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Beschreibung
vor 1 Woche
Nicht nur im Kulturbetrieb feiern der Antisemitismus und die
eigene moralische Überhöhung fröhliche Urstände, aber dort wohl
am ausgeprägtesten. Offene Briefe, Vernichtungswünsche,
Boykottaufrufe gegen alles und jeden, der oder die sich
vermeintlich "falsch" verhalten, gehören seit mehreren Jahren zum
Kulturbetrieb dazu wie das Salz in der Suppe.
Wer dies am eigenen Leib erfahren hat, ist der Autor,
Filmhistoriker, Kurator und ehemalige Leiter der internationalen
Oberhausener Kurzfilmtage Lars Henrik Gass, nachdem er wenige
Tage nach dem 7.10.23 zur Teilnahme an einer proisraelischen
Kundgebung in Berlin aufrief. Was folgte, waren ein offener Brief
und die üblichen Boykottforderungen gegen ihn und das
Oberhausener Fimfestival. Mittlerweile hat Lars dieses verlassen
und widmet sich in Stuttgart dem Aufbau des Stuttgarter Haus für
Film und Medien.
Wir sprechen also über die "Kontroverse" um seine Person, wieso
selbsternannte Moralwächter am bürgerlichen Recht vorbei
Volksgerichte fordern, über die narzisstische Gesellschaft (über
die Lars Henrik Gass letztes Jahr ein Buch geschrieben hat), über
den Einfluss des sog. "Oberhausener Manifests" auf die Filmkultur
und ob dies der Grundstein für die heutige permanente
Ideologisierung und Politisierung des cineastischen Betriebs
darstellt, aber auch über die Ursprünge seiner Filmleidenschaft
und die Zukunft seines neuen Projekts.
Lars im Weltnetz:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lars_Henrik_Gass
Man kann dieses Medienprodukt auf Patreon unterstützen:
https://www.patreon.com/c/u59264472
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