#115 caritalks - Das Erzählcafé in Essen-Altendorf lässt „Blumen sprechen“

#115 caritalks - Das Erzählcafé in Essen-Altendorf lässt „Blumen sprechen“

vor 3 Tagen
Ein Gespräch mit Initiatorin Ursula Stauf und den Besucherinnen Gertrud Finke (90) und Hildegard Breuer (88) - Eindrücke eines besonderen Nachmittags.
15 Minuten
Podcast
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Der Podcast zu sozialen Themen der Caritas in NRW

Beschreibung

vor 3 Tagen
Beim monatlichen Erzählcafé in St. Mariä Himmelfahrt stehen Spaß
und Gemeinschaft im Vordergrund. Ältere Menschen, die im Alltag oft
isoliert und einsam sind treffen sich hier zum Klönen, Zuhören und
Singen. Christoph Grätz hat mit der Initiatorin Ursula Stauf und
zwei Besucherinnen des Erzählcafes gesprochen, Gertrud Finke (90)
und Hildegard Breuer (88). Ursula Stauf ist eine, die anpackt, die
weiß, wo anderen der Schuh drückt. Sie sprüht vor Ideen, wenn es
darum geht, auf Hilfegesuche, akute Notlagen oder Probleme
Antworten zu finden. „In Altendorf gibt es viele ältere Menschen,
die einsam sind, denen jemand zum Reden fehlt. Vor allem nach
Corona war das spürbar“, erzählt die 70-Jährige von den Anfängen
des Erzählcafés. Jeden 3. Mittwoch im Monat öffnet das Erzählcafé
im Marienheim, dem Gemeindesaal von St. Mariä Himmelfahrt, um 14.30
Uhr seine Pforten. Manche der Gäste werden gebracht, viele kommen
mit dem Rollator oder der Unterstützung von Freunden und Nachbarn.
Die Tische sind liebevoll und farbenfroh dekoriert mit geblümten
Tischdecken sowie Narzissen und Primeln. Auf jedem Teller liegt
bereits ein Streusel-Hefegebäck und ein Keks – natürlich
selbstgebacken. Das alles geht nur mit tatkräftiger Unterstützung
der vielen Helferinnen und Helfer. Während Kaffee und kalte
Getränke ausgeschenkt werden, entwickeln sich an den Tischen
angeregte Gespräche und ein ordentlicher Lärmpegel. Später gibt es
ein Blumen-Ratespiel. Außerdem wird „Tulpen aus Amsterdam“ und „Sah
ein Knab ein Röslein steh’n“ gesungen und Ursula Straub erzählt von
der Symbolkraft verschiedener Blumen. Das Erzählcafé ist nur eines
von vielen Angeboten für den Stadtteil, wie die
Caritas-Sprechstunde, wo Lebensmittelgutscheine an Menschen mit
kleiner Rente oder geringem Einkommen verteilt werden. Das
„Kleiderlädchen“, bietet gut erhaltene, gebrauchte Kleidung für
kleine Preis an, bei einem regelmäßigen Treffen können Menschen mit
Migrationsgeschichte ihre Deutschkenntnisse verbessern. Für Stauf
ist es eine schöne Bestätigung, dass die Angebote der Caritas in
der Gemeinde so gut angenommen werden. Aber es bleibt, so Stauf,
auch eine Herausforderung, Ehrenamtliche zu motivieren und Spenden
einzuwerben. Wenn Sie sich für ein Ehrenamt interessieren, schauen
Sie doch mal beim Caritas Ehrenamtsportal vorbei.
www.caritas-ehrenamtsportal.de Aktivitäten wie das Erzählcafé
werden unter anderem aus der Sammlung von Caritas und Diakonie
finanziert, die seit Anfang 2026 den neuen Namen „Füreinander. Für
hier.“ trägt. Informationen zur Aktion „Füreinander. Für hier.“
https://fuereinanderhier.org/
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