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1 Stunde 3 Minuten
Wie gelingt Transformation zwischen Stabilität und Veränderung? Im Gespräch mit Sebastian Ahlering von der Bremischen Volksbank Weser-Wümme Wie bringt man die Zukunft in eine Organisation, die gleichzeitig Stabilität garantieren muss? Banken stehen für Verlässlichkeit, Sicherheit und klare Prozesse. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, KI, neue Kundenerwartungen und ein dynamischer Markt die Anforderungen an Organisationen. Wie gelingt Transformation, wenn Stabilität und Veränderung gleichermaßen notwendig sind? Darüber sprechen wir mit Sebastian Ahlering von der Bremischen Volksbank Weser-Wümme. Er verantwortet die Unternehmensentwicklung und beschäftigt sich mit Strategie, Prozessen, Innovation und der Frage, wie Veränderung im Arbeitsalltag ankommt. Das Problem ist nicht die Strategie, sondern die Umsetzung Gerade in der genossenschaftlichen Finanzgruppe gibt es zahlreiche zentrale Impulse, Konzepte und Lösungen. Ein Vorteil, denn nicht jede Bank muss Zukunftsthemen selbst neu durchdenken. Doch darin liegt auch eine Gefahr: Wer fertige Lösungen übernimmt, setzt sich möglicherweise zu wenig damit auseinander, was sie für die eigene Organisation bedeuten. Die eigentliche Herausforderung beginnt nach dem Strategiepapier: Wie wird daraus gelebte Veränderung? Run the Bank trifft Change the Bank Ein zentrales Spannungsfeld liegt zwischen zuverlässigem Tagesgeschäft und der Gestaltung der Zukunft. Kunden betreuen, Prozesse sicher ausführen und regulatorische Anforderungen erfüllen – all das muss funktionieren. Gleichzeitig braucht Veränderung Zeit, Aufmerksamkeit und neue Kompetenzen. Ein paar zusätzliche Stunden reichen dafür nicht. Es braucht geeignete Strukturen und Freiräume, in denen anders gearbeitet werden darf. Denn wer gelernt hat, Arbeitsanweisungen exakt einzuhalten, wird nicht automatisch innovativ, nur weil Innovation plötzlich gefragt ist. Veränderung braucht Resonanz Für Sebastian ist Kommunikation ein entscheidender Erfolgsfaktor. Dabei geht es nicht nur darum, Veränderungen verständlich zu erklären, sondern wahrzunehmen, was sie tatsächlich auslösen. Wo entstehen Irritationen oder Widerstände? Was wird nicht offen ausgesprochen? Transformation braucht Räume für ehrliches Feedback, aktives Zuhören und die Bereitschaft, Pläne anzupassen. Widerstand ist dabei nicht nur ein Hindernis, sondern liefert wertvolle Informationen über die Organisation. Transformation heißt Spannungen bearbeiten Viele dieser Spannungsfelder lassen sich nicht endgültig auflösen. Eine Bank muss stabil und veränderungsfähig sein, Regeln einhalten und Lernräume schaffen, das heutige Geschäft sichern und gleichzeitig das morgige entwickeln. Führung bedeutet deshalb zunehmend, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Veränderung zu moderieren. Transformation ist weniger ein Projekt mit festem Endpunkt als ein kontinuierlicher Lern- und Aushandlungsprozess. Entscheidend ist nicht die perfekte Methode, sondern die Frage: Was ist in unserem Kontext die nächste sinnvolle Aktion – und welche Wirkung erzeugt sie? Eine Folge über die Spannungsfelder von Transformation, notwendige Strukturen, lernfähige Organisationen und Führung zwischen Heute und Morgen. Viel Spaß beim Hören!
1 Stunde
Die Netzwerkorganisation der Sparkasse Bremen – Neu drin und schon nach außen vertreten Im Gespräch mit Oliver Ladeur, Unternehmenssprecher der Sparkasse Bremen Wie fühlt sich Netzwerkorganisation an, wenn man von außen kommt? Die Sparkasse Bremen hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel vollzogen: weg von klassischen Hierarchien und funktionalen Silos, hin zu einer Netzwerkorganisation mit verteilter Verantwortung, mehr Eigenständigkeit und deutlich weniger disziplinarischer Führung. Doch wie erlebt man eine solche Organisation, wenn man nicht Teil dieser Transformation war, sondern erst später dazukommt? Genau diese Perspektive bringt Oliver Ladeur mit. Seit Anfang 2025 ist er Unternehmenssprecher der Sparkasse Bremen. Er muss also eine Organisation nach außen vertreten, deren Logik, Sprache und Spielregeln er zunächst selbst kennenlernen musste. Zwischen Bankensprache und Netzwerklogik Schon der Einstieg hatte es in sich. Neben einer für ihn neuen Bankenwelt traf Oliver auf eine Organisationsform, in der Verantwortung anders verteilt wird als in klassischen Hierarchien. Wo früher eine Führungskraft für Personal, Ziele, Qualität und Ausrichtung verantwortlich war, übernimmt die Sparkasse diese Aufgaben heute über unterschiedliche Themenverantwortungen. Führung verschwindet damit nicht – sie wird verteilt. Und das verändert die Frage, an wem sich Mitarbeitende eigentlich orientieren. Mehr Freiheit heißt auch mehr Verantwortung Die Vorteile liegen auf der Hand: Mitarbeitende können sich stärker einbringen, Verantwortung übernehmen und entsprechend ihrer Kompetenzen auch jenseits klassischer Stellenbeschreibungen gestalten. Doch diese Freiheit gibt es nicht umsonst. Wenn die Führungskraft nicht mehr automatisch entscheidet, Konflikte löst oder Orientierung gibt, müssen Teams vieles selbst leisten. Feedback muss direkter werden. Konflikte lassen sich nicht einfach „nach oben“ delegieren. Und auch gute Entscheidungen entstehen nicht automatisch dadurch, dass mehr Menschen beteiligt sind. Was ist der Preis der Netzwerkorganisation? Genau darüber sprechen wir mit Oliver sehr offen: Welche neuen Probleme entstehen, wenn man alte Strukturen auflöst? Denn auch eine Netzwerkorganisation ist keine bessere Organisation per se. Sie tauscht bestimmte Probleme gegen andere ein. Mehr Eigenverantwortung kann mehr Reibung bedeuten. Mehr Beteiligung kann Entscheidungen komplexer machen. Und starke Dezentralität stellt Organisationen vor die Herausforderung, trotzdem gemeinsame Orientierung und Transparenz herzustellen. Die spannende Frage lautet deshalb weniger: Hierarchie oder Netzwerk? Sondern vielmehr: Welche Form von Organisation hilft uns bei welchen Herausforderungen – und welchen Preis sind wir dafür bereit zu zahlen? Transformation heißt immer wieder nachjustieren Die Sparkasse Bremen ist diesen Weg inzwischen einige Jahre gegangen. Und gerade deshalb wird deutlich: Eine Netzwerkorganisation ist kein fertiges Modell, das irgendwann vollständig „eingeführt“ ist. Im Gespräch geht es darum, warum heute differenzierter auf Hierarchie geschaut wird, weshalb Führung weiterhin notwendig bleibt und was Organisationen brauchen, um ihre Strukturen immer wieder an neue Anforderungen anzupassen. Eine Folge über verteilte Führung, Eigenverantwortung und die unvermeidbaren Spannungen einer Organisation, die sich kontinuierlich weiterentwickelt – aus der besonderen Perspektive eines Menschen, der erst seit Kurzem mittendrin ist und sie gleichzeitig nach außen erklären muss. Viel Spaß beim Hören!
1 Stunde 12 Minuten
Zwischen Mensch und Maschine: Führung im Zeitalter von KI Was bleibt von Führung, wenn KI immer mehr übernimmt? KI schreibt Texte, analysiert Daten, entwickelt Strategien und trifft zunehmend eigenständige Entscheidungen. Mit dem Aufkommen von KI-Agenten stellt sich deshalb eine neue Frage: Wenn Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen – was bleibt dann eigentlich noch Führung? Geht es künftig vor allem darum, die richtigen Prompts zu formulieren? Oder wird wirksame Führung gerade deshalb wichtiger, weil Entscheidungen, Verantwortung und Orientierung nicht an eine KI delegiert werden können? In dieser Episode spricht Arne mit Richard Butler und Manfred Becking, Gründer von Rimagin und Autoren des Buches *„Führung im Zeitalter von KI – Orientierung, Handlungsempfehlungen und Werkzeuge für die Unternehmenspraxis“*. Gemeinsam diskutieren sie, wie generative KI und KI-Agenten Führung verändern – und welche Aufgaben auch in Zukunft ganz klar beim Menschen bleiben. Führung neu denken KI verändert nicht nur Prozesse und Werkzeuge. Sie verändert auch die Art, wie Organisationen Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Zusammenarbeit gestalten. Richard und Manfred zeigen, warum Unternehmen beim Thema KI oft zu früh über Technologien sprechen und zu selten über Strategie, Kultur und Führung. Und weshalb die entscheidende Frage häufig gar nicht lautet: **„Wie setzen wir KI ein?“**, sondern: **„Was wollen wir überhaupt verbessern?“** Darum geht's in dieser Episode * Warum KI Führung verändert – aber Verantwortung nicht ersetzt. * Weshalb Schatten-KI weniger ein Technologie- als ein Führungsproblem ist. * Welche Rolle Führungskräfte in einer Welt voller KI-Agenten künftig übernehmen. * Warum eine klare KI-Strategie wichtiger ist als der nächste Technologie-Hype. * Und weshalb Unternehmen zuerst ihre eigentlichen Herausforderungen verstehen sollten, bevor sie nach KI-Lösungen suchen. Viel Spaß beim Hören!
53 Minuten
Wie aus Ideen konkrete Veränderungen werden – Ein Blick in die Zukunftswerkstatt Female Finance Viele Organisationen wünschen sich mehr Innovation, mehr Eigenverantwortung und mehr Beteiligung. Doch wie entsteht aus einer Idee tatsächlich etwas Neues? Und was braucht es, damit Mitarbeitende bereichsübergreifend Verantwortung für die Zukunft ihrer Organisation übernehmen? In dieser Folge spricht Arne mit Franziska Föcking und Meike Lerner von der Bank im Bistum Essen über die Entstehung der Zukunftswerkstatt „Female Finance“ – und darüber, wie aus einer ersten Idee ein fest etablierter Bestandteil der Bank geworden ist. Von der Idee zur Initiative Ausgangspunkt war ein Open-Space-Format im Rahmen der Zukunftswerkstätten der Bank. Dort entstand die Frage, ob Frauen in Finanzfragen eigentlich ausreichend adressiert und beraten werden – und welche besonderen Herausforderungen sich aus typischen weiblichen Finanzbiografien ergeben. Warum Female Finance? Im Gespräch wird deutlich, warum das Thema weit über klassische Finanzberatung hinausgeht. Es geht um unterschiedliche Lebensrealitäten, finanzielle Selbstbestimmung und die Frage, wie Organisationen bisher übersehene Bedarfe erkennen können. Zwischen Skepsis und Rückenwind Neue Ideen stoßen nicht automatisch auf Begeisterung. Franziska und Meike berichten offen über anfängliche Vorbehalte, die Suche nach Akzeptanz im Unternehmen und die Herausforderung, Entwicklungsarbeit neben dem Tagesgeschäft voranzutreiben. Lernen durch Ausprobieren Statt monatelang Konzepte zu schreiben, setzte das Team früh auf echte Rückmeldungen aus der Zielgruppe. Pilotveranstaltungen, Interviews und erste Experimente lieferten wichtige Erkenntnisse – und halfen dabei, die ursprünglichen Annahmen zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Was Organisationen daraus lernen können Die Geschichte von Female Finance zeigt exemplarisch, wie Innovation in Organisationen entstehen kann: durch Freiräume, klare Ziele, interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Bereitschaft, Ideen früh mit der Realität zu konfrontieren. Eine Folge für alle, die verstehen möchten, wie Veränderung in Organisationen tatsächlich entsteht – und warum die entscheidenden Schritte oft erst nach der ersten Idee beginnen. Viel Spaß beim Hören.
1 Stunde 4 Minuten
Komplexität als Stärke?! In dieser Episode spricht Kurswechslerin Alina Meyerdiercks mit Dr. Thomas Pisar über den Unterschied zwischen komplizierten und komplexen Problemen – und warum klassische Managementansätze hier oft scheitern. Es geht um: • warum mehr Analyse nicht zu besseren Entscheidungen führt • was es bedeutet, in „Aporia“ zu sein – also in einem bewussten Zustand des „Nicht-Wissens“ • und wie Organisationen lernen können, mit Unsicherheit umzugehen Außerdem werfen Thomas und Alina einen Blick auf das Cynefin Framework und das Konzept der Antifragilität nach Nassim Nicholas Taleb. Eine Folge für alle, die merken: Die alten Steuerungslogiken greifen nicht mehr.
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Über diesen Podcast

Kurswexl - Bereit für einen Kurswechsel? Wir sind Kurswechsel, ein erfahrenes Beratungsunternehmen für Organisations-, Personal- und Teamentwicklung. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Strukturen und Prozesse so zu verändern und zu gestalten, dass sie flexibel, kundenorientiert und wettbewerbsfähig agieren. Mit einem fundierten, praxisnahen Ansatz und maßgeschneiderten Lösungen fördern wir eine Arbeitsumgebung, in der Menschen gerne zusammenarbeiten und sich motiviert einbringen. Unser Team verfügt über vielfältige Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft, Psychologie, Soziologie und IT. Wir beraten Organisationen ganzheitlich, denken Folgeprobleme mit und passen unsere Herangehensweise situationsbezogen an, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken – das macht für uns seriöse Beratung aus. Im Podcast sprechen wir genau über die Themen, die uns und unsere Kunden bewegen, um Arbeit so zu gestalten, damit Wert für Kunden entsteht und gleichzeitig ein Sinnerleben für Mitarbeitende ermöglicht wird.
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