Kulturkampf in der Wildnis: Wie Trump die Nationalparks politisiert

Kulturkampf in der Wildnis: Wie Trump die Nationalparks politisiert

vor 2 Tagen
Trump hat Erinnerungen an die Sklaverei aus Nationalparks entfernen lassen. Jetzt pfeift ihn ein Gericht zurück. Selbst die Natur ist in den USA Teil des erbitterten Kulturkampfes geworden.
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Beschreibung

vor 2 Tagen

Jedes Jahr besuchen mehrere hundert Millionen Menschen die
amerikanischen Nationalparks. Sie waren Orte, auf die sich das
heute politisch so gespaltene Land einigen konnte. Die
Postkarten-USA.


Doch dann kam Donald Trump. Er war erst seit wenigen Wochen
zurück im Weissen Haus, als er Ende März 2025 ein Dekret mit dem
Titel «Restoring Truth and Sanity to American History»
unterzeichnete. Offiziell sollte das Dekret verhindern, dass
Bundesinstitutionen aus Sicht der Regierung «anti-amerikanische»
oder «ideologisch verzerrte» Geschichte verbreiten. Daraufhin
wurden historische Ausstellungen diversen Nationalparks
abgebaut.Jetzt hat ein Gericht in den USA dieses Vorgehen vorerst
gestoppt – und Trumps Regierung aufgefordert, die entfernten
Erinnerungen bis zum 250. Nationalfeiertag am 4. Juli 2026 wieder
anzubringen.


Auch abseits vom Streit um die Erinnerungskultur sind die
Nationalparks politischem Druck ausgesetzt: Trumps
Innendepartement entliess über 1000 Mitarbeitende des National
Park Services, der die Nationalparks verwaltet, und gab einzelne
geschützte Gebiete für Öl- und Gasbohrungen frei.


Wie steht es um die Nationalparks unter Donald Trump? Welche
Folgen hat das für die Natur? Welche für die Besucherinnen und
Besucher? Und warum macht der Präsident das alles?


Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaften an der
University of Alabama at Birmingham, ordnet ein, was es bedeutet,
wenn die Nationalparks Austragungsorte politischer Konflikte
werden. Sie ist zu Gast bei Noah Fend in einer neuen Folge des
USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».


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