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  3. Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Podcast

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1 minute
Für einen Körperabguss von Erwin Wurm hat Lars Eidinger drei Stunden auf einem Bein gestanden, mit erhobenem Arm. In der Kunsthalle Tübingen erzählt er Dr. Nicole Fritz und Claudia Linzel, warum er durchgehalten hat und was diese Zeit für ihn mit der Skulptur zu tun hat. In der Ausstellung „Lars Eidinger. PRESENT PERFECT. Im Dialog mit der Sammlung“ begegnen seine Fotografien und Videoarbeiten Werken aus der Sammlung. Im Gespräch erläutert Dr. Nicole Fritz die Auswahl der Gegenüberstellungen. Eidinger beschreibt, welche Verbindungen ihm selbst erst dadurch bewusst wurden. Richard Hamiltons Selbstporträt, Ben Willikens’ Räume und Franz Erhard Walthers „Gegenüber“ führen zu Fragen nach Selbstwahrnehmung, Raum und Begegnung. Eidinger erzählt vom Fotografieren im Alltag, von seiner Begegnung mit Yves Kleins monochromem Blau und von Rollen, die er weiter mit sich trägt. Der Ausstellungstitel verbindet Vergangenes mit der Gegenwart: Der fotografierte Moment ist vergangen. Die Begegnung mit seinem Bild findet jetzt statt. Die Themen der Folge • Die 1960er-Jahre und ihre Bedeutung für beide Gäste • Fotografie, Readymades und der eigene Blick • Selbstporträts, Spiegelung und Eidingers Lesart des Narziss-Mythos • Rollen, Fiktion und Realität • Die Zusammenarbeit von Künstler und Kuratorin • Erwin Wurm, Körpererfahrung und Zeit Die Ausstellung Lars Eidinger. PRESENT PERFECT. Im Dialog mit der Sammlung Kunsthalle Tübingen 10. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027 Kuratorin: Dr. Nicole Fritz Die Leichtigkeit der Kunst – ein Kunstpodcast mit Claudia Linzel.
1 Stunde 17 Minuten
Benedikt Hipp & Rouven Lotz im Emil Schumacher Museum | Songs from the Orbs & Indemini | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
1 Stunde 2 Minuten
Fünfzig Jahre Freundschaft mit einem Museum beginnen hier mit einem Pokal, einem zu kleinen Ankaufsetat und einem Kunsthändler, der hilft. Heute gehören mehr als 1.600 Menschen zu den Freunden des Museums für Kunst und Kultur Münster e.V. Dr. Hermann Arnhold, Matthias Lückertz, Sabine Mensing und Dr. Juliane Wessels erzählen, wie ihre eigenen Wege zur Kunst begonnen haben und was Menschen über Jahrzehnte an ein Museum bindet. Es geht um Kunstreisen und Ankaufssitzungen, um Pierre Soulages und drei Monate Schweigen nach einer Preisverhandlung, um den Neubau am Domplatz, die Jungen Freunde und Frans Snyders’ „Knabe in der Vorratskammer“. Ein Gespräch über Kunst, Freundschaft, Engagement und die Nähe, die dabei entstehen kann.
50 Minuten
Wer in Berlin lebt oder gelebt hat, kennt das mit Sicherheit: Man läuft durch einen Kiez, den man seit Jahren kennt, doch mit einem Mal fehlt irgendwo etwas, ein Hinterhof aus dem interessante Geräusche kamen, eine Tür, die immer offen war, ein Ort von dem man wusste, dass dort irgendjemand irgendetwas macht, auch wenn man selbst nie drin war. Stattdessen Neubau oder Baustelle. Die ursprünglichen Räume, die einst zur Stadt gehörten, werden seltener. Das betrifft Ateliers genauso wie Proberäume, Werkstätten, Labore, Orte an denen Gedanken entstehen und zur Form werden. In dieser Live-Episode, aufgezeichnet zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026 auf dem Forschungscampus Dahlem und anmoderiert von Julie Nautré, Geschäftsführerin des Forschungscampus, sprechen drei Menschen, die täglich mit dieser Frage arbeiten, auf je sehr unterschiedliche Weise. Asta Gröting ist Bildende Künstlerin in Berlin, sie arbeitet mit Bildhauerei, Video, Performance und Zeichnung, oft großformatig, und hat ihr Atelier in den Uferhallen in Wedding. Direkt nach der Wende fuhr sie nach Ostberlin und fotografierte die zerschossenen Fassaden mit einer analogen Kamera, und viele Jahre später, 2016, kehrte sie zu diesen Wänden zurück und strich Silikon darauf, Schicht für Schicht, um es dann abzulösen und mitzunehmen. Was sie zurückbekam, waren Abdrücke von Einschusslöchern, Graffiti, Putzresten, und sie hat im Gespräch gesagt, das Trauma transportiert sich, was ich für einen der ehrlichsten und genauesten Sätze halte, die man über diese Arbeit sagen kann. Heiner Franzen ist ebenfalls Bildender Künstler, auch mit Atelier in den Uferhallen, er sammelt seit über zehn Jahren Fernsehmomente, in denen Nachrichtensprecher schweigen, also nicht die Nachrichten selbst, sondern die Sekunden dazwischen, wenn der Text aufgehört hat und der Mensch vor der Kamera einfach da ist. Seine Anchors-Serie ist in dieser Zeit gewachsen, zufälligerweise parallel zu beiden Trump-Wahlen, und er hat uns erzählt, dass er jedes Mal wenn dort politisch etwas kippt, neue Kommentare dazu bekommt. Er hat außerdem einen Hausmeister namens Jürgen gefilmt, auf seinen Gängen durch frisch geräumte Räume, Wohnungen, Keller, Hallen, Werkstätten, einen Mann im Blaumann der prüft was übrig geblieben ist. Prof. Dr. Patricia Rahemipour ist Direktorin des Instituts für Museumsforschung, angeschlossen an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Sprecherin des Forschungscampus Dahlem, sie ist von der Ausbildung her Prähistorikerin, was bedeutet, dass sie in Zeiträumen denkt, in denen unsere aktuelle Situation noch kaum eine Fußnote ist. Sie sagt, Kunst ist etwas, was Menschsein seit Jahrhunderttausenden ausmacht, und das kann man durch Rahmenbedingungen nicht abschaffen, und gleichzeitig bringt sie eine Studie mit, die ich in dieser Form noch nicht kannte: selbst Menschen, die nie ins Museum gehen, ziehen nicht in Städte ohne Kultur, weil das für sie einfach unattraktive Städte sind. Das Gespräch fragt, wer den Raum für Kunst und Wissenschaft schafft, wer ihn sichert, und was entsteht, wenn er sich verwandelt oder zur Mangelware wird. Am Beispiel der Uferhallen und des Tacheles wird deutlich, was auf dem Spiel steht, für Künstler:innen, Institutionen und eine Stadtgesellschaft im Wandel.
59 Minuten
Mangelnder Wohnraum beschäftigt uns seit über hundert Jahren. Astrid Busch reist an die Orte, wo diese Frage in Stein, Beton und Licht eingeschrieben ist. Le Havre, Mezamor, Wolfsburg, Frankfurt. Aus diesen Reisen entstehen Rauminstallationen, die nichts erklären, aber alles spürbar machen. Im Gespräch über urbane Utopien, Containerschiffe, Schiffs-Tracking-Apps und Ernst Mays Neues Frankfurt. Ein Gespräch über Leichtigkeit mit Tiefgang, das Lust macht, die eigene Straße mit anderen Augen zu sehen.
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Über diesen Podcast

Seit 2020 vor Ort: Künstler:innen, Kurator:innen und Museumsdirektor:innen im Gespräch – Kunstgeschichte, Kunstmarkt und Gegenwart im deutschsprachigen Raum.
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„Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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