Vom Wachsaal in die Gemeinde - 50 Jahre deutsche Psychiatrie - na und?
Vom Wachsaal in die Gemeinde - na und?
06. Oktober 2020
Podcaster
Episoden
26.06.2026
1 Minute
In dieser Episode spreche ich mit Ulla Schmalz über die Entstehung und Entwicklung des Hotel Plus – ein innovatives Wohnprojekt für psychisch erkrankte wohnungslose Menschen in Köln. Wir tauchen ein in die Herausforderungen, Pionierarbeit und politischen Hintergründe, die dieses Konzept möglich gemacht haben, und diskutieren, warum solche Angebote heute aktueller denn je sind. Gemeinsam reflektieren wir die Bedeutung von niederschwelligen Hilfen, die Rolle von Politik und Nachbarschaft sowie die dringend nötige Vernetzung von Psychiatrie, Sucht- und Wohnungslosenhilfe. Ich teile meine Eindrücke aus der Praxis und zeige, warum Improvisation, Engagement und neue Wege in der Sozialpsychiatrie so entscheidend sind. Ein inspirierender Einblick für alle, die wissen möchten, wie Wandel wirklich gelingt. Im Musikteil stellt Bernd Nigbur acht Sommerhits vor, darunter ist auch sein ultimativer Sommerhit seit ewigen Zeiten DANCING IN THE STREET - MARTHA REEVES AND THE VANDELLAS .
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12.06.2026
1 Stunde 1 Minute
Persönlich, engagiert und unbeirrt klar ist mein Gast, Ulla Schmalz. Wir beleuchten, wie Pflege, Experimente und manchmal auch ein bisschen Rebellion den Beruf geprägt haben – von den ersten Tagen in der 'Irrenanstalt' bis zu innovativen Ansätzen in ambulanter Versorgung. Wir sprechen offen über prägende Begegnungen, gesellschaftliche Veränderungen und die Bedeutung tragfähiger Beziehungen – nicht selten bei Kaffee und Zigarette. Es geht um Erfahrungen im In- und Ausland, um Scheitern und Neuanfang und darum, was es heißt, wirklich für Menschen da zu sein. Diese Folge steckt voller Geschichten, Reflexionen und Inspiration für alle, die im Sozial- und Gesundheitswesen arbeiten – oder sich einfach für echte Lebensgeschichten interessieren. Im Musikteil spricht Bernd Nigbur über Webers Freischütz, Gothic und den Sommer Groove. Mit Musik von Neil Young (im Geprächsteil), Carl Maria von Weber, Bauhaus und The Young Rascals. Alles sehr hörenswert.
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29.05.2026
59 Minuten
In dieser aktuell überarbeiteten Episode nehme ich euch erneut mit auf eine Reise durch die Psychiatriegeschichte – inspiriert von meinem Gespräch mit Ralf Seidel und seinem Buch "Nachdenken hilft". Wir sprechen über queere Identitäten in den 1920er Jahren, den Umgang mit psychischer Krankheit und die Rolle der Psychiatrie in der Gesellschaft – damals wie heute. Dabei geht es auch um persönliche Erfahrungen, ethische Fragen und die Verantwortung, die wir als Gesellschaft tragen. Ich teile meine Eindrücke aus dem Buch, lasse Ralf Seidel selbst zu Wort kommen und beleuchte, warum diese Themen heute aktueller denn je sind. Trotz der Schwere des Themas lade ich euch ein, mitzudenken, zuzuhören und neue Perspektiven zu entdecken. Im Musikbeitrag spricht Bernd Nigbur über ziemlich bekannte und ziemlich ältere Herren und deren aktuelle musikalische Neuerscheinungen - Humble Pie, The Rolling Stones - und gleich sechs alte und neue songs sind dabei, fabelhaft.
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17.04.2026
47 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit Stefan über seinen außergewöhnlichen Weg: Zwanzig Jahre nach seiner Entlassung aus dem Maßregelvollzug blickt er offen auf die Herausforderungen, Ängste und kleinen Erfolge seines neuen Lebens zurück. Wir reisen gemeinsam durch die Unsicherheiten des Anfangs, den Wert von Eigenverantwortung und was es bedeutet, wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Stefan erzählt von neuen Freundschaften, alten Beziehungen und der Kraft, authentisch zu leben – auch wenn die Vergangenheit immer mitschwingt. Musik und Engagement spielen dabei eine große Rolle, ebenso wie die Bedeutung von Ehrlichkeit und Vertrauen. Ich lade euch ein, diesen bewegenden Einblick in ein Leben voller Brüche, Mut und neuer Perspektiven mitzuerleben. Im Musikteil stellt Bernd Nigbur sehr interessante Verbindungen zwischen Kunst, Musik und Nashörnern. Lou Reed ist auch dabei.
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20.03.2026
46 Minuten
In dieser Episode spreche ich mit Ulrike Siepelmeier-Müller über ihre bewegte Reise von der Buchhändlerin zur Wegbereiterin der Gemeindepsychiatrie. Gemeinsam tauchen wir ein in die Herausforderungen und Chancen, die eine jahrzehntelange Arbeit in der Psychiatrie mit sich bringt, und beleuchten, wie Offenheit, Toleranz und Eigeninitiative neue Wege eröffnen können. Wir diskutieren, warum Begegnung und alltagsnahe Unterstützung oft wichtiger sind als starre Strukturen, und wie kleine Impulse große Veränderungen in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen bewirken. Es geht um prägende Persönlichkeiten, den Aufbau von Kontaktstellen, innovative Programme wie Stepps – und um die Rolle von Musik als verbindendes Element. Freut euch auf einen persönlichen, ehrlichen und inspirierenden Austausch, der Mut macht, neue Wege zu gehen. Im Musikbeitrag kehrt Bernd Nigbur mit uns gemeinsam zurück auf die einsame Insel, mit viel Musik im Rucksack. Fünf weitere epochale Musikstücke könnt ihr dort hören, von: Miles Davis, John Coltrane, Grateful Dead, Maria Callas und The Rolling Stones.
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Über diesen Podcast
Die Entwicklung der deutschen Psychiatrie und teilweise auch der
Nachbarländer der letzten 50 Jahre wird subjektiv und kritisch
besprochen und bewertet. Gibt es tatsächlich (ausreichend) Respekt
und Augenhöhe gegenüber den Menschen mit psychischen Erkrankungen?
Was geben die Strukturen des Gesundheits- und Sozialbereichs, in
denen Psychiatrie stattfindet her? Welche Chancen und Hindernisse
bieten sie? Bereichert durch Gespräche mit Insidern und Zeitzeugen
aus den verschiedensten Perspektiven. In jeder Folge wird zudem ein
Song aus der Rock- und Popgeschichte gespielt und der jeweilige
Künstler vorgestellt. Durch die einzelnen Folgen führt Euch Klaus
Jansen-Kayser, selber ein langjähriger Akteur und Kenner der
Psychiatrie-Szene. Bis zur 13. Episode war Christian Gredig der
Autor des jeweiligen Musikteils. Seit der 14. Episode hat Bernd
Nigbur diesen Part übernommen. Das Jingle dieses Podcast wird auf
einem Dachsophon gespielt und stammt von dem Kölner Musiker Bernd
Keul https://www.youtube.com/watch?v=MdVSw5Ck89o Das Coverbild ist
ein Werk der Künstlerin, Elke Jonen, Künstlerkürzel „ejo“, die in
Köln lebt. Der Titel lautet: „Einblick“ / Erstellungsjahr 2017 /
Acryl auf Leinwand, Originalgröße 40 x 60 cm. Es zeigt den
Ausschnitt eines Portraits. Im Fokus der Blick, der sucht, leidet
und voller Kraft und Willen fordert. Die Augen, ein Zugang zum
Innersten, beseelter Wesen. Ein Ausdruck mehrschichtiger
Empfindungen.
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