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Beschreibung
vor 6 Tagen
Verursacht Geld ausgeben tatsächlich Schmerz – im wörtlichen,
neuronalen Sinne? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir
eine aktuelle Studie aus dem Journal of Economic Behavior and
Organization vor, die erstmals neurowissenschaftliche und kausale
Evidenz dafür liefert, dass der Schmerz des Bezahlens ein reales
affektives Erlebnis ist – mit messbaren Hirnaktivierungsmustern und
direktem Einfluss auf Kaufentscheidungen. Die Forschungsgruppe um
Nicole Robitaille von der Queen's University kombinierte zwei
methodisch unterschiedliche Ansätze: eine fMRT-Pilotstudie mit
neunzehn Teilnehmenden und eine experimentelle Hauptstudie mit 173
Personen im Rahmen einer als klinische Medikamentenstudie
inszenierten Placebo-Untersuchung. In der Pilotstudie trafen
Probanden während der funktionellen Magnetresonanztomografie reale
Kaufentscheidungen – Snacks wurden entweder gegen Geld oder gegen
elektrische Schocks angeboten. In der Hauptstudie erhielten
Teilnehmende in einem doppelblinden Placebo-Design scheinbare
Medikamente, die affektiven oder somatosensorischen Schmerz
modulieren sollten, um den Einfluss der Schmerzwahrnehmung auf die
Zahlungsbereitschaft zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen: Beim
Bezahlen mit Geld korrelierte die anteriore Insula – eine
Schlüsselregion der affektiven Schmerzverarbeitung – signifikant
mit der Preishöhe. Somatosensorische Schmerznetzwerke blieben
dagegen inaktiv. Die Hauptstudie lieferte kausale Evidenz: Wer
glaubte, ein schmerzverstärkendes Placebo erhalten zu haben, zeigte
eine signifikant höhere Zahlungsbereitschaft – weil der Schmerz des
Bezahlens einer externen Quelle zugeschrieben wurde und damit seine
handlungsleitende Funktion verlor. Wir besprechen, welche
klinischen Anknüpfungspunkte sich daraus ergeben – etwa für
Patientinnen und Patienten mit impulsivem Kaufverhalten oder
finanziellen Belastungen –, welche methodischen Einschränkungen die
Studie hat und was die Befunde über die neuronalen Überschneidungen
von finanziellem und sozialem Schmerz verraten. Quelle: Robitaille
N et al. The pain of paying – literally measurable in the brain. J
Econ Behav Organ. 2026. (Bitte vollständige Quellenangabe inkl. DOI
vor Veröffentlichung ergänzen.) Dieser Podcast wird mit
Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf
dem neuesten Stand bleiben? Auf mgb-medizin.de finden Sie aktuelle
News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante
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neuronalen Sinne? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir
eine aktuelle Studie aus dem Journal of Economic Behavior and
Organization vor, die erstmals neurowissenschaftliche und kausale
Evidenz dafür liefert, dass der Schmerz des Bezahlens ein reales
affektives Erlebnis ist – mit messbaren Hirnaktivierungsmustern und
direktem Einfluss auf Kaufentscheidungen. Die Forschungsgruppe um
Nicole Robitaille von der Queen's University kombinierte zwei
methodisch unterschiedliche Ansätze: eine fMRT-Pilotstudie mit
neunzehn Teilnehmenden und eine experimentelle Hauptstudie mit 173
Personen im Rahmen einer als klinische Medikamentenstudie
inszenierten Placebo-Untersuchung. In der Pilotstudie trafen
Probanden während der funktionellen Magnetresonanztomografie reale
Kaufentscheidungen – Snacks wurden entweder gegen Geld oder gegen
elektrische Schocks angeboten. In der Hauptstudie erhielten
Teilnehmende in einem doppelblinden Placebo-Design scheinbare
Medikamente, die affektiven oder somatosensorischen Schmerz
modulieren sollten, um den Einfluss der Schmerzwahrnehmung auf die
Zahlungsbereitschaft zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen: Beim
Bezahlen mit Geld korrelierte die anteriore Insula – eine
Schlüsselregion der affektiven Schmerzverarbeitung – signifikant
mit der Preishöhe. Somatosensorische Schmerznetzwerke blieben
dagegen inaktiv. Die Hauptstudie lieferte kausale Evidenz: Wer
glaubte, ein schmerzverstärkendes Placebo erhalten zu haben, zeigte
eine signifikant höhere Zahlungsbereitschaft – weil der Schmerz des
Bezahlens einer externen Quelle zugeschrieben wurde und damit seine
handlungsleitende Funktion verlor. Wir besprechen, welche
klinischen Anknüpfungspunkte sich daraus ergeben – etwa für
Patientinnen und Patienten mit impulsivem Kaufverhalten oder
finanziellen Belastungen –, welche methodischen Einschränkungen die
Studie hat und was die Befunde über die neuronalen Überschneidungen
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N et al. The pain of paying – literally measurable in the brain. J
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