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Christliche Lager
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vor 2 Wochen
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Die Glaubensentwicklung des Patriarchen Jakob zeigt eindrücklich,
wie Gott selbst mit unvollkommenen Menschen an sein Ziel kommt.
Auf der Flucht vor seinem Bruder Esau begegnet Jakob in Bethel
zum ersten Mal Gott, der ihm im Traum bedingungslose Gnade
zuspricht. Geprägt von Furcht und einem gesetzlichen Denken
antwortet Jakob darauf jedoch mit frommen Gelübden, anstatt sich
Gott hinzugeben. Es folgen zwei harte Jahrzehnte voller Kämpfe,
Ungerechtigkeiten und familiärem Leid im Hause Labans. Erst in
einer tiefen Krise und durch das übernatürliche Ringen mit Gott
am Jabbok muss Jakob schmerzhaft seine eigene Schuld anerkennen
und empfängt daraufhin eine neue Identität und den Namen
«Israel». Als er schliesslich nach Bethel zurückkehrt, errichtet
er nicht nur ein Denkmal, sondern weiht es mit einem Trankopfer
der völligen Hingabe und baut einen Altar zur furchtlosen
Anbetung Gottes.
Auch im heutigen Glaubensalltag erkennen Christen zwar oft, dass
sie aus Gnade gerettet sind, versuchen danach aber aus eigener
Kraft und unter gesetzlichem Druck, Gott zu gefallen. Dies führt
unweigerlich zu inneren Kämpfen und geistlicher Unfruchtbarkeit.
Gott lässt jedoch in seiner Liebe Krisen und persönliche
Erziehungswege zu, damit die menschliche Eigengerechtigkeit
abgelegt wird. Sein Ziel ist es, jeden Gläubigen an den Ort der
vollkommenen Hingabe zu führen, wo er furchtlos und in tiefer
Dankbarkeit den Gott anbetet, der selbst mit den fehlerhaftesten
Menschen seine weisen Pläne verwirklicht.
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