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Beschreibung
vor 1 Monat
Besonders schmerzhaft ist der Moment, in dem man sich selbst nicht
versteht. Man denkt: „Ich habe es doch entschieden. Ich habe
zugesagt. Ich weiß doch, dass es wichtig ist.“ Daraus entstehen
schnell Schuldgefühle. Man nennt sich faul, empfindlich,
undiszipliniert oder schwierig. Doch diese Begriffe beschreiben
nicht, was wirklich passiert. Der Körper sagt nicht Nein, um zu
sabotieren. Er sagt Nein, weil er schützt. Er zieht die Notbremse,
wenn die Belastung zu hoch wird. Diese Grenze ernst zu nehmen, ist
kein Rückschritt. Es ist Selbstwahrnehmung. Wenn der Kopf
entschieden hat und der Körper Nein sagt, entsteht kein
persönliches Versagen. Es entsteht ein Hinweis. Vielleicht war der
Tag zu voll, die Umgebung zu laut, die Erwartung zu unklar oder die
Anpassung zu lange zu stark. Für Asperger-Autistinnen und
Asperger-Autisten kann Selbstfürsorge bedeuten, diesen Hinweis
nicht wegzudrücken, sondern ihn zu lesen. Der Kopf darf planen.
Aber der Körper darf mitentscheiden. Denn ein Leben im
Autismus-Spektrum braucht nicht nur Willenskraft, sondern auch
Schutzräume, Pausen, Klarheit und die Erlaubnis, die eigene Grenze
ernst zu nehmen.
versteht. Man denkt: „Ich habe es doch entschieden. Ich habe
zugesagt. Ich weiß doch, dass es wichtig ist.“ Daraus entstehen
schnell Schuldgefühle. Man nennt sich faul, empfindlich,
undiszipliniert oder schwierig. Doch diese Begriffe beschreiben
nicht, was wirklich passiert. Der Körper sagt nicht Nein, um zu
sabotieren. Er sagt Nein, weil er schützt. Er zieht die Notbremse,
wenn die Belastung zu hoch wird. Diese Grenze ernst zu nehmen, ist
kein Rückschritt. Es ist Selbstwahrnehmung. Wenn der Kopf
entschieden hat und der Körper Nein sagt, entsteht kein
persönliches Versagen. Es entsteht ein Hinweis. Vielleicht war der
Tag zu voll, die Umgebung zu laut, die Erwartung zu unklar oder die
Anpassung zu lange zu stark. Für Asperger-Autistinnen und
Asperger-Autisten kann Selbstfürsorge bedeuten, diesen Hinweis
nicht wegzudrücken, sondern ihn zu lesen. Der Kopf darf planen.
Aber der Körper darf mitentscheiden. Denn ein Leben im
Autismus-Spektrum braucht nicht nur Willenskraft, sondern auch
Schutzräume, Pausen, Klarheit und die Erlaubnis, die eigene Grenze
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