbaren Datenplattform zurück. Direkt vom Trainingsgelände in Brackel erläutert Patrick, wie der BVB Trainings-, Leistungs-, Medizin- und Scoutingdaten zusammenführt, Silos aufbricht und Workflows automatisiert. Im Mittelpunkt dieser Folge stehen unter anderem: Bedeutung von Daten im modernen Fußball Der Aufbau des Sports Data Hubs. Konkrete Fortschritte im Trainings- und Scoutingalltag. Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von KI im Fußball Diese Folge ist nicht nur für Fußballfans interessant. Sie bietet allen, die verstehen wollen, wie Daten eine Branche verändern, spannende Einblicke. Und sie zeigt, wie Verantwortliche diesen Prozess aktiv gestalten können. Mehr zu Patrick Heiermann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/patrickheiermann/ Mehr zu Benedikt Bonnmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/benedikt-bonnmann-8389a5115/ Mehr auf https://www.adesso.de/generativeai
34 Minuten
In kaum einem Lebensbereich sind die Anforderungen an Technologie höher als im Gesundheitswesen. Hier geht es um sensible Lebensbereiche und um das Vertrauen der Versicherten. Kann KI in diesem Umfeld den hohen Ansprüchen gerecht werden und trotzdem ihre volle Wirkung entfalten? Die AOK Niedersachsen zeigt mit ihren Projekten, dass dies möglich ist. Genau darüber spricht Gastgeber Benedikt Bonnmann (adesso) mit Henning Heeren und Sebastian Angerstein von der AOK Niedersachsen. Im Fokus der Folge steht der pragmatische Umgang mit KI. Sebastian und Henning berichten, wie sie erste Proofs of Concept Schritt für Schritt in produktive Anwendungen überführt haben. Themen der Folge sind unter anderem: - Konkrete Use Cases: von automatisierten E-Mail-Antwortvorschlägen über intelligente Dokumentenverarbeitung bis hin zur Übersetzungsapplikation in der Kundenberatung. - Organisation & Kultur: klare Ziele statt KI-Spielwiese, gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden und ein starker Fokus auf Datenschutz sowie Betriebsstabilität. - Blick nach vorn: Plattformisierung und Agentic AI als künftige Wettbewerbsfaktoren im Gesundheitswesen.ion & Kultur: klare Ziele statt KI-Spielwiese, gezielte Qualifizierung der Mitarbeitenden und ein starker Fokus auf Datenschutz sowie Betriebsstabilität. · Blick nach vorn: Plattformisierung und Agentic AI als künftige Wettbewerbsfaktoren im Gesundheitswesen. Die AOK Niedersachsen schafft so ein Umfeld, von dem Mitarbeitende und Versicherte gleichermaßen profitieren: von spürbaren Verbesserungen im Service bis hin zu stabilen, sicheren Prozessen. Warum reinhören? Weil diese Episode zeigt, wie Verantwortliche KI ohne Hype, dafür mit Wirkung in die Kernprozesse einer Organisation in einem hochregulierten Umfeld integrieren. Mehr zu Henning Heeren auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/henning-heeren-3553b41a4/ Mehr zu Sebastian Angerstein auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sebastian-angerstein/ Mehr zu Benedikt Bonnmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/benedikt-bonnmann-8389a5115/ Mehr auf https://www.adesso.de/generativeai
30 Minuten
Die Softwareentwicklung steckt mitten in einem fundamentalen Umbruch. GenAI entwickelt sich vom Tool zum Partner im Entwicklungsprozess. In dieser Folge spreche ich mit Nate Jones, der vielen als „AI Guy“ unter anderem auf TikTok bekannt ist, über morgen und übermorgen: Wie entwickeln wir Software im Jahr 2030? Wir nehmen aktuelle Entwicklungen unter die Lupe: von Googles KI-gestütztem Coden über den Aufstieg von Agenten in Unternehmensprozessen bis zur Frage, ob wir bald nach dem Motto „Bring Your Own Agent to Work“ arbeiten werden. Darüber hinaus diskutieren wir, warum Dokumentation künftig „LLM-first“ gedacht sein muss und warum User Interfaces nicht verschwinden, sondern präziser werden. Und warum Entwickler:innen trotz Automatisierung wichtiger bleiben als je zuvor. Natürlich geht es auch um konkrete Praxisbeispiele: Perplexitys neuer KI-Browser, die Agentenplattform Lindy.ai oder Beispiele von Stripe und Uber. Wir zeigen, wie Unternehmen heute schon mit Agenten arbeiten und welche regulatorischen Fragen – etwa mit Blick auf die DSGVO – dringend beantwortet werden müssen. Unser Fazit: KI erhöht nicht nur die Produktivität. Sie verändert Rollenprofile grundlegend. Jede Position wird zur AI-first-Rolle. Wer 2030 erfolgreich sein will, muss KI meistern und zugleich menschliche Leidenschaft für Probleme und Lösungen einbringen. Diese Episode ist für alle interessant, die verstehen wollen, wie sich die Softwareentwicklung und die Unternehmens-IT in den kommenden Jahren verändern werden – und welche Kompetenzen morgen den Unterschied machen werden. Mehr zu Nate Jones auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/natebjones/ Mehr zu Benedikt Bonnmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/benedikt-bonnmann-8389a5115/ Mehr auf https://www.adesso.de/generativeai
32 Minuten
Kann eine Behörde zum Innovationstreiber werden? Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt, wie Digitalisierung im großen Stil gelingt. Mit über 113.000 Mitarbeitenden ist sie die größte Behörde Deutschlands. In einer Welt, in der immer mehr Menschen digitale Services erwarten und die öffentliche Verwaltung mit dem demografischen Wandel ringt, steht die BA vor einer gewaltigen Aufgabe: Sie muss moderner und effizienter werden und gleichzeitig bürgernah bleiben. In dieser Folge des GenAI-Specials spricht Benedikt Bonnmann (Vorstand von adesso) mit Stefan Latuski, CIO der Bundesagentur für Arbeit und CEO des IT-Systemhauses der Bundesagentur für Arbeit. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen der digitalen Transformation einer öffentlichen Institution. Sie diskutieren, wie GenAI dazu beiträgt, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und die Erfahrung der Kundinnen und Kunden spürbar zu verbessern. Der Anspruch ist klar formuliert: Bis 2030 will die BA zu Europas modernstem öffentlichen Dienstleister werden. Stefan Latuski gibt in dieser Folge Einblicke in konkrete KI-Projekte und zeigt, wie Innovation in der Verwaltung greifbar wird. Dazu gehören beispielsweise: - das automatische Erstellen von Bescheiden, auch in verständlicher Sprache, – der Einsatz von KI-Assistenten für alle Mitarbeitenden – der strategische Fokus auf europäische Souveränität bei Cloud und KI, beispielsweise mit Aleph Alpha. Außerdem geht es um den Change-Prozess: Wie verändert sich die Arbeitswelt in der Behörde? Wie kann das Vertrauen in den sinnvollen Einsatz von KI gestärkt werden? Diese Folge lohnt sich für alle, die wissen wollen, wie ein Schwergewicht der öffentlichen Verwaltung zum Vorreiter in Sachen Digitalisierung und KI werden will.