Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Designerklärer Podcast
  4. Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?
Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?

Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?

Designerklärer vor 2 Monaten
Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Herunterladen (rechte Maustaste) Teilen Fundstellen Kommentare
0:00
1:05:00
In Folge 36 spricht Christoph Luchs mit Martin Wettig über Virtual
Reality, Augmented Reality, die Microsoft HoloLens, Microsoft Mesh
und die Frage, warum sich VR-Brillen fast 30 Jahre nach den ersten
Prototypen im Alltag immer noch nicht durchgesetzt haben. Schon
1996 stand Christoph Luchs in einer der ersten Game-Arcades
Deutschlands und setzte sich einen Kilogramm-schweren VR-Helm auf –
träge, klobig, aber mit genau dem Grinsen im Gesicht, das Martin
Wettig Jahrzehnte später bei jedem erlebt hat, der zum ersten Mal
eine Microsoft HoloLens aufsetzt. Dazwischen liegt eine
Technikgeschichte voller Versprechen, die bis heute nicht ganz
eingelöst wurden. »Wir müssen erst lernen zu definieren, wohin die
Reise eigentlich geht.« – Martin Wettig Martin Wettig ist Technical
Artist und wissenschaftlicher Visualisierer. Über die
Zwischenstation am Planetarium in Berlin kam er 2017 zum
HoloLens-Team bei Microsoft – und wurde direkt mit Augmented und
Virtual Reality ins kalte Wasser geworfen. Er erklärt, wie die
Brille Räume erkennt und Hologramme fest im Raum verankert, warum
sie vor allem für Industrieanwendungen gedacht war und warum es
trotz spektakulärer Messe-Demos – etwa in Wartung und Motorenbau –
kaum produktive Dauereinsätze gab. Ein Grund: Investitionsdruck und
fehlende Killer-Apps. Ein anderer, sehr konkreter: Microsofts
„Immersive Meetings“ scheiterten in Europa an
Datenschutzbestimmungen und sind in Teams bis heute deaktiviert –
jedoch in den USA verfügbar. Zahlen unterstreichen das Gefälle –
während in Nordamerika rund 20 bis 30 Prozent der privaten
Haushalte eine VR-Brille besitzen, liegt der Wert in Europa bei
etwa 7 Prozent. Auch bei den folgenden Projekten Microsoft Mesh und
Metas Metaverse-Vision beobachtete Wettig, wie ambitionierte
Konzepte an mangelnder Definition scheiterten: Niemand hatte klar
festgelegt, für wen die Technik eigentlich gedacht ist. Als die
Investitionen ausblieben, stellte er sich die Frage, die viele in
seiner Situation kennen: Was kann ich, was will ich, wo will ich
hin? »Die Realität muss man nicht standardisieren.« – ein Kollege
von Martin Wettig bei Microsoft Aus Leidenschaft für Kunst- und
Kulturgeschichte fand Wettig einen neuen Weg: fotorealistische
virtuelle Museen. Statt kühler, weißer 3D-Räume baut er Umgebungen,
die echten Museumsbesuchen bewusst nachempfunden sind – mit Stille,
Atmosphäre und der Würde der Kunstwerke als Gestaltungsprinzip. In
Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam und Kontakten zum
Berliner Museum für Naturkunde entstehen Prototypen, die von
hochauflösenden Gemälde-Scans bis zu mikrofotografisch erfassten
Insekten reichen. Zentral ist für ihn die Nutzerautonomie: Besucher
sollen selbst bestimmen, wie lange sie sich mit einem Werk
beschäftigen – ganz ohne Timer oder Spieltrieb-Zwang. Zum Schluss
blickt Martin Wetting zusammen mit Christoph Luchs auf die nächste
Brillen-Generation: Ray-Ban Meta, Snap, Gerüchte um Apple und die
ungelöste Frage nach gesellschaftlicher Akzeptanz smarter Brillen
im öffentlichen Raum. Wie Martin Wettig sein virtuelles Museum
weiterentwickelt, was er angehenden Technical Artists empfiehlt und
warum er beim Einstieg in ein neues Feld weniger auf Marktzahlen
als auf echte Leidenschaft setzt, erzählt er im Gespräch mit
Christoph Luchs.
Episode melden

„Hast Du noch dieses Leise Grinsen in der Virtuellen Realität, Martin Wettig?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz