Julia Fischer: «Musik ist für mich Beziehungsarbeit»

Julia Fischer: «Musik ist für mich Beziehungsarbeit»

vor 1 Tag
Bei ihr dürfe man immer applaudieren, auch zwischen den Sätzen: die Stargeigerin Julia Fischer liebt es, in Kontakt mit ihrem Publikum zu sein. Beziehungen sind für die 43jährige Münchnerin ein starker Antrieb. So arbeitet Fischer seit Jahren mit dens ...
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Beschreibung

vor 1 Tag
Bei ihr dürfe man immer applaudieren, auch zwischen den Sätzen: die
Stargeigerin Julia Fischer liebt es, in Kontakt mit ihrem Publikum
zu sein. Beziehungen sind für die 43jährige Münchnerin ein starker
Antrieb. So arbeitet Fischer seit Jahren mit denselben Dirigenten
und Orchestern. In engem Austausch steht sie auch mit ihren
Studierenden – und die Beziehung steht auch im Zentrum, wenn Julia
Fischer das Programm für den «Boswiler Sommer» mitkuratiert. Hier
lässt sich die Geigerin inspirieren von der Frage, wie verschiedene
Komponisten miteinander im Austausch standen. Jene
Beziehungsnetzwerke sollen sich im Programm ihres Klassikfestivals
spiegeln. Sie selbst wird in Boswil alle Capricen von Nicolò
Paganini am Stück solo aufführen – zum ersten Mal überhaupt. Eine
Herausforderung in technischer Hinsicht, aber auch eine Einladung,
Paganinis «Launen» in ihrer Tiefe zu erfassen. Wie sehr sie es
liebt, Werke wieder und wieder neu zu entdecken, und warum diese
endlose Detailarbeit ihr die Freude an der Musik wachhält: auch
darüber unterhält sich Julia Fischer mit Annina Salis, im
Musikmagazin Talk. 01:15 – Talk So etwas wie einen banalen Alltag
kennt sie nicht: Zwischen Kinderbetreuung und Unterrichtstätigkeit
findet Julia Fischer am Tag vor ihrer Abreise zu den Berliner
Philharmonikern auch Zeit für unser Gespräch. 30:10 –
Wochenrückblick Themen: Die Beyreuther Festspiele hatten Grosses
geplant zum 150-Jahr Jubiläum. Und sagen alles wieder ab. Das gibt
auch aus politischen Gründen zu reden. Der russische Dirigent
Kirill Petrenko spendet den hochdotierten Preis, den er letzte
Woche erhalten hat, für den Wiederaufbau der Ukraine. Und: der
südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim ist 91jährig gestorben.
(Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 19.06.26, 12 Uhr) 42:06 – Album-
und Reisetipp Zürich in Venedig: Möglich dank einer Hommage an die
illegale Partyszene der 1980er und 90er. Initiiert worden war sie
von Koyo Kouoh – bis die Kuratorin der Biennale überraschend starb.
48:58 – Musikfrage Warum kommt der Jazz oft ohne Dirigent:in aus,
im Gegensatz zum klassischen Orchester?
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