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Beschreibung
vor 1 Tag
In der letzten Folge haben wir das berühmte EPR-Argument näher
angeschaut, in dem Albert Einstein gezeigt hatte, dass die
Physiker nicht gleichzeitig Realität und Lokalität haben können
und gleichzeitig davon ausgehen können, dass die Quantenmechanik
der Weisheit letzter Schluss ist. Er hoffte, die Quantentheorie
durch „verborgene Parameter“ ergänzen zu können, um unsere
alltäglichen Konzepte von Realität und Kausalität zu bewahren.
Lange Zeit galt dieser Streit zwischen Einstein und Niels Bohr
als unlösbare philosophische Debatte, bis 1964 der Physiker John
Bell auf den Plan trat. Ihm gelang ein absoluter Geniestreich: Er
goss Einsteins metaphysische Forderungen in ein mathematisches
Konstrukt und machte sie experimentell überprüfbar. Damit konnte
man später zeigen, dass die Welt nicht lokalrealistisch ist und
die Quantenphysik ohne verborgene Parameter auskommt.
Zusammen mit Quantenoptiker Sven Ramelow spreche ich darüber, wie
John Bell aus reiner Philosophie knallharte Experimentalphysik
machte. Wir klären, warum ein Experimentator unbedingt einen
„freien Willen“ braucht, weshalb Niels Bohr am Ende recht behielt
und wieso Einsteins Zweifel die moderne Physik trotzdem
entscheidend vorangebracht haben. Viel Spaß beim Hören!
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