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Beschreibung
vor 2 Wochen
Seit die NSDAP-Mitgliederkartei online zugänglich ist, geben
Millionen Menschen den Namen eines Verwandten ein und warten auf
das Ergebnis. Sekunden später steht es da – und mit ihm oft eine
Frage, die weit über Genealogie hinausgeht: War der Mensch, den
ich kannte, wirklich der, für den ich ihn hielt? Die
Datenbank-Funde berühren Erinnerungen, Loyalitäten, Scham,
Erleichterung und manchmal auch alte Verletzungen, die in
Familien lange ungesagt geblieben sind.
Im Zentrum dieser Folge steht nicht nur die Einordnung der
NSDAP-Mitgliederkartei, sondern auch die innere Bewegung, die sie
auslösen kann: das Schwanken zwischen Nähe und Distanz, zwischen
dem Wunsch nach Wahrheit und dem Bedürfnis, lieber nicht zu
wissen. Was löst Schweigen in Familien aus, wie können
transgenerationale Belastungen weiterwirken und warum ist es so
schwer, Menschen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit zu
begegnen?
Darum geht es in diesem „Gefühlserben“-Extra. Und um die Frage,
ob Menschen, die nicht in der Partei waren, deswegen zu „den
Guten“ zählten. Dies vorweg: nein, nicht unbedingt.
Eine Folge über die Last der Wahrheit, die Macht des
Verschwiegenen und die Frage, wie wir mit den Brüchen unserer
Herkunft leben können, ohne sie zu beschönigen.
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