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Beschreibung
vor 2 Jahren
Der 31. Mai 2023 ist ein besonderer Tag im Leben von Lina E. Das
Oberlandesgericht Dresden verkündet am 98. Prozesstag das Urteil
gegen sie und ihre Mitangeklagten. Es ist ein heißer Tag, das
mediale Interesse ist riesig. Es gibt massive Sicherheitskontrollen
und vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung, auf der erneut „Free
Lina“ gefordert wird. Der Weg zu diesem Tag ist lang. Mehr als
anderthalb Jahre hat der Prozess gedauert. So etwas hat es im
Bereich Linksextremismus seit Jahrzehnten nicht gegeben.
In dieser Episode erzählen wir die Geschichte und die Konflikte
dieses Mammut-Verfahrens. Dabei kommen zentrale Akteure wie der
Vorsitzende Richter Hans Schlüter-Staats, Lina E.s Verteidiger
Ulrich von Klinggräff und Oberstaatsanwältin Alexandra Geilhorn,
die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, zu Wort. Das Verhältnis
zwischen Senat, Anklage und Verteidigung ist über die gesamte Dauer
des Prozesses extrem angespannt. Zum einen geht es um die Frage, ob
die Angeklagten Mitglieder einer kriminellen Vereinigung gewesen
sind. Die Entscheidung darüber hat weitreichende Auswirkungen auf
das Strafmaß. Und es geht um die Frage, ob Lina E. eine führende
Rolle in der Gruppe innehatte. Sie selbst äußert sich dazu nicht.
Zwar ergreift sie zweimal im Laufe des Verfahrens das Wort, bleibt
ansonsten aber ruhig. Auch, als mitten im Prozess die Bombe platzt:
Johannes D., der nach Ansicht der Anklage Teil der Gruppe war, sagt
gegen die anderen aus. Ein großer Erfolg für die Ermittler. Die
Verteidigung zieht dagegen die Glaubwürdigkeit des Kronzeugen
massiv in Zweifel.
Dann, am 31. Mai 2023, wird Lina E. verurteilt, zu fünf Jahren und
drei Monaten Haft. Die Verlesung des Urteils endet aber mit einer
Überraschung: Lina E. kommt – nach fast 1.000 Tagen in
Untersuchungshaft – unter Auflagen frei.
Wenn Euch unser Podcast gefällt oder wenn Ihr Hinweise und Kritiken
habt, dann mailt uns an: fascho-jaegerin@mdraktuell.de
Und hier unser Podcast-Tipp: Im Visier
Oberlandesgericht Dresden verkündet am 98. Prozesstag das Urteil
gegen sie und ihre Mitangeklagten. Es ist ein heißer Tag, das
mediale Interesse ist riesig. Es gibt massive Sicherheitskontrollen
und vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung, auf der erneut „Free
Lina“ gefordert wird. Der Weg zu diesem Tag ist lang. Mehr als
anderthalb Jahre hat der Prozess gedauert. So etwas hat es im
Bereich Linksextremismus seit Jahrzehnten nicht gegeben.
In dieser Episode erzählen wir die Geschichte und die Konflikte
dieses Mammut-Verfahrens. Dabei kommen zentrale Akteure wie der
Vorsitzende Richter Hans Schlüter-Staats, Lina E.s Verteidiger
Ulrich von Klinggräff und Oberstaatsanwältin Alexandra Geilhorn,
die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, zu Wort. Das Verhältnis
zwischen Senat, Anklage und Verteidigung ist über die gesamte Dauer
des Prozesses extrem angespannt. Zum einen geht es um die Frage, ob
die Angeklagten Mitglieder einer kriminellen Vereinigung gewesen
sind. Die Entscheidung darüber hat weitreichende Auswirkungen auf
das Strafmaß. Und es geht um die Frage, ob Lina E. eine führende
Rolle in der Gruppe innehatte. Sie selbst äußert sich dazu nicht.
Zwar ergreift sie zweimal im Laufe des Verfahrens das Wort, bleibt
ansonsten aber ruhig. Auch, als mitten im Prozess die Bombe platzt:
Johannes D., der nach Ansicht der Anklage Teil der Gruppe war, sagt
gegen die anderen aus. Ein großer Erfolg für die Ermittler. Die
Verteidigung zieht dagegen die Glaubwürdigkeit des Kronzeugen
massiv in Zweifel.
Dann, am 31. Mai 2023, wird Lina E. verurteilt, zu fünf Jahren und
drei Monaten Haft. Die Verlesung des Urteils endet aber mit einer
Überraschung: Lina E. kommt – nach fast 1.000 Tagen in
Untersuchungshaft – unter Auflagen frei.
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