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Episoden
09.02.2026
1 Stunde 59 Minuten
Spätwerk mit 31 Jahren: Wenige Monate vor seinem Tod komponierte
Franz Schubert eines seiner bedeutendsten Kammermusikwerke, sein
Streichquintett in C-Dur. Obwohl Schubert damals schon sehr krank
war, dazu arm und unbekannt, schuf er ein Werk von entrückter
Klangschönheit. Schubert war damals noch immer tief betroffen vom
Tod seines Vorbilds Beethoven. Und doch ging er in seinem
Streichquintett weit über die Musik seines Meisters hinaus:
Innerhalb der sinfonischen Form konnte er die Melodien so weit
aufspannen, dass man beim Hören jedes Zeitgefühl verlieren kann.
Jenny Berg diskutiert fünf Aufnahmen dieses Meisterwerks, gemeinsam
mit der Musikjournalistin Julia Kaiser und dem Geiger Markus Fleck.
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02.02.2026
1 Stunde 59 Minuten
Robert Schumanns Kinderszenen op. 15 (1838) gehören zu den
poetischsten Klavierzyklen der Romantik. Trotz ihres Titels sind
sie nicht primär als Musik für Kinder gedacht, sondern als Musik
über Kindheit. Schumann selbst sprach von «Rückspiegelungen eines
Älteren für Ältere». Im Zentrum steht also Erinnerung: eine
idealisierte, innere Vorstellung von Kindheit. Der Zyklus umfasst
13 Miniaturen, jede mit einem poetischen Titel wie Von fremden
Ländern und Menschen, Hasche-Mann oder Träumerei. Die Musik
entstand zuerst, die Überschriften wurden später ergänzt und sind
daher eher assoziativ als streng programmatisch. Schumann wählt
eine bewusste Einfachheit: klare Melodien und überschaubare Formen.
Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der technischen
Virtuosität, sondern im Ausdruck – in feiner Dynamik, nuancierter
Artikulation und lyrischem Klang. Besonders die berühmte Träumerei
wurde zum Sinnbild sanfter Melancholie: nicht sentimental, sondern
«innig». In der Diskothek werden sechs Interpretationen von
Schumanns Kinderszenen verglichen. Wie unterschiedlich kann diese
scheinbar einfache Musik klingen? Und wie viele Freiheiten darf
sich eine Interpretin oder ein Interpret nehmen, ohne den Charakter
dieser Miniaturen zu verlieren? Gäste von Eva Oertle sind die
Musikwissenschaftlerin Cristina Urchueguía und der Pianist Manuel
Bärtsch.
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26.01.2026
1 Minute
Jeweils in der letzten Diskothek-Ausgabe des Monats stellen wir die
Gewinnerinnen und Gewinner der vorangegangenen Sendungen vor. Die
in der Diskothek prämierten Interpret:innen und Ensembles treten
hier auch mit anderem Repertoire oder in anderer Besetzung auf. In
diesem Monat: - Antonín Dvořák: Streichquartett F-Dur op. 96
«Amerikanisches» - Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur - Vincenzo
Bellini: I Puritani. Oper
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19.01.2026
1 Stunde 59 Minuten
Die Liebesgeschichte inmitten der Wirren des Englischen
Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert bietet Belcanto-Kunst vom Feinsten:
Koloraturen, scheinbar endlos schwebende Melodiebögen und extrem
hohe Spitzentöne für den Tenor. Der Cataneser Bellini wusste ganz
genau, was seine Sänger konnten: In seiner letzten Oper schrieb er
wenige Monate vor seinem Tod dem Starsänger Giovanni Battista
Rubini die Partie des Arturo auf den Leib: extra hoch, nicht nur
bis zum hohen C, sondern bis zum hohen F! Giulia Grisi war die
erste Elvira, auch für sie komponierte er eine entsprechend
vielschichtige und virtuose Partie. Selbstverständlich wollten und
wollen alle Primadonnen und Primiuomini diese Rollen singen, und so
gibt es auch diverse Gesamteinspielungen, allerdings eher wenige
neueren Datums. Ein Belcantofeuerwerk in der Puritanerfestung und
im Radiostudio; Gäste von Moritz Weber sind die Dirigentin
Lena-Lisa Wüstendörfer und der Tenor Rolf Romei.
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12.01.2026
1 Minute
Gustav Mahlers 9. Sinfonie ist Abschied und Aufbruch zugleich.
Entstanden 1909, kurz vor seinem Tod, blickt sie existenziell auf
Leben, Verlust und Vergänglichkeit. Zwischen tänzerischer Ironie,
eruptiver Dramatik und dem entrückten Adagio-Finale entfaltet
Mahler ein extremes Klangspektrum. In der Diskothek vergleichen wir
prägende Aufnahmen und Interpretationen – und hören uns auch an,
wie Mahler auf historischen Instrumenten der Zeit klingt. Gäste von
Annelis Berger sind der Komponist David Philip Hefti und der
Dirigent Manuel Oswald.
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Über diesen Podcast
In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen.
Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest
verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren
Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis
die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich.
Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom
Mittelalter bis zur Gegenwart.
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Wien
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