Pascal Couchepin: «Wir sind keine Dynastie»
vor 1 Tag
In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» spricht alt Bundesrat
Pascal Couchepin über Politik als Familiensache, über die Rivalität
zwischen Freisinnigen und der CVP, der heutigen Mitte-Partei, im
Wallis, und er zeigt sich überzeugt, dass die Schwei ...
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Beschreibung
vor 1 Tag
In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» spricht alt Bundesrat
Pascal Couchepin über Politik als Familiensache, über die Rivalität
zwischen Freisinnigen und der CVP, der heutigen Mitte-Partei, im
Wallis, und er zeigt sich überzeugt, dass die Schweiz dem
Rahmenabkommen mit der EU zustimmen wird. Die Familie Couchepin hat
die Stadt Martigny geprägt – nicht zuletzt sie hat dafür gesorgt,
dass sie seit 1848, der Gründung des Schweizer Bundesstaats, in
freisinniger Hand ist. Pascal Couchepin war einst Stadtpräsident
von Martigny, heute ist seine Tochter Anne-Laure Stadtpräsidentin.
Von einer Familiendynastie will er dennoch nicht sprechen. Die
Rivalität mit der CVP, der heutigen Mitte-Partei, aber auch das
Verhältnis des frankophonen Unterwallis mit dem deutschsprachigen
Oberwallis prägen Couchepin bis heute. Dass die SVP in der
Deutschschweiz ihre Macht mit den Jahren ausbauen konnte, ist für
ihn eine Herausforderung. Nach dem Nein an der Urne zur
SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» prophezeit der
Alt-Bundesrat, dass auch die Neutralitätsinitiative der SVP an der
Urne chancenlos bleiben wird, und er geht davon aus, dass die
Schweiz, gegen den Willen der SVP, dem EU-Rahmenabkommen zustimmen
wird. Couchepin sagt: «Die Bürgerinnen und Bürger werden der
Fortsetzung des bilateralen Wegs zustimmen, weil sie sehen, dass
das Rahmenabkommen wirtschaftlich von Vorteil ist.» Um den
Volkswillen möglichst unverfälscht abzubilden, plädiert er dafür,
bei der Abstimmung über das EU-Rahmenabkommen auf das Ständemehr zu
verzichten. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen.
Pascal Couchepin über Politik als Familiensache, über die Rivalität
zwischen Freisinnigen und der CVP, der heutigen Mitte-Partei, im
Wallis, und er zeigt sich überzeugt, dass die Schweiz dem
Rahmenabkommen mit der EU zustimmen wird. Die Familie Couchepin hat
die Stadt Martigny geprägt – nicht zuletzt sie hat dafür gesorgt,
dass sie seit 1848, der Gründung des Schweizer Bundesstaats, in
freisinniger Hand ist. Pascal Couchepin war einst Stadtpräsident
von Martigny, heute ist seine Tochter Anne-Laure Stadtpräsidentin.
Von einer Familiendynastie will er dennoch nicht sprechen. Die
Rivalität mit der CVP, der heutigen Mitte-Partei, aber auch das
Verhältnis des frankophonen Unterwallis mit dem deutschsprachigen
Oberwallis prägen Couchepin bis heute. Dass die SVP in der
Deutschschweiz ihre Macht mit den Jahren ausbauen konnte, ist für
ihn eine Herausforderung. Nach dem Nein an der Urne zur
SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» prophezeit der
Alt-Bundesrat, dass auch die Neutralitätsinitiative der SVP an der
Urne chancenlos bleiben wird, und er geht davon aus, dass die
Schweiz, gegen den Willen der SVP, dem EU-Rahmenabkommen zustimmen
wird. Couchepin sagt: «Die Bürgerinnen und Bürger werden der
Fortsetzung des bilateralen Wegs zustimmen, weil sie sehen, dass
das Rahmenabkommen wirtschaftlich von Vorteil ist.» Um den
Volkswillen möglichst unverfälscht abzubilden, plädiert er dafür,
bei der Abstimmung über das EU-Rahmenabkommen auf das Ständemehr zu
verzichten. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen.
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