Trump - Schreckgespenst von Ankara (mit Jana Puglierin)

Trump - Schreckgespenst von Ankara (mit Jana Puglierin)

vor 23 Stunden
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Beschreibung

vor 23 Stunden
Mit Spannung blicken viele in diesen Tagen nach Ankara. Die große
Frage beim NATO-Gipfel ist, wie sich der US-Präsident verhält. „Wir
sind nur in Trumps Hand“, sagt Jana Puglierin. Die
Sicherheitsexpertin und Leiterin des Berliner Büros der Denkfabrik
European Council on Foreign Relations schätzt im Gespräch mit Host
Stefan Niemann ein, wie es heute um die NATO steht. Sie beleuchtet
die Rolle von NATO-Generalsekretär Rutte, der mit dem Umschmeicheln
von Trump die Allianz zu retten versucht. Außerdem erklärt sie, was
die Europäer seit dem Gipfel im vergangenen Jahr bereits erreicht
bzw. welche Probleme sie nach wie vor haben. Die
Sicherheitsexpertin verweist auf die Druckmittel, die die Europäer
mit Blick auf die USA durchaus haben. „In gewisser Weise würde ich
tatsächlich vorschlagen, dass wir im Umgang mit der Trump-
Administration anfangen, Trump mit seinen eigenen Methoden zu
konfrontieren.“ Puglierin empfiehlt den Europäern sich nicht
spalten zu lassen und Einigkeit gegenüber dem US-Präsidenten zu
demonstrieren.

Mit welchen Erwartungen Friedrich Merz in die Türkei fährt,
berichtet Anna Engelke, die den Bundeskanzler begleitet. Der hofft,
bei diesem NATO-Gipfel „einen Geist von Ankara zu wecken“. Vor Ort
trifft Merz auch auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Sein
Land sieht sich derzeit neuem russischen Terror aus der Luft
ausgesetzt. Wie häufig vor großen internationalen Treffen versucht
Machthaber Putin damit ein Signal der Stärke auszusenden, sagt Kai
Küstner. Er erklärt, dass die Ukraine derzeit vor allem mit der
Abwehr ballistischer Raketen überfordert ist, da es an Munition für
die US-amerikanischen Patriot-Systeme fehlt. Keine einzige der in
der Nacht zum Montag auf die Ukraine abgefeuerten 29 ballistischen
Raketen konnte abgefangen werden. Selenskyj dürfte die
Dringlichkeit der Lieferung von Flugabwehrraketen daher beim Gipfel
noch einmal unterstreichen, auch in Deutschland wird darüber
diskutiert. Kai berichtet auch über die Lage an der Front, in der
besonders die Stadt Kostjantyniwka weiterhin umkämpft ist. Und er
blickt auf einen möglichen 20-Milliarden-Euro-Deal, von dem
Deutschland und besonders Mecklenburg-Vorpommern profitieren
könnten. Beabsichtigt doch Kanada vom deutschen Hersteller TKMS
u.a. in Wismar und Kiel produzierte U-Boote zu kaufen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Jana Puglierin:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3343912.html

Der deutsch-kanadisch-norwegische U-Boot-Deal:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/u-boot-deal-kanada-deutschland-100.html


Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

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