Musikmagazin Archiv
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«Paramount Quartet» heisst seine aktuelle Band – ein selbstbewusster Bandname, aber keine Übertreibung. Die Musik von Joe Lovano gehört zum Besten, was es aktuell zu hören gibt im Jazz. Joe Lovano ist eine Saxophon-Eminenz und steckt voller Geschichten. Und Weisheiten: Immer wieder kommen Sätze zum Mitschreiben. Ich habe Joe Lovano getroffen diesen Sommer in Langnau. 02:29 Talk Das Gespräch mit Joe Lovano war für mich ein Sommer-Highlight, seine Gedanken zu Improvisation, zu Originalität und Leidenschaft für die Musik klangen noch lange nach. Die besten Momente daraus gibt’s heute im Musikmagazin. 25:08 Wochenrückblick Streikandrohung an der Mailänder Scala, der 90.Geburtstag der Radio- und Jazzlegende Klaus Koenig und Wiederentdeckung eines Opern-Stars: die unglaubliche Geschichte der Emilie Herzog (Oliver Rutz) 38:51 Musikfrage Kann Musik das Gedächtnis verbessern? Warum es sich lohnen kann, bewusst Musik zu hören. (Theodora Mavropoulos) 43:29 Konzert-Tipp Eine Uraufführung, dann ein Interview mit der Komponistin Anda Kryeziu, dann dasselbe Stück nochmals: das attraktive Konzert-Format im Cabaret Voltaire. 46:37 Neu auf meiner Playlist Futter für Kopf und Herz: Die neue Orchester-Musik der griechischen Komponistin Konstantia Gourzi ist eine musikalische Annäherung an den Begriff «Logos»
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Die junge Schweizer Geigerin steht auf der Bühne, seit sie sich erinnern kann. Mit Acht trat sie zum ersten Mal vor einem Orchester als Solistin auf. Seither spielte sie mit dem Tonhalle Orchester, der Prague Royal Philharmonic und vielen andern. Gerade hat Ilva Eigus in Zürich ihre Matura bestanden und zieht nun nach Deutschland, um in Essen bei Marc Bouchkov weiterzustudieren. Im Gespräch mit der Musikerin fällt auf, wie reflektiert und ernsthaft sie Lebensfragen angeht, wie neugierig sie ist. Und man merkt, wie wichtig ihr ein Leben neben der Musik ist. Zum Beispiel fotografiert Ilva Eigus leidenschaftlich gerne und besitzt mehrere Kameras. Und Sport ist ebenfalls zentral in ihrem Leben. Musikredaktorin Annelis Berger hat Ilva Eigus ins SRF-Studio geladen. (00:51) Talk Mit Ilva Eigus (21:20) Wochenrückblick Der Komponist George Fenton ist verstorben, der Jazzverein Beeflat feiert sein 25 jähriges Jubiläum und ein neuer Chor in Winterthur für alle, die glauben, nicht singen zu können. (26:54) Musikfrage Was ist Swing? Der Schweizer Jazzschlagzeuger Elmar Frey gibt Auskunft. (Sofia Heuri) (42:50) Konzerthinweis 2. Sinfonie von Gustav Mahler, Eröffnung der Saison des Sinfonieorchesters Luzern mit Regula Mühlemann und dem Dirigenten Michael Sanderling am 14./15. Oktober im KKL (47:36) Neu in meiner Playlist NoCrows, Band aus Irland, Album «Escape Live»
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Der Begriff «Crown Shyness» beschreibt die Fähigkeit von Bäumen, einander Raum zu lassen. Für Francesca Gaza ist er Leitmotiv bei der Suche nach einem gleichberechtigten Miteinander von Alter Musik, Jazz und Folk. In ihrem Ensemble klingen Barockinstrumente wie die Theorbe oder die Viola da Gamba mit e-Gitarre und Jazz-Schlagzeug. Entstanden bei einem öffentlichen Recording von SRF 2 Kultur in Basel, überzeugt auch ihr zweites Album mit Tiefe, Wärme und einer ganz eigenen Sinnlichkeit. (01:00) Talk Unter einer Gruppe von alten Bäumen erzählt Francesca Gaza in einem Basler Stadtpark von ihrer Liebe zum Barock, ihrer Kindheit in der Maremma und vom unvoreingenommen lustvollen Zusammenspiel zwischen den Genregrenzen. (30:17) Wochenrückblick Mit zwei Nachwuchspreisen, dem Komponistenwettbewerb am Zurich Film Festival und dem ZKB Jazzpreis. Mit einer neuen Recherche des Komitees für Musikvielfalt zu Unterschieden in der Subvention. (Luca Koch) 90 Jahre Steve Reich: eine Geburtstaghommage an den Minimalkomponisten von Sven Ahnert. (43:21) Musikfrage Wie übersetzt man die Welt seines Lieblingsschriftstellers in Musik, Tim Allhoff? (Fanny Opitz) (52:17) Album-Tipp Die Schweizer Akkordeonistin Viviane Chassot denkt – und spielt – Beethovens Violinkonzert ganz neu - für ihr Instrument.
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Der südafrikanische Pianist, Sänger und Schamane versteht seine Konzerte nicht als Aufführungen, sondern als Rituale: Räume, in denen sich Menschen begegnen, erinnern und verwandeln können. Tief verwurzelt in der Zulu-Tradition und zugleich weltweit vernetzt als Musiker, Forscher und Dozent, verbindet Makhathini Spiritualität, Jazz und gesellschaftlichen Diskurs zu einer einzigartigen Einheit. Auf seinem aktuellen Album The Myth We Choose fragt er, welche Geschichten wir in die Zukunft tragen wollen. Für Makhathini ist Musik mehr als Kunst: eine Einladung Verbundenheit zu spüren und dem eigenen Leben neu zuzuhören. (03:05) Talk Derzeit auf Tour in Kalifornien, erzählt Makhathini über 9 Stunden Zeitunterschied hinweg von Morgenroutinen, seiner Berufung zum Schamanismus, der Liebe zu seiner Frau und vom Lied, das in allen Dingen schläft. (32:38) Wochenrückblick 100 Jahre John Coltrane im Beitrag von Jodok Hess; mit dem Concord Espace Culture eröffnet bei Genf ein neues Kulturzentrum und: Preissegen des Fachmagazins «Opernwelt». (Moritz Weber) (44:42) Musikfrage Gibt es komplett unmusikalische Menschen? Die Frage geht an Jasmin Pfeifer, Sprachwissenschaftlerin von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. (Sofia Heuri) (49:52) Konzerttipp Auch wegen des Soundtracks von Gabriel Yared klingt das Filmepos «The English Patient» so lange nach. Der französisch-libanesische Filmmusikkomponist wird am Zurich Film Festival ausgezeichnet und zu seinen Ehren findet in der Tonhalle Zürich der Gala-Abend «Cinema in Concert» statt.
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Khatia Buniatishvili: Ihre Technik scheint Naturgesetze auszuhebeln, ihre Interpretationen stellen auch Gassenhauer in ein neues Licht. Als Fokus-Künstlerin des Tonhalle-Orchesters Zürich eröffnete Khatia Buniatishvili dieses Jahr die Saison, mit dem 1. Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky. Und wie die georgische Pianistin spielt, so redet sie auch: Es sprudelt nur so, auch auf Deutsch – ihrer angeblich schlechtesten Sprache. Hätten wir uns also auf Englisch, Französisch, Russisch oder Georgisch unterhalten, wäre ich vielleicht noch jetzt im Solistenzimmer der Tonhalle Zürich. (02:16) Talk Dass Khatia Buniatishvili als Pianistin polarisiert, hat wohl mit ihren pointierten Interpretationen zu tun. Ihre Brillanz am Flügel wird ihr niemand absprechen. Im Gespräch erzählt sie, was Virtuosität für sie bedeutet, wie sie über ihren Auftritt auf den sozialen Medien denkt – und sie spielt eine quirlige Chopin-Stelle, die sie zehn Jahre nicht mehr in den Fingern hatte, ab Blatt. (23:17) Wochenrückblick Im Wochenrückblick geht es um die neue Intendanz an den Salzburger Festspielen – und um eine verstorbene Ikone der französischen Rockmusik: Catherine Ringer. (Oliver Rutz) (33:09) Neu auf meiner Playlist Winter Songs von Steve Swallow. Drei Jahre nach dem Tod seiner grossen Liebe Carla Bley kommt Wintermusik vom bald 86jährigen Bassisten Steve Swallow. Warm und tröstend. (39:18) Musikfrage Warum hat das Klavier schwarze und weisse Tasten? Wenn in der Musikfrage plötzlich ein Elefant trötet. (Theodora Mavropoulos) (43:27) Film-Tipp Ein paar Jahre nach ihrem Krebstod stürmt ihre Musik die Charts. Ein neuer Dok-Film erzählt die Geschichte von Eva Cassidy, der Sängerin mit der überirdisch schönen Stimme.
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In einigen Wochen starten wieder die Donaueschinger Musiktage, das legendäre Festival der zeitgenössischen Musik. «Polyphonies» heisst das Motto. Also Mehrstimmigkeit. Klingt da auch etwas Politisches mit? Also das Zulassen verschiedener Stimmen, eine Art Gegenentwurf zur zunehmend polarisierten Gesellschaft? Ein Gespräch mit der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling. (01:00) – Auftakt Wie klang es in Donaueschingen vor 200 Jahren? Nach Johann Wenzel Kalliwoda. (03:20) – Talk Wie klingt es heute in Donaueschingen? Gespräch mit der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling. (26:10) – Wochenrückblick - Die Berliner Philharmoniker sind laut einer Studie zwei bis drei Milliarden Euro wert; - Herbert Blomstedt erhält den Praemium Imperiale in Japan. (Oliver Rutz) (33:20) – Anthony Hopkins komponiert auch: Life is a dream (Decca) (Fanny Opitz) (37:10) – Neues für die Playlist Fiddler Mark O’Connor. (46:30) – Musikfrage Pilzeinlagerungen machen den Geigenton schöner? (Yvonn Scherrer) (51:50) – Konzerttipp! Argot Lunaire, das Sextett der Pianistin und Komponistin Anne Quillier, im Bird’s Eye Basel.
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Alexandra Seywald singt, komponiert und spielt Geige und Klavier. Für das Between Mountains Festival hat die Musikerin ihr erstes Soloprogramm zusammengestellt. Sie ist SRF 2 Kultur Debut Talent. 02:25 – Talk Ich treffe Alexandra Seywald im Allschwiler Wald, wo sie Ruhe sucht, wenn die Welt gerade zu schnell dreht. Die 30-jährige Österreicherin ist aufstrebende Solistin vor grossen Orchestern, Primgeigerin beim Radauer Ensemble und zelebriert freie Musik fernab von Stil- und Genregrenzen. So erklingt neben klassischer und zeitgenössischer Musik auch Volksmusik, Pop und eigene Kreationen. 23:18 – Wochenrückblick Die Jazzwelt trauert um die Vokalistin Cassandra Wilson. Eine Grenzgängerin zwischen Jazz, Blues, Soul und Funk. Sie schrieb Musik mit Weitsicht, Wärme und Charisma. Sie verstarb vergangenen Dienstag 70-jährig. Der deutsche Komponist Jörg Widmann erhält den 14. Kompositionsauftrag der «Roche Commissions» für 2028. Und Australien verbannt KI-Songs aus ihrer Hitparade. (Oliver Rutz) 39:45 – Musikfrage Wem gehören eigentlich mit künstlicher Intelligenz generierte Songs? Was bedeutet das fürs Urheberrecht? Der Jurist Noah Martin leitet die Taskforce KI der Suisa und ordnet ein. (Fanny Opitz) 49:40 – Konzerttipp Das Orchester OPUS feiert am 12. und 13. September im Casino Bern sein 30-jähriges Bestehen und führt ein neues Werk des Komponisten und Akkordeonisten Mario Batkovic auf. Mit dabei sind vier Chöre aus der Region! 51:20 – Neu in meiner Playlist Mozart mit Spice! Der US-amerikanische Pianist Jon Batiste kleidet auf seinem neuen Album «Black Mozart» bekannte Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart in ein Gewand aus Harmonien und Rhythmen afroamerikanischer Musiktraditionen.
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Der französische Komponist, der in Berlin lebt, stellt sich den existentiellen Fragen. Er schöpft seine Themen motivisch aus einem explizit christlichen Bekenntnis. Gleichzeitig ist Andre ein Avantgardist, auf der Suche nach dem anderen, dem neuen Klang. Der Schüler von Gérard Grisey und Helmut Lachenmann ist international und sehr erfolgreich unterwegs, seine Werke werden von den besten Ensembles und Orchestern aufgeführt. Kein Freund des Smalltalks, suchend und fragil spricht Mark Andre über seine Arbeit. Und darüber, dass das Komponieren die absolute Priorität hat in seinem Leben. Annelis Berger führt das Gespräch.
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Was für die meisten ehemaligen Mitmusiker von Trompeter Miles Davis gilt, gilt auch für ihn: Der Gitarrist John Scofield wird - nach seinen Lehrjahren bei Miles anfangs der 1980er Jahre - zu einem erfolgreichen Bandleader und schliesslich zu einem stilbildenden Gitarristen. Seine ersten eigenen Alben nach der Zeit mit Miles waren noch ganz dem Meister Miles verpflichtet, tolle Musik, aber auch dicht. Zu seiner eigenen Stimme findet John Scofield dann in den 90er Jahren, und heute ist der eigenwillige Sound, den er aus seiner Gitarre knetet, ebenso unverkennbar wie sein Umgang mit dem Timing und den Pausen in der Musik. In der Jazzwelt gilt er als Legende - in den Kopf gestiegen ist ihm das aber nie. Zugewandt erzählt er mir im Vorfeld seiner Tour (auch in die Schweiz, ans Jazzfestival Willisau) über Inspiration und wichtige Menschen und darüber, was einen bald 75jährigen dazu bringt, immer noch und immer wieder auf Tour zu gehen. Und das letzte Wort? Das hat sein Hund, Pete.
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Wenn an diesem Wochenende wieder das Lucerne Festival beginnt, gibt es hinter den Kulissen personelle Veränderungen: Der neue Intendant Sebastian Nordmann hat als Nachfolger des verstorbenen Wolfgang Rihm einen neuen künstlerischen Leiter der Lucerne Festival Academy eingesetzt: Jörg Widmann. Wir treffen den Komponisten, Klarinettisten und Dirigenten Jörg Widmann zum Gespräch – über seine neue Aufgabe, seine beiden Fixpunkte Robert Schumann und Pierre Boulez, die Begeisterung und den Zweifel.
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Seit rund 45 Jahren gilt Frisell als einer der innovativsten und einflussreichsten Jazzgitarristen der Gegenwart. Kaum ein anderer ist so wandlungsfähig und vielseitig wie er und verfügt dabei dennoch über eine unverwechselbar eigene Stimme auf seinem Instrument. Sein unverkennbarer Sound: lyrisch, warm und mit viel Offenheit und Raum in der Phrasierung. Rund 40 Alben hat Frisell unter eigenem Namen herausgebracht, daneben war er als Sideman in unzähligen Sessions und Recording dabei. Und gerade ist der 75-jährige Gitarrist wieder unterwegs, in Quartett Formation - auch in der Schweiz, an den Langnau Jazz Nights. Annelis Berger konnte den Gitarristen im Emmental zum Gespräch treffen. Am 24. August ist Bill Frisells Auftritt an den Langnau Jazz Nights in «Weltklasse auf SRF 2 Kultur» zu erleben.
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1976 spielte sie ein denkwürdiges Konzert in Meggen, im Kanton Luzern. Das machte Herbert von Karajan auf das «Wunderkind» aufmerksam, und danach ging die Karriere nur noch aufwärts. Anne-Sophie Mutter ist die wohl berühmteste Geigerin des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie hat unzählige Alben eingespielt, aber vor allem auch, was oft vergessen geht, zahlreiche Violinkonzerte uraufgeführt, von Sofia Gubaidulina bis John Williams. Eine Begegnung mit der Musikerin, die sich charmant, zugänglich und auch bodenständig zeigte und bereitwillig Auskunft gab über ihre Anfänge, ihre brillante Technik, über das Üben, das für sie nie eine Tortur war, über Langeweile, Sport, ihre Resilienz. Das Gespräch führt Annelis Berger.
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Nicht ganz zufällig zeigt sie sich auf einem Foto ihrer Homepage mit einem kleinen buntschillernden Chamäleon: Sarah Maria Sun ist eine der vielfältigsten Sängerinnen unserer Zeit, die in jede Rolle schlüpfen kann. (00:22) - Talk: Sarah Maria Sun, das Chamäleon unter den Sängerinnen. Sie singt Rockballaden genauso wie Schubertlieder, Musical, Oper und viel zeitgenössische Musik: 2000 Stücke hat sie im Repertoire und bei 400 Uraufführungen hat sie mitgemacht. Eine Begegnung mit Hund…. (28:00) - Wochenrückblick: Plas Johnson ist gestorben, der Saxophonist, der Pink Panther gespielt hat – Konzerte in den USA mussten wegen Rauch abgesagt werden – der Komponist David Philip Hefti ist in New York ausgezeichnet worden – und dann noch: Famous Orchestras, eine ARTE-Dokumentation. (Oliver Rutz) (39:20) - Neu in der Playlist: Das Arcis Saxophon Quartett auf seiner neuen CD «Quirky Nightclub Chronicles» (44:10) - Musikfrage der Woche: Warum schnippen Jazzer auf 2 und 4? Und warum wird das Klatschen auf 1 und 3 häufig belächelt? Der Schlagzeuger Jonas Ruther gibt Auskunft. (Fanny Opitz) (48:10) - Konzerttipp: Die Kurkonzerte Pontresina. Tägliche Salonmusik im schönen Taiswald auf der kleinen Waldbühne.
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Das Leben ist eine unvorstellbar schöne, besondere Sache, und alles, was im Leben enthalten sein kann, kann auch in Musik enthalten sein. Das sagt Anna-Lena Schnabel – und so spielt sie auch. Manchmal tönt sie ganz fein und zum Verlieben schön, im nächsten Moment hornt sie wie ein Warnsignal auf einer Baustelle. Kurz: Anna-Lena Schnabel liebt die Musik als Ganzes. Und möchte damit ihr Publikum in Bewegung bringen. 00:51 Talk Sie spielt das ganze Leben auf dem Saxophon und möchte damit ihr Publikum in Bewegung bringen. Wie sie selber in Bewegung gekommen ist, warum es richtig war, dass sie als 15jährige den grossen Saxophonisten John Coltrane fürchterlich fand, und was Aristoteles mit Jazz zu tun hat, das erzählt Anna-Lena Schnabel im Talk. 26:13 Wochenrückblick KI-generierte Musik von menschengemachter Musik zu unterscheiden, wird immer schwieriger. Weil die meisten Menschen aber wissen möchten, was sie hören, präsentieren Branchenverbände in den USA jetzt ein Modell zur einheitlichen Kennzeichnug KI-generierter Musik auf digitalen Plattformen. Und: Chopin war schwul – und niemand sollte davon erfahren. Das Buch von Moritz Weber ist sorgfältig recherchiert und eine kleine Sensation. 39:22 Neu auf meiner Playlist Solo spielen und sich dabei manchmal auch als Sängerin begleiten: das gehörte von Beginn weg zur DNA von Clara Haberkamp. Insofern bietet ihr neuestes Album keine Überraschungen, ist aber trotzdem eine Freude – wie eine gute Sommerlektüre. 44:00 Musikfrage Was macht eigentlich eine Konzertmeisterin? Und was braucht es für diese anspruchsvolle Position? (Sofia Heuri) 50:34 Konzerthinweis Auch dieses Jahr sind sie hochkarätig besetzt, die Langnau Jazznights. Und verbinden sich durch die Workshops mit den anwesenden Jazz-Stars organisch mit der lokalen Szene. Ein Abstecher ins Emmental lohnt sich!