Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
Podcaster
Episoden
17.04.2026
1 Stunde 23 Minuten
Bilder entstehen heute schnell. Ein kurzer Blick, ein Klick – und weiter. Vieles wird festgehalten, ohne wirklich gesehen zu werden. Genau an diesem Punkt setzt diese Folge an und führt zu einem Künstler, der sich Zeit genommen hat, um genauer hinzuschauen. Alfred Ehrhardt richtet den Blick auf Strukturen in der Natur, die leicht übersehen werden: Linien im Sand, Spuren des Wassers, Formen, die sich erst im längeren Hinsehen zeigen. Sein Weg führt von der Musik über das Bauhaus zur Fotografie und später zum Film. Ein Bruch in den 1930er Jahren verändert seine Arbeit und führt ihn nach Cuxhaven, wo ein neuer künstlerischer Blick entsteht. In der Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin ordnet Dr. Christiane Stahl dieses Werk ein und zeigt, wie es heute wieder in einen größeren Zusammenhang gestellt wird. Im zweiten Teil spricht Dr. Jens Ehrhardt in München über die persönliche Verbindung zu seinem Vater und über die Entscheidung, dieses Werk nicht nur zu bewahren, sondern mit der Stiftung und dem Museum Ehrhardt in Plüschow in die Gegenwart zu führen. Das Gespräch macht deutlich, dass Sichtbarkeit kein Zustand ist, sondern das Ergebnis von Aufmerksamkeit, Initiative und Verantwortung – und dass sich der eigene Blick verändert, wenn man sich Zeit nimmt, ihn bewusst zu schärfen.
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10.04.2026
50 Minuten
Diese Folge führt in die Konschthal Esch nach Luxemburg. Im Gespräch mit Christian Mosar geht es um den Aufbau einer jungen Kunstinstitution, um kuratorische Verantwortung und um die Verbindung von lokaler Szene und internationalem Kontext. Diese Folge führt in die Konschthal Esch nach Luxemburg. Im Gespräch mit Christian Mosar geht es um den Aufbau einer jungen Kunstinstitution, um kuratorische Verantwortung und um die Verbindung von lokaler Szene und internationalem Kontext.
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03.04.2026
45 Minuten
In der Kunsthalle Tübingen ist aktuell die Ausstellung „Dancing with Reality“ von Alex Katz zu sehen. Im Gespräch mit Dr. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle und Kuratorin der Ausstellung, entsteht ein klarer Zugang zu einem Werk, das seit über sieben Jahrzehnten entsteht und heute aktueller wirkt denn je. Im Mittelpunkt stehen zentrale Aspekte der Malerei von Alex Katz: die Konzentration auf den flüchtigen Moment, die Reduktion auf klare Formen und die besondere Spannung zwischen Oberfläche und Wahrnehmung. Seine Bilder wirken unmittelbar und entwickeln ihre Wirkung oft erst im zweiten Blick. Ausgehend von der vorherigen Ausstellung zu Joseph Beuys und „Bewohnte Mythen“ wird ein Spannungsfeld sichtbar zwischen gesellschaftlichem Anspruch und unmittelbarer Wahrnehmung. Beide Positionen eröffnen unterschiedliche Wege, sich mit Gegenwart und Menschlichkeit auseinanderzusetzen. Die Folge verbindet Ausstellung, Kunstgeschichte und aktuelle Fragen unserer Zeit und macht nachvollziehbar, warum Alex Katz heute eine so große Relevanz hat.
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27.03.2026
1 Stunde 24 Minuten
Wann haben wir zuletzt wirklich geschaut? Nicht im Vorbeigehen, sondern mit Zeit und Aufmerksamkeit. Der österreichische Maler Wolfgang Hollegha widmete dieser Form des Sehens ein ganzes Künstlerleben. Ausgangspunkt seiner Arbeiten war oft ein genauer Blick auf kleine Dinge aus der Natur. Über Wochen oder Monate studierte er sie im Atelier, bevor daraus großformatige Malerei entstand. Diese Folge von Die Leichtigkeit der Kunst beginnt auf dem Rechberg in der Steiermark, wo Hollegha seit den frühen 1960er-Jahren lebte und arbeitete. Anschließend führt das Gespräch nach Wiesbaden in das Museum Reinhard Ernst, das mit der Ausstellung „Denk nicht, schau“ erstmals eine umfassende Präsentation seines Werks in Deutschland zeigt. Im Gespräch mit Daniel Hollegha, Dr. Oliver Kornhoff und Lea Schäfer geht es um Atelierarbeit, internationale Kunstgeschichte, Wahrnehmung und die Frage, warum abstrakte Malerei heute wieder neue Aufmerksamkeit erfährt.
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13.03.2026
1 Minute
1895 entdeckt Wilhelm Conrad Röntgen eine Strahlung, die erstmals einen Blick ins Innere des Körpers ermöglicht. Wenige Wochen später entsteht eines der bekanntesten Bilder der Wissenschaftsgeschichte: die durchleuchtete Hand seiner Frau Anna Bertha. Die Ausstellung „X-RAY. Die Macht des Röntgenblicks“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte greift diese Entdeckung auf und verfolgt ihre Wirkung bis in die Gegenwart. Kunst, Wissenschaft, Architektur und Mode begegnen sich hier in einem gemeinsamen Blick auf das Unsichtbare. Im Gespräch erläutert Dr. Ralf Beil, Generaldirektor der Völklinger Hütte und Kurator der Ausstellung, wie der sogenannte Röntgenblick unser Verständnis von Körper, Technik und Gesellschaft geprägt hat – und warum Fragen nach Sichtbarkeit, Transparenz und Verantwortung heute aktueller sind denn je. Das Gespräch wurde vor Ort im Weltkulturerbe Völklinger Hütte aufgezeichnet.
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Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart.
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