Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Podcast
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel 342 Episoden Neueste vor 4 Tagen

Seit 2020 vor Ort: Künstler:innen, Kurator:innen und Museumsdirektor:innen im Gespräch – Kunstgeschichte, Kunstmarkt und Gegenwart im deutschsprachigen Raum.

Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Teilen Kommentare Alle Episoden anzeigen

Episoden

50 Minuten
Wer in Berlin lebt oder gelebt hat, kennt das mit Sicherheit: Man läuft durch einen Kiez, den man seit Jahren kennt, doch mit einem Mal fehlt irgendwo etwas, ein Hinterhof aus dem interessante Geräusche kamen, eine Tür, die immer offen war, ein Ort von dem man wusste, dass dort irgendjemand irgendetwas macht, auch wenn man selbst nie drin war. Stattdessen Neubau oder Baustelle. Die ursprünglichen Räume, die einst zur Stadt gehörten, werden seltener. Das betrifft Ateliers genauso wie Proberäume, Werkstätten, Labore, Orte an denen Gedanken entstehen und zur Form werden. In dieser Live-Episode, aufgezeichnet zur Langen Nacht der Wissenschaften 2026 auf dem Forschungscampus Dahlem und anmoderiert von Julie Nautré, Geschäftsführerin des Forschungscampus, sprechen drei Menschen, die täglich mit dieser Frage arbeiten, auf je sehr unterschiedliche Weise. Asta Gröting ist Bildende Künstlerin in Berlin, sie arbeitet mit Bildhauerei, Video, Performance und Zeichnung, oft großformatig, und hat ihr Atelier in den Uferhallen in Wedding. Direkt nach der Wende fuhr sie nach Ostberlin und fotografierte die zerschossenen Fassaden mit einer analogen Kamera, und viele Jahre später, 2016, kehrte sie zu diesen Wänden zurück und strich Silikon darauf, Schicht für Schicht, um es dann abzulösen und mitzunehmen. Was sie zurückbekam, waren Abdrücke von Einschusslöchern, Graffiti, Putzresten, und sie hat im Gespräch gesagt, das Trauma transportiert sich, was ich für einen der ehrlichsten und genauesten Sätze halte, die man über diese Arbeit sagen kann. Heiner Franzen ist ebenfalls Bildender Künstler, auch mit Atelier in den Uferhallen, er sammelt seit über zehn Jahren Fernsehmomente, in denen Nachrichtensprecher schweigen, also nicht die Nachrichten selbst, sondern die Sekunden dazwischen, wenn der Text aufgehört hat und der Mensch vor der Kamera einfach da ist. Seine Anchors-Serie ist in dieser Zeit gewachsen, zufälligerweise parallel zu beiden Trump-Wahlen, und er hat uns erzählt, dass er jedes Mal wenn dort politisch etwas kippt, neue Kommentare dazu bekommt. Er hat außerdem einen Hausmeister namens Jürgen gefilmt, auf seinen Gängen durch frisch geräumte Räume, Wohnungen, Keller, Hallen, Werkstätten, einen Mann im Blaumann der prüft was übrig geblieben ist. Prof. Dr. Patricia Rahemipour ist Direktorin des Instituts für Museumsforschung, angeschlossen an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Sprecherin des Forschungscampus Dahlem, sie ist von der Ausbildung her Prähistorikerin, was bedeutet, dass sie in Zeiträumen denkt, in denen unsere aktuelle Situation noch kaum eine Fußnote ist. Sie sagt, Kunst ist etwas, was Menschsein seit Jahrhunderttausenden ausmacht, und das kann man durch Rahmenbedingungen nicht abschaffen, und gleichzeitig bringt sie eine Studie mit, die ich in dieser Form noch nicht kannte: selbst Menschen, die nie ins Museum gehen, ziehen nicht in Städte ohne Kultur, weil das für sie einfach unattraktive Städte sind. Das Gespräch fragt, wer den Raum für Kunst und Wissenschaft schafft, wer ihn sichert, und was entsteht, wenn er sich verwandelt oder zur Mangelware wird. Am Beispiel der Uferhallen und des Tacheles wird deutlich, was auf dem Spiel steht, für Künstler:innen, Institutionen und eine Stadtgesellschaft im Wandel.
59 Minuten
Mangelnder Wohnraum beschäftigt uns seit über hundert Jahren. Astrid Busch reist an die Orte, wo diese Frage in Stein, Beton und Licht eingeschrieben ist. Le Havre, Mezamor, Wolfsburg, Frankfurt. Aus diesen Reisen entstehen Rauminstallationen, die nichts erklären, aber alles spürbar machen. Im Gespräch über urbane Utopien, Containerschiffe, Schiffs-Tracking-Apps und Ernst Mays Neues Frankfurt. Ein Gespräch über Leichtigkeit mit Tiefgang, das Lust macht, die eigene Straße mit anderen Augen zu sehen.
1 Stunde 28 Minuten
Menschen haben den Blick in den Weltraum immer gesucht: als Sehnsucht, als Utopie, als Spielwiese für die kühnsten Ideen. Die Ausstellung „Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne" im Arp Museum Bahnhof Rolandseck versammelt diese Blicke von den 1820ern bis heute, von Mondgedichten bis zu einer echten Funkstation, die gerade jetzt Kunst in den interstellaren Raum sendet. Im Gespräch mit Dr. Julia Wallner, Direktorin des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, geht es um Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp als Künstlerpaar zwischen Pazifismus und kosmischer Formensprache, um einen Bahnhof, der fast abgerissen worden wäre und heute die größte museale Arp-Sammlung außerhalb der Schweiz beherbergt und um Arbeiten von Katharina Sieverding, Björn Melhus, Mona Schulzek und Yael Bartana.
50 Minuten
Wir tracken inzwischen fast alles: Schlaf, Schritte, Herzfrequenz und Produktivität. Als wäre ein Gefühl erst real, wenn es messbar ist. Stefan Heyne findet das interessant... und auch ein bisschen komisch. Er nennt Abstraktion eine hilflose Kategorie und meint damit nicht die Kunst, sondern die Art, wie wir mit dem Unbegreiflichen umgehen. Freiheit, sagt er, beginnt dort, wo wir aufhören zu skalieren, zu beschildern und zu benennen. Im Gespräch mit Stefan Heyne im Haus Loewy in Berlin - einem Frühwerk von Richard Neutra, das an diesem Maiwochenende des Gallery Weekends 2026 erstmals öffentlich zugänglich war - sprechen wir über Wahrnehmung und Wirklichkeit, über Schönheit als politischen Akt und über die Frage, was ein Bild eigentlich ist, wenn es aufhört, einem einzigen Menschen zu gehören. Ein Gespräch mit Leichtigkeit und Tiefgang, das Lust macht, die Welt wieder mit neuen Gedanken zu entdecken.
1 Stunde 8 Minuten
1632 ist das Jahr, in dem Rembrandt van Rijn nach Amsterdam zieht, seinen Namen zur Marke macht und in zwölf Monaten 32 Gemälde schafft. Die Sonderausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke" im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel nimmt genau dieses Schlüsseljahr in den Blick. Im Gespräch mit Kurator Dr. Justus Lange und Kunsthistorikerin Marina Heß von Hessen Kassel Heritage entfaltet sich ein Rembrandt, der zugleich Künstler, Stratege und Unternehmer war. Themen sind Werkstattpraxis, Zuschreibung, der Vergleich mit Rubens und die Frage, was Originalität bedeutet - damals wie heute. Eine Folge über Kunst, Markt und die langen Linien menschlicher Ambition.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Seit 2020 vor Ort: Künstler:innen, Kurator:innen und Museumsdirektor:innen im Gespräch – Kunstgeschichte, Kunstmarkt und Gegenwart im deutschsprachigen Raum.
Podcast melden

„Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz