Von Zeit zu Zeit - #vzzzPodcast
Gordian und Jan sprechen über die Themen, die sie gerade beschäftigen.
Podcaster
Episoden
26.02.2026
1 Minute
Die Folge startet mit einer dichten Bockbier-Atmosphäre. Dabei
zeigt sich, wie sehr Bier für die beiden mehr ist als Alkohol – es
ist Ritual, Erinnerungsträger und Einstieg in größere Themen.
Sorbisch, Preußler und die Ernsthaftigkeit des Kasper Sie landen
beim Sorbischen und bei Otfried Preußler, dessen Krabat von
sorbischen Mythen und Figuren geprägt ist. Und Preußlers Kasper ist
eher Ermittlerfigur eingebettet in eine reduzierte Figurenwelt. Von
dort aus spannen Jan und Gordian den Bogen zur Debatte, ob alte
Kinderliteratur an heutige gesellschaftliche Empfindungen angepasst
werden sollte. Sie sprechen über Astrid Lindgren, Michael Ende,
koloniale Exotik, problematische Begriffe und die Umbenennung von
Figuren wie Pippis Vater als „Südseekönig“. Beim Räuber Hotzenplotz
fragen sie, wer eigentlich der Protagonist ist – Kasper und Seppel
oder Hotzenplotz – und wie sich Bedrohung, Handlung und
Identifikation in Kinderbüchern verschieben. Asterix, Lucky Luke,
Tim und Struppi: Comic-Universen als Weltverstehmaschine Im Laufe
des Gesprächs tauchen weitere Ikonen auf: Asterix, Lucky Luke, Tim
und Struppi und die Drei Fragezeichen. Comics und Hörspiele
erscheinen als zugängliche Weltmodelle, die mit klaren Typen,
humorvollen Überzeichnungen und historischen oder
gesellschaftlichen Anspielungen arbeiten – von Rom über den Wilden
Westen bis zur heutigen Zeit. Diese Popkultur-Welten helfen,
Ordnung in das Chaos der Realität zu bringen, auch wenn ihre Bilder
heute kritisch befragt werden müssen. Darwin, Mendel und der
blinde Fleck der Sinnfrage Im weiteren Verlauf wird es
philosophisch und naturwissenschaftlich: Darwin, Mendel und die
Evolution stehen für Erklärungsmodelle ohne „höheren Plan“. Ganz
radikal: Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist eigentlich sinnlos,
weil ein System sich nicht aus sich selbst heraus begründen kann –
eine Idee, die mit Gödel-inspirierten Gedanken über die Grenzen
formaler Systeme verbindet. Sinn braucht immer einen größeren
Bezugsrahmen, der außerhalb unserer eigenen Perspektive liegt –
etwas wie Gott oder eine höhere Instanz, die wir aber nie wirklich
fassen können. Douglas Adams, Gott und der Witz der Weltformel
Douglas Adams’ „Per Anhalter durch die Galaxis“ liefert den
ironischen Kontrapunkt: Vielleicht sitzt irgendwo ein Gott mit
Katze auf einem Planeten und weiß längst Bescheid – nur hat niemand
eine gute Marketingstrategie dafür. Jan und Gordian fragen, ob die
wirklich großen Denker vielleicht einfach untergegangen sind, weil
sie kein „virales“ Moment hatten, während Namen wie Bach und Goethe
Stars ihrer Zeit waren. Am Ende bleibt eine skeptische, aber
lebensnahe Pointe: Die Sinnfrage greift alles an – inklusive
Religion –, doch Menschen lieben Bejahung, Geschichten und das
Weitererzählen. Dies macht diese Folge zu einer Mischung aus
Kneipengespräch und philosophischem Salon. In dieser Episode
erfährst du: - Wie Hamburger Senatsbock, tschechisches Schwarzbier
und Craftbier-Kultur Gespräche über Identität und Erinnerungen
anstoßen. - Warum Kindergeschichten, Hörspiele und Comics uns bis
heute prägen, wie wir Abenteuer, Gerechtigkeit und Bedrohung
erzählen. - Wieso Debatten um Astrid Lindgren, Michael Ende und
koloniale Bilder zeigen, wie sich gesellschaftliche Normen
verändern - Wie Darwin, Mendel und Gödel helfen, die Grenzen der
Sinnfrage zu verstehen - Welche Rolle Douglas Adams’ Humor spielt
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Figuren deiner Kindheit und wie sie dich und deine eigene Suche
geprägt haben. Denn gute Geschichten beginnen beim Zuhören. Folge
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12.02.2026
1 Stunde 3 Minuten
Bier, Stimme & Gesundheit Die Episode beginnt charakteristisch
mit einer Bierverkostung: Flensburger Winterbock in der
2-Liter-Flasche versus alkoholfreies Hazy IPA von Amundsen. Gordian
leidet schon länger unter Heiserkeit. Diese gesundheitliche
Unsicherheit wird zum persönlichen Anker für eine größere
Diskussion über medizinische Datenerhebung. Die Nationale Kohorte:
Wissenschaft trifft Statistik Ein faszinierender Zufall: Beide
Moderatoren sind Teilnehmer der Nationalen Kohorte (NAKO) – einer
Langzeitstudie mit 30.000 Bürger:innen in Deutschland, die
körperliche Werte, kognitive Tests und sozialen Status erfasst.
Gordian schildert die Tests anekdotisch: das Merken von zwölf
Wörtern (fast wie bei Donald Trump's berüchtigtem Cognitive Exam),
das rückwärtige Aufsagen von Zahlenkombinationen. Doch hier liegt
das Kernproblem: Die Statistik erfasst zwar Schulabschluss der
Eltern, nicht aber Berufsabschluss. Jans Vater war Ingenieur, starb
aber früh. Sein Stiefvater hatte keinen akademischen Abschluss –
doch die Statistik zählt ihn als Kind aus einem
„Akademiker-Haushalt", obwohl er vielmehr in einer Arbeiterfamilie
aufwuchs. Eine der Grenze der Statistiken. Handwerk vs. Akademiker:
Ein Paradigmenwechsel Dies führt zu einer zentralen These:
Handwerksmeister verdienen heute oft mehr als Akademiker. Nicht
wegen elitärer Positionen, sondern wegen Knappheit – es gibt
Millionen Studienabsolventen, aber zu wenige Meister. Ein Meister
kann seinen eigenen Betrieb führen, ausbilden, verhandelt von einer
Position der Stärke. Generische Akademiker prügeln sich um wenige
Jobs. Die Diskussion deckt auf, wie deutsche Statistik und
gesellschaftliche Wahrnehmung nach Herkunft, nicht nach Leistung
unterscheiden. Anders als in Frankreich, England oder USA mit ihren
Ivy League Schools, wo Dynastien transparent dominieren, fungiert
deutsche Bildungsstatistik als unsichtbarer Klassifizierer.
Meisterbrief wird gleichgesetzt mit handwerklicher Beschränkung,
obwohl ein Meister heute oft mehr verdient und entscheidet als ein
studierter Projektmanager. Philosophie & Diskursanalyse: Die
Kritik an der Schwachstelle Am Ende der Episode wendet sich die
Diskussion zur Diskursanalyse – einer Denkschule, die Jan bedauert.
Sie ist „demokratisch" geworden (alle können mitmachen) und dadurch
schwach. Jan berichtet von einem Interview des Journalisten Tilo
Jung (Jung & Naiv) mit Maximilian Krah (AfD), in dem Krah die
„Übernahme durch Diskursanalyse" bedauert. Hier zeigt sich eine
Gefahr: Man kann mit Menschen, deren Haltung man ansonsten ablehnt,
eine gemeinsame Abneigung oder Vorliebe haben. In dieser Episode
erfährst du: - Der statistische Fehler: Warum die Nationale Kohorte
Jans Arbeiterkind-Hintergrund als „Akademiker-Haushalt"
klassifiziert – und was das über deutsche Statistik aussagt. -
Handwerk schlägt Akademiker: Warum ein Meister heute oft bessere
Chancen und höhere Einkommen hat als viele Universitätsabsolventen
– und warum das deutsche Klassenbewusstsein das nicht sieht. -
Bierverkostung mit Tiefgang: Wie der Geschmack eines Winterbocks
sich mit Temperatur entwickelt und warum alkoholfreie IPAs
unterschätzt sind. - Philosophische Warnung: Wie die Diskursanalyse
als denkerische Mode zum Problem werden kann – wenn alles nur noch
Konstruktion ist und nichts mehr evident. Abonnier unseren Podcast
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29.01.2026
53 Minuten
#vzzzPodcast Seite:
https://vonzeitzuzeit.gordianus.de/2026/01/30/vzk41-kindheit-auf-dem-land-und-in-der-stadt-zwischen-regeln-und-rebellion/
Die Geschichte an der Ausfallstraße: Gesellschaftliche Konventionen
und Reflexion Eine Anekdote aus Gordians Kindergarten-Zeit macht
nach der obligatorischen Bierverkostung den Auftakt: Die Kinder
überquerten damals eigenständig die vierspurige B73 am Stadtrand
mit ausgestreckter Hand – so wie sie es gerade im
Verkehrsunterricht gelernt hatten. Die Ampel, hundert Meter weiter,
wurde übersehen. Denn die Kinder hatten die Regel angewendet...
Kinder lernen zuerst die gesellschaftlichen Konvention, versuchen
sie anzuwenden, scheitern – und lernen dann, dass Konventionen vom
Kontext abhängen. Dorf vs. Stadtrand: "It takes a village to raise
a child" Gordian wuchs im Stadtrand auf, Jan in dörflicheren
Verhältnissen. In Jans Dorf kannte jeder seinen Namen. Als er den
Kindergarten verließ, musste er allein nach Hause – mit fünf Mark
Taschengeld für den Imbis unterwegs. Nachbarn passten informell auf
ihn auf. Das zitiert Hillary Clintons berühmten Satz: "It takes a
village to raise a child" – eine ganz andere Erziehungsform als die
heutige isolierte Kernfamilie oder die überbehütete Stadtkindheit.
Schulwege, Sperrmüll und Raumschiffe Nach der Kindergarten-Zeit war
eines der größten Abenteuer der Grundschulzeit der Sperrmüll. Aus
Armaturen werden Raumschiffe und andere Kreationen. Diese Phase der
unbeobachteten, selbstgesteuerten Kreativität war prägend – während
heutige Kinder viel stärker behütet werden, weil der Verkehr so
zugenommen hat. Obwohl: Laut einer Statistik verunglückten in den
1980ern zehn mal mehr Kinder im Straßenverkehr tödlich als heute.
Das widerspricht einem weit verbreiteten Gefühl: dass Kinder früher
freier und ungefährlicher lebten. Kulturgeschichte: Jugendmode,
Cronenberg und die Beatles Weiter geht es in die Jugend. Die
Jugenderinnerungen führt uns dann weiter zu Jugendmode,
Existenzialismus, Beatnik, William S. Burroughs und den Beatles.
Burroughs lässt uns einen Abstecher zu seinem Werk Naked Lunch und
der Verfilmung David Cronenbergs machen – ein Film mit
surrealistischen, schleimigen Bildwelten, Käfern, die
Schreibmaschinen sind, und außerirdischen Wesen. Abschließend
betrachten wir den Beatles-Song "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club
Band" und dessen kulturelle Bedeutung, einschließlich des
Zusammenhangs zu den Red Baron und Flying Circus. In dieser Episode
erfährst du: - Die Verkehrsregel-Anekdote: Wie Kinder
gesellschaftliche Regeln lernen, anwenden und am Kontext scheitern
– und wachsen - Statistik trifft Gefühl: Die unbeobachtete,
selbstgesteuerte Kreativität und Freiheit in den 1980ern? Warum es
damals gefährlicher für Kinder war. - Village-Erziehung: Der
Unterschied zwischen Dorf-Kindheit und Stadtkindheit - Cronenbergs
Filmwelten: Was "Naked Lunch" und andere seiner Filme zu so
besonderen Kino-Erlebnissen macht - Kulturgeschichte: Sgt. Pepper's
Lonely Hearts Club Band, der Flying Circus des 1. Weltkriegs und
die psychologische Wirkung von Kulturprodukten auf die Kindheit
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15.01.2026
1 Minute
Die Semantische Verschiebung: Von Bürger:innen und Kund:innen In
dieser Folge befassen sich Gordian und Jan mit einem zunächst
unscheinbaren, aber grundlegenden Problem: Der Sprachgebrauch
ändert sich. Behörden sprechen nicht mehr von „Bürgern", sondern
oft von „Kunden". Das klingt modern, kundenorientiert und
servicefreundlich – ist aber konzeptionell eine bedeutende,
vielleicht sogar gefährliche Verschiebung. Eine Bürger:in hat keine
Wahlfreiheit. Man kann sich seine Verwaltung nicht aussuchen. Eine
Kund:in hingegen wählt ihre Anbieter. Die Umbenennung suggeriert
also etwas, das nicht so ist: dass die Bürger:in Wahlmöglichkeiten
hat. Gleichzeitig entspricht das der Neoliberalisierung
öffentlicher Verwaltung – der Gedanke, dass jeder Service
„kundenfreundlich" sein muss, führt zu einer schleichenden
Privatisierung von Verwaltungslogik. Gebündelte und proaktive
Verwaltung: Das Ideal Echte Kundenfreundlichkeit müsste mehr
liefern. Zum Beispiel proaktive Verwaltung: Der Staat weiß, dass
eine Bürger:in nach einem Umzug ihre Adresse in mehreren Systemen
ändern muss, Oder dass Eltern nach einer Anspruch auf Kindergeld,
ggf. Elterngeld und ein Jahr später auf einen Kitaplatz haben.
Statt die Bürger:in mehrfach zum Antrag zu zwingen, macht die
Verwaltung das proaktiv Digitale Services funktionieren als Dienst,
nicht als Hürde Oder Bündelung von Ressourcen: Die Stadt Hamburg
zeigt seit den 1990er-Jahren, dass eine zentrale IT-Bündelung der
Digitalisierung und der Digitalisierungsprojekte Koordination und
Effizienz schafft. Doch im Bund lief es bis vor einem Jahr anders.
Das Zentralisierungs-Dilemma: Woran der Wandel scheitert In diesem
Beispiel tritt das Kernproblem des Verwaltungswandels zutage:
Mehrere Ministerien waren bis vor einem Jahr für ein Thema – die
Digitalisierung – zuständig. Aber keins hatte Budget und
Verantwortung für die gesamte Digitalisierung. Das
Verkehrsministerium, das Wirtschaftsministerium, das
Innenministerium – alle hatten „ein bisschen" mit Digitalisierung
zu tun. Das Ergebnis: Keine zentrale Steuerung Kompetenzen und
Budgets bleiben verteilt Projekte scheitern an fehlender
Koordination Der Wandel gerät ins Stocken statt zur Verbesserung
Dieser Wandel umfasst also ein echtes Macht- und
Verteilungsproblem. Hier sind Minister Wildberger und das neu
geschaffene Digitalisierungsministerium in der Pflicht.
[Disclaimer: Wir haben die Aufnahme vor der letzten Bundestagswahl
gemacht. Der Hinweis zum Digitalisierungsministerium haben wir
nachträglich eingesprochen und die beispielhafte Aufteilung auf die
drei Ministerien als Rückblick dargestellt. Inhaltlich hat sich
nichts weiter verändert.] In dieser Episode erfährst du: Der
semantische Fehler: Was die Umbenennung von Bürger zu Kunde
bedeutet Proaktive vs. reaktive Verwaltung: Wie ein moderner Staat
seine Bürger unterstützen könnte Das Zentralisierungs-Paradoxon:
Warum mehrere Ministerien oder Behörden für ein Thema zu keinem
Erfolg führen können Hamburgs Erfolgsmodell: Wie eine zentrale
IT-Bündelung seit den 1990ern funktioniert und nun als Vorbild für
den Bund steht Abonnier unseren Podcast hier oder auch auf Spotify,
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Erfahrungen mit digitaler Verwaltung, Behördengängen und der Frage,
ob du dich als Bürger:in oder Kund:in siehst – Denn gute
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02.01.2026
1 Stunde 2 Minuten
Wir starten entspannt in diese Klassikfolge mit einem Blick in den
Kühlschrank: Lohnt sich der Bier-Versandhandel oder geht dabei das
Einkaufserlebnis verloren? Bei der Verkostung eines überraschend
fruchtig-herben Craft Beers stellen wir fest, dass manche
Genussmomente – genau wie gute Geschichten – Zeit und Muße
brauchen. Die neuen Journalisten: Showmaster oder Aufklärer? Im
Hauptteil der Folge dreht es sich um den tiefgreifenden Umbruch in
der Medienwelt. Am Beispiel der Bundespressekonferenz – jenem Ort,
an dem Regierung und Journalisten aufeinandertreffen – analysieren
wir den Unterschied zwischen alter und neuer Schule. Wir sprechen
über Akteure wie Tilo Jung („Jung & Naiv“) und Boris
Reitschuster, die das klassische Frage-Antwort-Spiel aufbrechen.
Doch geht es dabei noch um echte Antworten oder längst um die
perfekte Inszenierung für den eigenen YouTube-Kanal? Wir
diskutieren, wie Provokation und „Triggerwörter“ genutzt werden, um
Reaktionen zu erzwingen, und ob die Kamera im Raum das Verhalten
aller Beteiligten verändert. Zwischen Klickzahlen und Wahrheit Es
geht um die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Wenn Zeitungsauflagen
sinken und Social Media die Währung bestimmt, gerät der
Journalismus unter Druck. Wir debattieren über die Gefahren des
modernen „Storytellings“, bei dem die gute Geschichte manchmal
wichtiger wird als die nackten Fakten – ein Phänomen, das im Fall
Relotius einen traurigen Höhepunkt fand. Brauchen wir wieder mehr
Nüchternheit und Respekt vor dem Fakten-Handwerk? Diese Folge ist
eine Einladung, über die Qualität unserer Informationen
nachzudenken. In dieser Episode erfährst du: Wie „neue
Journalisten“ wie Tilo Jung die politische Berichterstattung durch
Inszenierung verändern. Warum die Digitalisierung den Druck erhöht,
Nachrichten emotionaler und klickstärker zu verpacken. Weshalb das
„Storytelling“ im Journalismus ein zweischneidiges Schwert ist
(Stichwort: Relotius). Ob der Trend zur Social Media-Performance
die sachliche politische Debatte gefährdet. Abonnier unseren
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Folge mit Freund:innen und erzähle uns in den Kommentaren auf
YouTube oder auf Bluesky von deiner Meinung: Bevorzugst du
nüchterne Fakten oder darf Journalismus auch mal unterhalten?
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