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Remembering for new relational ethics
Decolonial Memories
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Beschreibung
vor 1 Monat
Gast dieser Folge (deutsch) ist der Germanist und Philosoph Dr.
Messan TOSSA, der am Staatsarchiv von Togo beschäftigt ist. Er
verteidigt das Erbe der europäischen Aufklärung aus dem 18.
Jahrhundert, trotz des von ihm benannten rassistischen Gehalts
der Philosophie von Immanuel Kant und anderen zeitgenössischen
Stimmen. Dr. Tossa betrachtet die Weiterarbeit am Projekt der
Aufklärung als offenen Prozess mit globaler Reichweite. Als
Gastwissenschaftler am Interdisziplinären Zentrum für die
Erforschung der Europäischen Aufklärung
(Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) hat er zum Schicksal
von afrikanischen „Hofmohren“ in deutschen Territorien zum
Zeitpunkt der Aufklärung geforscht. Dr. Tossa schildert die
heutige Erinnerung in Halle an den afrikanisch-stämmigen
Philosophen Anton Wilhelm Amo, der im 18. Jahrhundert an der
dortigen Universität und anderen Orten gewirkt hat. Er weist auf
die Fortdauer kolonial-rassistischer Denkweisen in der deutschen
Gesellschaft hin und setzt sich dafür ein, dass es neben der
Restitution von kolonial angeeignetem Raubgut und menschlichen
Gebeine um epistemische Veränderungen geht, die die
Gleichwertigkeit aller Völker im Blick haben.
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