Deep Dive: Wie lernt man Deeskalation? Prof. Dr. Andreas Bock und Thomas Koch über "K3VR"

Deep Dive: Wie lernt man Deeskalation? Prof. Dr. Andreas Bock und Thomas Koch über "K3VR"

vor 1 Tag
Thomas Koch (Fraunhofer HHI) und Prof. Dr. Andreas Bock (Akkon Hochschule) über K3VR – ein multisensorisches VR-Trainingssystem für polizeiliche Deeskalationskommunikation.
1 Stunde 7 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
In diesem "Deep Dive" von Stand der Forschung tauchen wir ein in
das Forschungsprojekt K3VR – eine multisensorische, KI-gestützte
virtuelle Trainingsumgebung, die Einsatzkräften der Polizei gezielt
deeskalierende Kommunikation beibringen soll. Ob Präventiv oder als
Helfer*innen nach einem Notruf:Polizist*innen sind häufig in
Ausnahmezuständen. Dabei kann man erleben, wie aus menschlicher
Interaktion scheinbar wie aus dem nichts eine gewaltvolle
Auseinandersetzung wird. Wann kippt eine Situation? Wann wird aus
einer angespannten Lage körperliche Gewalt? Welches Verhalten der
Beamten provoziert Gewalt? Und: Lassen sich solche Situationen
trainieren? trainieren? Genau diesen Fragen gehen Forschende der
Akkon Hochschule für Humanwissenschaften und des Fraunhofer
Heinrich-Hertz-Instituts seit vier Jahren nach – gefördert vom
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Im
K3VR-Projekt begeben sich Polizeibeamte mit VR-Brillen in virtuelle
Einsatzszenarien. Die Umgebungen variieren: Von dem Kontakt mit
agressiven Gruppen bis hin zum Nachbarschaftsstreit. Dabei werden
physiologische und mimische Daten der Trainierenden erfasst –
Herzschlag, Gesichtsausdruck, Körperreaktionen – um zu verstehen,
wann und warum Situationen eskalieren. Ergänzt wurde das durch
qualitative Interviews mit Polizeibeamt*innen und eine
repräsentative Bevölkerungsumfrage zu Erfahrungen mit der Polizei.
Zu Gast bei Host Jonas Ross sind die beiden zentralen Köpfe hinter
K3VR: Thomas Koch ist stellvertretender Leiter der Gruppe „Capture
& Display Systems" in der Abteilung „Vision & Imaging
Technologies" am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut. Prof. Dr.
Andreas Bock ist Inhaber eines Lehrstuhls an der Akkon Hochschule
für Humanwissenschaften in Berlin, seit 2021 auch ihr Präsident.
Seine Forschung verbindet unterschiedliche sozialwissenschaftliche
Ansätze und untersucht die Dynamiken von Bedrohungswahrnehmungen
und gesellschaftlichen Konflikten. Mit ihnen geht es um die Frage,
wann aus Worten Gewalt wird, wie gut Stresssituationen trainierbar
sind und welche Erkenntnisse die Daten des Projekts geliefert
haben.
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