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14.07.2026
23 Minuten
In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» spricht alt Bundesrat Pascal Couchepin über Politik als Familiensache, über die Rivalität zwischen Freisinnigen und der CVP, der heutigen Mitte-Partei, im Wallis, und er zeigt sich überzeugt, dass die Schweiz dem Rahmenabkommen mit der EU zustimmen wird. Die Familie Couchepin hat die Stadt Martigny geprägt – nicht zuletzt sie hat dafür gesorgt, dass sie seit 1848, der Gründung des Schweizer Bundesstaats, in freisinniger Hand ist. Pascal Couchepin war einst Stadtpräsident von Martigny, heute ist seine Tochter Anne-Laure Stadtpräsidentin. Von einer Familiendynastie will er dennoch nicht sprechen. Die Rivalität mit der CVP, der heutigen Mitte-Partei, aber auch das Verhältnis des frankophonen Unterwallis mit dem deutschsprachigen Oberwallis prägen Couchepin bis heute. Dass die SVP in der Deutschschweiz ihre Macht mit den Jahren ausbauen konnte, ist für ihn eine Herausforderung. Nach dem Nein an der Urne zur SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» prophezeit der Alt-Bundesrat, dass auch die Neutralitätsinitiative der SVP an der Urne chancenlos bleiben wird, und er geht davon aus, dass die Schweiz, gegen den Willen der SVP, dem EU-Rahmenabkommen zustimmen wird. Couchepin sagt: «Die Bürgerinnen und Bürger werden der Fortsetzung des bilateralen Wegs zustimmen, weil sie sehen, dass das Rahmenabkommen wirtschaftlich von Vorteil ist.» Um den Volkswillen möglichst unverfälscht abzubilden, plädiert er dafür, bei der Abstimmung über das EU-Rahmenabkommen auf das Ständemehr zu verzichten. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen.
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13.07.2026
25 Minuten
In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» haben wir alt Bundesrat Pascal Couchepin bei sich in Martigny besucht. Der 84-Jährige verfolgt das politische Leben noch immer aktiv und interessiert sich nun auch dafür, wie die 13. AHV-Rente finanziert wird. Als Bundesrat hatte Pascal Couchepin vor der Einführung einer 13. AHV-Rente gewarnt. Die Altersvorsorge sei ein Schieflage, eine 13. Rente würde dies noch verschlimmern, betonte er 2003 als Innenminister. Nach dem Ja zur 13. AHV-Rente wird in diesem Jahr die zusätzliche Rente erstmals ausbezahlt. Pascal Couchepin sagt, er akzeptiere den demokratischen Entscheid, aber jetzt müsse man auch über eine Erhöhung des Rentenalters diskutieren. Als Innenminister hatte er einst vorgeschlagen, das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen, wofür der Walliser vor allem von der politischen Linken harsch kritisiert wurde. Sein Vorschlag sei nie eine Provokation gewesen, stellt er heute klar. Vielmehr sei eine Erhöhung des Rentenalters heute wohl eine realpolitische Notwendigkeit. Pascal Couchepin ist zu Gast bei Philippe Reichen
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10.07.2026
15 Minuten
Das Universum bleibt ein Rätsel. Auch für die Weltraumphysikerin Kathrin Altwegg. Je mehr man weiss, umso mehr neue Fragen stellen sich. Was war vor dem Urknall? Und hat das Universum ein Ende? Altwegg ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Heute kommt die Forschung dem Urknall schon sehr nahe. Doch noch immer bleiben Fragen offen. Gemäss Einstein war der Urknall ein Tag ohne gestern. Was vorher war, beschäftigt auch Altwegg. Ob am Anfang ein Schöpfer stand, bleibt für sie eine Frage der Perspektive: „Die Naturwissenschaft fragt nach dem Wie, die Theologie nach dem Warum“. Das «Wie» sei einfacher, schmunzelt sie. Kathrin Altwegg ist emeritiere Professorin der Uni Bern.
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09.07.2026
16 Minuten
Die Weltraumphysikerin Kathrin Altwegg hat grosse Missionen auf fremde Himmelskörper geleitet. Doch im Studium wurde sie als Frau oft nicht ernst genommen. Haben es Frauen heute leichter? Altwegg ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Kathrin Altwegg hat in den 1970er Jahren Physik studiert, als einzige Frau in ihrem Jahrgang. Ein Professor habe ihr geraten, sie solle doch Strümpfe verkaufen gehen, ein anderer sagte ihr, er werde ihr in der Prüfung extra einfache Fragen stellen, da Frauen ja Mühe hätten mit Physik. Dennoch hat sie ihren Weg gemacht und rät den Frauen, stets an sich zu glauben. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die in all den Jahren mehrere Male zu Gast waren.
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08.07.2026
17 Minuten
Aktuell findet ein Wettlauf um die Vorherrschaft auf dem Mond statt. Die Astrophysikerin sieht das kritisch. Sie ist zu Gast bei Simone Hulliger in der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch». Bemannte Raumfahrt sei für die Forschung nicht zielführend, erklärt Altwegg. Menschliche Spuren würden das Terrain verändern, das könne die Resultate beeinflussen. Auch könnten irdische Mikroben mögliches Leben auf den Himmelskörpern vernichten. Es stelle sich die Frage, welches Leben mehr zähle – das auf der Erde oder das auf fremden Planeten? Kritisch sieht Altwegg auch die zahlreichen Satelliten in der Weltumlaufbahn. Die Forschung gehe davon aus, dass ab 2032 jedes Jahr ein Mensch stirbt, weil ihm Weltraumschrott auf den Kopf fällt.
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Über diesen Podcast
Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des
Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
diskutiert und vertieft.
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