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Beschreibung
vor 1 Tag
Der Film Backrooms greift die Ästhetik liminaler Räume
auf – etwa leere Büroflure, endlose Korridore oder verlassene
Übergangszonen. Diese wirken vertraut und fremd zugleich, da sie
ihren ursprünglichen sozialen Kontext verloren haben. In
den Backrooms wird diese Erfahrung radikalisiert: Die
Räume erscheinen als Simulationen von Alltagsarchitektur, die
zwar die Form realer Orte nachahmen, jedoch keinen funktionalen
Bezug zur Realität mehr besitzen. Damit erinnern sie an
Baudrillards Idee des Simulakrums, in dem Zeichen und Abbilder
nicht länger auf ein reales Original verweisen, sondern eine
eigenständige Hyperrealität erzeugen. Zugleich lässt sich das
unheimliche Gefühl der Backrooms durch Fishers
Hauntology erklären: Die Räume wirken wie Geister einer
verlorenen Moderne, bevölkert von den Spuren einer Vergangenheit
oder Zukunft, die nie vollständig gegenwärtig werden konnte. In
diese Episode diskutiert Marcus mit dem Filmkritiker Ipke
Cornils, warum Backrooms vermutlich der richtige Film
zur Zeit ist.
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