«Vati» von Monika Helfer
vor 2 Wochen
Fortsetzung der autofiktionalen Familientrilogie von Monika Helfer.
Im Mittelpunkt steht ihr Vater: «Wir sagten Vati. Er wollte es so.
Er meinte, es klinge modern. Er wollte vor und durch uns einen Mann
erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste.»
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Fortsetzung der autofiktionalen Familientrilogie von Monika Helfer.
Im Mittelpunkt steht ihr Vater: «Wir sagten Vati. Er wollte es so.
Er meinte, es klinge modern. Er wollte vor und durch uns einen Mann
erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste.» Josef Helfer ist das
uneheliche Kind einer Magd. Sein Vater ist der Bauer, bei dem die
Mutter arbeitet. Während des Zweiten Weltkriegs wird er zum
Kriegsdienst eingezogen und an die Front nach Russland geschickt.
Dort verliert er ein Bein. Im Lazarett verliebt er sich in eine
Krankenschwester: Monika Helfers Mutter Grete, die genau wie er
seit der Geburt eine Aussenseiterin ist. In dem Bergdorf, in dem
sie aufwuchs, galt sie als Kuckuckskind. Monika Helfers Vater war
ein schweigsamer, in sich gekehrter Kriegsheimkehrer, der seine
traumatischen Fronterlebnisse verdrängen musste, weil die
Erinnerungen daran zu schmerzhaft waren. Monika Helfer weiss wenig
über ihren Vater, der bereits in den 1980ern im Alter von 67 Jahren
starb. Er hat sie jedoch geprägt mit seiner geradezu manischen
Büchersucht und seinem kritischen Sprachbewusstsein. «Vati» ist der
Versuch, seine Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Anhand der
Biografie des Vaters erzählt die Autorin auch von ihrer eigenen
Kindheit, die von den Traumata der Eltern geprägt war. «Es sind
zwei Depressive, die sich gefunden haben, um ihre Last gemeinsam
besser ertragen zu können, und die doch heillos überfordert sind.»
Ein Hörspiel über eine intensive und ambivalente Bindung – und
deren Aufarbeitung. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski
(Monika), Karl Markovics (Vati), Damyan Andreev (Lorenz als
Jugendlicher), Mara Romei (Monika als Kind), Robert Reinagl
(Baumeister Brugger), Wolfram Berger (Pfarrer), Martina Spitzer
(Frau Brugger), Burkhard Schindlegger (Vati als Kind), Christoph
Reisinger (Sohn des Baumeisters), Julia Koch (Grete), Johanna Tomek
(Tante Kathe alt), Katja Kolm (Tante Kathe jung), Rada Rae (Grete
als Kind), Sonja Romei (Tante Irma), Klaus Höring (Vater
Ferdinand), Lukas Walcher (Ferdinand), Dietmar König (Mann aus
Stuttgart 1), Felix Rech (Mann aus Stuttgart 2), Margarete Tiesel
(Lotte), Hannes Perkmann (Lorenz als Erwachsener) und Rainer Egger
(Onkel Sepp) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob
Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin
Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und
Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion:
HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’
Im Mittelpunkt steht ihr Vater: «Wir sagten Vati. Er wollte es so.
Er meinte, es klinge modern. Er wollte vor und durch uns einen Mann
erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste.» Josef Helfer ist das
uneheliche Kind einer Magd. Sein Vater ist der Bauer, bei dem die
Mutter arbeitet. Während des Zweiten Weltkriegs wird er zum
Kriegsdienst eingezogen und an die Front nach Russland geschickt.
Dort verliert er ein Bein. Im Lazarett verliebt er sich in eine
Krankenschwester: Monika Helfers Mutter Grete, die genau wie er
seit der Geburt eine Aussenseiterin ist. In dem Bergdorf, in dem
sie aufwuchs, galt sie als Kuckuckskind. Monika Helfers Vater war
ein schweigsamer, in sich gekehrter Kriegsheimkehrer, der seine
traumatischen Fronterlebnisse verdrängen musste, weil die
Erinnerungen daran zu schmerzhaft waren. Monika Helfer weiss wenig
über ihren Vater, der bereits in den 1980ern im Alter von 67 Jahren
starb. Er hat sie jedoch geprägt mit seiner geradezu manischen
Büchersucht und seinem kritischen Sprachbewusstsein. «Vati» ist der
Versuch, seine Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Anhand der
Biografie des Vaters erzählt die Autorin auch von ihrer eigenen
Kindheit, die von den Traumata der Eltern geprägt war. «Es sind
zwei Depressive, die sich gefunden haben, um ihre Last gemeinsam
besser ertragen zu können, und die doch heillos überfordert sind.»
Ein Hörspiel über eine intensive und ambivalente Bindung – und
deren Aufarbeitung. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski
(Monika), Karl Markovics (Vati), Damyan Andreev (Lorenz als
Jugendlicher), Mara Romei (Monika als Kind), Robert Reinagl
(Baumeister Brugger), Wolfram Berger (Pfarrer), Martina Spitzer
(Frau Brugger), Burkhard Schindlegger (Vati als Kind), Christoph
Reisinger (Sohn des Baumeisters), Julia Koch (Grete), Johanna Tomek
(Tante Kathe alt), Katja Kolm (Tante Kathe jung), Rada Rae (Grete
als Kind), Sonja Romei (Tante Irma), Klaus Höring (Vater
Ferdinand), Lukas Walcher (Ferdinand), Dietmar König (Mann aus
Stuttgart 1), Felix Rech (Mann aus Stuttgart 2), Margarete Tiesel
(Lotte), Hannes Perkmann (Lorenz als Erwachsener) und Rainer Egger
(Onkel Sepp) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob
Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin
Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und
Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion:
HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’
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