Sergei Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 4 g-Moll
vor 1 Woche
Mit seinem 4. Klavierkonzert betritt Sergei Rachmaninow Neuland.
Als er das Werk 1926 vollendete, lebte er bereits seit fast einem
Jahrzehnt im amerikanischen Exil. Die Musikwelt hatte sich
verändert: Jazz war allgegenwärtig, die Moderne auf dem Vorma ...
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Beschreibung
vor 1 Woche
Mit seinem 4. Klavierkonzert betritt Sergei Rachmaninow Neuland.
Als er das Werk 1926 vollendete, lebte er bereits seit fast einem
Jahrzehnt im amerikanischen Exil. Die Musikwelt hatte sich
verändert: Jazz war allgegenwärtig, die Moderne auf dem Vormarsch.
Auch Rachmaninow suchte nach neuen Ausdrucksformen. Das Ergebnis
war ein Klavierkonzert, das sich deutlich von seinen berühmten
Vorgängern unterscheidet – schlanker, rhythmisch markanter und
überraschend modern. Die Uraufführung 1927 in Philadelphia verlief
jedoch enttäuschend: Publikum und Kritiker vermissten die grossen,
eingängigen Melodien der früheren Konzerte. Rachmaninow nahm sich
die Kritik zu Herzen und überarbeitete das Werk gleich mehrfach.
Die heute gespielte Fassung von 1941 ist deutlich kürzer und
konzentrierter als das Original. Lange Zeit blieb das vierte
Klavierkonzert ein Aussenseiter im Repertoire. Im Schatten des
zweiten und dritten Konzerts wurde es nur selten aufgeführt. Erst
in den letzten Jahrzehnten begann eine eigentliche
Wiederentdeckung. Heute schätzen viele Pianistinnen und Pianisten
gerade jene Qualitäten, die das Publikum einst irritierten: die
raffinierte Harmonik, die rhythmische Energie und die ungewöhnliche
Verbindung von russischer Spätromantik und amerikanischem
Zeitgeist. In der Diskothek stehen fünf Aufnahmen von Rachmaminows
g-Moll-Konzert zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind die
Pianistin Aglaia Graf und der Pianist Manuel Bärtsch.
Als er das Werk 1926 vollendete, lebte er bereits seit fast einem
Jahrzehnt im amerikanischen Exil. Die Musikwelt hatte sich
verändert: Jazz war allgegenwärtig, die Moderne auf dem Vormarsch.
Auch Rachmaninow suchte nach neuen Ausdrucksformen. Das Ergebnis
war ein Klavierkonzert, das sich deutlich von seinen berühmten
Vorgängern unterscheidet – schlanker, rhythmisch markanter und
überraschend modern. Die Uraufführung 1927 in Philadelphia verlief
jedoch enttäuschend: Publikum und Kritiker vermissten die grossen,
eingängigen Melodien der früheren Konzerte. Rachmaninow nahm sich
die Kritik zu Herzen und überarbeitete das Werk gleich mehrfach.
Die heute gespielte Fassung von 1941 ist deutlich kürzer und
konzentrierter als das Original. Lange Zeit blieb das vierte
Klavierkonzert ein Aussenseiter im Repertoire. Im Schatten des
zweiten und dritten Konzerts wurde es nur selten aufgeführt. Erst
in den letzten Jahrzehnten begann eine eigentliche
Wiederentdeckung. Heute schätzen viele Pianistinnen und Pianisten
gerade jene Qualitäten, die das Publikum einst irritierten: die
raffinierte Harmonik, die rhythmische Energie und die ungewöhnliche
Verbindung von russischer Spätromantik und amerikanischem
Zeitgeist. In der Diskothek stehen fünf Aufnahmen von Rachmaminows
g-Moll-Konzert zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind die
Pianistin Aglaia Graf und der Pianist Manuel Bärtsch.
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