Mutmacher Schule Archiv
21 Episoden
1 Stunde 4 Minuten
Gäste: Stefan Ruppaner, bis 2024 Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen, und Prof. Dr. Olaf-Axel Burow, emeritierter Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Kassel
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Die Alemannenschule Wutöschingen gehört zu den bekanntesten Schulen Deutschlands. Unterricht im 45-Minuten-Takt gibt es dort nicht mehr. Die Schüler*innen lernen selbstorganisiert, bauen Baumhäuser, führen Musicals auf und haben jede Woche ein Coachinggespräch mit ihrer Lernbegleitung. Judith Holle spricht mit dem langjährigen Schulleiter Stefan Ruppaner und dem Erziehungswissenschaftler Olaf-Axel Burow über die Schmetterlingspädagogik. Es geht darum, was andere Schulen davon übernehmen können, wo die Grenzen der Übertragbarkeit liegen und warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für Veränderung ist.
Kernthema
Die Schmetterlingspädagogik verbindet zwei Flügel: selbstorganisiertes Lernen und Lernen durch Erleben.
Was Schule verlernen sollte
* Ruppaner will, dass Schule den verpflichtenden Unterricht verlernt. Gut gemachter Unterricht, den Kinder freiwillig wählen, bleibt willkommen.
* Burow sieht das System in der „Mehr-desselben-Falle": Auf schwache PISA-Ergebnisse folgen zusätzliche Mathe- und Deutschstunden.
Die zwei Flügel
* Selbstorganisiertes Lernen funktioniert unabhängig von Zeit und Raum, mit Lernmaterialien, Lernplattform und Hilfe von Mitschüler*innen.
* Lernen durch Erleben umfasst Musicals, Bläserklasse, Baumhäuser und Wanderungen, ohne Noten und nach Neigung.
Zeit ist das dickste Brett
Bildung mit HERZ steht für Haltung, Expertise, Raum und Zeit. Räume umzubauen ist laut Ruppaner der leichteste Teil, die Zerstückelung der Zeit das größte Hindernis.
Wie Veränderung gelingt
Ruppaner rät, nicht zu warten, bis alle überzeugt sind. Burow empfiehlt, mit Engagierten klein anzufangen, etwa in Jahrgang 5.
Was Mut macht
Burow sieht in der Ratlosigkeit nach PISA eine Chance. Ruppaner erwartet „goldene pädagogische Zeiten": KI unterstützt das selbstorganisierte Lernen, Pädagog*innen gewinnen Zeit für Erlebnisse.
Zitat der Folge
„Sei leidenschaftlich, sei visionär, mach's einfach." Olaf-Axel Burow
Zur Einordnung
Die von Burow genannte 3:1-Regel (Fredrickson, Losada) ist als feste Schwelle nicht haltbar, die Modellierung wurde zurückgezogen. Gut belegt: Schüler*innen profitieren von wertschätzender Lernumgebung und spezifischem, zeitnahem Feedback.
Weiterführende Links & Ressourcen
* Olaf-Axel Burow, Stefan Ruppaner, Johannes Zylka: Wenn Schule fliegen lernt. Schmetterlingspädagogik – Anleitung zur Schulrevolution, Beltz 2026: https://beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/wenn-schule-fliegen-lernt/BEL83266
* Alemannenschule Wutöschingen: https://www.asw-wutoeschingen.de
* Schmetterlingspädagogik: https://www.schmetterlingspaedagogik.de
* ASW Musical 2026 „Coco Superstar": https://youtu.be/kxqb384-dK8
* Ken Robinson, Changing Education Paradigms (RSA Animate): https://youtu.be/zDZFcDGpL4U?si=KD9vLYMs0ICIMPFu
* Peter Fratton, Dalton-Plan und Bioagogik: https://peterfratton.com/2025/09/07/dalton-plan-und-bioagogik/
* John Hattie, Lernen sichtbar machen: https://visible-learning.org/books/lernen-sichtbar-machen/
* Reinhard Kahl, Treibhäuser der Zukunft (Film): https://www.archiv-der-zukunft.de/Filmuebersicht.php
* Mihály Csíkszentmihályi und die Flow-Theorie: https://de.wikipedia.org/wiki/Mih%C3%A1ly_Cs%C3%ADkszentmih%C3%A1lyi
* Lew Wygotski und die Zone der nächsten Entwicklung: https://erzieher-kanal.de/wygotskitheorie/
* Barbara Fredrickson, Die Macht der guten Gefühle: https://campus.de/beruf-karriere/die-macht-der-guten-gefuehle/CAM52046
* Deutsches Schulportal, Ties Rabe: Warum reden wir nicht endlich über die Unterrichtszeit?: https://deutsches-schulportal.de/kolumnen/ties-rabe-warum-reden-wir-nicht-endlich-ueber-die-unterrichtszeit/
Für wen ist diese Folge?
Für Schulleitungen, Lehrkräfte und Steuergruppen, die Unterricht, Zeit und Lernbegleitung neu denken wollen.
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Die Alemannenschule Wutöschingen gehört zu den bekanntesten Schulen Deutschlands. Unterricht im 45-Minuten-Takt gibt es dort nicht mehr. Die Schüler*innen lernen selbstorganisiert, bauen Baumhäuser, führen Musicals auf und haben jede Woche ein Coachinggespräch mit ihrer Lernbegleitung. Judith Holle spricht mit dem langjährigen Schulleiter Stefan Ruppaner und dem Erziehungswissenschaftler Olaf-Axel Burow über die Schmetterlingspädagogik. Es geht darum, was andere Schulen davon übernehmen können, wo die Grenzen der Übertragbarkeit liegen und warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für Veränderung ist.
Kernthema
Die Schmetterlingspädagogik verbindet zwei Flügel: selbstorganisiertes Lernen und Lernen durch Erleben.
Was Schule verlernen sollte
* Ruppaner will, dass Schule den verpflichtenden Unterricht verlernt. Gut gemachter Unterricht, den Kinder freiwillig wählen, bleibt willkommen.
* Burow sieht das System in der „Mehr-desselben-Falle": Auf schwache PISA-Ergebnisse folgen zusätzliche Mathe- und Deutschstunden.
Die zwei Flügel
* Selbstorganisiertes Lernen funktioniert unabhängig von Zeit und Raum, mit Lernmaterialien, Lernplattform und Hilfe von Mitschüler*innen.
* Lernen durch Erleben umfasst Musicals, Bläserklasse, Baumhäuser und Wanderungen, ohne Noten und nach Neigung.
Zeit ist das dickste Brett
Bildung mit HERZ steht für Haltung, Expertise, Raum und Zeit. Räume umzubauen ist laut Ruppaner der leichteste Teil, die Zerstückelung der Zeit das größte Hindernis.
Wie Veränderung gelingt
Ruppaner rät, nicht zu warten, bis alle überzeugt sind. Burow empfiehlt, mit Engagierten klein anzufangen, etwa in Jahrgang 5.
Was Mut macht
Burow sieht in der Ratlosigkeit nach PISA eine Chance. Ruppaner erwartet „goldene pädagogische Zeiten": KI unterstützt das selbstorganisierte Lernen, Pädagog*innen gewinnen Zeit für Erlebnisse.
Zitat der Folge
„Sei leidenschaftlich, sei visionär, mach's einfach." Olaf-Axel Burow
Zur Einordnung
Die von Burow genannte 3:1-Regel (Fredrickson, Losada) ist als feste Schwelle nicht haltbar, die Modellierung wurde zurückgezogen. Gut belegt: Schüler*innen profitieren von wertschätzender Lernumgebung und spezifischem, zeitnahem Feedback.
Weiterführende Links & Ressourcen
* Olaf-Axel Burow, Stefan Ruppaner, Johannes Zylka: Wenn Schule fliegen lernt. Schmetterlingspädagogik – Anleitung zur Schulrevolution, Beltz 2026: https://beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/wenn-schule-fliegen-lernt/BEL83266
* Alemannenschule Wutöschingen: https://www.asw-wutoeschingen.de
* Schmetterlingspädagogik: https://www.schmetterlingspaedagogik.de
* ASW Musical 2026 „Coco Superstar": https://youtu.be/kxqb384-dK8
* Ken Robinson, Changing Education Paradigms (RSA Animate): https://youtu.be/zDZFcDGpL4U?si=KD9vLYMs0ICIMPFu
* Peter Fratton, Dalton-Plan und Bioagogik: https://peterfratton.com/2025/09/07/dalton-plan-und-bioagogik/
* John Hattie, Lernen sichtbar machen: https://visible-learning.org/books/lernen-sichtbar-machen/
* Reinhard Kahl, Treibhäuser der Zukunft (Film): https://www.archiv-der-zukunft.de/Filmuebersicht.php
* Mihály Csíkszentmihályi und die Flow-Theorie: https://de.wikipedia.org/wiki/Mih%C3%A1ly_Cs%C3%ADkszentmih%C3%A1lyi
* Lew Wygotski und die Zone der nächsten Entwicklung: https://erzieher-kanal.de/wygotskitheorie/
* Barbara Fredrickson, Die Macht der guten Gefühle: https://campus.de/beruf-karriere/die-macht-der-guten-gefuehle/CAM52046
* Deutsches Schulportal, Ties Rabe: Warum reden wir nicht endlich über die Unterrichtszeit?: https://deutsches-schulportal.de/kolumnen/ties-rabe-warum-reden-wir-nicht-endlich-ueber-die-unterrichtszeit/
Für wen ist diese Folge?
Für Schulleitungen, Lehrkräfte und Steuergruppen, die Unterricht, Zeit und Lernbegleitung neu denken wollen.
53 Minuten
Gästin: Sandra Scheffel, Schulleiterin der Maria-Leo-Grundschule Berlin, ausgezeichnet mit dem Deutschen Schulpreis 2025
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Sandra Scheffel leitet die Maria-Leo-Grundschule Berlin, die 2025 den Hauptpreis des Deutschen Schulpreises gewonnen hat: eine Schule ohne Hausaufgaben und Noten, aufgeteilt in sechs eigenständige Lernhäuser mit festen Pädagog*innen-Teams. Wie schafft man den Sprung von einer Schule, die Kinder kontrolliert, zu einer, die ihnen vertraut? Im Gespräch erzählt Sandra Scheffel, wie aus einer eigenen Krise im Referendariat ein radikal anderes Schulmodell wurde und wie Coaching, Teamzeit und offene Kommunikation Kinder wie Erwachsene zu mehr Selbstverantwortung führen. Ein Gespräch über Lernhauskonzept, Beziehungsarbeit und den Mut, Bewährtes infrage zu stellen.
Kernthema
Wenn sich Kinder und Pädagog*innen wohlfühlen, sind sie leistungsfähig. Vertrauen, Beziehungsarbeit und feste Teamzeit sind das Fundament für Lernerfolg.
Vom Leidensdruck zur Schulpreis-Grundschule
Sandra Scheffel wollte nie Schulleiterin werden. Aus einer eigenen Krise im Referendariat wurde die Haltung, die die Schule bis heute prägt: weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen.
Das Lernhauskonzept
450 Kinder in sechs Lernhäusern à 75 Kindern, begleitet von festen Teams aus Lehrkräften, Erzieherinnen und Schulhelferinnen.
Kinder bleiben je nach Lerntempo zwei bis vier Jahre im selben Mikro-Lernhaus, nicht starr nach Jahrgangsstufen.
Coaching statt Kontrolle
Am Denkzeit-Mittwoch führen Pädagog*innen Einzelcoachings mit den Kindern. Rückmeldung läuft ressourcenorientiert über das „Brückenbuch“, mit Fokus auf das, was schon gelungen ist.
Teamarbeit als Rückgrat
Feste wöchentliche Teamzeiten gehören zum regulären Deputat, nicht zur Freizeit. Jede Sitzung folgt einer festen Struktur: „warme Dusche“, Best Practice, „Ich wünsche“.
Eltern als Partner
Transparente Kommunikation schafft Vertrauen in ein Konzept ohne durchgängige Notenbewertung, auch wenn Berlins Schulplatznot ab Klasse 7 Druck erzeugt.
Zitat der Folge
„Wer in Gesundheit und Wohlfühlen investiert, der investiert gleichzeitig in Bildung und Mathe und Deutsch.“Sandra Scheffel
Links
Maria-Leo-Grundschule Berlin: https://maria-leo-grundschule.de/
Der Deutsche Schulpreis, Porträt Maria-Leo-Grundschule: https://www.deutscher-schulpreis.de/preistraeger/maria-leo-grundschule
Für wen ist diese Folge?
Für Schulleitungen, Lehrkräfte und Erzieher*innen, die multiprofessionelle Teamarbeit und Lernhauskonzepte konkret erleben wollen.
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Sandra Scheffel leitet die Maria-Leo-Grundschule Berlin, die 2025 den Hauptpreis des Deutschen Schulpreises gewonnen hat: eine Schule ohne Hausaufgaben und Noten, aufgeteilt in sechs eigenständige Lernhäuser mit festen Pädagog*innen-Teams. Wie schafft man den Sprung von einer Schule, die Kinder kontrolliert, zu einer, die ihnen vertraut? Im Gespräch erzählt Sandra Scheffel, wie aus einer eigenen Krise im Referendariat ein radikal anderes Schulmodell wurde und wie Coaching, Teamzeit und offene Kommunikation Kinder wie Erwachsene zu mehr Selbstverantwortung führen. Ein Gespräch über Lernhauskonzept, Beziehungsarbeit und den Mut, Bewährtes infrage zu stellen.
Kernthema
Wenn sich Kinder und Pädagog*innen wohlfühlen, sind sie leistungsfähig. Vertrauen, Beziehungsarbeit und feste Teamzeit sind das Fundament für Lernerfolg.
Vom Leidensdruck zur Schulpreis-Grundschule
Sandra Scheffel wollte nie Schulleiterin werden. Aus einer eigenen Krise im Referendariat wurde die Haltung, die die Schule bis heute prägt: weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen.
Das Lernhauskonzept
450 Kinder in sechs Lernhäusern à 75 Kindern, begleitet von festen Teams aus Lehrkräften, Erzieherinnen und Schulhelferinnen.
Kinder bleiben je nach Lerntempo zwei bis vier Jahre im selben Mikro-Lernhaus, nicht starr nach Jahrgangsstufen.
Coaching statt Kontrolle
Am Denkzeit-Mittwoch führen Pädagog*innen Einzelcoachings mit den Kindern. Rückmeldung läuft ressourcenorientiert über das „Brückenbuch“, mit Fokus auf das, was schon gelungen ist.
Teamarbeit als Rückgrat
Feste wöchentliche Teamzeiten gehören zum regulären Deputat, nicht zur Freizeit. Jede Sitzung folgt einer festen Struktur: „warme Dusche“, Best Practice, „Ich wünsche“.
Eltern als Partner
Transparente Kommunikation schafft Vertrauen in ein Konzept ohne durchgängige Notenbewertung, auch wenn Berlins Schulplatznot ab Klasse 7 Druck erzeugt.
Zitat der Folge
„Wer in Gesundheit und Wohlfühlen investiert, der investiert gleichzeitig in Bildung und Mathe und Deutsch.“Sandra Scheffel
Links
Maria-Leo-Grundschule Berlin: https://maria-leo-grundschule.de/
Der Deutsche Schulpreis, Porträt Maria-Leo-Grundschule: https://www.deutscher-schulpreis.de/preistraeger/maria-leo-grundschule
Für wen ist diese Folge?
Für Schulleitungen, Lehrkräfte und Erzieher*innen, die multiprofessionelle Teamarbeit und Lernhauskonzepte konkret erleben wollen.
1 Stunde 13 Minuten
Gäst*innen: Lena Maria Kesting, Doktorandin an der Ruhr-Universität Bochum (dritte Phase der Lehrer*innenbildung), langjährige Lehrkraft und Lernbegleiterin an der Heliosschule Köln · Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Host: Petra Franke, System-Change-Team beWirken
Was würde sich ändern, wenn Zehntausende zusätzliche Lehrkräfte ins System kämen? Weniger, als viele denken. Zum Diskurspapier „Mehr als die Lehrkraft" sprechen Lena Maria Kesting und Judith Holle darüber, warum die Frage nicht „Wie viele Lehrkräfte?" lautet, sondern „Welche Rollen, Strukturen und Lernprozesse braucht gute Schule?". Lena bringt die Praxis- und Forschungsperspektive ein, Judith die der Organisationsentwicklung. Ein Gespräch über Rollendiversität, Lernarchitektur und den Weg von der Versorgungs- zur Wirkungssteuerung.
mehr lesen zu dieser Folge
Kernthema
Nicht mehr Personal in alten Strukturen, sondern andere Rollen, andere Lernformate und eine wirkungsorientierte Steuerung machen Schule zukunftsfähig.
Warum mehr Lehrkräfte allein nichts lösen
Neue Lehrkräfte werden in bestehende Strukturen eingenordet – ihre Kompetenzen (gerade bei Quereinsteiger*innen) kaum systematisch genutzt.
Mehr Personal in gleicher Struktur mildert Symptome, verändert die Frage der Wirksamkeit aber nicht.
Muss wirklich jede Person die Unterrichtsversorgung sicherstellen? Aufgaben lassen sich auf mehr Schultern verteilen.
Individuum und Struktur zusammendenken
Haltung und Kompetenz einzelner Menschen und die Strukturen bedingen einander – das eine ohne das andere verpufft.
Engagierte Einzelne zerschellen oft an Strukturen; neue Strukturen greifen nicht ohne passende Haltung.
Change gelingt nur, wenn beide Ebenen parallel bearbeitet werden.
Rollendiversität: Schule als Organisation denken
Andere Organisationen halten für ihren Kernprozess breite Rollenvielfalt vor – Schule besetzt fast alles mit Lehrkräften.
Recht, Organisationsentwicklung, IT, Sozialpädagogik laufen „nebenbei mit", oft ohne Zeit und Qualifikation.
Der Lernprozess ist der Kern der Schule – und braucht ein durchdachtes Rollengefüge.
Lernarchitektur statt einzelner Formate
Es reicht nicht, Fachunterricht in eine selbstgesteuerte Lernzeit umzuetikettieren.
Lernarchitektur meint das geplante Zusammenspiel vielfältiger Erfahrungsräume – mit Balance aus Autonomie und Struktur.
Wissensvermittlung tritt zurück zugunsten überfachlicher Kompetenzen; die Logik verschiebt sich zur Wissensaneignung.
Von der Versorgungs- zur Wirkungssteuerung
Das System steuert Unterrichtsversorgung (Input), nicht Wirkung (Outcome).
Nötig sind gesellschaftlich definierte Wirkungsziele – jenseits von Noten, inklusive Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden.
Hebel Ausbildung: weg von der reinen Fächerlogik, erste und dritte Phase verzahnen, Unis für Praxispartner öffnen.
Was Mut macht
Diskurs und Entscheidungsträger*innen richten den Blick zunehmend auf Wirkung statt nur Versorgung.
Die „Bubble" wächst und erreicht immer mehr Akteur*innen, die wirksame Entscheidungen treffen können.
Forschung wird sichtbarer, Pionier*innen vernetzen sich – auf dem Weg zu einem Kipppunkt.
Zitat der Folge
„Wenn ich Lehrkraft bin, dann heißt das ich und mein Unterricht."— Judith Holle
Weiterführende Links & Ressourcen
Diskurspapier & Executive Summary „Mehr als die Lehrkraft": https://bewirken.org/rolle-der-lehrkraft/
Zukunftsforum Lernbegleitung: https://bewirken.org/zukunftsforum/
Podcast von Lena Maria Kesting „die lernbegleiterin feat. #insidePSE": https://open.spotify.com/show/7769FBUvHjJ7YEz1xIOOtZ
Lena Maria Kesting auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lenamkesting/
Judith Holle auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/judith-holle-872494191/
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulaufsicht, Bildungspolitik, Lehrer*innenbildung und alle, die Schule strukturell weiterdenken wollen – über einzelnes Engagement und mehr Personal hinaus.
Host: Petra Franke, System-Change-Team beWirken
Was würde sich ändern, wenn Zehntausende zusätzliche Lehrkräfte ins System kämen? Weniger, als viele denken. Zum Diskurspapier „Mehr als die Lehrkraft" sprechen Lena Maria Kesting und Judith Holle darüber, warum die Frage nicht „Wie viele Lehrkräfte?" lautet, sondern „Welche Rollen, Strukturen und Lernprozesse braucht gute Schule?". Lena bringt die Praxis- und Forschungsperspektive ein, Judith die der Organisationsentwicklung. Ein Gespräch über Rollendiversität, Lernarchitektur und den Weg von der Versorgungs- zur Wirkungssteuerung.
mehr lesen zu dieser Folge
Kernthema
Nicht mehr Personal in alten Strukturen, sondern andere Rollen, andere Lernformate und eine wirkungsorientierte Steuerung machen Schule zukunftsfähig.
Warum mehr Lehrkräfte allein nichts lösen
Neue Lehrkräfte werden in bestehende Strukturen eingenordet – ihre Kompetenzen (gerade bei Quereinsteiger*innen) kaum systematisch genutzt.
Mehr Personal in gleicher Struktur mildert Symptome, verändert die Frage der Wirksamkeit aber nicht.
Muss wirklich jede Person die Unterrichtsversorgung sicherstellen? Aufgaben lassen sich auf mehr Schultern verteilen.
Individuum und Struktur zusammendenken
Haltung und Kompetenz einzelner Menschen und die Strukturen bedingen einander – das eine ohne das andere verpufft.
Engagierte Einzelne zerschellen oft an Strukturen; neue Strukturen greifen nicht ohne passende Haltung.
Change gelingt nur, wenn beide Ebenen parallel bearbeitet werden.
Rollendiversität: Schule als Organisation denken
Andere Organisationen halten für ihren Kernprozess breite Rollenvielfalt vor – Schule besetzt fast alles mit Lehrkräften.
Recht, Organisationsentwicklung, IT, Sozialpädagogik laufen „nebenbei mit", oft ohne Zeit und Qualifikation.
Der Lernprozess ist der Kern der Schule – und braucht ein durchdachtes Rollengefüge.
Lernarchitektur statt einzelner Formate
Es reicht nicht, Fachunterricht in eine selbstgesteuerte Lernzeit umzuetikettieren.
Lernarchitektur meint das geplante Zusammenspiel vielfältiger Erfahrungsräume – mit Balance aus Autonomie und Struktur.
Wissensvermittlung tritt zurück zugunsten überfachlicher Kompetenzen; die Logik verschiebt sich zur Wissensaneignung.
Von der Versorgungs- zur Wirkungssteuerung
Das System steuert Unterrichtsversorgung (Input), nicht Wirkung (Outcome).
Nötig sind gesellschaftlich definierte Wirkungsziele – jenseits von Noten, inklusive Chancengerechtigkeit und Wohlbefinden.
Hebel Ausbildung: weg von der reinen Fächerlogik, erste und dritte Phase verzahnen, Unis für Praxispartner öffnen.
Was Mut macht
Diskurs und Entscheidungsträger*innen richten den Blick zunehmend auf Wirkung statt nur Versorgung.
Die „Bubble" wächst und erreicht immer mehr Akteur*innen, die wirksame Entscheidungen treffen können.
Forschung wird sichtbarer, Pionier*innen vernetzen sich – auf dem Weg zu einem Kipppunkt.
Zitat der Folge
„Wenn ich Lehrkraft bin, dann heißt das ich und mein Unterricht."— Judith Holle
Weiterführende Links & Ressourcen
Diskurspapier & Executive Summary „Mehr als die Lehrkraft": https://bewirken.org/rolle-der-lehrkraft/
Zukunftsforum Lernbegleitung: https://bewirken.org/zukunftsforum/
Podcast von Lena Maria Kesting „die lernbegleiterin feat. #insidePSE": https://open.spotify.com/show/7769FBUvHjJ7YEz1xIOOtZ
Lena Maria Kesting auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lenamkesting/
Judith Holle auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/judith-holle-872494191/
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulaufsicht, Bildungspolitik, Lehrer*innenbildung und alle, die Schule strukturell weiterdenken wollen – über einzelnes Engagement und mehr Personal hinaus.
59 Minuten
Schulen lernen voneinander: Warum Schulen gemeinsam schneller vorankommen– mit Anne Sliwka
Gast: Prof. Dr. Anne Sliwka, Professorin für Bildungswissenschaft, Universität Heidelberg
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
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Das erwartet dich in dieser Episode: Anne Sliwka forscht an der Universität Heidelberg zu Schul- und Schulsystementwicklung im internationalen Vergleich. In dieser Folge geht es eine Ebene über den Klassenraum hinaus – auf die Steuerungsebene des Schulsystems. Für Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungspolitik: Wie kann sich ein ganzes System fortlaufend weiterentwickeln, statt von Projekt zu Projekt zu springen? Wie wird aus einer Schulaufsicht, die für 28 Schulen zuständig ist und sie nur punktuell erreicht, eine wirksame Gestaltungsebene? Ein Gespräch über die „Mitte" des Systems, Schulfamilien, verteilte Verantwortung und datengestützte Steuerung.
---
**Kernthema**
Vom verwaltenden zum lernenden Schulsystem: kontinuierliche, datengestützte Entwicklung über alle Steuerungsebenen hinweg – statt befristeter Projekte.
**Wandel dritter Ordnung statt „Projektitis"**
- Inkrementeller Wandel in befristeten Projekten reißt immer wieder ab und kommt nie in die Fläche.
- International lernen Systeme stattdessen zyklisch: fortlaufend, datenbasiert, unabhängig von Projektfinanzierung.
**Leading from the Middle – die mittlere Ebene als Motor**
- Eine Schulaufsicht für rund 28 Schulen erreicht jede Schule nur punktuell – Cluster machen Steuerung wieder wirksam.
- Schulen schließen sich zu „Families of Schools" (Kanada) bzw. „Clustern" (Singapur) zusammen – typischerweise 8 bis 12 Schulen, eng begleitet durch die Schulaufsicht.
**Verteilte Verantwortung und vernetzte Autonomie**
- Schulaufsicht verantwortet, dass keine Schule stillsteht; Schulleitung verantwortet die Entwicklung der eigenen Schule; Lehrkräfte übernehmen verteilte Führung.
**Klare gemeinsame Ziele: der Zieldreiklang (aus Kanada, auch in Australien adaptiert)**
- Kompetenz- und Leistungsentwicklung: alle erreichen Mindeststandards, möglichst viele Regel- und Optimalstandards.
- Chancengerechtigkeit: Entkopplung von sozioökonomischer Herkunft und Schulerfolg, ungleiche Ausstattung zugunsten benachteiligter Standorte.
- Wohlbefinden und Persönlichkeitsentwicklung: mentale Gesundheit datenbasiert (Surveys) in den Blick nehmen.
**Datengestützte Steuerung, die entlastet statt belastet**
- Das System bereitet Daten nutzerfreundlich auf (Dashboards, Farbcodierung, Echtzeit), damit Schulen möglichst wenig Aufwand haben.
**Was daraus in der Einzelschule konkret folgt**
- Lernbänder und flexibles Gruppieren (auch jahrgangsübergreifend), z. B. in Mathematik – über 40 Prozent langweilen sich im Matheunterricht.
- Voraussetzung: kooperative Professionalität und verbindliche Teamzeiten – der Beruf wird vom Einzelkämpfer- zum Gemeinschaftsberuf.
**Wie der Einstieg gelingt – und was Mut macht**
- Einstieg über Freiwillige und Capacity Building statt Top-down-Verordnung; erst erproben, auswerten, dann in die Fläche (Kaskadenlogik).
- Co-Learn / Wir.Lernen: Keine der begleiteten Schulfamilien hat in drei Jahren aufgehört zusammenzuarbeiten.
---
**Zitat der Folge**
> „Man darf die Führung nicht den Führungskräften überlassen."
> — Prof. Dr. Anne Sliwka (sinngemäß nach Michael Fullan: „jeder Mensch ist ein Change Agent, da wo er steht")
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**Weiterführende Links**
- Prof. Dr. Anne Sliwka – Universität Heidelberg: https://www.ibw.uni-heidelberg.de/de/institut/personen/prof-dr-anne-sliwka
- Michael Fullan – Schulentwicklungsforscher, „Leadership from the Middle": https://michaelfullan.ca/leadership-from-the-middle-a-system-strategy/
- Co-Learn / Wir.Lernen – Robert Bosch Stiftung (Baden-Württemberg & Schleswig-Holstein): https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/wirlernen
- Anne Sliwka & Britta Klopsch: „Das lernende Schulsystem“ ISBN 978-3-407-63322-4
Gast: Prof. Dr. Anne Sliwka, Professorin für Bildungswissenschaft, Universität Heidelberg
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
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Das erwartet dich in dieser Episode: Anne Sliwka forscht an der Universität Heidelberg zu Schul- und Schulsystementwicklung im internationalen Vergleich. In dieser Folge geht es eine Ebene über den Klassenraum hinaus – auf die Steuerungsebene des Schulsystems. Für Schulleitung, Schulaufsicht und Bildungspolitik: Wie kann sich ein ganzes System fortlaufend weiterentwickeln, statt von Projekt zu Projekt zu springen? Wie wird aus einer Schulaufsicht, die für 28 Schulen zuständig ist und sie nur punktuell erreicht, eine wirksame Gestaltungsebene? Ein Gespräch über die „Mitte" des Systems, Schulfamilien, verteilte Verantwortung und datengestützte Steuerung.
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**Kernthema**
Vom verwaltenden zum lernenden Schulsystem: kontinuierliche, datengestützte Entwicklung über alle Steuerungsebenen hinweg – statt befristeter Projekte.
**Wandel dritter Ordnung statt „Projektitis"**
- Inkrementeller Wandel in befristeten Projekten reißt immer wieder ab und kommt nie in die Fläche.
- International lernen Systeme stattdessen zyklisch: fortlaufend, datenbasiert, unabhängig von Projektfinanzierung.
**Leading from the Middle – die mittlere Ebene als Motor**
- Eine Schulaufsicht für rund 28 Schulen erreicht jede Schule nur punktuell – Cluster machen Steuerung wieder wirksam.
- Schulen schließen sich zu „Families of Schools" (Kanada) bzw. „Clustern" (Singapur) zusammen – typischerweise 8 bis 12 Schulen, eng begleitet durch die Schulaufsicht.
**Verteilte Verantwortung und vernetzte Autonomie**
- Schulaufsicht verantwortet, dass keine Schule stillsteht; Schulleitung verantwortet die Entwicklung der eigenen Schule; Lehrkräfte übernehmen verteilte Führung.
**Klare gemeinsame Ziele: der Zieldreiklang (aus Kanada, auch in Australien adaptiert)**
- Kompetenz- und Leistungsentwicklung: alle erreichen Mindeststandards, möglichst viele Regel- und Optimalstandards.
- Chancengerechtigkeit: Entkopplung von sozioökonomischer Herkunft und Schulerfolg, ungleiche Ausstattung zugunsten benachteiligter Standorte.
- Wohlbefinden und Persönlichkeitsentwicklung: mentale Gesundheit datenbasiert (Surveys) in den Blick nehmen.
**Datengestützte Steuerung, die entlastet statt belastet**
- Das System bereitet Daten nutzerfreundlich auf (Dashboards, Farbcodierung, Echtzeit), damit Schulen möglichst wenig Aufwand haben.
**Was daraus in der Einzelschule konkret folgt**
- Lernbänder und flexibles Gruppieren (auch jahrgangsübergreifend), z. B. in Mathematik – über 40 Prozent langweilen sich im Matheunterricht.
- Voraussetzung: kooperative Professionalität und verbindliche Teamzeiten – der Beruf wird vom Einzelkämpfer- zum Gemeinschaftsberuf.
**Wie der Einstieg gelingt – und was Mut macht**
- Einstieg über Freiwillige und Capacity Building statt Top-down-Verordnung; erst erproben, auswerten, dann in die Fläche (Kaskadenlogik).
- Co-Learn / Wir.Lernen: Keine der begleiteten Schulfamilien hat in drei Jahren aufgehört zusammenzuarbeiten.
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**Zitat der Folge**
> „Man darf die Führung nicht den Führungskräften überlassen."
> — Prof. Dr. Anne Sliwka (sinngemäß nach Michael Fullan: „jeder Mensch ist ein Change Agent, da wo er steht")
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**Weiterführende Links**
- Prof. Dr. Anne Sliwka – Universität Heidelberg: https://www.ibw.uni-heidelberg.de/de/institut/personen/prof-dr-anne-sliwka
- Michael Fullan – Schulentwicklungsforscher, „Leadership from the Middle": https://michaelfullan.ca/leadership-from-the-middle-a-system-strategy/
- Co-Learn / Wir.Lernen – Robert Bosch Stiftung (Baden-Württemberg & Schleswig-Holstein): https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/wirlernen
- Anne Sliwka & Britta Klopsch: „Das lernende Schulsystem“ ISBN 978-3-407-63322-4
49 Minuten
Mutmacher Schule – der Podcast zum Lernkulturwandel
Staffel 2, Folge 8 | 19.Mai 2026
„Du musst nicht alles wissen: Warum das der wichtigste Satz über KI und Schule ist – mit Max Mundhenke"
Gast: Max Mundhenke, KI-Berater, Creative Technologist und Gründer
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode
KI verändert nicht nur, wie wir arbeiten – sie verändert, wie wir lernen, was wir glauben und wie wir Wahrheit verstehen. Max Mundhenke ist KI-Berater, Creative Technologist und Bildungsexperimentator. Er baut Chatbots, entwickelt kreative KI-Projekte für Schulen – und bringt dabei immer die gesellschaftliche Dimension mit. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine Einschätzungen darüber, was KI mit Bildung macht, warum Medienkompetenz heute wichtiger ist denn je – und wie Lernen mit KI wirklich gelingen kann.
Diese Folge steckt voller Begriffe, die im Schulalltag immer öfter auftauchen – von Datenminimalismus bis AI Policy. Wir haben die 26 wichtigsten davon in einem kompakten Glossar für Bildung & Schule zusammengestellt – als praktisches Nachschlagewerk.
Kostenlos herunterladen: https://bewirken.org/ki-glossar/
Kernthemen
Föderalismus als Bildungsproblem
· 16 Bundesländer, 16 Bildungssysteme – und strukturelle Chancenungleichheit
· Warum unterschiedliche Abiturbedingungen unfair sind
KI und Individualisierung: Die große Chance
· Wie individualisiertes Lernen durch KI möglich wird
· Multilinguales Lernen und Barrierefreiheit als konkrete Vorteile
· Von YouTube-Erklärer*innen zu KI-Tutor*innen: Was Max selbst erlebt hat
Technostress und der richtige Umgang mit Tempo
· Was „Technostress" bedeutet – und warum wir Erwartungshaltungen anpassen müssen
· Niemand muss alles wissen: Selbst Expert*innen kommen nicht mehr hinterher
· Fokussierung statt Überforderung – für Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen
KI in Schulen: Was wirklich passiert
· Schüler*innen nutzen KI für Hausaufgaben – und wie man das sinnvoll begleitet
· Datenschutz als erste KI-Kompetenz: Datenminimalismus praktisch erklärt
· Warum klassische Prüfungsleistungen in Zeiten von KI neu gedacht werden müssen
Kreative Ansätze im Unterricht
· Bilder manipulieren, Schulwege der Zukunft gestalten: KI als kreativer Spiegel
· Ein Kriegstagebuch als Chatbot – wie Geschichte lebendig wird
· Warum KI-Lernen über Kreativität und nicht über Texte gelingt
Medienkompetenz und Wahrheit
· KI-Output wird kaum angezweifelt – und das ist ein Problem
· Wo entsteht Wahrheit, wenn alles KI-Content sein kann?
· Was Schulen von der Medienpädagogik lernen müssen
Learnings aus der Unternehmenswelt für Schulen
· Wie Unternehmen mit KI-Ängsten umgehen – und was Schulen davon übernehmen können
· AI Policies als Orientierung, Literacy statt Überforderung
· Step by Step statt alles auf einmal
Verantwortung und Selbstbestimmung
· Mehr Eigenverantwortung an Schüler*innen abgeben – mit KI als Befähiger
· Was ein Mathe-Lehrer namens Herr Schneemann früh richtig gemacht hat
· KI als Hilfe zur Selbsthilfe: Wenn Motivation der entscheidende Faktor ist
Gemeinschaft und Soziales dürfen nicht verloren gehen
· KI individualisiert – aber Schule ist auch Sozialraum
· Die Lehrkraft der Zukunft: Technische Kompetenz, soziale Begleitung, menschliche Präsenz
Zitat der Folge
„KI ist eine Technologie, die sich im Grunde selbst erklärt. Du kannst morgen bei ChatGPT sagen: Erklär mir bitte, wie KI funktioniert. Und ChatGPT wird dir erklären, wie KI funktioniert. Das finde ich einfach eine unfassbar tolle Technologie."
— Max Mundhenke
Weiterführende Links & Ressourcen
· Bundestagswahl.ai – Wahlprogrammevisualisiert mit KI (Projekt von Max Mundhenke)
· Podcast „Kollegin KI“mit Bob Blume (im Gespräch erwähnt)
Staffel 2, Folge 8 | 19.Mai 2026
„Du musst nicht alles wissen: Warum das der wichtigste Satz über KI und Schule ist – mit Max Mundhenke"
Gast: Max Mundhenke, KI-Berater, Creative Technologist und Gründer
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode
KI verändert nicht nur, wie wir arbeiten – sie verändert, wie wir lernen, was wir glauben und wie wir Wahrheit verstehen. Max Mundhenke ist KI-Berater, Creative Technologist und Bildungsexperimentator. Er baut Chatbots, entwickelt kreative KI-Projekte für Schulen – und bringt dabei immer die gesellschaftliche Dimension mit. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine Einschätzungen darüber, was KI mit Bildung macht, warum Medienkompetenz heute wichtiger ist denn je – und wie Lernen mit KI wirklich gelingen kann.
Diese Folge steckt voller Begriffe, die im Schulalltag immer öfter auftauchen – von Datenminimalismus bis AI Policy. Wir haben die 26 wichtigsten davon in einem kompakten Glossar für Bildung & Schule zusammengestellt – als praktisches Nachschlagewerk.
Kostenlos herunterladen: https://bewirken.org/ki-glossar/
Kernthemen
Föderalismus als Bildungsproblem
· 16 Bundesländer, 16 Bildungssysteme – und strukturelle Chancenungleichheit
· Warum unterschiedliche Abiturbedingungen unfair sind
KI und Individualisierung: Die große Chance
· Wie individualisiertes Lernen durch KI möglich wird
· Multilinguales Lernen und Barrierefreiheit als konkrete Vorteile
· Von YouTube-Erklärer*innen zu KI-Tutor*innen: Was Max selbst erlebt hat
Technostress und der richtige Umgang mit Tempo
· Was „Technostress" bedeutet – und warum wir Erwartungshaltungen anpassen müssen
· Niemand muss alles wissen: Selbst Expert*innen kommen nicht mehr hinterher
· Fokussierung statt Überforderung – für Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen
KI in Schulen: Was wirklich passiert
· Schüler*innen nutzen KI für Hausaufgaben – und wie man das sinnvoll begleitet
· Datenschutz als erste KI-Kompetenz: Datenminimalismus praktisch erklärt
· Warum klassische Prüfungsleistungen in Zeiten von KI neu gedacht werden müssen
Kreative Ansätze im Unterricht
· Bilder manipulieren, Schulwege der Zukunft gestalten: KI als kreativer Spiegel
· Ein Kriegstagebuch als Chatbot – wie Geschichte lebendig wird
· Warum KI-Lernen über Kreativität und nicht über Texte gelingt
Medienkompetenz und Wahrheit
· KI-Output wird kaum angezweifelt – und das ist ein Problem
· Wo entsteht Wahrheit, wenn alles KI-Content sein kann?
· Was Schulen von der Medienpädagogik lernen müssen
Learnings aus der Unternehmenswelt für Schulen
· Wie Unternehmen mit KI-Ängsten umgehen – und was Schulen davon übernehmen können
· AI Policies als Orientierung, Literacy statt Überforderung
· Step by Step statt alles auf einmal
Verantwortung und Selbstbestimmung
· Mehr Eigenverantwortung an Schüler*innen abgeben – mit KI als Befähiger
· Was ein Mathe-Lehrer namens Herr Schneemann früh richtig gemacht hat
· KI als Hilfe zur Selbsthilfe: Wenn Motivation der entscheidende Faktor ist
Gemeinschaft und Soziales dürfen nicht verloren gehen
· KI individualisiert – aber Schule ist auch Sozialraum
· Die Lehrkraft der Zukunft: Technische Kompetenz, soziale Begleitung, menschliche Präsenz
Zitat der Folge
„KI ist eine Technologie, die sich im Grunde selbst erklärt. Du kannst morgen bei ChatGPT sagen: Erklär mir bitte, wie KI funktioniert. Und ChatGPT wird dir erklären, wie KI funktioniert. Das finde ich einfach eine unfassbar tolle Technologie."
— Max Mundhenke
Weiterführende Links & Ressourcen
· Bundestagswahl.ai – Wahlprogrammevisualisiert mit KI (Projekt von Max Mundhenke)
· Podcast „Kollegin KI“mit Bob Blume (im Gespräch erwähnt)
57 Minuten
Gast: Joscha Falck, Lehrer, Autor, Fortbildner, Schulentwicklungsbegleiter und Keynote-Speaker
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
KI und Schule – kaum ein Thema wird gerade so heiß diskutiert. Aber wie sieht der Einsatz von KI im Unterricht wirklich aus? Joscha Falck ist Mittelschullehrer in Bayern und hat sich tief in die Praxis vorgearbeitet: mit didaktisch designten Chatbots, adaptiven Lernsystemen und einem KI-Kompetenzmodell, das er gemeinsam mit Kolleg*innen aus der Praxis für die Praxis entwickelt hat. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er ehrliche Einblicke – was funktioniert, was stört, und warum die entscheidenden Fragen rund um KI immer wieder dieselben sind: Wie gestalten wir gutes Lernen? Und welche Rolle spielen Lehrende dabei?
Kernthemen:
Was Schule verlernen darf
Die „Erlösungserwartung": Auf Lösungen von oben warten
Schulen, die selbst loslaufen, machen die bessere Erfahrung
Mut und Gestaltungsperspektive als entscheidende Faktoren
Das Fünf-Dimensionen-Modell: Lernen mit, über, durch, trotz und ohne KI
Orientierungsrahmen für Schulen
Nicht technologisch, sondern didaktisch-pädagogisch gedacht
KI und Motivation: Werden Schüler*innen faul?
Die Lähmung ist viel seltener als befürchtet
„Werkstolz" (Gabi Reinmann): Schüler*innen wollen eigene Leistung zeigen
Wenn Schüler*innen Aufgaben einfach in die KI werfen – ist das auch eine Rückmeldung über die Aufgabenqualität
Das KI-Kompetenzmodell für Lehrende und Lernende
Vier Bereiche: Verstehen, Anwenden, Reflektieren, Mitgestalten
Entwickelt mit Susanne Alles, Regina Schulz und Manuel Flick
AI Leadership als übergeordnete Kompetenz
KI konkret im Unterricht
Adaptive Lernsysteme (FrontRead, BetterMarks) für Differenzierung
FellowFish als KI-Feedback-System für Schreibaufgaben
Didaktisch designte Chatbots über fobizz und telli
Wann KI wirkt – und wann sie stört
Wirksam: individuelles Üben, direktes Feedback, klar definierte Szenarien
Eher hinderlich: kooperative Settings, Gruppenarbeiten mit Diskussionsauftrag
Die Rolle der Lehrkraft im Wandel
Vom Wissensvermittler zur Lerndesigner*in
Leitfrage: Was braucht ein Kind, um gut lernen zu können?
Wie KI schulweit verankert werden kann
Es braucht ein Team und die Unterstützung der Schulleitung
Nachhaltig: KI-Konzepte, die mit einer pädagogischen Vision zusammenkommen
Mut für alle, die noch zögern
„Wir kochen da alle nur mit Wasser"
Der Shift von Überforderung zu drei konkreten Ideen geht in Workshops erstaunlich schnell
Weiterführende Links & Ressourcen
KI-Kompetenzmodell (TaskCards-Board) https://essen.taskcards.app/#/board/ba6226b4-e617-4134-8d6d-dc733dae8d9c/view?token=b490fc09-f845-4d6d-9ef7-9cc0ec548182
KI-Didaktik: Planungsvorlage https://joschafalck.de/ki-didaktik-planungsvorlage/
Lernen mit KI als didaktischer Prozess https://joschafalck.de/lernen-mit-ki/
Interaktive Lernmaterialien mit KI https://joschafalck.de/interaktive-lernmaterialien-mit-ki/
Archiv 45 – KI-Agenten-Team erstellt Escape-Game https://joschafalck.de/archiv-45/
Blogparade #kAIneEntwertung https://joschafalck.de/blogparade-kaineentwertung/
Werkstolz mit KI? (Gabi Reinmann & Frank Vohle) https://gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2025/08/Impact_Free_66.pdf
Angebots-Nutzungs-Modell (Andreas Helmke) https://youtu.be/-p0k-xQ01P8?si=auUT5mWpvj6V8fGB
IQESonline – KI im Unterricht https://www.iqesonline.net/bildung-digital/ki-unterricht-lernen/
KI macht Schule https://www.ki-macht-schule.de
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
KI und Schule – kaum ein Thema wird gerade so heiß diskutiert. Aber wie sieht der Einsatz von KI im Unterricht wirklich aus? Joscha Falck ist Mittelschullehrer in Bayern und hat sich tief in die Praxis vorgearbeitet: mit didaktisch designten Chatbots, adaptiven Lernsystemen und einem KI-Kompetenzmodell, das er gemeinsam mit Kolleg*innen aus der Praxis für die Praxis entwickelt hat. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er ehrliche Einblicke – was funktioniert, was stört, und warum die entscheidenden Fragen rund um KI immer wieder dieselben sind: Wie gestalten wir gutes Lernen? Und welche Rolle spielen Lehrende dabei?
Kernthemen:
Was Schule verlernen darf
Die „Erlösungserwartung": Auf Lösungen von oben warten
Schulen, die selbst loslaufen, machen die bessere Erfahrung
Mut und Gestaltungsperspektive als entscheidende Faktoren
Das Fünf-Dimensionen-Modell: Lernen mit, über, durch, trotz und ohne KI
Orientierungsrahmen für Schulen
Nicht technologisch, sondern didaktisch-pädagogisch gedacht
KI und Motivation: Werden Schüler*innen faul?
Die Lähmung ist viel seltener als befürchtet
„Werkstolz" (Gabi Reinmann): Schüler*innen wollen eigene Leistung zeigen
Wenn Schüler*innen Aufgaben einfach in die KI werfen – ist das auch eine Rückmeldung über die Aufgabenqualität
Das KI-Kompetenzmodell für Lehrende und Lernende
Vier Bereiche: Verstehen, Anwenden, Reflektieren, Mitgestalten
Entwickelt mit Susanne Alles, Regina Schulz und Manuel Flick
AI Leadership als übergeordnete Kompetenz
KI konkret im Unterricht
Adaptive Lernsysteme (FrontRead, BetterMarks) für Differenzierung
FellowFish als KI-Feedback-System für Schreibaufgaben
Didaktisch designte Chatbots über fobizz und telli
Wann KI wirkt – und wann sie stört
Wirksam: individuelles Üben, direktes Feedback, klar definierte Szenarien
Eher hinderlich: kooperative Settings, Gruppenarbeiten mit Diskussionsauftrag
Die Rolle der Lehrkraft im Wandel
Vom Wissensvermittler zur Lerndesigner*in
Leitfrage: Was braucht ein Kind, um gut lernen zu können?
Wie KI schulweit verankert werden kann
Es braucht ein Team und die Unterstützung der Schulleitung
Nachhaltig: KI-Konzepte, die mit einer pädagogischen Vision zusammenkommen
Mut für alle, die noch zögern
„Wir kochen da alle nur mit Wasser"
Der Shift von Überforderung zu drei konkreten Ideen geht in Workshops erstaunlich schnell
Weiterführende Links & Ressourcen
KI-Kompetenzmodell (TaskCards-Board) https://essen.taskcards.app/#/board/ba6226b4-e617-4134-8d6d-dc733dae8d9c/view?token=b490fc09-f845-4d6d-9ef7-9cc0ec548182
KI-Didaktik: Planungsvorlage https://joschafalck.de/ki-didaktik-planungsvorlage/
Lernen mit KI als didaktischer Prozess https://joschafalck.de/lernen-mit-ki/
Interaktive Lernmaterialien mit KI https://joschafalck.de/interaktive-lernmaterialien-mit-ki/
Archiv 45 – KI-Agenten-Team erstellt Escape-Game https://joschafalck.de/archiv-45/
Blogparade #kAIneEntwertung https://joschafalck.de/blogparade-kaineentwertung/
Werkstolz mit KI? (Gabi Reinmann & Frank Vohle) https://gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2025/08/Impact_Free_66.pdf
Angebots-Nutzungs-Modell (Andreas Helmke) https://youtu.be/-p0k-xQ01P8?si=auUT5mWpvj6V8fGB
IQESonline – KI im Unterricht https://www.iqesonline.net/bildung-digital/ki-unterricht-lernen/
KI macht Schule https://www.ki-macht-schule.de
55 Minuten
Gast: AlexanderBrand, Bildungsjournalist, Lehrer an einer Hamburger Stadtteilschule, Autor desBuches Die Bildungsweltmeister
Host: Judith Holle,Geschäftsführerin beWirken
Was machenSchulen in Estland, Finnland, Japan und Singapur anders – und was davon lässtsich auf Deutschland übertragen? Alexander Brand hat über 30 Schulen in denPISA-Spitzenländern besucht, mit Lehrkräften gesprochen und ein Buch darübergeschrieben. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine ehrlichstenErkenntnisse: Was wirklich funktioniert, wo die Grenzen der Übertragbarkeitliegen – und warum Bildung immer im kulturellen Kontext gedacht werden muss.
Das erwartet dich in dieser Episode:
Schule im internationalen Vergleich
PISA misst nicht alles – Werte, Empathie und Demokratiebildung bleiben außen vor
Alexanders Kernthese: „Das Bewundernswerte und das Problematische eines Schulsystems entspringt oft derselben kulturellen Haltung."
Japan & Singapur – Stärken und Kehrseiten
Japans Kollektivismus ermöglicht gemeinsames Lernen (Lesson Study, offene Klassenzimmerwände) – birgt aber auch Gruppendruck und Mobbing
Singapur investiert massiv in Bildung, behandelt sie aber vor allem als wirtschaftliche Ressource
Lehrkräfte-Professionalisierung neu denken
Singapur: 100 Stunden Fortbildungspflicht pro Jahr, professionelle Lerngemeinschaften als fester Berufsalltag
Japan: Lehrkräfte als Forschende ihres eigenen Unterrichts – gemeinsame Stunden zur Unterrichtsentwicklung
Finnland: Forschungsorientierte Ausbildung an Universitätsschulen, Praxisphasen im Tandem
Deutschland: Nur 4 Bundesländer mit Fortbildungspflicht, Hamburg führt mit 30 Stunden/Jahr
Karrierepfade für Lehrkräfte – das Singapur-Modell
Drei Entwicklungspfade: Führung, Fachspezialisierung, Didaktik
Vom Teacher über Senior und Lead Teacher bis zum Master Teacher
Ein Modell, das den Beruf attraktiver macht – und gute Lehrkräfte im Unterricht hält
Förderung & Heterogenität
Leitprinzip in allen vier Ländern: Jedes Kind kann lernen – es unterscheidet sich nur die Art und Intensität der Unterstützung
Finnland: Bis zu 20 % der Schülerinnen haben Anspruch auf Kleingruppenförderung durch Sonderpädagoginnen
Estland: Schülersprechstunden als fester Bestandteil der Lehrkräfte-Arbeitszeit
Singapur: Diagnostiktests bei der Einschulung, frühe gezielte Förderung in Kleingruppen
Estland – das unterschätzte Bildungsland
Krasser Lehrkräftemangel, unterbezahlter Beruf – und trotzdem PISA-Spitze
Starke Lesekultur, hohe Erwartungen an alle
Die Haltung dahinter: Ein kleines Land mit 1,4 Millionen Menschen kann es sich nicht leisten, jemanden zu verlieren
Finnland – was wirklich schiefgelaufen ist
Finnlands PISA-Absturz ist dreimal so stark wie der weltweite Durchschnitt
Reformen wurden top-down eingeführt – ohne Lehrkräfte zu befragen, ohne Pilotierung, ohne Evidenz
Die Lehre: Wer Lehrkräfte nicht einbezieht, trifft die falschen Entscheidungen
Was Deutschland lernen kann
Keine unumkehrbaren Schnellschüsse – Veränderung braucht Zeit
Pilotphasen nutzen: erst ausprobieren, dann skalieren
Reformen mit Lehrkräften gestalten – nicht über sie hinweg
Weiterführende Links & Empfehlungen
Buch von Alexander Brand: Die Bildungsweltmeister https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/57704-die-bildungsweltmeister.html
Leseprobe https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/9783407869258_shortened.pdf
Exklusiver Buchauszug auf dem Deutschen Schulportal https://deutsches-schulportal.de/unterricht/exklusiver-auszug-aus-dem-buch-die-bildungsweltmeister/
Alexander Brand auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/alexanderbrand1/
Deutscher Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung (DVLfB) https://www.dvlfb.de
Über den Podcast
„MutmacherSchule" ist der Podcast von beWirken für alle, die Bildung neu denkenwollen. Judith Holle spricht mit Menschen aus Schulpraxis, Bildungsforschungund Schulverwaltung über konkrete Wege, wie Lernkulturwandel gelingt.
Host: Judith Holle,Geschäftsführerin beWirken
Was machenSchulen in Estland, Finnland, Japan und Singapur anders – und was davon lässtsich auf Deutschland übertragen? Alexander Brand hat über 30 Schulen in denPISA-Spitzenländern besucht, mit Lehrkräften gesprochen und ein Buch darübergeschrieben. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine ehrlichstenErkenntnisse: Was wirklich funktioniert, wo die Grenzen der Übertragbarkeitliegen – und warum Bildung immer im kulturellen Kontext gedacht werden muss.
Das erwartet dich in dieser Episode:
Schule im internationalen Vergleich
PISA misst nicht alles – Werte, Empathie und Demokratiebildung bleiben außen vor
Alexanders Kernthese: „Das Bewundernswerte und das Problematische eines Schulsystems entspringt oft derselben kulturellen Haltung."
Japan & Singapur – Stärken und Kehrseiten
Japans Kollektivismus ermöglicht gemeinsames Lernen (Lesson Study, offene Klassenzimmerwände) – birgt aber auch Gruppendruck und Mobbing
Singapur investiert massiv in Bildung, behandelt sie aber vor allem als wirtschaftliche Ressource
Lehrkräfte-Professionalisierung neu denken
Singapur: 100 Stunden Fortbildungspflicht pro Jahr, professionelle Lerngemeinschaften als fester Berufsalltag
Japan: Lehrkräfte als Forschende ihres eigenen Unterrichts – gemeinsame Stunden zur Unterrichtsentwicklung
Finnland: Forschungsorientierte Ausbildung an Universitätsschulen, Praxisphasen im Tandem
Deutschland: Nur 4 Bundesländer mit Fortbildungspflicht, Hamburg führt mit 30 Stunden/Jahr
Karrierepfade für Lehrkräfte – das Singapur-Modell
Drei Entwicklungspfade: Führung, Fachspezialisierung, Didaktik
Vom Teacher über Senior und Lead Teacher bis zum Master Teacher
Ein Modell, das den Beruf attraktiver macht – und gute Lehrkräfte im Unterricht hält
Förderung & Heterogenität
Leitprinzip in allen vier Ländern: Jedes Kind kann lernen – es unterscheidet sich nur die Art und Intensität der Unterstützung
Finnland: Bis zu 20 % der Schülerinnen haben Anspruch auf Kleingruppenförderung durch Sonderpädagoginnen
Estland: Schülersprechstunden als fester Bestandteil der Lehrkräfte-Arbeitszeit
Singapur: Diagnostiktests bei der Einschulung, frühe gezielte Förderung in Kleingruppen
Estland – das unterschätzte Bildungsland
Krasser Lehrkräftemangel, unterbezahlter Beruf – und trotzdem PISA-Spitze
Starke Lesekultur, hohe Erwartungen an alle
Die Haltung dahinter: Ein kleines Land mit 1,4 Millionen Menschen kann es sich nicht leisten, jemanden zu verlieren
Finnland – was wirklich schiefgelaufen ist
Finnlands PISA-Absturz ist dreimal so stark wie der weltweite Durchschnitt
Reformen wurden top-down eingeführt – ohne Lehrkräfte zu befragen, ohne Pilotierung, ohne Evidenz
Die Lehre: Wer Lehrkräfte nicht einbezieht, trifft die falschen Entscheidungen
Was Deutschland lernen kann
Keine unumkehrbaren Schnellschüsse – Veränderung braucht Zeit
Pilotphasen nutzen: erst ausprobieren, dann skalieren
Reformen mit Lehrkräften gestalten – nicht über sie hinweg
Weiterführende Links & Empfehlungen
Buch von Alexander Brand: Die Bildungsweltmeister https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/57704-die-bildungsweltmeister.html
Leseprobe https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/9783407869258_shortened.pdf
Exklusiver Buchauszug auf dem Deutschen Schulportal https://deutsches-schulportal.de/unterricht/exklusiver-auszug-aus-dem-buch-die-bildungsweltmeister/
Alexander Brand auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/alexanderbrand1/
Deutscher Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung (DVLfB) https://www.dvlfb.de
Über den Podcast
„MutmacherSchule" ist der Podcast von beWirken für alle, die Bildung neu denkenwollen. Judith Holle spricht mit Menschen aus Schulpraxis, Bildungsforschungund Schulverwaltung über konkrete Wege, wie Lernkulturwandel gelingt.
56 Minuten
Wie du Schule veränderst, ohne auf andere zu warten: Mut zur Veränderung im eigenen Klassenzimmer – mit Leonie Feitenhansl (Kunstundstunde)
Zu Gast: Leonie Feitenhansl, Lehrerin und Gründerin von Kunstundstunde
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich:
Wie du als einzelne Lehrkraft Veränderung anstoßen kannst – auch ohne große Schulkonzepte. Leonie zeigt, wie praxisnaher Lernkulturwandel im Klassenraum gelingt: vom Churer Modell über Raumgestaltung bis zu Alternativen zum Arbeitsblatt. Eine Episode über Mut, Selbstwirksamkeit und die Kraft kleiner Schritte.
Kernthemen:
Was Schule verlernen sollte
Vom Misstrauen zum Vertrauen in Kinder, Lehrkräfte und Prozesse
Nicht alle müssen dasselbe zur gleichen Zeit können
Entwicklung ist wichtiger als Kontrolle
Das Churer Modell – 4 Säulen für Einzelkämpfer*innen
Raumgestaltung: Weg vom frontalen SettingInputs im Kreis: Alle in der ersten Reihe Freie Sitzplatzwahl: Kinder entscheiden nach BedürfnisDifferenzierte Lernangebote: Forscherheftchen statt Arbeitshefte
Struktur & Freiheit
Offenes Lernen braucht MEHR Struktur, nicht weniger
Graduierungssystem: Freiheit und Verantwortung zusammendenken
Klare Rahmen schaffen, innerhalb derer Kinder entscheiden können
Lücken im System nutzen
Es steht nirgendwo, wie Klassenräume aussehen müssen
Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn?
Klein anfangen: Was kann ich MORGEN verändern?
Alternativen zum Arbeitsblatt
Forscherheftchen: "Finde was heraus" statt "Füll mich aus"
Entdeckerräume und Atelierarbeit
Fokus auf Prozess UND Produkt
Das Berufsbild neu denken
Von der Wissensvermittlerin zur Lernbegleitung
Coach, Mentorin, Beziehungsarbeiterin
Multiprofessionell vernetzen statt alles allein stemmen
Was macht Mut?
Es bewegt sich etwas – langsam, aber stetig
Immer mehr Lehrkräfte gestalten mit statt zu warten
Kinder fordern Veränderung selbstbewusst ein
Bildung wird öffentlich diskutiert
Wir sind nicht allein – Veränderung passiert jeden Tag!
Links:
Leonie Feitenhansl
Website: www.kunstundstunde.de
Instagram: @kunstundstunde
Workshops, Materialien & Impulse für Lehrkräfte
Churer Modell
Entwickelt von Reto Thöni (Schweiz)
Praxisnaher Fahrplan für Einzelkämpfer*innen
Inspiration
Alemannenschule (Graduierungssystem)
Deutscher Schulpreis-Schulen
Für wen ist diese Episode?
Lehrkräfte, die auch ohne große Schulkonzepte etwas verändern wollen, Einzelkämpfer*innen auf der Suche nach Selbstwirksamkeit und alle, die an die Kraft kleiner Schritte glauben.
Dein nächster Schritt:
Was kann ich MORGEN in meinem Klassenraum verändern?
Raum umgestalten: Einen Tisch umstellen, den Kreis ausprobieren
Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn?
Lücken nutzen statt Paragrafen suchen
#SeiDieVeränderung – denn Veränderung beginnt bei dir!
Zu Gast: Leonie Feitenhansl, Lehrerin und Gründerin von Kunstundstunde
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich:
Wie du als einzelne Lehrkraft Veränderung anstoßen kannst – auch ohne große Schulkonzepte. Leonie zeigt, wie praxisnaher Lernkulturwandel im Klassenraum gelingt: vom Churer Modell über Raumgestaltung bis zu Alternativen zum Arbeitsblatt. Eine Episode über Mut, Selbstwirksamkeit und die Kraft kleiner Schritte.
Kernthemen:
Was Schule verlernen sollte
Vom Misstrauen zum Vertrauen in Kinder, Lehrkräfte und Prozesse
Nicht alle müssen dasselbe zur gleichen Zeit können
Entwicklung ist wichtiger als Kontrolle
Das Churer Modell – 4 Säulen für Einzelkämpfer*innen
Raumgestaltung: Weg vom frontalen SettingInputs im Kreis: Alle in der ersten Reihe Freie Sitzplatzwahl: Kinder entscheiden nach BedürfnisDifferenzierte Lernangebote: Forscherheftchen statt Arbeitshefte
Struktur & Freiheit
Offenes Lernen braucht MEHR Struktur, nicht weniger
Graduierungssystem: Freiheit und Verantwortung zusammendenken
Klare Rahmen schaffen, innerhalb derer Kinder entscheiden können
Lücken im System nutzen
Es steht nirgendwo, wie Klassenräume aussehen müssen
Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn?
Klein anfangen: Was kann ich MORGEN verändern?
Alternativen zum Arbeitsblatt
Forscherheftchen: "Finde was heraus" statt "Füll mich aus"
Entdeckerräume und Atelierarbeit
Fokus auf Prozess UND Produkt
Das Berufsbild neu denken
Von der Wissensvermittlerin zur Lernbegleitung
Coach, Mentorin, Beziehungsarbeiterin
Multiprofessionell vernetzen statt alles allein stemmen
Was macht Mut?
Es bewegt sich etwas – langsam, aber stetig
Immer mehr Lehrkräfte gestalten mit statt zu warten
Kinder fordern Veränderung selbstbewusst ein
Bildung wird öffentlich diskutiert
Wir sind nicht allein – Veränderung passiert jeden Tag!
Links:
Leonie Feitenhansl
Website: www.kunstundstunde.de
Instagram: @kunstundstunde
Workshops, Materialien & Impulse für Lehrkräfte
Churer Modell
Entwickelt von Reto Thöni (Schweiz)
Praxisnaher Fahrplan für Einzelkämpfer*innen
Inspiration
Alemannenschule (Graduierungssystem)
Deutscher Schulpreis-Schulen
Für wen ist diese Episode?
Lehrkräfte, die auch ohne große Schulkonzepte etwas verändern wollen, Einzelkämpfer*innen auf der Suche nach Selbstwirksamkeit und alle, die an die Kraft kleiner Schritte glauben.
Dein nächster Schritt:
Was kann ich MORGEN in meinem Klassenraum verändern?
Raum umgestalten: Einen Tisch umstellen, den Kreis ausprobieren
Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn?
Lücken nutzen statt Paragrafen suchen
#SeiDieVeränderung – denn Veränderung beginnt bei dir!
55 Minuten
Gast: Jöran Muuß-Merholz – Diplom-Pädagoge, Erziehungswissenschaftler und Co-Geschäftsführer der Agentur J&K – Jöran und Konsorten
Host: Judith Holle - Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Folge:
„Schule muss sich ändern" – da sind sich alle einig. Aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens. Jöran Muuß-Merholz zeigt in seinem Buch „Schule 2035", wie radikal unterschiedlich Schule in zehn Jahren aussehen könnte – und warum wir genau solche konkreten Zukunftsbilder brauchen, um echte Veränderung anzustoßen.
Von der KI-gesteuerten Lernfabrik über die digital-freie Zone bis zur radikalen Freiheitsschule – fünf Szenarien, die bewusst „Dornen" haben und zum eigenen Nachdenken anregen.
Kernthema:
Konkrete Zukunftsbilder statt Pseudokonsens – warum Schule 2035 in fünf sehr unterschiedlichen Szenarien denkbar ist.
Grundlagen:
• Pseudokonsens in der Bildungsdebatte: Alle wollen Veränderung – aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens
• Schule und Zukunft: Schule wurde erfunden, um Bewährtes weiterzugeben – nicht, um Zukunft mitzugestalten
• Schwammige Begriffe: „Zeitgemäße Bildung", „21. Jahrhundert", „Future Skills" – alles ohne positive Vision
• Zehn-Jahres-Horizont: 2035 ist nah genug für Handlungsfähigkeit und weit genug für echte Veränderung
Die fünf Schulen der Zukunft:
• Lisa-Rosa-Reformschule:
Global vernetzte Weltverbesserer*innen, projektbasiert, SDGs, internationale Vernetzung
• Manfred-Spitzer-Lyzeum:
Bewusst digital-freie Zone, Fokus auf Tradition, Handwerk, Naturerfahrungen
• LIDA-Schulen:
KI-gesteuerte Lernfabrik mit adaptiven Algorithmen für jeden Einzelnen
• UnSchule:
Radikal freiheitlich in altem Einkaufszentrum – „Lern doch, was du willst!"
• Pallas Athene Schulen:
Globales Netzwerk – lokale Lerngemeinschaften, beste Lehrkräfte weltweit online
Herausforderungen der Transformation:• Einzelkämpfertum verlernen: Zusammenarbeit muss Standard werden
• Pädagogische Freiheit neu denken: Bei Digitalisierung und KI stößt sie an Grenzen
• Vom Pseudokonsens zum konkreten Bild: Verständigung über das „Andere"
• Möglichkeitenraum kennenlernen: Wie groß ist das Spielfeld für die nächsten zehn Jahre?
Systemische Erkenntnisse:• Krise als Katalysator: Fast jede Schulpreisschule war zehn Jahre vorher in großer Krise
• Vielfalt reicht nicht: Im ländlichen Raum mit nur einer Schule vor Ort hilft das nicht
• Verbindlichkeit im Prozess: Klarer Zukunftsplan verhindert ständige Grundsatzdiskussionen
• Konstruktive Ungeduld: Der Kreis hebt sich spiralförmig – mehr Konsens: „So geht es nicht weiter"
Praxisimpulse:• Zukunftsbilder konkret machen – nicht bei schwammigen Worten stehen bleiben
• Methoden kennenlernen: Im Buch zehn Methoden für Zukunftsarbeit
• In größere Prozesse einbetten: Mehr als ein pädagogischer Tag
• Transfer-Workshops nutzen: Sehen, wie andere es konkret umsetzen
Weiterführende Links:
Bücher:• Schule 2035 – Lernen nach Digitalisierung & KI• Zukunft. Eine Bedienungsanleitung• Das lernende Schulsystem
Projekte & Initiativen:
Open Educational Resources (OER): https://open-educational-resources.de
OERcamp: https://www.oercamp.de
Digitale Drehtür: https://www.digitale-drehtuer.de
Archiv der Zukunft: https://www.archiv-der-zukunft.de
Deutscher Schulpreis – Hospitationsprogramm: https://www.deutscher-schulpreis.de
Schulkonzepte:
Sudbury-Schulen: https://www.sudbury-schulen.de
Demokratische Schule Kassel: https://www.demokratische-schule-kassel.de
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Schulentwickler*innen und alle, die konkrete Zukunftsbilder für Schule entwickeln wollen – jenseits von Pseudokonsens und schwammigen Visionen.
Host: Judith Holle - Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Folge:
„Schule muss sich ändern" – da sind sich alle einig. Aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens. Jöran Muuß-Merholz zeigt in seinem Buch „Schule 2035", wie radikal unterschiedlich Schule in zehn Jahren aussehen könnte – und warum wir genau solche konkreten Zukunftsbilder brauchen, um echte Veränderung anzustoßen.
Von der KI-gesteuerten Lernfabrik über die digital-freie Zone bis zur radikalen Freiheitsschule – fünf Szenarien, die bewusst „Dornen" haben und zum eigenen Nachdenken anregen.
Kernthema:
Konkrete Zukunftsbilder statt Pseudokonsens – warum Schule 2035 in fünf sehr unterschiedlichen Szenarien denkbar ist.
Grundlagen:
• Pseudokonsens in der Bildungsdebatte: Alle wollen Veränderung – aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens
• Schule und Zukunft: Schule wurde erfunden, um Bewährtes weiterzugeben – nicht, um Zukunft mitzugestalten
• Schwammige Begriffe: „Zeitgemäße Bildung", „21. Jahrhundert", „Future Skills" – alles ohne positive Vision
• Zehn-Jahres-Horizont: 2035 ist nah genug für Handlungsfähigkeit und weit genug für echte Veränderung
Die fünf Schulen der Zukunft:
• Lisa-Rosa-Reformschule:
Global vernetzte Weltverbesserer*innen, projektbasiert, SDGs, internationale Vernetzung
• Manfred-Spitzer-Lyzeum:
Bewusst digital-freie Zone, Fokus auf Tradition, Handwerk, Naturerfahrungen
• LIDA-Schulen:
KI-gesteuerte Lernfabrik mit adaptiven Algorithmen für jeden Einzelnen
• UnSchule:
Radikal freiheitlich in altem Einkaufszentrum – „Lern doch, was du willst!"
• Pallas Athene Schulen:
Globales Netzwerk – lokale Lerngemeinschaften, beste Lehrkräfte weltweit online
Herausforderungen der Transformation:• Einzelkämpfertum verlernen: Zusammenarbeit muss Standard werden
• Pädagogische Freiheit neu denken: Bei Digitalisierung und KI stößt sie an Grenzen
• Vom Pseudokonsens zum konkreten Bild: Verständigung über das „Andere"
• Möglichkeitenraum kennenlernen: Wie groß ist das Spielfeld für die nächsten zehn Jahre?
Systemische Erkenntnisse:• Krise als Katalysator: Fast jede Schulpreisschule war zehn Jahre vorher in großer Krise
• Vielfalt reicht nicht: Im ländlichen Raum mit nur einer Schule vor Ort hilft das nicht
• Verbindlichkeit im Prozess: Klarer Zukunftsplan verhindert ständige Grundsatzdiskussionen
• Konstruktive Ungeduld: Der Kreis hebt sich spiralförmig – mehr Konsens: „So geht es nicht weiter"
Praxisimpulse:• Zukunftsbilder konkret machen – nicht bei schwammigen Worten stehen bleiben
• Methoden kennenlernen: Im Buch zehn Methoden für Zukunftsarbeit
• In größere Prozesse einbetten: Mehr als ein pädagogischer Tag
• Transfer-Workshops nutzen: Sehen, wie andere es konkret umsetzen
Weiterführende Links:
Bücher:• Schule 2035 – Lernen nach Digitalisierung & KI• Zukunft. Eine Bedienungsanleitung• Das lernende Schulsystem
Projekte & Initiativen:
Open Educational Resources (OER): https://open-educational-resources.de
OERcamp: https://www.oercamp.de
Digitale Drehtür: https://www.digitale-drehtuer.de
Archiv der Zukunft: https://www.archiv-der-zukunft.de
Deutscher Schulpreis – Hospitationsprogramm: https://www.deutscher-schulpreis.de
Schulkonzepte:
Sudbury-Schulen: https://www.sudbury-schulen.de
Demokratische Schule Kassel: https://www.demokratische-schule-kassel.de
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Schulentwickler*innen und alle, die konkrete Zukunftsbilder für Schule entwickeln wollen – jenseits von Pseudokonsens und schwammigen Visionen.
13 Minuten
Sonderfolge: Warum mehr Lehrkräfte allein Schulenicht besser machen
Ein Impuls von Björn Adam, Mitgründer und Leiter System Change bei beWirken
Hier als Video-Podcast: https://youtu.be/oLXrdEMZJu4?si=EjGMq2Lvk_NHt6FC
„Wir brauchen mehr Lehrkräfte!" – dieser Ruf hallt durch die Bildungslandschaft. Aber stimmt das wirklich? Der Lightning Talk von Björn Adam auf der Konferenz Bildung Digitalisierung am 24. September 2025 in Berlin stellte die scheinbar offensichtliche Lösung für unsere Bildungsprobleme auf den Kopf und enthüllt den Elefanten im Raum: Das Paradigma der Unterrichtsversorgung selbst ist die größte Bremse für echte Transformation.
Kernthema: Warum 800.000 Lehrkräfte das System nicht automatisch besser machen
Die 800.000-Lehrkräfte-Falle:
Die Lehrkraft als Heldin: Warum wir eine einzelne Berufsgruppe mit immer mehr Erwartungen überfrachten
Hattie & die Folgen: Wie die Forschung den Fokus einseitig auf die Lehrkraft gelegt hat
800.000 Einzelkämpfer*innen: Können wir gute Schule wirklich erreichen, indem wir 800.000 Einzelpersonen durch Fortbildungen jagen?
Lehrkräftemangel – Die Zahlen:
Dramatische Prognosen: 81.000 bis 180.000 fehlende Lehrkräfte bis 2030/2035
Unterschiedliche Studien: Von KMK-Prognosen bis zu pessimistischeren Berechnungen
Die entscheidende Frage: Ist es wirklich ein Ressourcenproblem – oder ein Systemproblem?
Alarmierende Bildungsergebnisse trotz hoher Ressourcen:
12,2% Schulabbrecher*innen (EU-Definition): Deutschland auf Platz 4 in der EU
Nur Rumänien, Spanien und Ungarn haben höhere Quoten
Die Frage dahinter: Wenn Ressourcen allein es nicht richten – was dann?
Das falsche Paradigma: Unterrichtsversorgung
Inputsteuerung statt Outputorientierung: Wir messen Lehrerstunden statt Lernerfolg
"Lineares Fernsehen": Schule als abspulende Veranstaltung statt individueller Lernprozesse
Die Konsequenz: Mehr vom Gleichen führt nicht zu besseren Ergebnissen – planwirtschaftliche Logik blockiert echte Transformation
Offene Lernformen ohne System:
Die Gefahr: Offene Lernformen einführen, ohne die Strukturen zu ändern
Einzelkämpfertum verstärkt: Noch mehr Verantwortung auf die einzelne Lehrkraft
Was wirklich passiert: Überforderung statt Verbesserung
Was Schule wirklich braucht:
Weg vom Heldentum: Raus aus dem Einzelkämpfer*innen-Denken
Neue Berufsbilder: Pädagogische Professionalität in verschiedenen Rollen – ein Berufsbild, das für Lernende und die über 800.000 Pädagog*innen mehr Potenzial entfaltet
Teamstrukturen statt Kästchenlogik: Kollaborative Systeme statt isolierter Unterrichtsstunden
Von der Unterrichtsversorgung zur Lernprozessgestaltung: Lernen so organisieren, dass es nicht von der Verfügbarkeit einzelner Lehrkräfte abhängt – Ermöglichungsräume statt planwirtschaftlicher Steuerung
Krise als Chance:
Diskursverschiebung: Nicht "wie viele?", sondern "wie anders?"
Systemfragen stellen: Grundsätzlich über Strukturen nachdenken
Zukunftsorientiert denken: Die aktuelle Situation als Transformationschance begreifen – der Lehrkräftemangel als Katalysator für radikales Umdenken
Links
Personen & Organisationen:
beWirken: https://bewirken.org
Björn Adam auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bjoernadam/
Mehr über unseren Ansatz der ganzheitlichen Schulentwicklung: https://bewirken.org/schulentwicklung
Wichtige Studien:
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/de/hattie-rangliste-einflussgroessen-effekte-lernerfolg/
SWK-Gutachten Lehrkräftegewinnung 2023: https://www.swk-bildung.org/veroeffentlichungen/gutachten-lehrkraeftegewinnung-und-lehrkraeftebildung/
KMK-Prognose Lehrkräftebedarf bis 2035: https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/lehrkraefteeinstellungsbedarf-und-angebot.html
Für wen?
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Bildungspolitiker*innen und alle Bildungsakteur*innen, die bereit sind, systemische Grundsatzfragen zu diskutieren und Schule wirklich neu zu denken.
Ein Impuls von Björn Adam, Mitgründer und Leiter System Change bei beWirken
Hier als Video-Podcast: https://youtu.be/oLXrdEMZJu4?si=EjGMq2Lvk_NHt6FC
„Wir brauchen mehr Lehrkräfte!" – dieser Ruf hallt durch die Bildungslandschaft. Aber stimmt das wirklich? Der Lightning Talk von Björn Adam auf der Konferenz Bildung Digitalisierung am 24. September 2025 in Berlin stellte die scheinbar offensichtliche Lösung für unsere Bildungsprobleme auf den Kopf und enthüllt den Elefanten im Raum: Das Paradigma der Unterrichtsversorgung selbst ist die größte Bremse für echte Transformation.
Kernthema: Warum 800.000 Lehrkräfte das System nicht automatisch besser machen
Die 800.000-Lehrkräfte-Falle:
Die Lehrkraft als Heldin: Warum wir eine einzelne Berufsgruppe mit immer mehr Erwartungen überfrachten
Hattie & die Folgen: Wie die Forschung den Fokus einseitig auf die Lehrkraft gelegt hat
800.000 Einzelkämpfer*innen: Können wir gute Schule wirklich erreichen, indem wir 800.000 Einzelpersonen durch Fortbildungen jagen?
Lehrkräftemangel – Die Zahlen:
Dramatische Prognosen: 81.000 bis 180.000 fehlende Lehrkräfte bis 2030/2035
Unterschiedliche Studien: Von KMK-Prognosen bis zu pessimistischeren Berechnungen
Die entscheidende Frage: Ist es wirklich ein Ressourcenproblem – oder ein Systemproblem?
Alarmierende Bildungsergebnisse trotz hoher Ressourcen:
12,2% Schulabbrecher*innen (EU-Definition): Deutschland auf Platz 4 in der EU
Nur Rumänien, Spanien und Ungarn haben höhere Quoten
Die Frage dahinter: Wenn Ressourcen allein es nicht richten – was dann?
Das falsche Paradigma: Unterrichtsversorgung
Inputsteuerung statt Outputorientierung: Wir messen Lehrerstunden statt Lernerfolg
"Lineares Fernsehen": Schule als abspulende Veranstaltung statt individueller Lernprozesse
Die Konsequenz: Mehr vom Gleichen führt nicht zu besseren Ergebnissen – planwirtschaftliche Logik blockiert echte Transformation
Offene Lernformen ohne System:
Die Gefahr: Offene Lernformen einführen, ohne die Strukturen zu ändern
Einzelkämpfertum verstärkt: Noch mehr Verantwortung auf die einzelne Lehrkraft
Was wirklich passiert: Überforderung statt Verbesserung
Was Schule wirklich braucht:
Weg vom Heldentum: Raus aus dem Einzelkämpfer*innen-Denken
Neue Berufsbilder: Pädagogische Professionalität in verschiedenen Rollen – ein Berufsbild, das für Lernende und die über 800.000 Pädagog*innen mehr Potenzial entfaltet
Teamstrukturen statt Kästchenlogik: Kollaborative Systeme statt isolierter Unterrichtsstunden
Von der Unterrichtsversorgung zur Lernprozessgestaltung: Lernen so organisieren, dass es nicht von der Verfügbarkeit einzelner Lehrkräfte abhängt – Ermöglichungsräume statt planwirtschaftlicher Steuerung
Krise als Chance:
Diskursverschiebung: Nicht "wie viele?", sondern "wie anders?"
Systemfragen stellen: Grundsätzlich über Strukturen nachdenken
Zukunftsorientiert denken: Die aktuelle Situation als Transformationschance begreifen – der Lehrkräftemangel als Katalysator für radikales Umdenken
Links
Personen & Organisationen:
beWirken: https://bewirken.org
Björn Adam auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bjoernadam/
Mehr über unseren Ansatz der ganzheitlichen Schulentwicklung: https://bewirken.org/schulentwicklung
Wichtige Studien:
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/de/hattie-rangliste-einflussgroessen-effekte-lernerfolg/
SWK-Gutachten Lehrkräftegewinnung 2023: https://www.swk-bildung.org/veroeffentlichungen/gutachten-lehrkraeftegewinnung-und-lehrkraeftebildung/
KMK-Prognose Lehrkräftebedarf bis 2035: https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/lehrkraefteeinstellungsbedarf-und-angebot.html
Für wen?
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Bildungspolitiker*innen und alle Bildungsakteur*innen, die bereit sind, systemische Grundsatzfragen zu diskutieren und Schule wirklich neu zu denken.
56 Minuten
Selbstreguliertes Lernen und Gesundheit: Warum beides zusammengehört
Gast: Prof. Dr. Ferdinand Stebner, Universität Osnabrück
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode:
Ein tiefgehendes Gespräch über die Verbindung von Lernen und Gesundheit. Prof. Dr. Ferdinand Stebner zeigt, warum selbstreguliertes Lernen nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch das Wohlbefinden stärkt – mit Fokus auf Metakognition, adaptive Förderung und die Chancen wie Grenzen offener Lernkonzepte.
Kernthema: Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel
Unterschied verstehen: Selbstorganisation = äußeres Lernumfeld; Selbstregulation = innere Prozesse
Metakognition als Basis: „Denken über das eigene Denken“
Ziel: Lernstrategien, Motivation, Emotionen und Anstrengung bewusst steuern
Gesundheit x Lernen: Zwei Wirkungspfade
Direkt: Bessere Selbstregulation fördert gesunde Routinen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement, weniger Prokrastination)
Indirekt: Öffnet den Weg zu bedürfnisorientierten, offenen Lernkonzepten, die das Wohlbefinden stärken
Herausforderungen offener Lernkonzepte
Profitieren häufig Lernende mit schon guten Selbstregulationskompetenzen
Risiko der Benachteiligung von Kindern, die mehr Unterstützung brauchen
Lösung: Adaptive Förderung statt „One-Size-Fits-All“
Systemische Erkenntnisse
„Wenn das pädagogische Personal gestresst ist, werden auch die Kinder gestresst sein“
Selbstregulation muss systematisch gefördert werden – aktuell zu wenig verankert
Lehramtsausbildung: Lücken bei Selbstregulationskompetenzen
Spannungsfeld: Individuelle Förderung vs. standardisierte Prüfungen
Forschung & Wissenschaftskommunikation
Bedeutung experimenteller Feldforschung in Schulen für kausale Aussagen
Filmprojekt zur psychischen Gesundheit in Schule als Appell an Politik und Praxis
Weiterführende Links:
Personen & Institutionen
Prof. Dr. Ferdinand Stebner – Universität Osnabrück: https://www.uni-osnabrueck.de/professor-ferdinand-stebner
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/john-hattie/
Forschung & Projekte
DEISEL-Projekt (Uni Osnabrück): https://www.uni-osnabrueck.de/deisel
SFB 1280 Extinktionslernen (RUB): https://www.ruhr-uni-bochum.de/sfb1280/
IQB-Bildungstrend: https://www.iqb.hu-berlin.de
Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de
Wissenschaftskommunikation
Ferdinand Stebner auf Instagram: https://www.instagram.com/ferdinandstebner
Film: Psychische Gesundheit in Schule: https://youtu.be/nLYENz7uNwA
Lernressourcen
ORCA.nrw – kostenloser Selbstlernkurs „Lernstrategien“:
https://www.orca.nrw/starker-start-ins-studium/fuer-studierende/motivation-und-lernstrategien/lernstrategien/
Modelle & Konzepte:
Churer Modell: Binnendifferenzierung und Lernlandschaften
Cognitive Load Theory (John Sweller): Kognitive Belastung steuern
Ko-Regulation: Gemeinsame Regulation von Lernprozessen in Gruppen
Für wen ist diese Episode:
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Eltern und alle Bildungsakteur*innen, die Lernen und Gesundheit zusammendenken möchten.
Nächste Episode:
Abonniere den Mutmacher Schule Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder deiner Lieblings-Podcast-App!
Call-to-Action:
Sprich mit deinem Team: Wie fördert ihr Selbstregulation konkret – bei Schüler*innen und im Kollegium? Welche nächsten Schritte setzt ihr diese Woche?
Photocredit: Elena Scholz, Uni Osnabrück
Gast: Prof. Dr. Ferdinand Stebner, Universität Osnabrück
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode:
Ein tiefgehendes Gespräch über die Verbindung von Lernen und Gesundheit. Prof. Dr. Ferdinand Stebner zeigt, warum selbstreguliertes Lernen nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch das Wohlbefinden stärkt – mit Fokus auf Metakognition, adaptive Förderung und die Chancen wie Grenzen offener Lernkonzepte.
Kernthema: Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel
Unterschied verstehen: Selbstorganisation = äußeres Lernumfeld; Selbstregulation = innere Prozesse
Metakognition als Basis: „Denken über das eigene Denken“
Ziel: Lernstrategien, Motivation, Emotionen und Anstrengung bewusst steuern
Gesundheit x Lernen: Zwei Wirkungspfade
Direkt: Bessere Selbstregulation fördert gesunde Routinen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement, weniger Prokrastination)
Indirekt: Öffnet den Weg zu bedürfnisorientierten, offenen Lernkonzepten, die das Wohlbefinden stärken
Herausforderungen offener Lernkonzepte
Profitieren häufig Lernende mit schon guten Selbstregulationskompetenzen
Risiko der Benachteiligung von Kindern, die mehr Unterstützung brauchen
Lösung: Adaptive Förderung statt „One-Size-Fits-All“
Systemische Erkenntnisse
„Wenn das pädagogische Personal gestresst ist, werden auch die Kinder gestresst sein“
Selbstregulation muss systematisch gefördert werden – aktuell zu wenig verankert
Lehramtsausbildung: Lücken bei Selbstregulationskompetenzen
Spannungsfeld: Individuelle Förderung vs. standardisierte Prüfungen
Forschung & Wissenschaftskommunikation
Bedeutung experimenteller Feldforschung in Schulen für kausale Aussagen
Filmprojekt zur psychischen Gesundheit in Schule als Appell an Politik und Praxis
Weiterführende Links:
Personen & Institutionen
Prof. Dr. Ferdinand Stebner – Universität Osnabrück: https://www.uni-osnabrueck.de/professor-ferdinand-stebner
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/john-hattie/
Forschung & Projekte
DEISEL-Projekt (Uni Osnabrück): https://www.uni-osnabrueck.de/deisel
SFB 1280 Extinktionslernen (RUB): https://www.ruhr-uni-bochum.de/sfb1280/
IQB-Bildungstrend: https://www.iqb.hu-berlin.de
Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de
Wissenschaftskommunikation
Ferdinand Stebner auf Instagram: https://www.instagram.com/ferdinandstebner
Film: Psychische Gesundheit in Schule: https://youtu.be/nLYENz7uNwA
Lernressourcen
ORCA.nrw – kostenloser Selbstlernkurs „Lernstrategien“:
https://www.orca.nrw/starker-start-ins-studium/fuer-studierende/motivation-und-lernstrategien/lernstrategien/
Modelle & Konzepte:
Churer Modell: Binnendifferenzierung und Lernlandschaften
Cognitive Load Theory (John Sweller): Kognitive Belastung steuern
Ko-Regulation: Gemeinsame Regulation von Lernprozessen in Gruppen
Für wen ist diese Episode:
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Eltern und alle Bildungsakteur*innen, die Lernen und Gesundheit zusammendenken möchten.
Nächste Episode:
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Photocredit: Elena Scholz, Uni Osnabrück
36 Minuten
"Hybride Bildung aus Schüler*innenperspektive: Warum Schule das Frontalunterricht-Monopol verlernen muss"
Gast: Jonathan Bork, 13 Jahre, Bildungsaktivist und Beiratsmitglied beWirken
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode:
Ein außergewöhnliches Gespräch mit einem der jüngsten Bildungsreformer*innen Deutschlands: Jonathan Bork hat mit 13 Jahren ein umfassendes Konzept für hybride Bildung entwickelt und führt bereits Gespräche mit Bildungspolitiker*innen.
Kernthema: Hybride Bildung als Zukunftsmodell
Flexibilisierung des Unterrichts: Nicht jede*r Schüler*in muss jede Stunde im Klassenraum sein
Quartalsweise Wahlmöglichkeiten für Schüler*innen in Absprache mit Eltern und Lehrkräften
Ein Drittel bis die Hälfte der Stunden bleiben verpflichtend in Präsenz
Kombination von Präsenzunterricht mit Selbstlernmodellen
Study Halls: Lernen jenseits des Klassenzimmers
Chancengerechtigkeit durch flexible Lernorte auf dem Schulgelände
Zentrale Ausgabe digitaler Endgeräte (finanziert durch DigitalPakt II)
Lösung für Schüler*innen ohne optimale Lernbedingungen zu Hause
️ Individualisierung und Entlastung
Stärken nutzen, Schwächen gezielt unterstützen
Lehrkräfte können sich auf weniger Kinder gleichzeitig fokussieren
Quartalsweise Kurzgespräche zur Anpassung des Modells
Digitale Kompetenzen und Zukunftsfähigkeiten
Fake News erkennen und Informationen verifizieren lernen
Recherchefähigkeiten als Vorbereitung auf Studium und Beruf
Selbstlernkompetenz als lebenslange Schlüsselqualifikation
️ Praxis und Verbreitung
Bereits umgesetzt: Berlin (Pilotprojekt), NRW (Berufsschulen), Brandenburg
Weitere Bundesländer in Vorbereitung: Bremen, Schleswig-Holstein, Hessen
Beispielschulen: Heinz-Brandt-Schule, Alemannschule Baden-Württemberg
Partizipation und Zusammenarbeit
Schüler*innenstimmen stärker in Schulentwicklung einbeziehen
Vertrauen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen als Grundvoraussetzung
Für wen ist diese Episode:
Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen, Bildungspolitiker*innen und alle, die Schule partizipativ gestalten möchten.
Weiterführende Links:
Jonathans Website mit Blogbeiträgen
beWirken Beirat
Heinz-Brandt-Schule Berlin
Festival PXP
Nächste Episode:
Abonniere den Mutmacher Schule Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder deiner Lieblings-Podcast-App!
Call-to-Action:
Fragt eure Schüler*innen: Wie stellt ihr euch Schule vor? Was sind eure Ideen für Veränderung?
Gast: Jonathan Bork, 13 Jahre, Bildungsaktivist und Beiratsmitglied beWirken
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode:
Ein außergewöhnliches Gespräch mit einem der jüngsten Bildungsreformer*innen Deutschlands: Jonathan Bork hat mit 13 Jahren ein umfassendes Konzept für hybride Bildung entwickelt und führt bereits Gespräche mit Bildungspolitiker*innen.
Kernthema: Hybride Bildung als Zukunftsmodell
Flexibilisierung des Unterrichts: Nicht jede*r Schüler*in muss jede Stunde im Klassenraum sein
Quartalsweise Wahlmöglichkeiten für Schüler*innen in Absprache mit Eltern und Lehrkräften
Ein Drittel bis die Hälfte der Stunden bleiben verpflichtend in Präsenz
Kombination von Präsenzunterricht mit Selbstlernmodellen
Study Halls: Lernen jenseits des Klassenzimmers
Chancengerechtigkeit durch flexible Lernorte auf dem Schulgelände
Zentrale Ausgabe digitaler Endgeräte (finanziert durch DigitalPakt II)
Lösung für Schüler*innen ohne optimale Lernbedingungen zu Hause
️ Individualisierung und Entlastung
Stärken nutzen, Schwächen gezielt unterstützen
Lehrkräfte können sich auf weniger Kinder gleichzeitig fokussieren
Quartalsweise Kurzgespräche zur Anpassung des Modells
Digitale Kompetenzen und Zukunftsfähigkeiten
Fake News erkennen und Informationen verifizieren lernen
Recherchefähigkeiten als Vorbereitung auf Studium und Beruf
Selbstlernkompetenz als lebenslange Schlüsselqualifikation
️ Praxis und Verbreitung
Bereits umgesetzt: Berlin (Pilotprojekt), NRW (Berufsschulen), Brandenburg
Weitere Bundesländer in Vorbereitung: Bremen, Schleswig-Holstein, Hessen
Beispielschulen: Heinz-Brandt-Schule, Alemannschule Baden-Württemberg
Partizipation und Zusammenarbeit
Schüler*innenstimmen stärker in Schulentwicklung einbeziehen
Vertrauen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen als Grundvoraussetzung
Für wen ist diese Episode:
Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen, Bildungspolitiker*innen und alle, die Schule partizipativ gestalten möchten.
Weiterführende Links:
Jonathans Website mit Blogbeiträgen
beWirken Beirat
Heinz-Brandt-Schule Berlin
Festival PXP
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Fragt eure Schüler*innen: Wie stellt ihr euch Schule vor? Was sind eure Ideen für Veränderung?
47 Minuten
In der ersten Folge unserer neuen Staffel sprechen wir mit Miriam Pech, Schulleiterin der Heinz-Brandt-Schule Berlin, über den fundamentalen Wandel des Lehrerberufs und wie aus einer ehemaligen "Brennpunktschule" eine Leuchtturmschule wurde. Ein inspirierendes Gespräch über Mut, Geduld und die Kraft systemischer Veränderung.
Kernthema: Rollenwandel der Lehrkraft
Von "Lehrseits" zu "Lernseits": Der Paradigmenwechsel im Bildungsverständnis
Lernbegleitung als logische Konsequenz demokratischer Schulentwicklung
Persönliche Transformation: Vom impulsiven Handeln zur geduldigen Begleitung
Praxiseinblicke Heinz-Brandt-Schule:
Lernbüros: 14 Jahre Erfahrung mit selbstorganisiertem, differenziertem Lernen
Digi-Di/Do: Projektlernen zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Peer-Learning: Schüler*innen unterrichten Schüler*innen (Bühnentechnik-Beispiel)
Herausforderungen: Jakobsweg als Persönlichkeitsentwicklung
Transformation einer Schule:
Vom "Auffangbecken" zur Leuchtturmschule: Der steinige aber lohnende Weg
"Rhythm is It" als Initialzündung für Selbstvertrauen und Schulentwicklung
Reform von innen: Freiräume nutzen für "Pro-Kind-Projekte"
Teamschule und Strukturwandel:
Jahrgangsteams als "Schulen in der Schule"
Geteilte Schulleitung mit echter Partizipation
Schüler*innen in Leitungsverantwortung - wie das konkret funktioniert
Feste Teamzeiten als unverzichtbare Grundvoraussetzung
Personalentwicklung für Lernbegleitung:
Warum Hospitationen wichtiger sind als Nachmittagsfortbildungen
Individuelle Fortbildungsfinanzierung als Investition
"Trial and Error" als Entwicklungsprinzip
Vom Einzelnen zur Gemeinschaft: Wie Begeisterung ansteckt
Weiterführende Links:
Unlearn School Film - Episode "Lernen in der Digitalität": https://youtu.be/lPjzHXX8TaI?si=SnnHEiS4oxz4rMMWbeWirken
Lernbegleiter*innen Journey: https://bewirken.org/lernbegleitung/
Heinz-Brandt-Schule Berlin: https://www.heinz-brandt-schule.de/
Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de/
Schulverbund Blick über den Zaun: https://www.blickueberdenzaun.de/
FreiDay (Schule im Aufbruch): https://frei-day.org/
Für wen ist diese Episode:
Schulleitungen, Lehrkräfte, Steuerungsgruppen und alle Bildungsakteur*innen, die mutigen Lernkulturwandel gestalten möchten.
Kernthema: Rollenwandel der Lehrkraft
Von "Lehrseits" zu "Lernseits": Der Paradigmenwechsel im Bildungsverständnis
Lernbegleitung als logische Konsequenz demokratischer Schulentwicklung
Persönliche Transformation: Vom impulsiven Handeln zur geduldigen Begleitung
Praxiseinblicke Heinz-Brandt-Schule:
Lernbüros: 14 Jahre Erfahrung mit selbstorganisiertem, differenziertem Lernen
Digi-Di/Do: Projektlernen zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Peer-Learning: Schüler*innen unterrichten Schüler*innen (Bühnentechnik-Beispiel)
Herausforderungen: Jakobsweg als Persönlichkeitsentwicklung
Transformation einer Schule:
Vom "Auffangbecken" zur Leuchtturmschule: Der steinige aber lohnende Weg
"Rhythm is It" als Initialzündung für Selbstvertrauen und Schulentwicklung
Reform von innen: Freiräume nutzen für "Pro-Kind-Projekte"
Teamschule und Strukturwandel:
Jahrgangsteams als "Schulen in der Schule"
Geteilte Schulleitung mit echter Partizipation
Schüler*innen in Leitungsverantwortung - wie das konkret funktioniert
Feste Teamzeiten als unverzichtbare Grundvoraussetzung
Personalentwicklung für Lernbegleitung:
Warum Hospitationen wichtiger sind als Nachmittagsfortbildungen
Individuelle Fortbildungsfinanzierung als Investition
"Trial and Error" als Entwicklungsprinzip
Vom Einzelnen zur Gemeinschaft: Wie Begeisterung ansteckt
Weiterführende Links:
Unlearn School Film - Episode "Lernen in der Digitalität": https://youtu.be/lPjzHXX8TaI?si=SnnHEiS4oxz4rMMWbeWirken
Lernbegleiter*innen Journey: https://bewirken.org/lernbegleitung/
Heinz-Brandt-Schule Berlin: https://www.heinz-brandt-schule.de/
Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de/
Schulverbund Blick über den Zaun: https://www.blickueberdenzaun.de/
FreiDay (Schule im Aufbruch): https://frei-day.org/
Für wen ist diese Episode:
Schulleitungen, Lehrkräfte, Steuerungsgruppen und alle Bildungsakteur*innen, die mutigen Lernkulturwandel gestalten möchten.
5 Minuten
Mutmacher Schule - Teaser zur 2. Staffel
Die neue Staffel startet bald! Judit Holle, Geschäftsführerin von beWirken, gibt dir einen Vorgeschmack auf das, was dich erwartet: Lernkulturwandel auf drei entscheidenden Ebenen.
Individual: Wie wandelt sich das Berufsbild der Lehrkraft zur Lernbegleitung?Organisational: Wie transformierst du Schule als Ganzes?Systemisch: Was muss sich in Politik und Gesellschaft ändern?
Freue dich auf inspirierende Gespräche mit Expertinnen, mutigen Praktikerinnen und aktiven Bildungsgestalterinnen - mit konkreten Impulsen für deinen Weg im Lernkulturwandel.
Für Lehrkräfte, Schulleitungen und alle, die Schule mitgestalten wollen.
Die neue Staffel startet bald! Judit Holle, Geschäftsführerin von beWirken, gibt dir einen Vorgeschmack auf das, was dich erwartet: Lernkulturwandel auf drei entscheidenden Ebenen.
Individual: Wie wandelt sich das Berufsbild der Lehrkraft zur Lernbegleitung?Organisational: Wie transformierst du Schule als Ganzes?Systemisch: Was muss sich in Politik und Gesellschaft ändern?
Freue dich auf inspirierende Gespräche mit Expertinnen, mutigen Praktikerinnen und aktiven Bildungsgestalterinnen - mit konkreten Impulsen für deinen Weg im Lernkulturwandel.
Für Lehrkräfte, Schulleitungen und alle, die Schule mitgestalten wollen.
45 Minuten
In dieser Folge ist der Blogger und Netzlehrer Bob Blume zu Besuch. Er ist Lehrer am Windeck Gymnasium in Bühl und spricht als Blogger und in Social Media viele Dinge aus Unterricht und Schule an die uns alle beschäftigen. Mit seinem Blog unterstützt er seit vielen Jahren Lehrende konkret bei ihren Herausforderungen. Mit seinem neuen Buch "Zehn Dinge, die ich an der Schule hasse - Und wie wir sie ändern können" über die grundsätzlichen Probleme in unserem Schulsystem und wie wir gemeinsam etwas verändern können. In dieser Folge spricht der Gründer von beWirken Björn mit Bob Blume über genau diese Herausforderungen und was wir trotzdem tun können.