Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Archiv
344 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
„Da wir grundsätzlich mit der Farbe beginnen, analysieren wir zuerst uns selbst.“ Dieser Satz von Josef Albers aus Interaction of Color (1963) steht wie ein leiser Schlüssel über dieser Folge. Gemeinsam mit Dr. Linda Walther, Direktorin des Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, führt das Gespräch in eine konzentrierte Begegnung mit Josef Albers: Bauhauslehrer, Farbforscher und präziser Denker. Im Mittelpunkt stehen Homage to the Square, die Idee des „sehen lernens“ und Albers’ Weg zwischen Deutschland und den USA – vom Bauhaus über das Black Mountain College bis nach Yale. Die Folge spricht über Farbe nicht als Dekoration, sondern als Beziehung: zwischen Farben, Räumen und Wahrnehmung. Auch Anni Albers spielt eine wichtige Rolle – als eigenständige Künstlerin und als Teil einer gemeinsamen Haltung, die Kunst als Arbeit an Aufmerksamkeit versteht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Museumszentrum Quadrat selbst: auf seiner Sammlung, seiner Architektur und der Frage, wie ein Haus ein Werk über Jahrzehnte begleiten kann, ohne es festzuschreiben. Mit Blick auf die Wechselausstellung Color Everywhere öffnet sich außerdem ein Dialog zur Gegenwart: Farbe als künstlerischer Denkraum – damals wie heute.
1 minute
Wie kann Kunst Orientierung geben in unruhigen Zeiten? In dieser Folge begegnen wir dem visionären Maler und Pazifisten Richard Pousette-Dart – einem der jüngsten Vertreter des Abstrakten Expressionismus. Im Gespräch mit Dr. Daniel Zamani und Charles Duncan lernen wir ein Werk kennen, das Licht, Form und Spiritualität auf unvergleichliche Weise verbindet. Wir sprechen über Haltung, über das kuratorische Konzept der Ausstellung „Poesie des Lichts“ im Museum Frieder Burda – und darüber, was Pousette-Dart uns heute noch mitgeben kann. How can art offer orientation in uncertain times? This episode introduces the visionary painter and pacifist Richard Pousette-Dart – one of the youngest members of Abstract Expressionism. Through a thoughtful dialogue with curator Dr. Daniel Zamani and Charles Duncan from the Richard Pousette-Dart Foundation, we explore a body of work that uniquely weaves together light, form, and spirituality. The conversation delves into artistic integrity, the curatorial vision behind the exhibition “Poetry of Light” at Museum Frieder Burda – and why Pousette-Dart’s voice still resonates today.
1 Stunde 29 Minuten
Wie erzählt man eine Region, die nie klar umrissen war – aber voller Geschichten steckt? Diese Folge nimmt das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen zum Anlass, über Erinnerung, Macht und historische Zuschreibungen nachzudenken. Ausgangspunkt ist die Ausstellung „775 – Westfalen. Die Ausstellung“ im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn. Gemeinsam mit Museumsleiter Dr. Martin Kroker, Kuratorin Anne Karl und Szenograf Dominik Kolm geht es um Archäologie als Erkenntnisform, um das Erzählen von Geschichte jenseits fester Grenzen und um die Frage, wie Identität entsteht, wenn Regionen eher aus Geschichten als aus Linien bestehen. Die erste schriftliche Erwähnung Westfalens im Jahr 775 markiert keinen Ursprung, sondern einen politischen Moment. Genau dort setzt das Gespräch an: bei Erinnerung als Prozess, bei Machtverhältnissen im Erzählen von Geschichte und bei der Verantwortung von Museen, historische Komplexität sichtbar zu machen. Diese Episode ist Teil der Gesprächsreihe „Genau! Westfalen!“ im Themenjahr 1250 Jahre Westfalen, gefördert von der LWL-Kulturstiftung und der LWL-Kulturabteilung.
56 Minuten
Zum 100. Geburtstag von Jean Tinguely blickt Roland Wetzel, Direktor des Museum Tinguely, auf das bewegte Werk des Künstlers. Es geht um Maschinen, Material, Klang und ein Denken in Bewegung. Und um die Frage, was dieses Werk heute auslöst.
49 Minuten
Im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle in Fribourg verdichten sich persönliche wie künstlerische Spuren. Caroline Schuster Cordone spricht über das Zusammenspiel zweier eigenständiger Positionen, ihre räumliche Präsenz und das Weiterdenken gemeinsamer Gedanken.
1 Stunde 10 Minuten
Wie strukturieren Warteschleifen, Wiederholungen und digitale Systeme unseren Alltag? Die Ausstellung „Holding Pattern“ im HMKV Dortmund thematisiert unsichtbare Kontrollmechanismen und techno-soziale Rhythmen. Dr. Inke Arns und Tom McCarthy sprechen im Kunstpodcast die Leichtigkeit der Kunst über Medienkunst, literarische Denkfiguren und künstlerische Strategien zwischen Loop, Klang und Wahrnehmung. Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
58 Minuten
Habt ihr jemals ein Bild betrachtet und euch von ihm an einen anderen Ort entführen lassen – nicht nur geografisch, sondern auch innerlich? In dieser Folge von „Die Leichtigkeit der Kunst“ geht es um die Ausstellung „Neugier, Mut und Abenteuer – Fotografinnen auf Reisen“, kuratiert von Dr. Katharina Henkel. Es wird über die Geschichten der Fotografinnen und ihre Erlebnisse gesprochen, die in der Ausstellung vereint sind. Katharina gibt Einblicke in die kuratorische Arbeit und beleuchtet die faszinierenden Lebenswege dieser Frauen.
48 Minuten
Tim Berresheim gestaltet mit seinen Werken an der Schnittstelle von Technologie, Kultur und Wahrnehmung neue Formen des Erinnerns. Seine Kunstwerke entstehen aus Daten, Beobachtungen und Reflexionen über Kultur, Technologie und das menschliche Bewusstsein. Eine Einladung zum Nachdenken und Neuentdecken.
56 Minuten
Humor entsteht aus Erfahrung. Aus Sprache, aus Alltag, aus dem genauen Beobachten von Menschen und Situationen. In dieser Folge der Reihe Genau! Westfalen! spricht Tahsin Mirza über Humor als Teil von Identität – leise, trocken und oft zwischen den Zeilen. Tahsin Mirza kam mit 15 Jahren aus dem Irak nach Deutschland, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Aufgewachsen in einer jesidischen Familie, bewegt er sich heute selbstverständlich zwischen Sprachen, Kulturen und Erwartungshaltungen. Sein Humor entsteht aus dieser Vielschichtigkeit: aus Missverständnissen, aus Dialekt, aus dem westfälischen Alltag – und aus einem genauen Blick auf das, was Menschen verbindet. Im Gespräch geht es um trockene Pointen, stille Komik und die Frage, wie sehr Herkunft, kultureller Kontext und Sprache unseren Humor prägen. Um das Ankommen in einem neuen Land, um das Zuhören vor dem Sprechen – und um Humor als Möglichkeit, Nähe herzustellen, ohne zu vereinfachen. Eine Folge über Zwischentöne, über Lachen als Form von Verständigung – und über die Frage, wie Humor Identität sichtbar macht. Teil der Gesprächsreihe Genau! Westfalen!, gefördert von der LWL-Kulturstiftung im Themenjahr 1250 Jahre Westfalen.
50 Minuten
Sammeln mit Weitblick – Über Kunst als Resonanzraum, private Sammlungen und gesellschaftliche Verantwortung
51 Minuten
Im Gespräch mit Frank-Thorsten Moll, Direktor des IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst, geht es um feministische Kunst als Haltung, um die Entstehung des IKOB Feministischen Kunstpreises und um die Frage, welche künstlerischen Stimmen den gesellschaftlichen Diskurs heute prägen.
41 Minuten
Eine immersive Ausstellung, die den Ursprung des Lebens erfahrbar macht – mit Klang, Licht, Wissenschaft und Kunst. Claudia Linzel spricht mit Paolo Löffler über ORIGINS, das Kunstkraftwerk Leipzig und die Frage, wann eine Ausstellung nicht nur zeigt, sondern spürbar wird.
47 Minuten
In dieser Folge von Die Leichtigkeit der Kunst reisen wir durch 1.250 Jahre westfälischer Literaturgeschichte – von Tacitus bis John Sinclair, von Annette von Droste-Hülshoff bis Elina Penner. Gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler und Herausgeber Prof. Dr. Walter Gödden erkunden wir, wie Literatur Identität stiftet, welche Stimmen das Bild Westfalens geprägt haben – und warum es manchmal gerade der Blick von außen ist, der den spannendsten Ton trifft. Wir sprechen über vergessene Autor:innen, neue literarische Stimmen, das Museum für Westfälische Literatur auf Haus Nottbeck, das Schmallenberger Ereignis, das Festival lila we – und über die Frage, wie viel Heimat eigentlich in einem Text steckt. Ein Gespräch über Bücher, Geschichte, Humor – und die literarische Kraft der Region.
54 Minuten
Art Brussels ist weit mehr als eine Kunstmesse – sie ist ein lebendiger Ort der Entdeckungen, an dem Künstler:innen, Sammler:innen, Galerist:innen und Kurator:innen auf Augenhöhe zusammentreffen. In dieser Folge spreche ich mit Nele Verhaeren, Managing Director von Art Brussels, und Anne Vierstraete, Senior Advisor, über die DNA der Messe, ihre Entwicklung und ihre Bedeutung für die internationale Kunstwelt. Gemeinsam werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Was macht eine Kunstmesse relevant? Welche Rolle spielt Brüssel als Standort? Und wie sieht die Zukunft von Art Brussels aus? Ein Gespräch voller Inspiration, Einblicke und internationalem Flair – auf Deutsch und Englisch, genau wie auf der Messe selbst.
1 minute
Rudolf Zwirner über prägenden Begegnungen, Kunstmarkt, ART COLOGNE und ZADIK – ein Zeitzeugnis über Freiheit, Verantwortung und Kunstgeschichte.
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Seit 2020 vor Ort: Künstler:innen, Kurator:innen und Museumsdirektor:innen im Gespräch – Kunstgeschichte, Kunstmarkt und Gegenwart im deutschsprachigen Raum.