«Undine geht» von Ingeborg Bachmann

«Undine geht» von Ingeborg Bachmann

vor 2 Tagen
Klangkunst und Sprachexperiment. Ingeborg Bachmanns Version des antiken «Undine»-Mythos: Die Wasserfrau ist hier eine geistig unabhängige, selbständige Muse, die die Männer versteht, und zu der diese sich hingezogen fühlen.
49 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Klangkunst und Sprachexperiment. Ingeborg Bachmanns Version des
antiken «Undine»-Mythos: Die Wasserfrau ist hier eine geistig
unabhängige, selbständige Muse, die die Männer versteht, und zu der
diese sich hingezogen fühlen. Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Samstag, 27.06.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Undine sieht
sich indessen von den Männern – die sie «Ungeheuer», «Monster» oder
einfach nur «Hans» nennt – verraten und rechnet mit ihnen ab.
Bachmann verleiht Undine allerdings nicht nur die Stärke und die
Selbständigkeit, die sonst nur Männern zugesprochen werden, sondern
unterwirft sie auch dem Zwang, die Männer zu lieben. Sie muss aus
dem Meer auftauchen, Hans rufen, die Männer locken und besitzen.
Das «unwahrscheinlich Geglückte» (Peter von Matt) des Textes hat
eine nicht geglückte, vielmehr noch verratene Liebe zum Gegenstand,
die Unmöglichkeit einer absoluten Liebe in der Welt der Menschen,
der Männer und ihrer Frauen, die sich aus ihren erstarrten
Ordnungen nicht herauslocken lassen. Undine ist nicht die Frau
schlechthin, sondern eher eine Gegenfrau, die Stimme des ganz
Anderen. ____________________ Mit: Inka Friedrich und Monika Koch
sowie Lauren Newton (Gesang) und Fritz Hauser (Perkussion)
____________________ Komposition: Fritz Hauser – Tontechnik: Jack
Jakob und Jacqueline Stocker – Regie: Fritz Hauser und Stephan
Heilmann ____________________ Produktion: SRF 1993
____________________ Dauer: 49’
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