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Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Archiv

344 Episoden
1 minute
Für einen Körperabguss von Erwin Wurm hat Lars Eidinger drei Stunden auf einem Bein gestanden, mit erhobenem Arm. In der Kunsthalle Tübingen erzählt er Dr. Nicole Fritz und Claudia Linzel, warum er durchgehalten hat und was diese Zeit für ihn mit der Skulptur zu tun hat. In der Ausstellung „Lars Eidinger. PRESENT PERFECT. Im Dialog mit der Sammlung“ begegnen seine Fotografien und Videoarbeiten Werken aus der Sammlung. Im Gespräch erläutert Dr. Nicole Fritz die Auswahl der Gegenüberstellungen. Eidinger beschreibt, welche Verbindungen ihm selbst erst dadurch bewusst wurden. Richard Hamiltons Selbstporträt, Ben Willikens’ Räume und Franz Erhard Walthers „Gegenüber“ führen zu Fragen nach Selbstwahrnehmung, Raum und Begegnung. Eidinger erzählt vom Fotografieren im Alltag, von seiner Begegnung mit Yves Kleins monochromem Blau und von Rollen, die er weiter mit sich trägt. Der Ausstellungstitel verbindet Vergangenes mit der Gegenwart: Der fotografierte Moment ist vergangen. Die Begegnung mit seinem Bild findet jetzt statt. Die Themen der Folge • Die 1960er-Jahre und ihre Bedeutung für beide Gäste • Fotografie, Readymades und der eigene Blick • Selbstporträts, Spiegelung und Eidingers Lesart des Narziss-Mythos • Rollen, Fiktion und Realität • Die Zusammenarbeit von Künstler und Kuratorin • Erwin Wurm, Körpererfahrung und Zeit Die Ausstellung Lars Eidinger. PRESENT PERFECT. Im Dialog mit der Sammlung Kunsthalle Tübingen 10. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027 Kuratorin: Dr. Nicole Fritz Die Leichtigkeit der Kunst – ein Kunstpodcast mit Claudia Linzel.
1 Stunde 17 Minuten
Benedikt Hipp & Rouven Lotz im Emil Schumacher Museum | Songs from the Orbs & Indemini | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
1 Stunde 2 Minuten
Fünfzig Jahre Freundschaft mit einem Museum beginnen hier mit einem Pokal, einem zu kleinen Ankaufsetat und einem Kunsthändler, der hilft. Heute gehören mehr als 1.600 Menschen zu den Freunden des Museums für Kunst und Kultur Münster e.V. Dr. Hermann Arnhold, Matthias Lückertz, Sabine Mensing und Dr. Juliane Wessels erzählen, wie ihre eigenen Wege zur Kunst begonnen haben und was Menschen über Jahrzehnte an ein Museum bindet. Es geht um Kunstreisen und Ankaufssitzungen, um Pierre Soulages und drei Monate Schweigen nach einer Preisverhandlung, um den Neubau am Domplatz, die Jungen Freunde und Frans Snyders’ „Knabe in der Vorratskammer“. Ein Gespräch über Kunst, Freundschaft, Engagement und die Nähe, die dabei entstehen kann.
50 Minuten
Wer in Berlin lebt oder gelebt hat, kennt das mit Sicherheit: Man läuft durch einen Kiez, den man seit Jahren kennt, doch mit einem Mal fehlt irgendwo etwas, ein Hinterhof aus dem interessante Geräusche kamen, eine Tür, die immer offen war, ein Ort von dem man wusste, dass dort irgendjemand irgendetwas macht, auch wenn man selbst nie drin war. Stattdessen Neubau oder Baustelle. Die ursprünglichen Räume, die einst zur Stadt gehörten, werden seltener. Das betrifft Ateliers genauso wie Proberäume, Werkstätten, Labore, Orte an denen Gedanken entstehen und zur Form werden. In dieser Live-Episode, aufgezeichnet zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026 auf dem Forschungscampus Dahlem und anmoderiert von Julie Nautré, Geschäftsführerin des Forschungscampus, sprechen drei Menschen, die täglich mit dieser Frage arbeiten, auf je sehr unterschiedliche Weise. Asta Gröting ist Bildende Künstlerin in Berlin, sie arbeitet mit Bildhauerei, Video, Performance und Zeichnung, oft großformatig, und hat ihr Atelier in den Uferhallen in Wedding. Direkt nach der Wende fuhr sie nach Ostberlin und fotografierte die zerschossenen Fassaden mit einer analogen Kamera, und viele Jahre später, 2016, kehrte sie zu diesen Wänden zurück und strich Silikon darauf, Schicht für Schicht, um es dann abzulösen und mitzunehmen. Was sie zurückbekam, waren Abdrücke von Einschusslöchern, Graffiti, Putzresten, und sie hat im Gespräch gesagt, das Trauma transportiert sich, was ich für einen der ehrlichsten und genauesten Sätze halte, die man über diese Arbeit sagen kann. Heiner Franzen ist ebenfalls Bildender Künstler, auch mit Atelier in den Uferhallen, er sammelt seit über zehn Jahren Fernsehmomente, in denen Nachrichtensprecher schweigen, also nicht die Nachrichten selbst, sondern die Sekunden dazwischen, wenn der Text aufgehört hat und der Mensch vor der Kamera einfach da ist. Seine Anchors-Serie ist in dieser Zeit gewachsen, zufälligerweise parallel zu beiden Trump-Wahlen, und er hat uns erzählt, dass er jedes Mal wenn dort politisch etwas kippt, neue Kommentare dazu bekommt. Er hat außerdem einen Hausmeister namens Jürgen gefilmt, auf seinen Gängen durch frisch geräumte Räume, Wohnungen, Keller, Hallen, Werkstätten, einen Mann im Blaumann der prüft was übrig geblieben ist. Prof. Dr. Patricia Rahemipour ist Direktorin des Instituts für Museumsforschung, angeschlossen an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Sprecherin des Forschungscampus Dahlem, sie ist von der Ausbildung her Prähistorikerin, was bedeutet, dass sie in Zeiträumen denkt, in denen unsere aktuelle Situation noch kaum eine Fußnote ist. Sie sagt, Kunst ist etwas, was Menschsein seit Jahrhunderttausenden ausmacht, und das kann man durch Rahmenbedingungen nicht abschaffen, und gleichzeitig bringt sie eine Studie mit, die ich in dieser Form noch nicht kannte: selbst Menschen, die nie ins Museum gehen, ziehen nicht in Städte ohne Kultur, weil das für sie einfach unattraktive Städte sind. Das Gespräch fragt, wer den Raum für Kunst und Wissenschaft schafft, wer ihn sichert, und was entsteht, wenn er sich verwandelt oder zur Mangelware wird. Am Beispiel der Uferhallen und des Tacheles wird deutlich, was auf dem Spiel steht, für Künstler:innen, Institutionen und eine Stadtgesellschaft im Wandel.
59 Minuten
Mangelnder Wohnraum beschäftigt uns seit über hundert Jahren. Astrid Busch reist an die Orte, wo diese Frage in Stein, Beton und Licht eingeschrieben ist. Le Havre, Mezamor, Wolfsburg, Frankfurt. Aus diesen Reisen entstehen Rauminstallationen, die nichts erklären, aber alles spürbar machen. Im Gespräch über urbane Utopien, Containerschiffe, Schiffs-Tracking-Apps und Ernst Mays Neues Frankfurt. Ein Gespräch über Leichtigkeit mit Tiefgang, das Lust macht, die eigene Straße mit anderen Augen zu sehen.
1 Stunde 28 Minuten
Menschen haben den Blick in den Weltraum immer gesucht: als Sehnsucht, als Utopie, als Spielwiese für die kühnsten Ideen. Die Ausstellung „Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne" im Arp Museum Bahnhof Rolandseck versammelt diese Blicke von den 1820ern bis heute, von Mondgedichten bis zu einer echten Funkstation, die gerade jetzt Kunst in den interstellaren Raum sendet. Im Gespräch mit Dr. Julia Wallner, Direktorin des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, geht es um Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp als Künstlerpaar zwischen Pazifismus und kosmischer Formensprache, um einen Bahnhof, der fast abgerissen worden wäre und heute die größte museale Arp-Sammlung außerhalb der Schweiz beherbergt und um Arbeiten von Katharina Sieverding, Björn Melhus, Mona Schulzek und Yael Bartana.
50 Minuten
Wir tracken inzwischen fast alles: Schlaf, Schritte, Herzfrequenz und Produktivität. Als wäre ein Gefühl erst real, wenn es messbar ist. Stefan Heyne findet das interessant... und auch ein bisschen komisch. Er nennt Abstraktion eine hilflose Kategorie und meint damit nicht die Kunst, sondern die Art, wie wir mit dem Unbegreiflichen umgehen. Freiheit, sagt er, beginnt dort, wo wir aufhören zu skalieren, zu beschildern und zu benennen. Im Gespräch mit Stefan Heyne im Haus Loewy in Berlin - einem Frühwerk von Richard Neutra, das an diesem Maiwochenende des Gallery Weekends 2026 erstmals öffentlich zugänglich war - sprechen wir über Wahrnehmung und Wirklichkeit, über Schönheit als politischen Akt und über die Frage, was ein Bild eigentlich ist, wenn es aufhört, einem einzigen Menschen zu gehören. Ein Gespräch mit Leichtigkeit und Tiefgang, das Lust macht, die Welt wieder mit neuen Gedanken zu entdecken.
1 Stunde 8 Minuten
1632 ist das Jahr, in dem Rembrandt van Rijn nach Amsterdam zieht, seinen Namen zur Marke macht und in zwölf Monaten 32 Gemälde schafft. Die Sonderausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke" im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel nimmt genau dieses Schlüsseljahr in den Blick. Im Gespräch mit Kurator Dr. Justus Lange und Kunsthistorikerin Marina Heß von Hessen Kassel Heritage entfaltet sich ein Rembrandt, der zugleich Künstler, Stratege und Unternehmer war. Themen sind Werkstattpraxis, Zuschreibung, der Vergleich mit Rubens und die Frage, was Originalität bedeutet - damals wie heute. Eine Folge über Kunst, Markt und die langen Linien menschlicher Ambition.
1 Stunde 29 Minuten
Kurator Alexander Ochs und Bürgermeisterin Silke Franzl sprechen mit Claudia Linzel in der Hartmannfabrik Chemnitz über den Purple Path: über 50 Skulpturen, 38 Kommunen und die Frage, was passiert, wenn internationale Gegenwartskunst in einer Region landet, in der Bergbau, Handwerk und Umbruch zur DNA gehören. Ein Gespräch über Vertrauen, Prozesse und die Leichtigkeit, die entsteht, wenn man sich drauf einlässt. Chemnitz 2025.
1 Stunde
73 Meisterwerke aus dem Bohdan und Varvara Khanenko Nationalmuseum in Kyjiw sind erstmals in Deutschland zu sehen. Das 2022 eröffnete Christian Schad Museum in Aschaffenburg hat für die Alten Meister aus der Ukraine zwei Etagen geöffnet. Rubens, Bellotto, Jordaens, Bosch, Rembrandt, Canova: Was erzahlen diese Bilder heute? Und was bedeutet es, Kunst zu schützen und sie gleichzeitig sichtbar zu halten? Dr. Thomas Schauerte, Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg und Kurator der Ausstellung, spricht über das Khanenko Museum als Institution mit Biografie, über Bohdan und Varvara Khanenko als Sammlerpaar mit Vision – und darüber, warum diese Ausstellung eine klare Aussage über Europa macht.
56 Minuten
Wie verändert sich eine Stadt über Zeit? Und was wird sichtbar, wenn unterschiedliche künstlerische Blicke denselben Ort betrachten? Claudia Linzel spricht mit Dr. Katharina Henkel bei den Internationalen Tagen Ingelheim über James McNeill Whistler und Hiroyuki Masuyama. Ein Gespräch über London und Venedig, Wahrnehmung, Atmosphäre und die Frage, wie sich Vergangenheit und Gegenwart im Bild begegnen.
1 Stunde 23 Minuten
Bilder entstehen heute schnell. Ein kurzer Blick, ein Klick – und weiter. Vieles wird festgehalten, ohne wirklich gesehen zu werden. Genau an diesem Punkt setzt diese Folge an und führt zu einem Künstler, der sich Zeit genommen hat, um genauer hinzuschauen. Alfred Ehrhardt richtet den Blick auf Strukturen in der Natur, die leicht übersehen werden: Linien im Sand, Spuren des Wassers, Formen, die sich erst im längeren Hinsehen zeigen. Sein Weg führt von der Musik über das Bauhaus zur Fotografie und später zum Film. Ein Bruch in den 1930er Jahren verändert seine Arbeit und führt ihn nach Cuxhaven, wo ein neuer künstlerischer Blick entsteht. In der Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin ordnet Dr. Christiane Stahl dieses Werk ein und zeigt, wie es heute wieder in einen größeren Zusammenhang gestellt wird. Im zweiten Teil spricht Dr. Jens Ehrhardt in München über die persönliche Verbindung zu seinem Vater und über die Entscheidung, dieses Werk nicht nur zu bewahren, sondern mit der Stiftung und dem Museum Ehrhardt in Plüschow in die Gegenwart zu führen. Das Gespräch macht deutlich, dass Sichtbarkeit kein Zustand ist, sondern das Ergebnis von Aufmerksamkeit, Initiative und Verantwortung – und dass sich der eigene Blick verändert, wenn man sich Zeit nimmt, ihn bewusst zu schärfen.
50 Minuten
Diese Folge führt in die Konschthal Esch nach Luxemburg. Im Gespräch mit Christian Mosar geht es um den Aufbau einer jungen Kunstinstitution, um kuratorische Verantwortung und um die Verbindung von lokaler Szene und internationalem Kontext. Diese Folge führt in die Konschthal Esch nach Luxemburg. Im Gespräch mit Christian Mosar geht es um den Aufbau einer jungen Kunstinstitution, um kuratorische Verantwortung und um die Verbindung von lokaler Szene und internationalem Kontext.
45 Minuten
In der Kunsthalle Tübingen ist aktuell die Ausstellung „Dancing with Reality“ von Alex Katz zu sehen. Im Gespräch mit Dr. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle und Kuratorin der Ausstellung, entsteht ein klarer Zugang zu einem Werk, das seit über sieben Jahrzehnten entsteht und heute aktueller wirkt denn je. Im Mittelpunkt stehen zentrale Aspekte der Malerei von Alex Katz: die Konzentration auf den flüchtigen Moment, die Reduktion auf klare Formen und die besondere Spannung zwischen Oberfläche und Wahrnehmung. Seine Bilder wirken unmittelbar und entwickeln ihre Wirkung oft erst im zweiten Blick. Ausgehend von der vorherigen Ausstellung zu Joseph Beuys und „Bewohnte Mythen“ wird ein Spannungsfeld sichtbar zwischen gesellschaftlichem Anspruch und unmittelbarer Wahrnehmung. Beide Positionen eröffnen unterschiedliche Wege, sich mit Gegenwart und Menschlichkeit auseinanderzusetzen. Die Folge verbindet Ausstellung, Kunstgeschichte und aktuelle Fragen unserer Zeit und macht nachvollziehbar, warum Alex Katz heute eine so große Relevanz hat.
1 Stunde 24 Minuten
Wann haben wir zuletzt wirklich geschaut? Nicht im Vorbeigehen, sondern mit Zeit und Aufmerksamkeit. Der österreichische Maler Wolfgang Hollegha widmete dieser Form des Sehens ein ganzes Künstlerleben. Ausgangspunkt seiner Arbeiten war oft ein genauer Blick auf kleine Dinge aus der Natur. Über Wochen oder Monate studierte er sie im Atelier, bevor daraus großformatige Malerei entstand. Diese Folge von Die Leichtigkeit der Kunst beginnt auf dem Rechberg in der Steiermark, wo Hollegha seit den frühen 1960er-Jahren lebte und arbeitete. Anschließend führt das Gespräch nach Wiesbaden in das Museum Reinhard Ernst, das mit der Ausstellung „Denk nicht, schau“ erstmals eine umfassende Präsentation seines Werks in Deutschland zeigt. Im Gespräch mit Daniel Hollegha, Dr. Oliver Kornhoff und Lea Schäfer geht es um Atelierarbeit, internationale Kunstgeschichte, Wahrnehmung und die Frage, warum abstrakte Malerei heute wieder neue Aufmerksamkeit erfährt.
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Seit 2020 vor Ort: Künstler:innen, Kurator:innen und Museumsdirektor:innen im Gespräch – Kunstgeschichte, Kunstmarkt und Gegenwart im deutschsprachigen Raum.