Esra 6 // Dominic Siegenthaler // YBC 26 #10

Esra 6 // Dominic Siegenthaler // YBC 26 #10

vor 2 Wochen
42 Minuten
0
0 0
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 2 Wochen

Folien zum Herunterladen:


https://kdrive.headwaters.ch/app/share/1269482/0c65065f-5225-4e73-af78-0f2c626e225a/files/24531/preview/pdf/24541





Das sechste Kapitel des Buches Esra markiert den triumphalen
Abschluss des Tempelbaus in Jerusalem und bezeugt eindrücklich
die absolute Souveränität Gottes. Auf die Anfrage der lokalen
Statthalter hin lässt der persische König Darius in den Archiven
forschen und findet den ursprünglichen Erlass von Kyros. Darius
bestätigt dieses Dokument nicht nur, sondern verstärkt den Befehl
massiv, indem er die nötigen materiellen Mittel aus den
königlichen Steuern zusichert und harte Strafen für jeden
anordnet, der den Tempelbau behindert. In diesem geschichtlichen
Wendepunkt wird deutlich, dass Gott die Herzen der Könige lenkt
und ein treuer «Vollender» ist, der sein begonnenes Werk nach
genau siebzig Jahren zum Ziel bringt. Getragen von der
ermutigenden prophetischen Begleitung durch Haggai und Sacharja
vollenden die Ältesten und das ganze Volk unter grossen Mühen den
Bau. Die anschliessende Einweihung und das Passahfest sind
geprägt von tiefer Einheit, kompromissloser Ausrichtung auf
Gottes Wort und einer unbändigen Freude über die Treue des Herrn,
die sogar umliegende Menschen dazu bewegt, sich vom Heidentum
abzusondern und den wahren Gott zu suchen.Für den persönlichen
Glaubensalltag und das neutestamentliche Gemeindeleben liefert
dieser historische Meilenstein überaus praktische Parallelen. So
wie die Juden damals im Vertrauen auf den Auftrag Gottes bereits
weiterbauten, bevor die offizielle Erlaubnis eintraf, sind auch
Christen heute gerufen, mutige Glaubensschritte zu wagen und sich
für Gottes Reich abzumühen, selbst wenn Widerstände drohen. Zudem
unterstreicht der biblische Bericht die Dringlichkeit, ausdauernd
für die politische Obrigkeit zu beten, damit der Glaube in
Frieden und Freiheit gelebt werden kann. Letztlich mündet jeder
Dienst am Haus Gottes in der gemeinsamen Freude und Anbetung. Das
Zusammenkommen der Gläubigen, insbesondere beim Gottesdienst und
am Tisch des Herrn, darf als geistliche Festfeier verstanden
werden, bei der die Gemeinde – getragen von der tiefen
Überzeugung «Ich freute mich, als sie zu mir sagten, lasst uns
zum Haus des Herrn gehen» – Gottes unverdiente Gnade und sein
vollbrachtes Rettungswerk von ganzem Herzen feiert.
15
15
Episode teilen
Esra 6 // Dominic Siegenthaler // YBC 26 #10
Esra 6 // Dominic Siegenthaler // YBC 26 #10

Close